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Heyne Science Fiction Classics 47 - Titan 1 - 5

Heyne Science Fiction ClassicsDie Heyne Science Fiction Classics
Folge 47: Titan Anthologiereihe
Folgen 1 - 5

Von den sechziger bis Anfang der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts erschienen als Subreihe der Heyne Science-Fiction-Taschenbücher mehr als hundert Titel unter dem Logo „Heyne Science Fiction Classics“. Diese Romane und Kurzgeschichten werden in der vorliegenden Artikelreihe vorgestellt und daraufhin untersucht, ob die Bezeichnung als Klassiker gerechtfertigt ist.

Im Jahr 1976 begann eine neue Phase der Heyne Science Fiction Classics. Diese Reihe, die bereits eine Subreihe der Heyne SF war, bekam eine „Sub-Sub-Reihe“. Man hatte in der Redaktion erkannt, dass es wenig zielführend war, Kurzgeschichtensammlungen eines einzelnen Autors als Classics zu verkaufen. Es ist ja kaum wahrscheinlich, dass alle Kurzgeschichten eines Autors als Classics zu qualifizieren sind, oder man betrachtet den Autor selbst als Klassiker, aber auch dann ist so eine Qualifikation zweifelhaft. Trotz dieser Erkenntnis machte man den Fehler später noch einige weitere Male, Kurzgeschichtensammlungen eines einzelnen Autors (in diesem Fall von L. Sprague de Camp und Gordon R. Dickson) als Classics zu positionieren. Der Heyne-SF-Herausgeber Wolfgang Jeschke wollte jedenfalls Kurzgeschichten generell größeres Augenmerk schenken und startetete die Anthologienreihe Titan, die mehrere Jahre lief und insgesamt 23 Bände erreichte.

Heyne Science Fiction ClassicsDie Bände 1 – 5 waren Auswahlbände aus der amerikanischen Anthologienreihe Star SF. Diese Reihe wurde im Original in den fünfziger Jahren von Frederik Pohl herausgegeben. Pohl (1919 – 2013) war ein amerikanischer Herausgeber, Autor und literarischer Agent. Er war von früher Jugend an SF-Fan und Mitglied der bekannten Gruppe der Futurians. Er machte sich als Herausgeber mehrerer Magazine wie Astonishing Stories, Super Science Stories, Galaxy, If, International Science Fiction sowie Worlds of Tomorrow sowie einer großen Anzahl von Anthologien einen guten Namen. Als Autor arbeitete er viel mit Kollegen wie Lester del Rey, C. M. Kornbluth und Jack Williamson zusammen. Dabei stachen etliche gesellschafts- und konsumkritische Werke wie beispielsweise A Handful of Venus (Eine Handvoll Venus & Ehrbare Kaufleute) hervor. Hierzulande sehr bekannt wurde beispielsweise die Kurzgeschichte The Midas Plague (Die Midas-Seuche), welche auch unter dem Titel Die armen Reichen verfilmt wurde. Diese Geschichte wird in der nächsten Folge dieser Artikelserie genauer vorgestellt, weil sie im Anthologieband Titan 14 enthalten ist. In den siebziger Jahren widmete sich Pohl konventionelleren SF-Themen und wurde für seine Gateway-Trilogie und den Roman Man+ (Der Plus-Mensch) mit dem Hugo- und dem Nebula-Award ausgezeichnet.

Nachdem Pohl für viele seiner Kollegen als literarischer Agent arbeitete, war es für ihn ein Leichtes, auf eine Idee seines Verlegers Ian Ballantine einzugehen und eine Anthologie von bisher unveröffentlichten Geschichten renommierter Autoren zusammenzustellen. Bis dahin hatten SF-Anthologien durchwegs bereits früher in Magazinen veröffentlichte Geschichten neu herausgebracht. Die Idee hatte Erfolg, und so wurde eine ganze Reihe von Anthologien daraus. Die deutschen Titan-Ausgaben brachte eine Auswahl aus den Star-SF-Geschichten, allerdings etwas durcheinandergewürfelt. Das macht aber nichts, denn es gibt keinen inneren Zusammenhang zwischen den Geschichten oder ein gemeinsames Motto. Möglicherweise wurde die Auswahl auch aus dem Grund getroffen, weil die deutschen Ausgaben auf 160 bzw. 144 Seiten beschränkt wurden. In der Einleitung zum Band wies der deutsche Herausgeber Wolfgang Jeschke darauf hin, dass etliche der Geschichten bereits vorher deutsche Veröffentlichungen erlebt hatten. Das ist ein Gegensatz zu den amerikanischen Star SF-Ausgaben, was bereits erläutert wurde

Hier der Überblick über die Geschichten:

Heyne Science Fiction ClassicsTitan 1:
William Morrison: Der Landarzt: Doktor Meltzer ist Landarzt, allerdings nicht in irgendeinem Dorf auf der Erde, sondern auf dem Mars. In seiner Tätigkeit bekommt er es nicht nur mit Menschen zu tun, sondern auch wenn dem Nutzvieh etwas fehlt, hilft er aus. Er hätte sich eine andere Karriere vorgestellt, aber so ist das Leben nun mal. Doch er bekommt die große Chance, berühmt zu werden. Ein Raumschiff hat ein riesiges Lebewesen vom Ganymed mitgenommen, das unbekannt ist und wahrscheinlich große körperliche Beschwerden hat, weil es nicht mehr frisst und sich kaum mehr bewegt. Morrison fackelt nicht lange und taucht durch die Mundöffnung in den Körper der Raumkuh ein. Er findet auch tatsächlich die Ursache der Probleme. Es sind vermeintliche Parasiten im Verdauungstrakt, die er herausschneidet, welche sich aber als die Nachkömmlinge des Wesens herausstellen. Durch die Verhältnisse auf dem Schiff konnten die Jungen nicht heraus.

Möglicherweise hat diese Geschichte James White Anregungen zu seiner bekannten Serie Sector General über ein riesiges Weltraum-Hospital gegeben. Der Landarzt erschien auf jeden Fall einige Jahre vor der ersten Weltraummediziner-Geschichte.

C. M. Kornbluth: Domino: Seit langem will Will Born den großen Gewinn an der Börse einheimsen. So hat er sogar den Wissenschaftler Loring engagiert, um ihm eine Zeitmaschine bauen. Loring ist tatsächlich erfolgreich, und Born reist kurz in die Zukunft, um genau herauszufinden, wann genau der zu erwartende Börsenkrach kommen wird. Das Vorhaben gelingt, Born kommt mit der Info zurück, verkauft rechtzeitig seine Papiere und macht Riesengewinne. Loring hat aber selbst sein Geld verloren und bringt Born um, denn genau dessen Geschäfte waren die Dominsteine, die den ganzen Krach ins Rollen gebracht haben.

Lester del Rey: Ideale: Paul Fenton wacht in der Krankenstation der Raumstation auf. Seine Unterbringung hier hat ihn gerettet, denn die Besatzung der Station ist dem Amoklauf eines Verräters zum Opfer gefallen. In der Nähe der Station hat außerdem eine Wasserstoffbombe gezündet, der große Krieg ist also während Fentons Bewusstlosigkeit ausgebrochen! Fenton gelingt es nach langen Versuchen, Kontakt mit einigen Stellen auf der Erde zu bekommen. Er bekommt den Befehl, die verbleibenden Bomben auf das Feindgebiet auf der Erde loszuschicken. Angewidert schickt Fenton die Bomben los, aber nicht zielgerichtet, denn es ist ihm gleich, wo sie einschlagen. Vielleicht würden die Menschen sich wieder hocharbeiten, aber das ist Fenton gleich. Er macht das kleine Raumschiff startklar, denn er möchte endlich die Rückseite des Mondes sehen.

