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Sieben gegen die Hölle -Friedrich (Teil 1)

Sieben gegen die HölleSieben gegen die Hölle

Friedrich (Teil 1)
Visionen
Pfarrer in einem kleinen Dorf zu sein, ist sicher etwas ganz anderes, als das Amt in der großen Stadt auszuüben. Friedrich Schalmüter hätte ohne weiteres nach Fulda oder Kassel gehen können. Doch er ist nach Meißner gegangen. Und er hat sich hier immer wohl gefühlt. Was genau den Geistlichen in diesen Ort verschlagen hatte, wusste selbst er nicht mehr zu sagen. Vor 22 Jahren bekam er von seinem Mentor, Bischof Hansen, die einmalige Chance nach Hessen zu gehen.


Wegziehen aus seinem Heimatort Schulenburg bei Hannover, kam für ihn überhaupt nicht in Frage. Doch sein Mentor redete auf ihn ein. Und nun lebt und predigt er in Meißner. Vor einem halben Jahr war ihm eine junge Praktikantin an die Seite gestellt worden. Heidi. Und seit er sie hatte, war alles irgendwie anders. Lebendiger. Der scheinbar triste Alltag in der kleinen Hessenstadt wurde farbig und alles schien heller und freundlicher. Das Mädchen von gerade mal 19 Jahren versprühte eine Lebensfreude, die selbst dem in die Jahre gekommen Geistlichen noch beeinflussen konnte. Heidi nahm ihm nicht nur notwendige aber lästige Arbeiten ab – nein sie leistete ihm oft auch privat Gesellschaft. Jedoch ohne intime Beziehung oder auch nur einem Gedanken daran. Sie spielten eher Gesellschaftsspiele oder lasen in alten Büchern. Dabei taten es Ihnen besonders die Sagen und Legenden an. Friedrich wusste, dass sie selbst in einer solch sagenumwobenen Gegend lebten.

Manchmal kam sich der 44jährige Pfarrer aus der katholischen Gemeinde Meißner seltsam vor. Er und ein junges Mädchen. So mancher mochte Böses dabei denken. Aber das war eher nicht der Fall. Friederich wurde sehr geschätzt und Heidi kannte man als sehr sesshaftes und ordentliches Mädchen. Zudem war sie sehr wissbegierig. Sie war ständig darauf bedacht ihren Horizont zu erweitern, anstatt mit anderen Mädchen und Jungen ihres Alters die Nächte zum Tag zu machen. Was allerdings nicht bedeute, dass sie dies nicht doch hin und wieder tat. Vor zwei Wochen hatte sie sich sogar ernsthaft in einen jungen Mann verliebt der in Kassel studierte. Doch sich Zeit zu lassen, hieß ihre Devise. Nur nichts überstürzen. Und so lernten sich die beiden jungen Menschen erst langsam kennen.

Friedrich wusste darum. Heidi kam ganz aus freien Stücken zu ihm. Genauso wie vor drei Wochen, als sich die beiden erstmals mit den Sagen und Mythen rund um den Hohen Meißner beschäftigten. Heidi hatte alle Bücher darüber zusammengetragen, die sie aus der Bibliothek greifen konnte. Gute Bücher. Sie heilt nicht allzu viel von Internetquellen, nutzte sie aber dennoch häufig. Ungefilterte Angaben waren mit Vorsicht zu genießen hatte sie gemeint.

Je tiefer Friedrich und Heidi in die alten Sagen vorstießen, desto verbissener wurde ihr Tun. Gar Interessantes förderten sie zu Tage. Doch schon ab der zweiten Woche geriet ihre Arbeit ins Stocken. Friedrich machte insgeheim Heidis neue Liebe dafür verantwortlich. Doch das war es nicht. Friedrich spürte eine immer wieder aufflammende Müdigkeit, die ihn mehrmals die Lust vertrieb weiter an den Themen zu arbeiten. Sie waren ja auch keine Schriftsteller oder Journalisten. Die beiden Menschen taten es zum Zeitvertreib. Und so ruhte die Tätigkeit immer öfter. In der dritten Woche wurde Friedrich so schwach, dass sie das ganze Projekt einstellten. Der Pfarrer hatte bereits einen Termin bei seinem Arzt Dr. Berger anvisiert. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Immer früher legte er sich abends schlafen. So auch heute am 23. Mai 2013. Er schlief zwar schnell ein, wie es eigentlich immer war, doch diesmal ereignete sich innerhalb von zwei Stunden etwas, was sein ganzes Leben für viele Tage auf den Kopf stellen würde.

