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Sub- und Miniserien in Terra und Utopia: Flaggschiffe, Flottenkadetten und Flops Folge 13: Die Weltraummediziner

  Mini- und Subserien bei Terra und UtopiaFlaggschiffe, Flottenkadetten und Flops
Folge 13:
Emergency Room im Weltraum - Die Weltraum-Mediziner

Von den Fünfzigern bis in die Achtziger hinein gab es SF auch in zahlreichen Reihen. Herausragend dabei die ›Marken‹ »Utopia« und »Terra«. Für viele der erste Kontakt mit der Science Fiction bzw. dem ›utopischen Roman‹. In diesen Reihen erschienen zahlreiche Sub- und Miniserien. Diese werden in den kommenden Wochen einmal etwas genauer betrachtet ...

Die Kämpfer des LichtsNicht nur bei den vielen Fernsehserien, sondern auch in der Science Fiction finden die Künste von Medizinern ein begeistertes Publikum. Etliche Autoren, mit und ohne medizinischer Ausbildung, haben sich bisher mit unterschiedlichem Erfolg an dieser Thematik versucht. So gab es eine Serie von Kurzgeschichten über Doktor Methusalem, den Soldaten des Lichts und als Mitglied der Universal Medical Society mit fast unbeschränkten Vollmachten ausgestattet, die es ihm erlauben, weit über die medizinischen Probleme hinaus auf jedem Planeten einzugreifen. Doktor Methusalem heißt der Arzt deshalb, weil er bei seinen Einsätzen bereits ein Alter von einigen hundert Jahren hat, in der letzten Geschichte ist er bereits 902 Jahre alt. Sein Begleiter und Diener ist Hippokrates, ein außerirdischer Gnom, dessen Metabolismus auf Kalziumsulfat basiert, 1 m groß, 500 kg schwer, mit unerschöpflichem Gedächtnis, Fühlern, vier Armen und Appetit auf Gips mit Senf. Die beiden reisen durch die Galaxis von Planet zu Planet, kurieren Leute mit seltsamen Krankheiten, machen aber auch aggressive Außerirdische, Sklavenhalter und andere Gangster unschädlich. Die Geschichten, verfasst vom späteren Scientology-Gründer L. Ron Hubbard (1911-1986), strahlen statt menschlicher Wärme, die man von Arztstorys erwarten könnte, eher Zynismus aus und sind heute nur mehr schwer zu genießen. Möglicherweise bin ich wegen des Scientology-Zeugs voreingenommen, dass mir das so unsympathisch vorkommt. Zwei Hefte mit Storys erschienen in der Terra- und der Terra Astra-Reihe. Seltsamerweise haben diese Geschichten bei mir ein ähnliches Gefühl erweckt wie die Haviland Tuf-Storys des „Game of Thrones“-Autors George R. R. Martin, die vor nicht allzu langer Zeit gesammelt als „Planetenwanderer“ bei Heyne erschienen sind. Dort geht es zwar nicht um einen Arzt, sondern um einen Händler und Öko-Ingenieur, der genau wie Doc mit intellektueller und moralischer Überlegenheit, aber auch Überheblichkeit, die Probleme der tumben Planetenbewohner löst. An dieser meiner Meinung ändert auch die Tatsache nichts, dass Martin preisgekrönt wurde, wenngleich für andere Geschichten.

Der Weltraumarzt greift einDer Pulp-Autor Murrray Leinster (mit bürgerlichem Namen William Jenkins, 1896 – 1975) kreierte mit seinem Weltraumarzt Calhoun, der im Auftrag des Interstallaren Gesundheitsdienstes in seinem Raumboot Aesclipus das All durchstreift, einen sehr ähnlichen Stoff. Calhoun wird von dem kleinen Pelzwesen Murgatroyd begleitet, das einen Metabolismus hat, welcher in kürzester Zeit Abwehrstoffe gegen alle Arten von Krankheiten bildet, und damit ein lebendes Universallabor für Impfstoffe ist. Auf Calhouns Dialogversuche antwortet der pelzige Kollege durchwegs mit „Tschie“. Obwohl diese Geschichten heute auch schon sehr angestaubt sind, kommt Calhoun viel sympathischer rüber als der zynische Doc Methusalem. Fünf Bände mit Kurzgeschichten wurden in den Terra-Reihen publiziert, dazu kam ein Bastei-Taschenbuch, das Storys von zwei der Terra-Bände nachdruckte. Auf die anderen Kurzserien von Leinster werden wir in einer weiteren Folge einige Blicke werfen.