Fritz Leiber: Liebeskummer: Die Außerirdische hat die Gestalt einer vollbusigen Blondine angenommen. Sie kommt von der galaktischen Zentrale und hat den Auftrag, dafür zu sorgen, dass sich der Gangster Slickie Millane bessert. Er hat aber keine Lust dazu und verpasst ihr ein paar Einschläge mit seiner Bleipumpe. Das Mädchen lässt sich dadurch nicht einschüchtern und besorgt Ersatzmaterie, indem sie seine Whiskyvorräte plündert. Er ballert weiter, aber nachdem sie fünf Gehirne hat, macht ihr das nicht soviel aus. Der Materieersatz durch Hochprozentiges führt aber doch dazu, dass sie etwas die Kontrolle verliert und sich ihre Milchdrüsen wieder in Tentakel verwandeln. Dieses Mal ist Slickie aber echt geschafft, denn als sie ihm sagt, wie sehr sie ihn liebt, muss er echt weinen.

John Wyndham: Das Chronoklasma: Gerald Lattery kennt sich nicht aus, als er von einem Mann angesprochen wird, der sich als Doktor Donald Gobie vorstellt und sich wegen Tavia bei ihm erkundigt. Als sich Lattery komplett ahnungslos zeigt, entschuldigt sich Gobie und zieht ab. Dann allerdings bekommt er es sich tatsächlich mit Tavia zu tun, einer jungen hübschen Dame, die ihm über den Weg läuft und dann bei ihm einzieht. Sie wird von zwei eigenartigen Burschen verfolgt, welche von Lattery aber verscheucht werden. Schließlich gibt sie sich als Zeitreisende aus der Zukunft erkennen, die sich wegen eines netten Briefes von ihm, den er aber nicht geschrieben hat, in ihn verliebt hat und zu ihm gereist ist. Sie ist Gobies Nichte und hat eigentlich keinen Zugriff auf die Geschichtsmaschinen. Es ist nur für Befugte erlaubt, Zeitreisen zu unternehmen, denn sonst könnte es zu Chronoklasmen kommen, also zu Zeitparadoxa. Lattery heiratet schließlich die nette Tavia. Gobie kommt also zu spät, als er nochmals auftaucht und Tavia mitnehmen möchte. Sie hat nämlich Gerald eine Menge Hinweise gegeben, welche Erfindungen er herausbringen kann, und wenn er das nicht täte, würde sich die Zukunft ändern, denn in dieser ist er als Erfinder berühmt. Außerdem ist sie schwanger. Einige Wochen später verschwindet sie aber spurlos. Gerald erkennt, was gelaufen ist, und fängt an, einen Brief zu schreiben, der die Ursache dafür ist, dass seine Urgroßnichte Ocatvia Lattery zu ihm in die Vergangenheit gereist ist.

Lester del Rey: Therapie: Der kleine Jimmy ist bereits zwei Tage bei Henrys Mutter, denn Ehefrau Maryl würde es mit dem verletzten Jungen nicht aushalten. Sie braucht Psychotherapie, und so wird ein robotischer Ersatzsohn für die neurotische Frau besorgt. Allerdings tauchen Probleme auf, als der richtige Jimmy zurückkehren soll, denn Maryl will den Robotersohn nicht mehr eintauschen. So nimmt Henry, der auch therapiebedürftig ist, Abschied. Zusammen mit seiner neuen Roboterfrau Maryl und seinem echten Jimmy wird er hoffentlich künftig ein glücklicheres Leben führen können.

James Blish: ZII: Ein Club honoriger Herren diskutiert im Orchid Club über die sensationellen Entdeckungen in der Mathematik, die Kollege Rogge gemacht hat. Er rechnet mit transfiniten Zahlen, während das Ende der Welt bevorsteht und bereits Bomber mit ihren Atomwaffen aufsteigen. Rogge hat aber eine Prophezeihung einer selbsternannten Mediums, das in Wirklichkeit eine Putzfrau ist, in die Hand bekommen. Diese besagt, dass sich Außerirdische wegen einer Krise in der Evolution der Kinder sorgen und sie in den Kosmos makroskopischer Zahl transformieren wollen. Heißt das, dass die Menschheit durch die Entdeckung der tansfinitien Zahlen eine evolutionäre Schwelle überwunden hat und in den Kreis höherentwickelter Intelligenzen aufgenommen wird? Niemand weiß es, aber die Bomber sind unterwegs.

Jack Williamson: Das glücklichste Geschöpf: Ein interplanetarischer Sammler möchte gern ein Exemplar der eingeborenen Spezies von der Erde mitnehmen, aber der Kommandant der Quarantänestation erlaubt es nicht. Da kommt ihm ein Zufall zu Hilfe, denn ein Schwerverbrecher ist aus dem Knast ausgebrochen und kann unerkannt an Bord des Raumschiffs entkommen. Die Außerirdischen tun alles, um dem Anthropoiden ein glückliches Dasein zu veschaffen, er muss aber versprechen, niemand mehr umzulegen. Er wird in seine Heimat versetzt und auch das Mädchen, das er haben wollte, mag ihn plötzlich. Als er aber ihren früheren Alten, den dreckigen Mexikaner, abknallt und Metallteile sichtbar werden, dämmert es ihm, dass er nicht wirklich zuhause ist, sondern es mit Robotern zu tun hat. Er türmt, bis er an die Gitterstäbe seines Gefängnisses knallt.

C. M. Kornbluth: Die Reuigen: Besucher aus dem Univesum sind auf der Erde gelandet. Es handelt sich um Kollektivwesen, die wie bei einem Insektenstaat aus einzelnen mobilen Kleinlebeswesen bestehen. Eigenartigerweise gehen ihnen aber die Einheimischen, die zwischen Stofflichkeit und Nichtstofflichkeit intermittieren, aus dem Weg. Ein furchtbarer Krieg hat die Erde verwüstet. Schließlich stoßen die Besucher auf die Lösung des Rätsels. Die einheimischen Wesen, die Bedauern, Reue und Verzweiflung zeigen, werden Gespenster genannt.

Richard Wilson: Ein Freund der Familie: Obwohl das neue Gesetz auf Jahre hinaus die Zeugung von Kindern verbietet, haben die Farmer Thad und Annie es gebrochen und einen netten Jugen bekommen. Es kann aber der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt, denn Nachbar Lacy erpresst die beiden und nötigt ihnen immer mehr von ihren kärglichen Vorräten ab. Da kommt Mr. Grün recht, ein Fremder, der sich von ihnen einladen lässt und sich gleich mit dem Jungen anfreundet. Er hat zwar keine Augenbrauen und die Nase fällt ihm mal heraunter, aber er ist voll nett. Deshalb hilft er auch aus der Patsche, als er Lacy, der auch noch die Kuh haben wollte, rauswirft. Dieser wird aber mit der Polizei wiederkommen. Mr. Grün erklärt, dass er von einem anderen Planeten kommt und den Jungen gene adoptieren und gut für ihn sorgen würde. Auf seinem Planeten lebten bereits eine Menge anderer Menschen, und wenn Thal und Annie wollten, würde er sie quasi als Großvater auch adoptieren und gerne mitnehmen. Miteinander gehen sie zum Raumschiff.

Heyne Science Fiction ClassicsTitan 2:
Arthur C. Clarke: Hirten der Tiefe: Don ist ein Hirt der Tiefe. Er ist mit einem U-Boot in den Tiefen des Meeres unterwegs, um die Walkühe und ihre Jungen gegen mörderische Raubtiere zu beschützen. Die riesigen Ressourcen des Meeres können helfen, den Hunger der Menschen zu besiegen, aber die Meeresnutztiere bedürfen des Schutzes durch speziell ausgebildete Hirten. Ein Mörder ist unterwegs,ein riesiger, 10 Meiter Grönlandhai. Don erledigt das Monster mit seiner Harpunenwaffe. Die Walkuh und ihr Nachwuchs sind gerettet, Don singt ein Cowboylied.