***

Friedrich träumte, dass wusste er. Nichts an den Dingen die er sah war derart realistisch, dass Friedrich annehmen könnte dies wäre gelebtes Leben. Nichts. Friedrich spürte wie seine Beine zuckten. Dies alles geschah im Schlaf. Und er sah diffuse Gestalten, die auf seltsamen Reittieren in einer Art Nebel auf ihn zukamen. Je näher sie kamen, desto undeutlicher wurden ihre Gesichter. Er sah um sich herum eine Berglandschaft, die ihm sehr bekannt vorkam. Und doch war sie ihm fremd. Sie schien sehr schroff und wirkte wie ein Naturgebilde aus einer fernen Zeit. Friedrich wollte den grauenvollen Traum abstellen, doch es gelang ihm nicht. Die Bilder verblassten zwar allmählich, doch der Träumer schlief weiter. Bis zum nächsten Morgen…

***

Noch verschlafen starrte Friedrich Schalmüter in seinen Kaffee. Gerade so als vermochte er etwas in der schwarzen Brühe zu lesen. Aber er dachte nur nach. Er dachte an das was die letzten Tage geschehen war. Seine Müdigkeit, seine Schwäche. Hatte das alles mehr zu bedeuten als er ahnte? War der rätselhafte Traum, den er letzte Nacht hatte, ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung? Fragen die er nicht alleine klären konnte. Er musste zunächst einmal Luft gewinnen, etwas Entspannung und Freiraum schaffen. Den Kopf frei kriegen. Und dann müsste er natürlich mit Dr. Berger über alles sprechen und mit Heidi. Sie war die einzige, die in den vergangenen Wochen bei dem 44jährigen hochgewachsenen Mann mit dem dichten schwarzen Haar war. Er hatte zwar noch eine Schwester, die in Brühl bei Köln lebte und Lehrerin war, doch der Kontakt war dürftig. Und seine Eltern lebten schon seit 8 bzw. 7 Jahren nicht mehr. Heidi war in der kurzen Zeit fast die einzige Bezugsperson für ihn. Sie war Ratgeberin und Gefährtin.

Für heute nahm Friedrich sich nichts weiter vor, als seine Staffel wie immer herunterzubeten, während er auf der Kanzel stand. Dann wollte er einen Ausflug zum hohen Meißner unternehmen. Ein ausgiebiger Sparziergang würde ihm gut tun, dachte er. Vielleicht sah er danach einiges klarer.

Doch er fragte sich unweigerlich, was ihn zu dem Bergmassiv zog, welches seit Jahrhunderten zwischen Fulda und Kassel emporragte und um das sich die abenteuerlichsten Geschichten rankten. Germanische Gottheiten seien dort oben einst zu Hause gewesen und seltene Wesen bevölkerten die Hänge. Nicht zuletzt auch Frau Holle, die jedem Kind als schneebringendes Märchenwesen bekannt ist. Friedrich kam selbst erst kürzlich zusammen mit Heidi darauf zu sprechen. Aber all das interessierte ihn im Moment nicht. Und doch war da etwas seltsames, was ihn wie magisch anzog. Er musste den Höhenzug besuchen. Noch heute.

Zuerst führte er ein paar Telefongespräche. Er war dabei einer Art Eingebung gefolgt. So informierte seinen Vikar, seine Sekretärin und natürlich Heidi. Auch seinen obersten Vorgesetzten, den leicht mürrischen und schon leicht dementen Bischoff Hansen informierte er. Sie waren seit Jahren per Du. Und er rief ihn sowieso öfter an. Warum also nicht ganz beiläufig einmal erwähnen, dass er nach langer Zeit einmal wieder auf den Hohen Meißner will. Vor drei Jahren waren er und der Bischoff gemeinsam dort im Naturfreundehaus zu Gast.

