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40 Jahre Tatort - 2008: MARTIN WUTTKE

40 Jahre tatort2008
MARTIN WUTTKE

Martin Wuttke wurde am  8. Februar 1962 in Gelsenkirchen geboren. 1978 begann er seine Schauspielausbildung am Figurentheater-Colleg in Bochum, die er 1980 abschloss. Vier Jahre später erhielt er sein erstes Theater-Engagement am Schauspiel in Frankfurt am Main, wo er (mit kleineren Unterbrechungen) im dortiger Ensemble verblieb. Während er von 1991 bis 1994 seine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule fortsetzte, hatte er u. a.  Engagements am Hamburger Thalia Theater.


Martin Wuttke1991 gab Wuttke er mit dem Fernsehfilm „MOSKAU – PETUSCHKI“ sein TV-Debüt. Im selben Jahr folgte mit „BUSTER’S BEDROOM“ sein Film-Debüt. Ein Jahr wurde  der Schauspieler den BOY-GOBERT-PREIS ausgezeichnet. Man würdigte damit vor allem Wuttkes Leistungen als Kostja in Tschechows "DIE MÖWE". Die Rolle seines Lebens ist jedoch die Titelrolle in Bertolt Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", die er seit 1995 in mehr als 300 Vorstellung spielte. 

Ab Ende der 1990er Jahre baute Wuttke nach und nach auch seine Film- und TV-Karriere aus. So war er u. a. in Fernsehfilmen wie „DIE BERNAUERIN“ (1997), „GEISELFAHRT INS PARADIES“ (1998), „DIE STILLE NACH DEM SCHUSS“ (2000), „DIE TOTE VOM DEICH“ (2006) oder in Filmen wie  „ROSENSTRASSE“ (2003), „CALL ME AGOSTINO“ (2006)  und „WEISSE LILIEN“ (2007) zu sehen.

Martin WuttkeNach seiner mehr als 20jährigen Theaterarbeit erhielt Martin Wuttke 2007 die Rolle des Kommissars Keppler an der Seite von SIMONE THOMALLA als neue Tatort-Ermittler in Leipzig  und wurde dadurch auch einem breiteren Fernsehpublikum bekannt.

2009 erhielt Martin Wuttke die Rolle des ADOLF HITLER in dem Quentin Tarantino-Film  „INGLORIOUS BASTERDS“.

„Ich war zunächst einmal wahnsinnig neugierig und hatte großes Interesse, in dem Film mitzuspielen. Als ich hörte, dass Tarantino in Berlin ist, und Auszüge aus dem Drehbuch in die Hand bekam, bin ich zu ihm hin und habe gesagt: „Es ist mir völlig schnuppe, was ich spiele, nach Möglichkeit aber bitte nicht Hitler.“
Das war bei einer Art Casting. Tarantino hat sich ja in Berlin mit vielen Schauspielern getroffen. Wegen meiner ganzen Verpflichtungen war aber klar, dass ich keine größere Rolle spielen könnte. Amerikanische Filmregisseure können einfach nur ganz schlecht mit der Bedeutung des Begriffs „Sperrtage“ umgehen. Tarantino sagte schließlich zu mir: „Ich möchte auf jeden Fall, dass du mitspielst - kannst du dir nicht doch vorstellen . . . den Hitler zu spielen?“ Ich antwortete: „Bitte, nicht! Dazu habe ich echt keine Lust.“ Kurze Zeit später erzählte ich das einer Freundin, die mich entgeistert anschaute: „Es ist doch völlig egal, wen du spielst. Ich möchte einmal im Leben ins Kino gehen und dich in einem Tarantino-Film sehen.“ Zehn Tage später rief ich bei Tarantino an und sagte: „Meinetwegen Hitler.“
(1)

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FILMOGRAPHIE
1. Moskau - Petuschki (1991) (TV)
2. Buster's Bedroom (1991)
3. Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (1996) (TV)
4. Die Bernauerin (1997) (TV)
5. Die 120 Tage von Bottrop (1997)
6. Geiselfahrt ins Paradies (1998) (TV)
7. Tatort-Ein Hauch von Hollywood (1998)  (TV)
8. Geiselfahrt ins Paradies (1998) (TV)
9. Die Stille nach dem Schuß (2000)
10. Bella Block - Blinde Liebe (2000)  (TV)
11. Die Unberührbare (2000)
12. Dämonen (2000) (TV)
13. Hand in Hand (2001) (TV)
14. Delusion (2002)
15. Hamlet_X (2003)
16. Rosenstraße (2003)
17. Detektive oder Die glücklosen Engel der inneren Sicherheit (2006)
18. Tatort-Pauline (2006)  (TV)
19. Call Me Agostino (2006)
20. Die Tote vom Deich (2006) (TV)
21. Weisse Lilien (2007)
22. Delta (2008)
23. Inglourious Basterds (2009)

TATORT (Kommissar Andreas Keppler)
1. Todesstrafe (25. Mai 2008)
2. Ausweglos (6. Juli 2008)
3. Unbestechlich (7. Dezember 2008)
4. Schwarzer Peter (18. Januar 2009)
5. Mauerblümchen (8. März 2009)
6. Falsches Leben (6. Dezember 2009)
7. Absturz (14. März 2010)
8. Heimwärts (6. Juni 2010)
9. Schön ist anders (12. Dezember 2010)

FERNSEHEN
1. Liebesau - die andere Heimat (als Schorsch Schönstein, 3 Folgen, 2002)

(1) Martin Wuttke

copyright by Ingo Löchel 

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