Die Geschichte (im Original: The Deep Range) wurde in den gleichnamigen Roman eingearbeitet, der hierzulande unter dem Titel In den Tiefen des Meeres bekanntgeworden ist.

Lester del Rey: Fremdling: Larry Cross und Al Simmonds sind zu zweit auf dem Pazifik bei einer Weltumsegelung unterwegs, als das Unwahrscheinliche eintrifft und ein abstürzendes Raumschiff das Boot zerstört. Larry und Al können sich auf eine Insel retten, Al ist schwer verletzt. Sie bekommen es mit dem Überlebenden des Raumschiffes zu tun und erkennen mit Schrecken, dass er ein Außerirdischer ist. Nach erbitterten Kämpfen miteinander um das Funkgerät und die Wasservorräte erkennt Al, dass der Außerirdische nicht bösartig ist, sondern nur seine Artgenossen zu Hilfe rufen wollte. Die Fremden behandelt Al, und auch Larry steigt letzten Endes in ihr Raumschiff ein und kann wenig später als erster Mensch die Rückseite des Mondes sehen.

Chad Oliver: Gibt es noch mehr von Ihrer Sorte? Ein Raumschiff macht eine Notlandung auf der Erde bei Los Angeles. Der einzige Raumfahrer, der vollkomen menschlich ist und sich Keith nennt, wird von Einheimischen aufgelesen. Die erste Landung eines Außerirdischen wird bald bekannt, und Keith, der ausgezeichnet Englisch spricht, wird vom Geheimdienst verhört und dann bei höchsten Stellen herumgereicht. Man umschmeichelt ihn, denn man möchte freundschaftliche Handelsbeziehungen mit seinen Artgenossen aufnehmen. Keith lässt alles über sich ergehen und hält sogar eine Rede bei den Vereinten Nationen. Dann aber verschwindet er spurlos und taucht bei einem Linguistikprofessor auf. Er erklärt dem Sprachforscher, dass er nur ein Sprachenstudent ist, der Material für seine Dissertation sammelt. Von den Bewohnern der Galaxis interessiert sich kein Schwein für den hinterwäldlerischen Planeten Erde, deswegen musste Keith den Leuten etwas vorschwindeln. Professor Coles weiß Rat und versorgt Keith mit einigen Büchern, die dieser so dringend für seine Studien braucht. Drei Tage später kommt eine Raumkugel, um den gestrandeten Studenten abzuholen. Der Professor tröstet sich damit, den Studenten gehabt zu haben, der von der größten Entfernung zu ihm gekommen ist.

C. M. Kornbluth: Advent auf Kanal Zwölf: Das ist ein Kürzestgeschichte über die Macht der Werbung. Poopy Panda wird losgelassen, um die Wirtschaft zu beleben, denn der Diskontsatz ist hoch und das Geld knapp. Aber ein richtig guter Werbefilm, in dem Poopy Panda einen Heiligenschein bekommt, wird die Stmmung in den Wohn- und Kinderzimmern aufheitern und den Adventeinkauf zum Erfolg bringen.

Jack Vance: Der Teufel auf der Segensklippe: Die Neusiedler auf dem Planeten haben sich so bemüht, die Streuner zu unterstützen, welche schon vor Jahrhunderten hier angekommen sind und unter unvorstellbar primitiven Bedingungen leben. Aus ihrer christlichen Einstellung heraus haben sie sogar eine saubere Siedlung für die Wirrköpfe angelegt, aber sie wird nicht angenommen. Mehr noch, die neuen Uferdämme haben sie zerstört. Sie hassen alles, was gerade ist, denn in der Natur ist auch alles krumm. Nur Ziegen hüten können die Streuner, sonst ist ihnen alles egal, sie haben keine Gesellschaftsordnung. Dazu kommt auch die verrückte Situation mit den zwei Sonnen. Man muss immer auf die Uhr schauen, um zu wissen, wie spät es ist, denn ein regelmäßiges Hell-Dunkel gibt es auf dem Planeten auch nicht. Der Planet bringt die Leute durcheinander, immer mehr Siedler werden krank. Die Neusiedler werden schön langsam verzweifelt, denn die Inspektion des Planeten durch die Kolonialbehörde steht bevor. Die Lage klärt sich erst, als die Zentraluhr, die von den Streunern als der große Teufel angesehen wird, den Geist aufgibt. Die Neusiedler fangen an, die chaotischen Verhältnisse auf dem Planeten zu akzeptieren und das Leben lockerer zu nehmen. Als der Inpektor auf dem Planeten landet, wird er zu Ziegenbraten eingeladen.

Fritz Leiber: Raum-Zeit-Sprünge: Gummiez ist ein intelligentes Katzenjunges, viel intelligenter als das Menschenbaby, das außer Trinken, Kacken und Schreien schon gar nichts kann. Deswegen glaubt Gummiez, dass im Gegensatz zum Baby aus ihm ein Mensch wird, denn er ist ja bei Menschen geboren. Er löst auch das Geheimnis der Spiegelwesen, die sich wohl in einer anderen Dimension befinden. Er rettet sogar den Säugling vor einem gewalttätigen Eifersuchtsanfall der großen Schwester, wird aber leider als vermeintlicher Schuldiger am Kratzattentat eine Zeitlang in den Keller verbannt. Schließlich muss ererkennen , als er erwachsen wird, dass er wohl das einzige Kätzchen auf der Welt ist, das nicht zu einem Menschen heranwächst.

Diese Geschichte des Katzenliebhabers Leiber ist zwar durchaus amüsant, aber nur mit siebenundsiebzigmaligem Augenzwinkern als Science Fiction einzuordnen.

Philip K. Dick: Foster, du bist tot: Mike Foster ist ein Ausgestoßener. Als einziger Schüler seiner Klasse hat er keinen Atombunker bei seiner Familie. Vater hat sich bisher immer geweigert, solch ein Ding zu kaufen. Mit leuchtenden Augen schaut Mike sich die Bunker im Geschäft an, wird aber hinausgeworfen, weil sein Vater kein Kunde ist. Vater hat alles Geld in sein Geschäft gesteckt, das nicht gut läuft. Endlich lässt sich Pa erweichen und erwirbt das neueste Modell. Dann kommt aber die neueste Erfindung der Sowjets, Bohrkapseln, welche die Bunker zerstören. Allerdings gibt es bald ein Schutznetz, und das müssten die Fosters nur nachkaufen. Als Mike von der Schule nach Hause kommt, ist nicht nur kein Schutznetz da, sondern auch der Bunker weg. Vater konnte die Raten nicht mehr bezahlen. Ziellos wandert Mike auf der Straße dahin, umgeben von den weihnachtlichen Einkaufsreklamen.

Lester del Rey: Entwicklungshilfe: Die Station auf dem Mond ist der Schauplatz der ersten Begegnung von Menschen mit intelligenten Wesen aus dem All. Die Außerirdischen sind menschenähnlich, aber technisch weit überlegen. Der Semiole Sam spricht neunzehn Sprachen und wird dafür ausgewählt, zu den Fremden in ihr Raumschiff zu kommen und ihre Sprache zu lernen. Die Außerirdischen wollen mit den Menschen Handel treiben. Sam denkt an die amerikanischen Ureinwohner und ihre fatale Begegnung mit den Europäern. Er will keine Entwicklungshilfe für die Menschheit, nein! Eine Wasserstoffbombe ist von der Erde unterwegs, um das Schiff der Petui zu vernichten, aber sie haben einen Schutzschirm. Doch Ato, der Petui, ist Sams Freund geworden. Er schaltet den Schirm aus, das Schiff wird untergehen. Aber die Menschheit könnte sich durch die hinterlassenen Informationen bis zur nächsten Begegnung mit seinem Volk weiterentwickeln und dann wäre vielleicht eine Kooperation auf Augenhöhe möglich.