Sein jetziger Besuch war aber kein offizieller. Es war ein rein privater. Und doch war da immer noch etwas anderes. Und Friedrich konnte es sich nicht erklären, doch in ihm war etwas, was er nicht völlig lenken konnte. Etwas in ihm sagte „mach dies und mach jenes“. Es war für ihn deshalb beinahe wie ein Ruf den er folgte, als er am späten Nachmittag an den Ausläufern des Bergmassives ankam. Er wollte gar nicht weit hinauf. Nur ein lockerer Sparziergang zum Fuße des stolz erwähnten Berges. Doch er ging viel weiter. Der Tag war grau. Gar nicht schön. Doch es blieb und regnete nicht. Die Temperaturen waren mit 19 Grad auch annehmbar. Also ging Friedrich gut gerüstet den alten Premiumweg entlang. Ein ausgewiesener Wanderweg. Er hatte ein ganzes Stück vor sich, wenn er bis zum Frau Holle-Teich wollte. Das war Friedrich klar. Doch dieses kleine Ziel hatte er nun plötzlich glasklar vor Augen. Und während er Meter für Meter gewann, wurde es finsterer und einige Wolken machten den tristen Tag noch trauriger. Doch Friedrich ließ sich nicht beirren. Normalerweise wäre er umgekehrt, doch da war wieder dieses fremde Gefühl in ihm. Und es sagte ihm „Geh weiter!“.

Nach etwa einer halben Stunde kamen ihm zwei Damen entgegen. Sie waren mittleren Alters und schwatzen selig, als sie mit  Sparzierstöcken und Wanderkluft an ihm vorüber zogen. Nach wenigen Minuten verklangen ihre Stimmen in der Ferne und Friedrich war wieder allein mit sich und der Natur.
Nach weiteren fünf Minuten sah er einige Hinweisschilder, die ihn auf Abzweigungen brachten und sein Ziel war sehr nahe. Es war still um ihn herum. Irgendwo in der Ferne bellte ein Hund. Doch sehen konnte der Pfarrer niemanden.

***

Irgendwann, Friedrich wusste gar nicht genau wie weit er inzwischen gelaufen war und wie lange er unterwegs war, kam er auf eine flache Wiese. Sie erstreckte sich einige Quadratkilometer weit. Es war noch etwas hell. Aber die Abenddämmerung machte sich bereits bemerkbar. Eine kleine Baumreihe und einige Sträucher schlossen die Wiese in geschätzt 100 Metern ab. Dahinter befand sich ein Trampelpfad, der durch leicht bewaldetes Gebiet führte. Das sah Friedrich nicht – er wusste es. Vor Jahren war er einmal mit einer Schulkasse auf der anderen Seite des Berges unterwegs. Der Trampelpfad führte zum berühmten Frau Holle-Teich. Einer Sage nach hausten auf dem Grund des Teiches Erdgeister. Irgendwann wurden sie von einem Erdbeben eingeschlossen und durch Frau Holle mit einem Bann versehen. Nie mehr sollten sie an die Oberwelt gelangen, wo sie nur Schaden anrichten. Sagenhaftes, Geschichten und Legenden. Nichts Fassbares. Etwa so wie die Märchen aus 1001 Nacht oder die Legende der Loreley. Einem Bergmassiv im Rheingebiet. Berge! Sie hatten immer schon eine magische Anziehungskraft auf die Menschen. Immer wieder gibt es gar abenteuerliche und schaurige Geschichten über Bergmassive zu berichten. Überall in der Welt. Friedrich wollte es wagen. Obwohl ihm die Baumreihe am Ende der Wiese wie eine Grenze zu einer anderen Welt erschien, die im Dämmerlicht geradezu trüb und unwirklich aussah wie auf einem alten Foto, wollte der Priester den Schritt darüber hinaus wagen. Er wollte sich auf die Seite des Berges vorwagen, die alle Sagen über den Hohen Meißner beherbergte. Er wollte die Reise zurück machen – an den Ort den er zuletzt vor 15 oder 20 Jahren besuchte.

