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Derrick und seine Fälle: Folge 58 - Tandem

Derrick und seine FälleFolge 58
Tandem

Ewald Bienert spielt in seiner Stammkneipe Billard. Er wird sich zu Hause verspäten, denn die Partie dauert länger, als er zunächst dachte. Deshalb will er seine Frau telefonisch benachrichtigen. Doch als er anruft, geschieht gerade in diesem Moment bei ihm in der Wohnung etwas Schreckliches. Durch den Hörer dringen merkwürdige Geräusche, kein Zweifel, seine Frau schwebt in höchster Lebensgefahr!


Dankbar ist er deshalb für die bereitwillige Hilfe des Kneipenwirts, ihn nach Hause zu begleiten. Mit Entsetzen findet Ewald Bienert dann seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: seine Frau ist tot.

 

Stephan und Harry verhören den „Seewolf“ (Raimund Harmstorff)Zur Überraschung seines jüngeren Kollegen entwickelt Oberinspektor Derrick eine Mordtheorie, an die er anfangs selbst nicht so recht glauben mag. Je erfolgreicher er jedoch Beweisstück auf Beweisstück zusammenträgt, desto mehr verdichtet sich seine Vermutung zur Gewißheit

Bienert gerät in den Verdacht, seine Frau selbst durch einen Killer umgebracht zu haben. Der mögliche Killer ist bald gefunden: Rudolf Nolde. Dieser saß viele Jahre mit Bienert in einer Gefängniszelle. Jahre die ausreichten um finstere Pläne zu schmieden. Gegenseitig versprachen Sie sich in die reiche Gesellschaft einzuheiraten, was Ihnen gelungen war, und beide versprachen sich nach iniegr Zeit Ihre Frauen gegenseitig umzubringen. An diese Theorie zumindest glaubt Derrick und sie bestätigt immer mehr, umso mehr Derrick auch nachbohrt.

Doch da ist noch in windiger Versicherungsagent, der irgendwie in die Sache verstrickt ist. Dieser Mann ist es, der am Ende einige Theorien des Kriminalisten über den Haufen werfen muss. Aber nicht alle.

Dieser etwas fahrig inszenierte und von der Handlung eher verwaschene Krimi, lässt ein zweispältiges Gefühl zurück. Zum Einen ist die Story recht interessant gestrickt, zum Anderen wird die Katze aber zu schnell aus dem Sack gelassen. Das nimmt der Story recht schnell die Spannung, die auch im weiteren Verlauf der Inszenierung an allen Ecken und Enden fehlt. Selbst das erzwungene Happy-End für einen der Beteiligten kann am Ende keinen besonderen Krimi aus diesem DERRICK machen. Dazu kommt das etwas aufgesetzte Spiel von einigen Akteuren, wie Stefan Behrens als Bienert, der dem Film zum Teil recht komödiantische Züge verleiht. Dies ist alles  der Inszenierung von Regie-Exzentriker Zbynek Brynych anzulasten, der seinen Krimis durch seine eigenwillige Art der Charakterisierungen von Figuren, immer eine unverwechselbare Note geben wollte.

Das ist ihm auch mit "Tandem" gelungen.

Die Darsteller sind dennoch erste Schauspielriege. Neben Tappert und Wepper spielen ferner Elisabeth Wiedemann, die als "dusselige Kuh" bei Ekel Alfred Geschichte machte, sowie der Seewolf Raimund Harmstorff. In einer Nebenrolle ist Ulrich Beiger dabei, der in den 60er Jahren einige Edgar Wallace-Filme mit seinem überzogenen Spiel bereicherte.

 

Stab: Horst Tappert (Oberinspektor Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Stefan Behrens (Ewald Bienert), Raimund Harmstorff (Rudolf Nolde), Elisabeth Wiedemann, Dirk Galuba, Karl-Maria Schley, Dirk Dautzenberg, Ulrich Beiger, Dan van Husen und andere

 

 

 

Buch: Herbert Reinecker, Musik: Frank Duval, Kamera: Heinz Hölscher, Szenenbild: Wolf Englert, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Claus Legal, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG.

 
Regie: Theodor Grädler. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Aftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstausstrahlung: 02.02.1979 (ZDF)

 

Kommentare  

#1 Frank Reichelt 2015-08-25 21:50
Die Figur von Harmstorff hätte allein schon wegen seiner Dummheit, erst bei Bienert anzurufen und dann auch noch vorbeizukommen während die Polizei im Haus ist, eingelocht gehört!
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#2 Bert 2019-08-21 14:37
zitiere Frank Reichelt:
Die Figur von Harmstorff hätte allein schon wegen seiner Dummheit, erst bei Bienert anzurufen und dann auch noch vorbeizukommen während die Polizei im Haus ist, eingelocht gehört!


Heutzutage hat halt jeder eine Meinung kann man aber eben auch anders sehen
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