Jack Williamson: Konsumartikel: Wider Willen legt sich Chimbeley Ginevar zu, den neuesten Konsumartikel. Sie ist ein menschenenförmiger Roboter, der zum Sonderpreis angeboten wird, aber ihm gleich nach dem Kauf weiteres Geld aus der Tasche zieht, weil sie natürlich gleich einige Wünsche hat. Das geht ja noch, aber Chimberley hat nicht gewusst, dass Ginevra eine eingebaute Alterungsfunktion hat, damit sie der Käufer bald einmal gegen ein neues, wieder jung aussehendes Modell austauscht.

Heyne Science Fiction ClassicsTitan 3:
Henry Kuttner and C. L. Moore: Eine abenteuerliche Vermutung: Hooten ist beim Psychiater und spricht von seinen Träumen, in denen er anderes Wesen ist, welches zu seinem Psychiater geht, weil er in seinen Träumen der Mensch Hooten ist. Beide Psychiater sind der Meinung, dass die jeweilig andere Form eine Illusion ist und versuchen, die Illusionen mit Spritzen zum Verschwinden zu bringen. Aber dann schaut Dr. Scott ungläubig drein, als sein Kollege Dr. Rasp materialisiert, der sich als sechsbeiniges Wesen mit Facettenaugen herausstellt.

Judith Merril: Die Auswanderer: Will und Sue gehören zu den Auswanderern, die mit dem Siedlerraumschiff zum Mars starten werden. Für Will erfüllt sich ein Lebenstraum, aber er ist sich nicht sicher, ob Sue das auch so sieht. Kurz vor dem Abflug eröffnet sie ihm, dass sie nicht mitfliegen wird. Er ist am Boden zerstört und verbittert, wird aber allein fliegen. Was Sue ihm nicht gesagt hat, ist dass sie wegen einer überstandenen Tuberkolose beim medizinischen Test durchgefallen ist und deswegen nicht mitfliegen darf. Er vermutet aber eine Geschichte mit einem Nebenbuhler und lässt sie vor Zorn nicht zu Wort kommen. Vor dem Start steht sie am Rand der vorbeipromenierenden Auswanderer, kann ihn aber nicht erreichen. Sie läuft nach, gelangt in die Sperrzone der Abschussrampe und stirbt durch die Flammen des aufsteigenden Raumschiffs. Ihr letzter Gedanke ist, dass Will die Wahrheit erfahren wird.

Isaac Asimov: Junior: Bill Billings und Cliff Anderson sind zwei Freunde, die miteinander einen Roboter konstruiert haben. Bill ist im Mary Ann verliebt, hat sich aber noch nicht getraut, sie zu fragen, ob sie seine Frau werden möchte. Ein Theaterbesuch steht bevor, da kommt ein Anruf mit Cliff dazwischen. Nach dem Anruf, bei dem sich Cliff eine Menge Dinge hat erklären lassen, wollen Bill und Mary Ann losgehen, da steht Cilff vor der Tür und stellt sich wegen des Anrufs unwissend. Hat Junior...? Er hat, und zwar hat er Eigenbewusstsein entwickelt, sich einen Sprechapparat geleistet und wehrt sich dagegen, abgeschaltet zu werden. Bevor den beiden Forschern das letzten Endes gelingt, ruft er Bill noch mit Cliffs Stimme zu, dass er endlich das Mädchen wegen der Heirat fragen soll. Bill kommt erst später drauf, dass das Junior war, aber das wird er seiner Ehefrau nicht gestehen, dass er einen Roboter für diese Frage benötigt hat.

Arthur C. Clarke: Die neun Milliarden Namen Gottes: Der Lama des tibetanischen Klosters hat bei Dr. Wagner einen automatischen Sequenzrechner bestellt. Die Mönche möchten alle möglichen Namen Gottes zusammenstellen. Der Rechner kann alle möglichen Kombination von Namen mit neun Buchstaben in hundert Tagen durchbringen, wofür die Tibeter fünfzehntausend Jahre benötigen würden. Wenn die Namen durch sind, ist der Wille Gottes erfüllt und das Ende der Welt gekommen. Die Westler, die natürlich einen anderen oder gar keinen Glauben haben, nehmen den Auftrag für gutes Geld an. Projekt Shangri-La geht gut voran. Als der Rechner sich dem Ende seiner Arbeit nähert, blicken die Techniker Chuck und George zum Himmel hinauf, denn über ihnen erlöschen die Sterne.

Bemerkenswert, dass so eine Geschichte von einem Atheisten geschrieben wurde.

James E. Gunn: Die Unsterblichen: Der junge Arzt Dr. Harry Elliott wird auf eine lebensgefährliche Mission geschickt. Er soll eine Nachricht zum Gouverneur bringen, dass die fällige Lieferung gestohlen worden ist und die nächste eine Woche auf sich warten lassen wird. Alle Kommunikationsleitungen sind zerstört. Zwischen dem Krankenhaus und dem Palast des Gouverneur liegt eine Zone der Gesetzlosigkeit, in der die verschiedensten Banden ihr Unwesen treiben. Die Söhne der Reichen machen sich einen Spaß draus, Unschuldige zu verfolgen, Kopfjäger sind auf der Suche nach menschlichen Ersatzteilen. Es gibt Unsterbliche, die ihren Status mit Hilfe eines geheimnisvollen Serums bekommen haben, aber der Großteil der normalen Bürger lebt unter anarchischen Verhältnissen. Harry bekommt drei Begleiter, einen alten blinden Mann namens Pierce, der von dem jungen Christopher begleitet wird und das Mädchen Marna, die behauptet, die Tochter des Gouverneurs zu sein. Die vier wandern durch eine alptraumhafte Umgebung, aber Harrys Begleiter verfügen über seltsame Kräfte. Christopher ist ein Überlebenskünstler, und Pierce hat heilende Kräfte, was dem der Schulmedizin verschriebenen Harry nicht recht schmecken will. Schließlich erreichen sie den Gouverneurspalast, welcher eine schwerbewaffnete Festung ist. Der Gouverneur stellt sich als ein wahnsinniger Dikator heraus, der einen fett aufgedunsenen Körper hat, seine Luftmatratze nicht mehr verlassen kann und an diversen Schläuchen zur Versorgung hängt. Er will aber Hochzeitsnacht mit seiner Tochter feiern. Auch die Mutter ist bereits das Ergebnis einer Blutschande mit der Großmutter. Schließlich gelingt es Harry, zum geheimen Raum des Gouverneurs vorzudringen und das Monstrum zu töten. Pierce vewandelt sich in einen jungen Mann, denn er ist einer der Unsterblichen. Die Freunde ziehen hinaus, um eine neue Gesellschaft aufzubauen.

Die Erzählung wurde als Schlussabschnitt in den gleichnamigen Roman The Immortals eingefügt, welcher auf Deutsch unter dem Titel Der Gamma-Stoff bekanntgeworden ist. Für eine alleinstehende Geschichte ist die Wirkung fragmentarisch, denn es fehlen Erklärungen, wie es zur – durchaus interessanten – Situation kommen konnte.