Geradezu leichtfüßig schritt er über die holprige Wiese. Schnellen Schrittes kam er letztlich an den Trampelpfad. Ohne zu stolpern – und das wäre normalerweise unmöglich bei Friedrichs Tollpatschigkeit, erreichte er nach Sekunden einen alten Zierbrunnen. Das Einstiegsloch zu Frau Holles Teichs? Oder doch nicht. Zunächst nur aus der Ferne beobachtete er im untergehenden Licht der Sonne etwas geradezu Seltsames.

Auf dem Rand des Brunnens saß jemand – oder etwas. Es kehrte Friedrich den Rücken zu. Blau oder grau schien das Oberteil zu sein welches der Kleinling trug. Ein Kind? So jedenfalls schien es. Der obere Teil des Brunnenschachtes war löchrig. Er war aus Holz und die Latten waren in Abständen zueinander angebracht. Friedrich sah die Beine des Menschenkindes, oder was immer es war, in der Luft baumeln. Friedrich konnte sich des Gedankens nicht erwehren – Ein Märchenzwerg war gekommen…

***

Der Wind schien ihn zu täuschen. Und doch war es nicht so. Der Zwerg sprach zu ihm. Den Rücken immer noch ihm zugewendet.

„Deine Mission wird eine schwierige sein“. Da der Priester keine Antwort auf diese seltsame Bemerkung wusste, blieb es still. Die Stimme klang merkwürdig hell. Wie bei einem Kind. Und doch nicht ganz so. Friedrich wollte es genau wissen und machte einen Schritt nach vorn. Er hoffte einen Blick auf das Profil des geisterhaften Wesens zu erhaschen ohne sich dabei ganz vorwagen zu müssen. Doch er traute sich einfach nicht weiter. „Wer bist du?“ Geradezu heiser kam die Frage aus der Kehle des Geistlichen. Wieder einige Sekunden Schweigen. „Nenn mich Loki“. Da war sie wieder – diese eigenartig helle Stimme, so als hätte das unbekannte Etwas Kreide gefressen.

„Von welcher Mission sprichst du?“

„Siehst du die Steine?“ Ein kleiner Arm streckte sich nach vorne aus. Fünf Finger konnte Friedrich nicht sehen. Die Hand schien aus der Ferne seltsam klein. Ein kurzer Finger deutete auf einen Hügel oberhalb des Brunnens. „Diese Steine kommen bald herunter. Vielleicht nicht morgen, aber vielleicht in einer Woche. Du hast Zeit das zu verhindern. Die Steine rollen den Hügel hinab und zerstören den Brunnen. Die Erde unter dem Brunnen wird sich auftun. Das darf nicht passieren. Es würde Chaos und Tod über diese Gegend und vielleicht die Menschen bringen.“

Friedrich hoffe dass dieser Zwerg deutlicher werden würde. War er einem Scherz aufgesessen?

Und dann fiel es ihm siedend heiß ein. Sein Traum letzte Nacht mit den bizarren Wesen, ein seltsamer Ruf der ihn hierher gelockt zu haben schien, und jetzt dieser nicht zu fassende Tagtraum – das passte alles ehr gut zusammen. „Wie kann ich das verhindern?“

„Geh in die Bibliothek, im Buch des „Weltenbaums“ von Joseph findest du alles was du zunächst wissen musst.“

Sollte Friedrich dieser Aufforderung wirklich nachkommen? Er war zwar Geistlicher aber dennoch in gewissen Grenzen weltlich. Jetzt übertraf sein Wissen über Theologie und über Gott und die Welt sogar noch etwas. Dies war eine andere Seite der Welt. Eine gar unheimliche. Der Zwerg hüpfte vom Brunnenrand und hüpfte im Unterholz davon.

Eventuell war das, was er gerade gesehen hat eine Vision. Ein Fingerzeig des Allmächtigen. Vielleicht drohte dieser Hang vor ihm tatsächlich abzurutschen und dies würde eine Katastrophe auslösen. Vielleicht war er, Friedrich Schalmüter vom Herrgott auserwählt die Menschen zu retten. Dann ergab doch alles einen Sinn.

Vieles was der Mann eben von dem Zwerg gehört hatte, vergaß er in Minuten wieder. Auch den wichtigen Hinweis auf das Buch. Die Ereignisse der nächsten Tage würden sich überstürzen.

