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Derrick und seine Fälle: Folge 57 - Die Puppe

Derrick und seine FälleFolge 57
Die Puppe
 
Oberinspektor Derricks gequälte Mine spricht Bände. Ein neuer Mordfall, dessen Aufklärung ihm Kopfzerbrechen bereitet ? Weit gefehlt. Anlass zu soviel Verdruss ist ein persönliches Missgeschick. Kaum zu glauben, aber das Sandstreuen vor seinem Haus endete - mit einem Gipsbein.Und so hockt er - nicht gerade heiter gestimmt - in seinem Büro und wartet voller Spannung auf die ersten Informationen, die ihm sein Kollege Harry Klein vom Tatort durchtelefonieren soll. Noch unter dem Eindruck der schrecklichen Entdeckung stehend, führt die Hausangestellte Luise Staller Inspektor Klein ins Schlafzimmer von Frau Gerdes. Dort hatte sie nach ihrer Rückkehr vom Einkaufen die Tote gefunden.


 Karl Walter Diess und Werner SchulenbergEin frischer Blumenstrauß im Wohnzimmer lässt sie plötzlich stutzig werden. Mit Bestimmtheit weiß sie, dass der Strauß vor ihrem Weggehen noch nicht dagestanden hat. Auch Derrick teilt Kleins Vermutung: Es sieht so aus, als habe der Mörder seinem Opfer Blumen mitgebracht...

Klein stellt bald fest, dass Frau Gerdes öfter Besuch von einem Manikeur hatte. Derrick zu Harry: "Harry! Nennt man das so? Manikeur?"  Dieser Manikeur aus einem Frisiersalon in dem Frau Gerdes Stammgast war, besuchte die wohlhabende Frau auch an dem Mordtag. Er hat jedoch ein einwandfreies Alibi und kann beweisen, dass er zum Tatzeitpunkt längst nicht mehr im Haus war. Jedenfalls war er es, der Frau Gerdes, die Blumen brachte. So allmälich schließt Derrick darauf, dass Frau Gerdes eine Affäre mit dem jungen Mann hatte. Harry bohrt nach, und es stimmt.
Der junge Mann (übrigens ganz hervorragend von Werner Schulenberg dargestellt), unterhielt Beziehungen zu mehreren Kundinnen des Frisiersalon. Offenbar sehr unter Billigung des Chefs (Karl-Walter Diess).

Erst als Harry das Alibi von Herrn Gerdes (Siegfried Wischnewski) zu hinterfragen beginnt, gerät auch er in Verdacht. Harry kann ihn letztlich als Mörder seiner eigenen Frau überführen, doch ein weitere Abgrund tut sich auf. Der junge Manikeur hat mit vielen reichen Damen geschlafen, sein Chef machte die Fotos und erpresste die Frauen. Denn die Männer durften natürlich jeweils nichts davon erfahren.

Der Film hat nichts mit einer Puppe zutun, weshalb der Titel reichlich irreführend ist. Gemeint ist hier der junge Mann, der von seinem Chef wie eine Puppe mit teurem Klamotten eingekleidet wurde, eine nette Wohnung bekam,die wie eine Puppenstube eingerichtet wurde, und der stets nach Belieben seines Herren zu tanzen hatte.
Harry ermittelt in dieser Folge erstmals so richtig solo. Horst Tappert hatte nebenbei immer noch Verpflichtungen am Theater, die er unbedingt erfüllen wollte. So trat er in manchen Folgen etwas kürzer (hatte höchstens einen Drehtag), so wie hier, und Harry trat in Aktion. Andere Fälle dieser Art waren "Die Schwester", "Tod am Waldrand" "Kaffee mit Beate" oder auch "Ein Fall für Harry".

Der Krimi ist sehr interessant und spannend. Die Bezeihung zwischen den Männern ist nicht immer glaubhaft, aber sehr eindrucksvoll erzählt.

Besetzung: Horst Tappert (Oberinspektor Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Siegfried Wischnewski, Werner Schulenberg, Karl-Walter Diess, Alwy Becker, Claudia Buthenuth und andere
Stab: Buch: Herbert Reinecker, Musik: Frank Duval, Kamera: Heinz Hölscher, Szenenbild: Rolf Kästel, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Claus Legal, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Theodor Grädler. Erstausstrahlung: 11.05.1979 (ZDF)

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