Richard Wilson: Der neue Job: Jack Norkus ist auf der Suche nach einem neuen Job, denn auch ihn hat die Wirtschaftskrise erwischt. Er verdient sich ein paar Kröten, indem er für Shows Leute mit besonderen Fähigkeiten vermittelt. Dieses Mal benötigt er einen Gedankenleser. Sein Freund Portendo hilft ihm und führt ihn zum Meilenturm, einen riesigen Wolkenkratzer mit 528 Stockwerken, der größtenteils wegen der Wirtschaftskrise leer steht. Allerdings nur scheinbar, denn in den oberen Stockwerken haben sich Außerirdische eingenistet. Jack wird wegen seines für sie exotischen Aussehens von ihnen sofort als Schauspieler für die Fernsehserie über wenig bekannte Planeten engagiert. Er braucht sich gar nicht umziehen, denn seine normale Straßenkleidung ist exotisch genug.

Alfred Bester: Die Nummer mit dem Verschwinden: Es gibt wieder Krieg, denn das amerikanische Volk wehrt sich verzweifelt gegen die Angriffe auf den Amerikanischen Traum. General Carpenter, der Meister der Public Relations, gelingt es, alle seine Vorhaben durchzukriegen. Ein Problem stellt sich aber. Aus einem Sondertrakt des Militärhospitals dringen Gerüchte nach außen, Essensrationen werden nicht angerührt und dergleichen. Ist die Abteilung außer Betrieb? Die Untersuchung ergibt, dass die Leute zwar in die Abteilung eingeliefert werden, aber sich dann wie in Luft auflösen und für längere Zeit verschwinden und deswegen kein Essen benötigen. Es kommt heraus, dass die Menschen in der Vergangenheit verschwinden, in jeweils einer Fantasievergangenheit, die ihren Träumen entspringt und wo sie ihren Neigungen nachgehen können. Das ist die totale Verwirklichung des Amerikanischen Traums! Das Phämomen muss dringend erforscht werden, aber man benötigt einen Poeten, um es zu verstehen, und macht sich auf die Suche nach einem dafür Geeigneten.

Heyne Science Fiction ClassicsTitan 4:
Algis Budrys: Die integrierten Menschen: Dexter Bergenholm ist froh, als er das Haus verlässt, denn seine Frau mäkelt wie gewohnt an ihm herum. Als er am Kiosk eine Zeitung erwirbt, die im Unterschied zu seiner gewohnten Tageszeitung „A New York Times“ heißt und eigenartige Artikel hat, in denen das Wetter beispielsweise auf die Minute genau beschrieben wird, ahnt er, dass etwas Seltsames vor sich geht. Er beobachtet einen Mann, der ihm verdächtig vorkommt und folgt ihm in einen eigenartigen Bus. Der Mann gratuliert ihm zu seinen Entdeckungen und erklärt ihm, dass es neben unserer Welt eine parallele gibt, von der die technisch überlegenen Bewohner beliebig hin- und herwechseln können. Dexter ist aufgrund seiner Erkenntnisse eingeladen, sich zu den integrierten Menschen anzuschließen. Er will sich das Ganze noch überlegen, weil er sich Sorgen wegen seiner Frau macht, und geht nach Hause, wo Miriam ihn gleich wieder mit einer nervtötenden Bemerkung empfängt

Hal Clement: Der kritische Faktor: Der Forscher Pentong hat eine sensationelle Entdeckung gemacht. Er hat festgestellt, dass sich der Kontinent gegen Süden zu stark verengt, dann aber ein weiterer Superkontinent anschließt, der Kolonisten aufnehmen könnte, was die Probleme mit den Wilden an der Nordgrenze verringern würde. Die Reise zwischen Lavaseen und undurchdringbaren Gesteinsmassen war schwierig, aber der flexible Pentong ist durch durchlässige Gesteinsformationen durchgeflossen und hat es geschafft, Er hat auch die Entdeckung gemacht, dass am Rand des Kontinents ein Ozean aus einer flüssige Masse existiert – ähnlich wie Lava, aber nicht heiß – die bei bestimmten Temperaturverhältnissen am oberen Rand zu einer festen Masse erstarrt. Der Wissenschaftler Derel entdeckt in der Zwischenzeit das Wesen der Gravitation, als er durch einen Hohlraum hinunterfällt und sich nicht weiterbewegen kann, bis ihm seine Gefährten mit hinabgeworfenen Felsbrocken helfen können. Pentongs Kolonisationsprojekt wird einstweilen verschoben, bis man herausfindet, ob man den ganzen amerikanischen Doppelkontinent mit Lava bedecken kann, um etwa vorhandene feste Ozeane abschmelzen zu können.

Die Geschichte ist typisch Hal Clement: exotische "außerirdische" Lebenswesen, die sich in ihren Lebensräumen unter ganz anderen Bedingungen bewegen als wir Erdmenschen. Der Clou ist in diesem Fall aber, dass es sich um Erdbewohner handelt, die unerkannt vom Menschen ihren Lebensraum in den Tiefen unter unserem Heimatplaneten haben.

Jerome Bixby: Schöner leben: Alle Leute im Dorf sind glücklich, es gibt so gut wie ausschließlich schöne Tage. Der Lieferant von Kolonialwaren schaut schnell, dass er wieder wegkommt, denn im Haus seiner Kundschaft lebt Anthony. Dieser ist zwar erst drei Jahre, aber ein Multimutant mit Kräften, die alles Denkbare übersteigen. Wenn er jemand helfen will, kann das Resultat schon mal in die falsche Richtung laufen, und wenn es sich ärgert, versetzt er jemand gleich unter die Erde. Die Menschen versammeln sich zum Fernsehabend, aber es gibt keinen Empfang und alle schauen nur auf das Gerät. Es wird Geburtstag gefeiert, und das Geburtstagskind erwischt etwas zuviel Alkohol und beklagt sich, dass er keine Platten mehr abspielen kann. Böser Mann, sagt Anthony, und sendet ihn unter die Erde. Anthony hat bei seiner Geburt das Dorf in eine unbekannte Umgebung versetzt, hinter den Feldern beginnt ein grauer Vorgang. Es gibt keine Verbindung zur Außenwelt mehr, keinen Strom, keine sonstigen Güter, aber heute ist ein schöner Tag, bemühen sich alle zu denken.

Isaac Asimov: Ein so herrlicher Tag: Die Transmittertür der Hanshaws ist defekt. Das ist ganz besonders ärgerlich, denn Richard sollte zur Schule, und muss deshalb durch die normale Tür, um zu Fuß seinen Weg anzutreten. Die Lehrerin meldet sich bei der Mutter, denn Richard ist zu spät zur Schule gekommen. Er ist den ganzen Weg zu Fuß gelaufen, das macht doch niemand mehr. Richard sollte mal unter die Psychosonde, meint sie. Von diesem Tag an wird Richards Verhalten immer seltsamer, denn er hat Gefallen daran gefunden, zu Fuß durchs Freie zu laufen. Deshalb sucht Mutter mit ihm einen Psychiater auf. Sie ist enttäuscht, dass dieser ihren Sohn nicht gleich der Psychosonde unterziehen will, sondern ihn erst befragt. Und dann geht dieser Mensch mit dem Sohn sogar ins Freie. Mutter ist zwar erleichtert, dass der Gehirnklempner ihr erklärt, dass Richard vollkommen gesund ist, stutzt aber, als er erklärt, dass er anschließend auch noch einen Spaziergang machen will.

Henry Kuttner: Tyrell der Erlöser: Tyrell und seine Gefährtin Nerina sind Unsterbliche. Seit fünftausend Jahren sind sie bereits auf der Erde. Der Körper bleibt immer jung, aber wenn der Geist verhärtet, wird er einer Behandlung unterzoben, der ihn wieder flexibel macht. Tyrell ist der Messias, der die Menschen segnet, der den Frieden bringt. Aber dieses Mal passiert etwas Unerhörtes: Tyrell ermordet einen Priester! Ist die geistige Verjüngung fehlgeschlagen? Seit acht Jahrhunderten hat es keinen Mord mehr gegeben. Der Priester Mons weiß die Wahrheit. Tyrell war nicht immer der Friedensengel, sondern ursprünglich Tyrell der Schlächter, der Anti-Christ, aber durch die geistigen Reinkarnationen sind diese Erinnerungen aus seinem Gedächtnis entschwunden. Aber jetzt hat es einen Rückfall gegeben. Nerina rammt ihm ihr Messer in die Brust. Sie würde nun als einziger unsterblicher Mensch weiterleben und für den Frieden sorgen, aber die Gedanken der Erinnerung donnern auch bereits an das veschlossene Tor ihres Bewusstseins.