Die Chirurgen der GalaxisTatsächlich Arzt war Alan E. Nourse (1928 – 1992), der neben seiner medizinischen Tätigkeit sowohl medizinische Fachbücher als auch SF-Literatur verfasste. Einige seiner Science Fiction-Stories handeln vom „Hospital Erde“, einer Zukunftswelt, in der sich die Erde im Gegensatz zu den anderen Welten, auf denen sich Menschen niedergelassen haben, auf die Fortentwicklung der biologischen Wissenschaften, insbesondere der Medizin, spezialisiert hat. Die General Practice-Patrouillen-Schiffe durchstreifen die Galaxis und bieten den Planeten den Abschluss von Verträgen über medizinische Dienstleistungen an. Die Beschäftigten werden je nach Tätigkeitsgruppe in Grüner Service, Roter Service, Schwarzer Service und Grauer Service kategorisiert. Ein Roman aus diesem Umfeld, „Die Chirurgen der Galaxis“ (im Original „Star Surgeon“), handelt vom Außerirdischen Dal Timbur, der nur den einen Wunsch hat, ein Arzt zu werden, seit ein Patrouillenschiff seine Heimatstadt vor einer Seuche gerettet hatte, die bereits Tausende von Todesopfern gefordert hatte. Als Garvianer ist er der erste Nichtmensch, der am Hospital Erde studiert und wird deshalb von den Kommilitonen und Professoren mit großer Feindseligkeit behandelt. Trotzdem setzt er alles daran, den „Silbernen Stern“ eines Starchirurgen zu erlangen. Eine interessante SF-Geschichte, die Diskirminierung, Vorurteile und Rassenunterdrückung thematisiert und in Deutsch, leider viel zu wenig beachtet, als Terra-Heft erschienen ist.

Hospital ErdeNeben diesem Roman gibt es von Nourse noch einige Kurzgeschichten zum Thema Hospital Erde, die neben anderen SF-Medizin-Stories in der Sammlung „RX for Tomorrow“ vereinigt wurden, welche auf Deutsch in zwei Bänden in Terra Astra publiziert wurde.

Die Weltraum-MedizinerWeit bekannter als die bisher vorgestellten Geschichten ist die Serie um die Weltraum-Mediziner im riesigen „Orbit Hospital“ des Nordiren James White (1928 – 1999), dessen Hauptwerk sie sind und denen man deutlich anmerkt, dass White gerne Arzt geworden wäre. Hier werden alle möglichen Außerirdischen mit unterschiedlichen Metabolismen erfolgreich behandelt. Das Hospital liegt weit entfernt von der Erde im galaktischen Sektor Zwölf. Es wurde von einer interstellaren Föderation aus Menschen und anderen Intelligenzwesen geschaffen. Das riesige Krankenhaus hat 384 Ebenen, auf denen die Lebensbedingungen aller bekannten Spezies mit unterschiedlicher Atmosphäre, Schwerkraft und sonstigen für das Überleben notwendigen Bedingungen zur Verfügung stehen, und einen Personalstand von etwa 1000 menschlichen und nichtmenschlichen Mitarbeitern.