***

Beatrice und Günter Weinbergen machten endlich mal wieder ein paar Tage Urlaub. Mehr als drei Tage blieben Ihnen jedoch nicht. Beatrice umsorgte tagtäglich ihren Vater Jonathan, der seit ein paar Jahren an Demenz litt. Mittlerweile erkennt er zwar noch seine Tochter, aber jede Erinnerung an gemeinsame Zeiten ist futsch. Ihr Vater ist sehr mobil, hat keine körperlichen Einschränkungen. Noch nicht. Aber mit weiter fortschreitender Demenz wird er eines Tages nicht mehr wissen wie man geht, sitzt und spricht. Wortfindungsstörungen hat er schon jetzt. Beatrice hält ihn noch zuhause. Ihr Haus bittet genug Platz und ein ambulanter Pflegedienst versorgt den alten Mann und die Pflegerinnen und Pfleger helfen bei täglichen Verrichtungen wie Waschen und kleiden. Denn aufgrund seiner Erkrankung erkennt Jonathan Holdinger den Sinn und Zweck der täglichen Körperpflege nicht mehr.

Nun war es an der Zeit endlich mal auszuspannen. Etwa sechzig Kilometer von zuhause entfernt, kannte Günter eine kleine Pension. Gelegen am Fuße des Teutoburger Waldes inmitten der sogenannten Senne zwischen Detmold und Paderborn. Ein Ausflug zu den Extern-Steinen und dem berühmten Hermanns-Denkmal standen ganz oben auf dem Programm. Mehr Abwechslung, mehr freie Zeit wollten sich die beiden Rentner nicht gönnen. Eine Flugreise hatten sie zuletzt vor drei Jahren gemacht. Es ergab sich einfach nicht.  Und hier am berühmten Denkmal des großen Cheruskers haben sich Beatrice und Günther letztlich vor 35 Jahren kennen gelernt. Sie erinnerten sich daran, als sei es erst gestern gewesen. Ein Betriebsausflug der Firma war es gewesen und Beatrice war Abteilungsleiterin, Günter Ingenieur.

Der Ausflug zu der Stätte ihrer jungen Jahre fand einem klaren Tag statt. Es war Ende Mai. Und für diese Jahreszeit war es glücklicherweise ein ungewöhnlich warmer Tag. Die beiden Menschen genossen die Einsamkeit. Sie hatten Glück, das sich spät am Mittwochnachmittag niemand hier heraufgetraut hat.

Den Kopf des Cheruskers wollte Günter nicht besteigen. Er nahm Vorlieb damit um das Denkmal herum zu gehen. Beatrice entfernte sich einige Schritte, als sie plötzlich ein Schaben vernahm. Es war so als würde jemand mit einer Schaufel oder Spitzhacke die Kieselerde aufkratzen. Sie brauchte nur Sekunden um zu orten, woher das Geräusch kam. Es kam von unten. Sie stand auf einem kleinen Plateau und direkt unter ihr verlief ein kleiner Weg. Der Höhenunterschied betrug kaum mehr als 40 Zentimeter. Dort war jemand. Ganz am unteren Ende des Weges, der noch tiefer hinab führte, als die 40 Zentimeter der Plateau-Höhe. Es war eine Gestalt auf einem Pferd. Im Licht der Abendsonne konnte sie es fast so gut erkennen wie auf dem Sucher einer Spiegelreflexkamera. Der Reiter, der jetzt hinter einer Biegung verschwand hatte den Kopf einer Schlange.

Fortsetzung folgt …

Kommentare  

#1 Pisanelli 2013-11-08 10:04
Hm, das scheint mir etwas sprunghaft, da fehlt mir so ein bißchen der rote Faden. Mal schauen, wie das weitergeht. Ach ja, und sind die Tempowechsel Absicht? Mal im Präsens, mal im Perfekt, irgendwie etwas durcheinander. Ungewöhnlich und auch etwas verwirrend.
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#2 G. Walt 2013-11-08 10:32
Der Tempowechsel wird dir sicher noch öfter begegnen.
Sprunghaft erscheint mir hier allerdings nichts. Friedrich geht zum Hohen Meißner und hat ein Erlebnis- punkt. Teil zwei 2 folgt.
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