Damon Knight: Einer muss der Dumme sein: Menschenähnliche Außerirdische landen auf der Erde. Sie geben sich freundlich, behaupten, dass sie Händler sind, und stellen Menschen an, für sie die Umgebung ihres Raumschiffes anzuplanieren und eine fremdartige Vorrichtung zu bauen. Ihre Technik ist weit überlegen, vorerst kann niemand ihre technischen Geheimnisse knacken. Einer der Fremdling macht aber den Fehler, zu tief ins Glas zu schauen. In seinem Suff erzählt er einem der Einheimischen, dass sie mit der Vorrichtung vorhaben, die Erde in die Luft zu blasen. Sie soll Teil eines kosmischen Staubgürtels sein, der die Fremden vor etwaigen Angriffen aus dem Kosmos beschützen soll. Die Menschen erkennen, dass die Außerirdischen dekadent sind und die Erdmenschen unterschätzen. Es gelingt ihnen, den Schlüssel zur Technik der ihnen überlassenen Handwerksgeräte zu finden. Sie benutzen sie, dazu die überraschten Fremden zu massakrieren, dieses Mal sind die Dummen am anderen Ende.

Robert Silverberg: Kolonist Wingert in der Klemme: Wingert ist auf dem fremden Planeten gelandet und baut den Materietransmitter auf, mit dem der Verbindung zur Zivilisation bekommt und Güter transportieren kann. Da unterbricht ihn ein außerirdischer Roboter, der Verkäufer ist und ihm ungeschickt verschiedene Dinge andrehen will. Wingert lässt sich aber nicht recht erweichen, denn er ist nicht gerade mit viel Geld gesegnet. Als er die Transmitterverbindung aufgebaut hat und sich gleich einige Sachen hertransportieren lässt, kommt er drauf, dass ihn die Kolonialisationsfirma mit dem abgeschlossenen Vertrag hineingelegt hat. Denn er bekommt zwar lebensnotwendige Dine gratis, aber beispielsweise Rasierzeug ist nicht lebensnotwendig, denn er könnte sich ja einen Bart stehen lassen. Er bekommt also für die Kleinigkeit eine gesalzene Rechnung. Da kommt Wingert der Roboter gerade recht. Er zerreißt den Vertrag und schließt mit dem Roboter eine Partnerschaft, denn er war früher selbst Handelsvertreter und wird dem Roboter beibringen, wie er künftig seine Sachen besser verkaufen kann.

Heyne Science Fiction ClassicsTitan 5:
Arthur Sellings: Der Kulissenschieber: Boyd Corry ist ein abgehalfteter Schauspieler, der sich damit tröstet, Filme von früher im Kino anzusehen, bei denen er selbst die Hauptrolle spielt. Er ist empört, als er bemerkt, dass der Film verfälscht worden ist, denn einige Szenen sind zur Lächerlichkeit verändert, und beschwert sich bei der Filmgesellschaft. Drukker und Cavanagh, die Macher von Mammouth Pictures, lachen Boyd zuerst aus. Aber als man auch von anderen Leuten hört, dass es Manipulationen gibt, welche auf die Dauer die Filmgesellschaft schädigen werden, wird eine Suchaktion gestartet, um den Schuldigen zu finden. Nachdem alle Besucher der in Frage kommenden Filme im Umkreis gefilmt worden sind, fällt ein Mann auf, der in mehreren diesen Filme war. Alfred Stephens, ein älterer, alleinstehender Mann, wird zur Rede gestellt. Er gibt die Manipulationen zu, die er allein mit geistigen Kräften bewerkstelligt hat. Als er nicht einlenken will, weil das seineinziges Vergnügen ist, und wieder ein Kino aufsucht, wird er von Banditen ermordet, die Drukker angeheuert hat. Cavanagh hat Schuldgefühle, und als er selbst einen Film besucht, den seine Gesellschaft produziert hat, fallen ihm neue Manipulationen auf. Stephens hat vor seinem Tod seine Gabe auf ihn übertragen!

Algis Budrys: Abstieg: Henry Walters und Steve Stephenson haben eine Firma aufgebaut, mit der sie das Monopol auf den Spot-Dialog besitzen. Damit können sie zukünftige Ereignisse filmen und somit ihren Kunden wertvolle Informationen geben, was sie unternehmen müssen, um ihre Geschäfte ausbauen zu können. Nun versagt aber plötzlich das Gerät, was eine Katastrophe für den weiteren Geschäftsverlauf bedeuten würde, wenn man die Ursache nicht herausfindet. Der Grund ist bald heraußen, denn es handelt sich um ein Konkurrenzunternehmen, welches die Firma übernehmen will, um selbst den Markt beherrschen zu können. Henry, der das technische Gehirn der Firma ist, während Steve die kaufmännische Seite abdeckt, weigert sich, auf den Deal einzugehen. Doch Steve ist bereits untreu geworden und hat die gesamten Aktien an die Easyphrase verkauft. Er wirft Henry hinaus, aber dieser wird den Kampf weiterführen, denn wenn er nicht mehr Gott sein kann, dann wird er Luzifer sein.

Lester del Rey: ... denn ich bin ein eifersüchtig Volk! Die Erde ächzt unter der Invasion der unheimlichen Eroberer. Auch Reverend Amos Strong muss trotz seines starken Glaubens an den beschützenden Gott einen Tiefschlag nach dem anderen hinnehmen. Seine Frau Ruth wird tödlich verletzt, die Heimatgemeinde von den Invasoren besetzt, die Kirche verwüstet, Amos und sein atheistischer Freund Dr. Miller werden von den Invasoren gefangen und auf einen Leichenhaufen zusammen mit dem Körper seiner Frau geworfen. Sie können mit einem der Invasoren sprechen, der die englische Sprache erlernt hat. Dieser erklärt ihnen, dass Menschenfleisch zur Nahrung dient und dass es die heilige Mission der Crethi ist, zur Erde herabzusteigen, und nach Gottes Gebot die schändliche Menschheit auszurotten. Und tatsächlich: Nachdem Amos und Miller entfliehen können, beobachten sie eine religiösen Zeremonie in der geschändeten Kirche, in der aus einem Feuer Gott zu den Priestern der Fremden spricht. Der Herr hat die Menschheit verlassen und einen Bund mit einem anderen Volk geschlossen! Das Weltbild von Amos ist in Trümmern, doch auch Miller geht es nicht besser, denn er ist jetzt zwar von der Existenz von Gott überzeugt worden, das hilft ihm aber überhaupt nicht. Auf der weiteren Flucht verliert auch Miller das Leben. Aber Amos bleibt unbeugsam und schafft es, zu den Verteidigern vorzustoßen, welche es in der Zwischenzeit geschafft haben, ihre durch eine Strahlung des Feindes nicht funktionsfähigen Atomwaffen wieder instandzusetzen und den Invasoren schwere Verluste zuzufügen. Amos versammelt sich mit etlichen Leuten in einer Kirche. Seine Predigt fällt aber ganz anders aus als früher. Er erklärt den Zuhörern, dass Gott die alten Verträge gebrochen und sich zum Feind der Menschheit erklärt hat. Doch er hat einen würdigen Gegner gefunden!