Die Weltraum-MedizinerWelcher Typ sind Sie? DBLF, GLNO oder gar VTXM? Nun, nachdem sich der Zauberspiegel vor allem an Bewohner des Planeten Erde richtet, die der deutschen Sprache mächtig sind, ist mit 99,9998 % Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass Sie DBDG sind. (200 außerirdische Forscher, Diplomaten und Gangster auf der Erde, die Deutsch sprechen, könnten realistisch sein. Im Zweifelsfall könnte man die „Men in Black“ konsultieren!) Im Orbit Hospital wurde ein vierstelliges Klassifizierungssystem für die unterschiedlichen Spezies und damit potentiellen Patienten eingerichtet, welches sie nach physischen Kriterien einteilt.

Das System in Kurzübersicht:
A – C: Wasserstoffatmer

D – F: warmblütige Sauerstoffatmer
G - K: Sauerstoff atmende Insektenwesen von Planeten mit niedriger Schwerkraft
L – M: vogelartige Lebewesen
O – P: Chlor atmende Lebewesen
Q – Z: sonstige Lebewesen

Die zweiten bis vierten Buchstaben dienen der detaillierteren Beschreibung der jeweiligen Spezies. Das Kodierungssystem dient zur Verwaltungsvereinfachung, die Kategorisierung neuer Spezies, ist aber auch die erste Vorstufe für die Diagnose.

Hospital StationUm für die Vielfalt der Spezies gerüstet zu sein, welche die Dienste des Orbit Hospitals in Anspruch nehmen können, genügt auch ein noch so langes Medizinstudium und ein noch so hoher Intelligenzgrad nicht. Deswegen wurde ein System von Psychobändern entwickelt, mit denen der jeweilige Chefarzt oder Diagnostiker die physischen und psychischen Merkmale der zu behandelnden Spezies in sein Gehirn aufnimmt, um Diagnosen zu stellen und die richtigen Therapien anordnen zu können. Damit ist allerdings auch eine teilweise Übertragung der Persönlichkeit der Person verbunden, deren Wissen auf dem Psychoband gespeichert wurde. Diagnostiker können die Daten von bis zu zehn Spezies gleichzeitig im Gedächtnis behalten. Spannend wird es immer wieder dann, wenn eine bisher unbekannte Spezies auftaucht und einer Behandlung bedarf. Von dieser Ausgangslage leben eine Reihe von Geschichten, die damit auch Merkmale der Detektiverzählung aufweisen.

Hospital StationHauptperson eines Großteils der Geschichten in den ersten sechs Bänden ist der Arzt Dr. Peter Conway. Ihm zur Seite stehen die menschliche Krankenschwester Murchison, die später seine Gefährtin wird, die kelgianische Krankenschwester Naydrad (DBLF), welche wie eine riesige Raupe aussieht sowie der spinnenähnliche Cinrussker Dr. Prilicla (GNLO), der aufgrund seiner empathischen Fähigkeiten öfters ins Zittern gerät und sowohl das liebenswürdigste Geschöpf als auch der größte Lügner an Bord des Hospitals ist. Und dann ist noch der menschliche Chefpsychologe O'Mara, der immer wieder als Ekel rüberkommt. Neben dem medizinischen Personal an Bord des Hospitals gibt es noch das Monitorkorps, das für den Betrieb des Krankenhauses und für die Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig ist und damit auch polizeiliche Befugnisse hat. Außerdem fallen Erstkontakte mit unbekannten Spezies in den Aufgabenkreis des Monitorkorps. Die naturgemäß militaristische Einstellung der Mitglieder des Monitorkorps im Gegensatz zum dezidiert pazifistischem medizinischen Personal erzeugt immer wieder Konfliktsituationen zwischen den beiden Gruppen.

