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Der Alte - Erwin Kösters Fälle: Folge 23 - Der Abgrund

Der Alte - Erwin Köster und seine FälleFolge 23
Der Abgrund

Anselm Kausch, ein sensibler junger Mann von 17 Jahren, ist einsam. Sein größter Wunsch ist, eine Freundin zu finden, die auch an seiner Wangennarbe keinen Anstoß nimmt. Doch alle Versuche, sich gleichaltrigen Mädchen zu nähern, scheitern an Anselms bodenloser Schüchternheit. Eines Abends bemüht er sich, mit der 16jährigen Renate Gaubel ins Gespräch zu kommen, wird aber brüsk zurückgewiesen ...


Pierre FrankhAm nächsten Morgen meldet sich ein aufgebrachter Herr Gaubel mit seiner verlegenen Tochter bei Kommissar Köster und berichtet, sie sei am Vorabend überfallen worden. Renate nimmt das alles nicht besonders ernst, spricht von einem dummen Zufall, ihr Vater aber erstattet Anzeige gegen Unbekannt ...
Köster ist von diesem an sich nicht sehr bedeutenden Vorfall seltsam angerührt. Er lässt sich aus dem Archiv eine Aufstellung ähnlicher Fälle bringen und stellt fest, dass sie tatsächlich mit dem Überfall auf Renate Gaubel vergleichbar sind. Köster fürchtet nun, es wird in Zukunft nicht nur bei mehr oder minder großen Belästigungen bleiben, sondern eines Tages zu einer dramatischen Eskalation kommen. So macht er sich auf die Suche nach einem jungen Mann, von dem er nur weiß, dass er ein krankheitsbedingt gestörtes Verhältnis zu seiner Umwelt hat ...

Im Laufe der Folge werden noch einige Versuche gezeigt in denen Anselm junge Mädchen belästigt. Doch nie kommt es zu mehr als leichten Übergriffen. Einmal fesselt er ein Mädchen an einen Baum, lässt sie aber dann wieder laufen. Die Aussage dieses Mädchen bringt Köster einen entscheidenen Schritt weiter. Ausserdem wird am Tatort ein blau-gemustertes Klebeband entdeckt, wie es nur in einem Kaufhaus als Verpackungsmaterial benutzt wird.

Dieses Klebeband bringt Köster auf die Spur von Anselm, der in dem Kaufhaus arbeitet. Er erreicht jedoch nur seine Mutter. Kann Köster das Schlimmste Unglück an diesem Abend noch verhindern…?

Während seiner Ermittlungen gerät Köster immer mehr in Konflikte mit seiner Lebensgefährtin Anna gautier (Xenia Pörtner). Er sagt einen Urlaub mit ihr ab, um diesen Fall nachzugehen, der eigentlich gar keiner ist. Und er unterhält sich immer wieder mit einen Psychologen (Werner Kreindl) über den Täter, seine Gefühle, und seine Motive.

Die ganze Folge läuft ohne nennenswerte Höhepunkte ab. Leopold Ahlsen hat ein sehr fades Buch geschrieben, wo die Geschichte eher so dahin plätschert. Dennoch ist es den hervorragenden Darstellern zu verdanken, das man der Folge noch einiges abgewinnen kann. So wird ein eindrucksvolles Täterpsychogramm gezeichnet, und die Darstellung von Pierre Franckh sorgt für die notwenige Glaubwürdigkeit.

Franckh war in den 70er und 80er Jahren häufig bei Derrick und Der Alte zu Gast. Heute arbeitet er als Buchautor.


Besetzung: Siegfried Lowitz, Michael Ande, Werner Kreindl, Pierre Franckh, Xenia Pörtner, Ida Krottendorf, Wolfried Lier und anderen
Stab: Buch: Leopold Ahlsen, Musik: Frank Duval, Titelmusik: Peter Thomas, Kamera: Rolf Kästel, Szenenbild: Wolf Englert, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Peter Renfrantz, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Theodor Grädler. Erstausstrahlung: 19.01.1979 (ZDF)

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