Gordon R. Dickson: Der Schutzengel: Mr. Willer erhält eine geistige Nachricht von einem telepathischen Ehepaar, das auf der Suche nach Leuten mit der gleichen übersinnlichen Fähigkeit ist. Er fährt umgehend hin und gibt zu erkennen, dass er ihre Botschaft erhalten hat. Er warnt sie davor, ihre Pläne für den Zusammenschluss aller PSI-Begabten und die gemeinsame Arbeit für die Höherentwicklung der Menschen zu verwirklichen, denn die Menschheit ist dafür noch nicht reif genug. Er kann sie davon überzeugen, dass sie sich mit den anderen Espern zusammentun sollen, welche auf die Venus ausgewandert sind und dort eine neue Gesellschaft aufgebaut haben. Vor dem Start des Raumschiffes taucht aber ein seltsamer Mann auf, angetan mit sinem Anzug aus silbernen Netzwerk. Er erklärt ihnen, dass sich die Menschheit bereits viel weiter entwickelt hätte, wenn nicht Willer immer wieder das verhindert hätte, denn dieser will, dass alles immer so bleibt wie es ist. Deshalb muss der große Mann die PSI-Begabten immer vor Willer retten. Die jungen Leute entschwinden mit dem Raumschiff, in eine bessere Zukunft, aber auf einem anderen Planeten.

Tom Purdom: Der heilige Gral: Morgan Valentine geht in die Arbeit, nachdem er seine Frau wie gewöhnlich blutig geschlagen hat. Sie rät ihm, endlich einen Psychiater aufzusuchen, aber die sind so teuer, dass er sich das noch immer nicht leisten kann. Er spart aber immerhin darauf, indem er nichts ahnende Leute süchtig macht, sich an eine Glücksmaschine anzuhängen. Er profitiert von den damit gemachten Umsätzen. Laura ist bereits eine Stammkundin von ihm, und heute schafft er es auch, einen Abschluss zu machen und eine neue Kundin zu gewinnen. Ein Kollege will ihn damit erpressen, dass er zwei Arbeitsplätze hat, was nach seinem Vertrag verboten ist, und fordert Geld von ihm. Morgan verprügelt ihn, aber der Kollege bleibt bei der Forderung, denn er benötigt ebenfalls einen Psychiater. Der Geldverlust würde Morgen in seinem Bestreben Jahre zurückwerfen, aus Krankheit und Elend als neuer und gesunder Mensch aufzuerstehen.

Rosel George Brown: Ein haarsträubendes Abenteuer: Sam hat neben seinem Beruf als Logistiker als Hobby Epigraphik, also die Entzifferung anitker Schriften. Seiner Frau Ruth wäre lieber, dass er sich um eine bessere Arbeit schaut als die gesamte Freizeit mit alten Steintafeln zu verbringen, denn Nachwuchs ist angesagt und da kann man jede Kröte brauchen. Aber Sam macht sich nichts aus Geld. Die Chance bestünde, zu Geld zu kommen, als Sam auf einer alten Inschrift die Formel für ein Haarwuchsmittel entdeckt. Doch Chuck Bradford, der Haarölverkäufer, dem der unvorsichtige Sam die Formel ausplaudert, will sie für sich selbst ausbeuten und macht kurze Zeit ein Riesengeschäft damit. Allerdings hat die Formel nicht ganz gestimmt, und nach kurzer Zeit fallen den Kunden die neu gewachsenen Haare wieder komplett aus. Chuck steht vor der Pleite, und sogar der Präsident meldet sich bei Sam, weil er auch nicht glatzköpfig werden will. Nach ausgedehntem Studium der Steintafel gelingt es Sam, den Fehler im Rezept zu finden. Aber Geschäft wird keines damit mehr gemacht, denn der Text ist so alt, dass das Copyright darauf schon vor Jahrtausenden abgelaufen ist.

Cordwainer Smith: Angerhelm: Aus dem Weltraum, genauer gesagt von den russischen Sputnik-Satelliten, kommen seltsame kleine Kapseln, die zum Leidwesen des neugierigen amerikanischen Geheimdienstes allesamt auf russisches Territorium fallen. Einige Zeit später beschweren sich die Russen bei den Amis, ob sie über sie Witze machen. Der Grund ist, dass in den Kapseln Nachrichtenbänder enthalten sind, auf denen an einer nicht nachvollziehender Stelle der Name „Nelson Angerhelm“ samt seiner Adresse in den USA auftaucht. Die Geheimdienstler stehen vor einem Rätsel. Sie untersuchen die übergebene Nachrichtenkapsel und suchen Angerhelm auf, einen komplett unverdächtigen Menschen. Angerhelm bekommt die Chance, selbst das Band abzuhören und kann tatsächlich mehr als die anderen Leute hören. Es ist die Stimme seines verstorbenen Brucers, die ihm aus dem Jenseits die Nachricht gesendet hat. Niemand kann sich erklären, wie es möglich sein kann, dass eine Stimme aus dem Jenseits spricht, aber vielleicht wissen es die Russen?

Zu dieser skurrilen Geschichte bleibt nur zu sagen, dass der Autor Cordwainer Smith (Pseudonym für Paul Linebarger) selbst für den amerikanischen Geheimdienst arbeitete.

Die Vorliebe von Pohl für satirische und gesellschaftskritische Geschichten ist deutlich zu spüren. Zum Großteil handelt sich sich bei den vorgestellten Erzählungen um interessantes Material, aber samt und sonders als Klassiker würde ich es natürlich nicht qualifizieren. Nichtsdestotrotz bleibt die Reihe als Forum für die Kurzgeschichte ein Highlight der Heyne SF. Etliche der Erzählungen haben aber tatsächlich einen gewissen Klassikerstatus erlangt. Meine persönlichen Favoriten aus den Titan-Bänden 1 – 5 sind: Der Landarzt, Das Chronoklasma, Der Teufel auf der Segensklippe (natürlich!), Foster, du bist tot, Junior, Der kritische Faktor und ganz besonders ...denn du bist ein eifersüchtig Volk. Die Wertung ist natürlich Geschmackssache.

Mittlerweile haben Kurzgeschichten durch den Niedergang der Magazine gegenüber gleich als Buch erschienenen Romanen stark an Stellenwert verloren. Das ist sehr schade, denn intelligent geschiebene Geschichten mit guten Pointen sind gegenüber zeilenschinderischen Ziegelsteinen weit zu bevorzugen. Klasse statt Masse!

Titelliste

Anmerkung:
Es werden die Ausgaben in den Heyne Science Fiction Classics sowie die Originalausgaben der Sammlungen angeführt.