Hospital StationIm ersten Band der Serie, auf Deutsch als „Die Weltraum-Mediziner“ und später als „Hospital Station“ erschienen, werden in insgesamt fünf Kurzgeschichten die Hauptpersonen vorgestellt. Die erste Geschichte handelt von Dr. O'Mara, dem späteren Chefpsychologen, während des Baus des Hospitals. Diese Geschichte wurde zwar nicht als erste veröffentlicht, aber für die Buchausgabe als passende Einleitung vorangestellt. Dann ist aber Assistenzarzt Dr. Conway in der Geschichte „Sector General“ im Mittelpunkt, die als allererste der Serie 1957 im britischen SF-Magazin „New Worlds“ publiziert wurde. Er erarbeitet sich mit den Leiden unterschiedlicher Außerirdischer, darunter einem riesigen brontosaurierähnlichem Extraterrestrier, seine Beförderung zum Chefarzt am Ende des ersten Buches. Unterstützt wird er in der vierten Geschichte erstmals vom Empathen Prilicla, welcher einer psychischen Störung bei einem amöbenhaften Wesen auf die Schliche kommt.

In diesem Falle handelte es sich um einen Patienten der Klassifikation SRTT, einem physiologischen Typus, wie man ihn im Hospital noch nie gesehen hatte. Der Patient war von amöboider Art, besaß die Fähigkeit, Glieder, Sinnesorgane oder eine Schutzhaut „auszuströmen“, je nachdem was er gerade für seine augenblickliche Umgebung benötigte. Er war so phantastisch anpassungsfähig, daß man sich nicht wirklich vorstellen konnte, wie so ein Wesen je krank werden konnte. Der verblüffende Aspekt des ganzen Falles war der völlige Mangel an Symptomen. Der Patient schmolz einfach – ganz ruhig, wie ein Stück Eis in einem warmen Raum. Und es war noch niemand gelungen, diesen Prozeß aufzuhalten.

zitiert aus: James White: Die Weltraum-Mediziner, Ullstein 2000 3331, 1977

Der zweite Band, „Der Kampf der Weltraum-Mediziner“, später „Star Chirurg“, ist ein Roman mit einer vorangestellten Kurzgeschichte. Eine außerirdische wichtige Persönlichkeit hat eine Meinungsverschiedenheit mit seinem Leibarzt und konsultiert dann das Orbit Hospital. Nur ist der Leibarzt ein Lebewesen, das diese Bezeichnung wirklich verdient, weil es den Körper des Patienten bewohnt und die Behandlungsversuche der Orbit Hospital-Ärzte unterläuft. In der Hauptgeschichte wird dann das Hospital in einem interstellaren Konflikt hineingezogen, wird angegriffen und leistet Dienste als Feldlazarett, während das Monitorkorps zur Beendigung des Konfliktes eingreift.

Hospital ErdeDie Bände 3 – 5 sind wiederum Sammlungen von Kurzgeschichten, in der die unwahrscheinlichsten außerirdischen Patienten die Mitarbeiter immer wieder vor Rätsel stellen, bis sie auf die Spur der Probleme kommen und Diagnosen stellen können. Darunter ist in Band 3, „Die Ärzte der Galaxis“ ein unsichtbares Wesen, welches das Krankenhaus bedroht, und ein Patient, der die Ausmaße eines Kontinentes besitzt. Der Titel „Großoperation“ für die Neuausgabe beschreibt die Aufgabe in zweifacher Hinsicht als medizinische wie auch als militärische Aufgabe. Außerdem kommt in diesem Band in der Geschichte „Blutsbruder“ ein außerirdischer Arzt vor, der seinem Patienten nahezu das gesamte Blut entzieht, um es von Krankheitserregern zu reinigen, was von den Orbit Hospital-Leuten natürlich nicht sofort richtig erkannt wird. Sie halten ihn eher für eine Art Blutegel, was ja auch nicht total falsch ist, denn Blutegel werden bekanntlicherweise auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Im vierten Band verstärkt mit Captain Fletcher vom „Ambulanzschiff“ ein Mitglied des Monitorkorps die Riege der Hauptpersonen. Die Besatzung des Ambulanzschiffes hat im Einsatz eine Reihe von Problemen, die am Unfallort sehr schnell gelöst werden müssen, um das Überleben von Verunglückten bis zum Transport ins Hospital zu ermöglichen. Neben weiteren Erzählungen um das Ambulanzschiff wird in Band 5 „Sector General“ auf die Geschichte der Föderation und die Idee zum Bau des Krankenhauses in der Story „Ein Unfall“ zurückgeblickt. In dieser Geschichte wird ein folgenschwerer Unfall geschildert, bei dem Angehörige unterschiedlicher Spezies verletzt oder getötet werden, wobei sich nicht ausgebildete Helfer um die Opfer kümmern, egal von welcher Art sie sind Die Publicity, die dadurch gewonnen wird, gibt den Anstoß für das Projekt, an dem alle Spezies mitarbeiten, die der Föderation angehören. In Band 6 „Der Wunderheiler“ wird Dr. Conway zum Diagnostiker befördert, was bedeutet, dass er bis zu zehn Psychobänder gleichzeitig im Gehirn gespeichert hat. Das führt wiederum zu Problemen, weil die Persönlichkeit eines extraterrestrischen Arztes, die neben seinem medizinischen Wissen auf dem Band mitgespeichert ist, zeitweise die Kontrolle über Conway übernimmt.