1976

3487 Frederik Pohl & Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Titan 1 (Auswahl aus Star SF 1 und 2)
- Wolfgang Jeschke: Titan (Einführung)
- Frederik Pohl: Vorwort
- William Morrison: Der Landarzt (Country Doctor, 1953) (1)
- C. M. Kornbluth: Domino (Dominoes, 1953) (1)
- Lester del Rey: Ideale (Idealist, 1953) (1)
- Fritz Leiber: Liebeskummer (The Night He Cried, 1953) (1)
- John Wyndham: Das Chronoklasma (Chronoclasm, 1953) (1)
- Lester del Rey: Therapie (A Pound of Cure, 1953) (2)
- James Blish: ZII (F Y I, 1953) (2)
- Jack Williamson: Das glücklichste Geschöpf (The Happiest Creature, 1953) (2)
- C. M. Kornbluth: Die Reuigen (The Remorseful, 1953) (2)
- Richard Wilson: Ein Freund der Familie (Friend of the Family, 1953) (2)

3507 Frederik Pohl & Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Titan 2 (Auswahl aus Star SF 3 und 4)
- Arthur C. Clarke: Hirten der Tiefe (The Deep Range, 1954) (3)
- Lester del Rey: Fremdling (Alien, 1955) (3)
- Chad Oliver: Gibt es noch mehr von Ihrer Sorte? (Any More at Home Like You? 1955) (3)
- C. M. Kornbluth: Advent auf Kanal Zwölf (The Advent on Channel Twelve, 1958 (4)
- Jack Vance: Der Teufel auf der Segensklippe (The Devil on Salvation Bluff, 1955) (3)
- Fritz Leiber: Raum-Zeit-Sprünge(Space-Time for Springers, 1958) (4)
- Philip K. Dick: Foster, du bist tot (Foster, You're Dead, 1955) (3)
- Lester del Rey: Entwicklungshilfe (Helping Hand, 1958) (4)
- Jack Williamson: Konsumartikel (Guinevere for Everybody, 1955) (3)

3520 Frederik Pohl & Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Titan 3 (Auswahl aus Star SF 1, 2 und 4)
- Henry Kuttner and C. L. Moore: Eine abenteuerliche Vermutung (A Wild Surmise, 1953) (1)
- Judith Merril: Die Auswanderer (So Proudly We Hail, 1953) (1)
- Isaac Asimov: Junior (Nobody Here But -, 1953) (1)
- Arthur C. Clarke: Die neun Milliarden Namen Gottes (The Nine Billion Names of God, 1953) (1)
- James E. Gunn: Die Unsterblichen (The Immortals, 1958) (4)
- Richard Wilson: Der neue Job (Man Working, 1958) (4)
- Alfred Bester: Die Nummer mit dem Verschwinden (Disappearing Act, 1953) (2)

1977

3533 Frederik Pohl & Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Titan 4 (Auswahl aus Star SF 2, 3, 4 und 5)
- Algis Budrys: Die integrierten Menschen (The Congruent People, 1953) (2)
- Hal Clement: Der kritische Faktor (Critical Factor, 1953) (2)
- Jerome Bixby: Schöner leben (It's a Good Life, 1953) (2)
- Isaac Asimov: Ein so herrlicher Tag (It's Such a Beautiful Day, 1955) (3)
- Henry Kuttner: Tyrell der Erlöser (A Cross of Centuries, 1958) (4)
- Damon Knight: Einer muss der Dumme sein (Idiot Stick, 1958) (4)
- Robert Silverberg: Kolonist Wingert in der Klemme (Company Store, 1959) (5)

3545 Frederik Pohl & Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Titan 5 (Auswahl aus Star 5 und 6 und Star Short Novels)
- Arthur Sellings; Der Kulissenschieber (The Scene Shifter, 1959) (5)
- Algis Budrys: Abstieg (Star Descending, 1959) (5)
- Lester del Rey: ... denn ich bin ein eifersüchtig Volk! (For I Am a Jealous People! 1954) (SN)
- Gordon R. Dickson: Der Schutzengel (The Dreamsman, 1959) (6)
- Tom Purdom: Der heilige Gral (The Holy Grail, 1959) (6)
- Rosel George Brown: Ein haarsträubendes Abenteuer (Hair-Raising Adventure, 1959) (5)
- Cordwainer Smith: Angerhelm (Angerhelm, 1959) (6)

Amerikanische Originalausgaben:

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction, 1953
- Frederik Pohl: Editor's Note
- William Morrison: Country Doctor (1)
- C. M. Kornbluth: Dominoes (1)
- Lester del Rey: Idealist (1)
- Fritz Leiber: The Night He Cried (1)
- Clifford D. Simak: Contraption
- John Wyndham: The Chronoclasm (1)
- William Tenn: The Deserter
- H. L. Gold: The Man with English
- Judith Merril: So Proudly We Hail (3)
- Ray Bradbury: A Scent of Sarsaparilla
- Isaac Asimov: Nobody Here But— (3)
- Robert Sheckley: The Last Weapon
- Henry Kuttner and C. L. Moore: A Wild Surmise (3)
- Murray Leinster: The Journey
- Arthur C. Clarke: The Nine Billion Names of God (3)
- uncredited: Time for a Change: A Statement on Science Fiction (essay)

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction No. 2, 1953
- Alfred Bester: Disappearing Act (3)
- Frederik Pohl: Editor's Note
- Theodore Sturgeon: The Clinic
- Algis Budrys: The Congruent People (4)
- Hal Clement: Critical Factor (4)
- Jerome Bixby: It's a Good Life (4)
- Lester del Rey: A Pound of Cure (2)
- Robert Crane: The Purple Fields
- James Blish: F Y I (2)
- Anthony Boucher: Conquest
- Fletcher Pratt: Hormones
- Robert Sheckley: The Odor of Thought
- Jack Williamson: The Happiest Creature (29)
- C. M. Kornbluth: The Remorseful (2)
- Richard Wilson: Friend of the Family (2)
- uncredited: About Frederik Pohl (essay)

Frederik Pohl (Hrsg.) Star Short Novels, 1954
- Jessamyn West: Little Men
- Lester del Rey:For I Am a Jealous People! (5)
- Theodore Sturgeon: To Here and the Easel
- uncredited : About the Authors (essay)

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction No. 3, 1955
- Philip K. Dick: Foster, You're Dead (2)
- Arthur C. Clarke: The Deep Range (2)
- Gerald Kersh: Whatever Happened to Corporal Cuckoo?
- Jack Vance: The Devil on Salvation Bluff (2)
- Ray Bradbury: The Strawberry Window
- Richard Matheson: Dance of the Dead
- Isaac Asimov: It's Such a Beautiful Day (4)
- Jack Williamson: Guinevere for Everybody (2)
- Lester del Rey: Alien (2)
- Chad Oliver: Any More at Home Like You? (2)
- Frederik Pohl: Editor's Note

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction No. 4, 1958
- Frederik Pohl: A Pinch of Stardust (essay)
- Henry Kuttner: A Cross of Centuries • short story by (4)
- C. M. Kornbluth: The Advent on Channel Twelve (2)
- Fritz Leiber: Space-Time for Springers [Gummitch the Cat] (2)
- Richard Wilson: Man Working (3)
- Lester del Rey: Helping Hand (2)
- Miriam Allen deFord: The Long Echo
- Edmund Cooper: Tomorrow's Gift
- Damon Knight: Idiot Stick (4)
- James E. Gunn: The Immortals [Dr. Russell Pearce] (3)

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction No. 5, 1959
- Tom Condit and Katherine MacLean: Trouble with Treaties
- Richard Matheson: A Touch of Grapefruit
- Robert Silverberg: Company Store (4)
- Chan Davis: Adrift on the Policy Level
- Gavin Hyde: Sparkie's Fall
- Algis Budrys: Star Descending (5)
- Daniel F. Galouye: Diplomatic Coop
- Arthur Sellings: The Scene Shifter (5)
- Rosel George Brown: Hair-Raising Adventure (5)

Frederik Pohl (Hrsg.): Star Science Fiction No. 6, 1960
- Charles Cottrell: Danger! Child at Large
- Elizabeth Mann Borgese: Twin's Wail
- Tom Purdom: The Holy Grail (5)
- Cordwainer Smith: Angerhelm (5)
- Gordon R. Dickson: The Dreamsman (5)
- John J. McGuire: To Catch an Alien
- Miriam Allen deFord: Press Conference
- Howard Koch: Invasion from Inner Space

Anmerkung:
Die Ziffern bzw. Buchstaben in Klammer neben den Titeln der Erzählungen geben den Band der jeweiligen anderssprachigen Ausgabe an. Wenn bei den englischsprachigen Ausgaben keine Referenz angegeben ist, gibt es keine deutsche Ausgabe dieser Geschichte in einer Titan-Anthologie.


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Tags: Science Fiction and Fantasy

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