Notfall Code BlauMit dem sechsten Band war die Serie eigentlich abgeschlossen, aber durch den Erfolg der Bücher wurde James White zu weiteren Fortsetzungen eingeladen, für die er sich etwas Neues einfallen ließ. In den nächsten drei Bänden wechselt deswegen die Perspektive, und es stehen jeweils nichtmenschliche Mitarbeiter des Hospitals im Mittelpunkt. Im siebten Band „Notfall Code Blau“ unterlaufen der Schwesternschülerin Cha Thrat eine Menge von Patzern und Missverständnissen, bis sie sich integrieren kann. Noch größere Probleme hat Lioren, ein außerirdischer Arzt, der in Band 8 „Radikaloperation“ aufgrund einer Fehldiagnose fast eine ganze Planetenbevölkerung ausgerottet hätte. Mit schwersten Schuldgefühlen beladen schafft er es, psychische Erkrankungen zu heilen und damit für sich einen neuen Lebenssinn zu finden. Der Tralthaner Gurransevas dagegen ist mit der Kost im Orbit Hospital nicht zufrieden. Seine Versuche, als „Chef de Cuisine“ die Qualität des Essens für das Personal und die Patienten zu verbessern, führen zu allerlei Missgeschicken und Verwechslungen. Im zehnten und bisher letzten auf Deutsch übersetzten Band „Die letzte Diagnose“ sucht ein menschlicher Patient verzweifelt Hilfe im Orbit Hospital, weil ihm auf der Erde niemand gegen seine mysteriösen Beschwerden helfen konnte und er für einen Hypochonder gehalten wird.

Die Kurzgeschichten der ersten drei Bände wurden vor der gemeinsamen Publikation als Buch einzeln in englischen Magazinen und Anthologienreihen veröffentlicht, großteils in „New Worlds“ und „New Writings in SF“. Die Geschichten in den Bänden 4 und 5 wurden gleich für die Buchausgabe geschrieben, mit Ausnahme der Story „Spacebird“, die bereits vorher in einem Magazin erschienen war und dann in die mit ihr erweiterte Neuausgabe von „Ambulance Ship“ aufgenommen wurde. In Deutschland erschienen die ersten beiden Bände bereits in den sechziger Jahren in der Terra-Heftreihe als Doppelbände und wurden in der gleichen Übersetzung als Taschenbücher in der Reihe Ullstein 2000 nachgedruckt. Die Bände 3 und 4 kamen dann im Terra Taschenbuch und in der Moewig SF heraus, wobei im vierten Band James White auch „Die Entstehungsgeschichte der Weltraummediziner“ erzählte. Ab 1994 brachte Heyne eine Gesamtausgabe aller bis dahin erschienenen acht Bände heraus, denen später noch ein neunter und ein zehnter Band folgten. Dieser mit dem bezeichnenden Titel „Die letzte Diagnose“ sollte eigentlich die Serie abschließen, aber wie so oft bei erfolgreichenen Serien wurden vom Autor noch zwei weitere Bände, "Mind Changer“ und „Double Contact“, nachgeschoben. Diese erschienen aber leider nicht mehr auf Deutsch, vermutlich weil White 1999 verstarb und sich dann niemand mehr für eine Publikation in Deutschland einsetzte.

Die Titelbilder der ersten acht Bände sowie von Band neun und zehn der Heyne-Gesamtausgabe (Band 5 leider etwas verschoben), gezeichnet von Zoltan Boros, ergeben nebeneinandergelegt schöne Weltraumszenen mit Orbit Hospital-Thematik.
Die Weltraumärzte
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Kommentare  

#1 AARN MUNRO 2016-10-31 18:27
Alle oben erwähnten Serien sind mir bekannt...aber die "Weltraumärzte" von White waren mir die liebsten. Sehr gut erzählt schon in der schlechten Übersetzung bei Goldmann oder Fischer damals...über die Bänder im Kopf haben wir uns sehr amüsiert...ja, Diagnostiker...kolportiert wurde ja, dass White einst Mediziner werden wollte...
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#2 Heiko Langhans 2016-11-10 07:40
Dass GRRM für die Tuf-Stories Preise abgeräumt haben soll, ist mir neu. Vielleicht verwechselst Du diese mit "Sandkings", "The Way of Cross und Dragon" und "A Song for Lya" - die haben in der Tat 3 Hugos und 1 Nebula eingeheimst und spielen im gleichen Universum. 8)
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#3 Larandil 2016-11-10 08:18
Auch Perry Rhodan-Autor H.G. Ewers hat mal einen Ausflug zu den SF-Ärzten unternommen - allerdings erst mit den PR-Planetenromanen. Die ersten beiden Bände seiner Saga um das Intergalaktische Fridenskorps IPC beschäftigen sich mit den Abenteuern der fünf "Söhne des Lichts" in der Kadettenausbildung der Solaren Flotte und ihrer Rückstufung und Versetzung auf ein Raumschiff der Interstellaren Gesundheitsbehörde, die RUDOLF VIRCHOW.
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#4 Henry Stardreamer 2016-11-10 09:14
zitiere Heiko Langhans:
Dass GRRM für die Tuf-Stories Preise abgeräumt haben soll, ist mir neu. Vielleicht verwechselst Du diese mit "Sandkings", "The Way of Cross und Dragon" und "A Song for Lya" - die haben in der Tat 3 Hugos und 1 Nebula eingeheimst und spielen im gleichen Universum. 8)

@Heiko: Danke für den Hinweis, das hatte ich nur aus dem Gedächtnis heraus geschrieben und nicht wirklich recherchiert. Es freut mich, wenn meine Artikel so aufmerksam gelesen werden! Für Fehlerhinweise bin ich neben den sonstigen Kommentaren genauso dankbar, denn subjektive Wertung ist das Eine, die Fakten sollen aber stimmen.
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#5 Yugoth 2016-11-10 09:26
Zitat:
Der Tralthaner Gurransevas dagegen ist mit der Kost im Orbit Hospital nicht zufrieden. Seine Versuche, als „Chef de Cuisine“ die Qualität des Essens für das Personal und die Patienten zu verbessern, führen zu allerlei Missgeschicken und Verwechslungen.
Ich erinnere mich vor allem an die Geschichte, wo es zu einer Vergiftung der Besatzung kam, weil der Chef die Menge an Muskatnuss im Essen falsch "berechnet" hat. :D
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#6 AARN MUNRO 2016-11-10 10:37
@Larandil: Ja, das stimmt. Die Söhne des Lichtes in den TBs (2.Band von dreien ) waren auf ein galaktisches Lazarettschiff versetzt worden...nett bechrieben...da hätte HGE mehr daraus machen können...eine Extra-Unterreihe...in den Planetenromanen, aber er hatte wohl andere, spannendere Themen...
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