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Leseprobe - Teil 358-9, Teil der Fantasyserie von Josh Fagora (Johannes Schütte) und KI Gemini, Monica etc

Teil 358-9, Teil der Fantasyserie von Josh Fagora (Johannes Schütte) und KI Gemini, Monica .

In dem Interview, das heute paralell erscheint, erfahrt ihr mehr über Johannes Schütte, der als Josh Fagora die Welt des Drachenplaneten Perna erdacht hat, sie seit über 300 Kapiteln entwickelt und erzählt.

Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie Johannes - pardon Josh - erzählt und was er so erzählt, hier eine Leseprobe.

 

Fagora hatte die Nacht mit Lysander, dem Finanzminister und zukünftigen König, verbracht. Als sie aufstand, fragte sie Lysander: „Freust du dich schon auf die Krönung? Ich habe das Drachenfest angesetzt.“ Trotz ihrer Trauer um Pascara war Fagora voller Vorfreude. „Ich freue mich sehr, Fagora. Aber ich muss noch zu Talor gehen. Als Ashonarpriester wird er uns trauen“, antwortete Lysander. Fagora eilte ins Kinderzimmer, wo ihre Tochter Alina friedlich im Bettchen schlief.

 

Sie nickte dem Kindermädchen zu, dass es das Zimmer verlassen sollte. Dann beugte sie sich zu Alina und küsste sie sanft auf die Stirn. Im Frühstückszimmer wartete bereits Donkrar, der König der Vampire, ungeduldig auf sie. Er musste bei der Krönung von Lysander und dem Drachenfest anwesend sein. Fagora trat in den Raum und erblickte den reich gedeckten Tisch mit Brot, Früchten und Tee aus Dornfels.

„Sei gegrüßt, Donkrar. Du weißt, warum ich dich bat, zu kommen“, sagte sie und setzte sich. Donkrar sah die Königin erstaunt an und zuckte mit den Schultern. „Majestät, ich weiß es nicht.“ Während sie vom Brot aßen, sprach Fagora weiter: „Ich hatte einen Traum. General Luzifar und Volthur, sowie meine Schwester Oseka, sind in deiner Burg und planen etwas. Was ich nicht, oder noch nicht, weiß.“ Donkrar schüttelte den Kopf. „General Luzifar der Zweite ist meine rechte Hand. Aber von Volthur und Oseka weiß ich nichts. Auch nicht, was sie vorhaben."

Draußen schien die Sonne Xuna, und etliche Burgbewohner gingen ihrer Arbeit nach oder beteiligten sich am Aufbau des Krönungsplatzes unweit der Sakarburg. „Daher gebe ich dir den Befehl, nach dem Rechten zu schauen. Perna verliert Magie, vor allem im Athrassee, und Gerüchte besagen, dass Volthur plant, alle Magie an sich zu reißen. Oseka und Luzifar könnten ihn unterstützen“, erklärte Fagora ernst. Donkrar verstand sofort. Auch er wollte nach dem Rechten sehen. Er stand schnell auf, verbeugte sich vor Fagora und antwortete: „Ich werde fliegen und es klären. Ich möchte nicht, dass die alte Ordnung der Zeiten des Drachen Viskur zurückkommt.“Fagora lächelte bescheiden, doch in ihrem Inneren brodelten die Gedanken. Sie war Drachenkönigin und Herrscherin des Planeten. „Ich hoffe, dein Bruder schmiedet keine Pläne mit Luzifar dem Zweiten. Wir können uns einen Rückfall nicht leisten, und ich kann nicht mehr gegen die dunkle Magie kämpfen. Ich hoffe, die Vampirfamilie Dracosa wird zu mir stehen“, sagte sie leise. Donkrar nickte, bevor er sich auf den Weg machte. Fagora blieb alleine am Tisch zurück, die Sorgen um die Zukunft nagten an ihr. Die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten liefen, doch in ihrem Herzen wusste sie, dass die Dunkelheit nie weit entfernt war.

 

Teil 358 - 9: Schatten über dem Thron

Die ersten Strahlen der Sonne Xuna brachen durch die schweren Samtvorhänge des königlichen Gemachs und tauchten den Raum in ein warmes, goldenes Licht. Fagora lag noch einen Moment still da. Die Nacht an der Seite von Lysander, dem Finanzminister und zukünftigen König, hatte ihr ein seltenes Gefühl von Geborgenheit geschenkt. Doch als sie sich aufrichtete und die Decke zurückschlug, mischte sich in ihre Vorfreude ein bitterer Tropfen Trauer – der schmerzhafte Verlust von Pascara saß noch immer tief in ihrer Seele.

Sie blickte zu Lysander, der sich ebenfalls erhob, und versuchte, die trüben Gedanken zu vertreiben. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. „Freust du dich schon auf die Krönung?“, fragte sie ihn, während sie sich eine seidenglatte Robe überstreifte. „Ich habe das Drachenfest genau auf diesen Tag angesetzt. Es wird prachtvoll werden.“

Lysander trat an sie heran und legte ihr sanft eine Hand auf die Schulter. Seine Augen spiegelten die Ernsthaftigkeit seiner neuen Aufgabe wider. „Ich freue mich sehr, Fagora. Es ist eine neue Ära für uns alle. Aber bevor der Trubel beginnt, muss ich noch zu Talor gehen. Als Ashonarpriester wird er die heilige Pflicht haben, uns zu trauen. Es gibt rituelle Vorbereitungen, die ich nicht vernachlässigen darf.“

 

Ein stiller Moment und ein ungeduldiger Gast

Nachdem Lysander das Zimmer verlassen hatte, eilte Fagora leisen Schrittes ins Kinderzimmer. Dort lag ihre kleine Tochter Alina, friedlich schlummernd, die Decke bis zum Kinn gezogen. Das Kindermädchen, das am Fenster gewacht hatte, blickte auf. Fagora schenkte ihr ein dankbares, stummes Nicken – ein Zeichen, dass sie für einen Moment allein sein wollte. Die Zofe verneigte sich tief und huschte lautlos aus dem Raum. Fagora beugte sich über das Bettchen. Der süße, unschuldige Duft des Kindes gab ihr Kraft. Sie küsste Alina sanft auf die Stirn und flüsterte ein stummes Schutzversprechen, bevor sie sich umdrehte, um sich ihren Pflichten als Herrscherin zu stellen.

Im angrenzenden Frühstückszimmer war die Atmosphäre deutlich angespannter. Donkrar, der mächtige König der Vampire, schritt ungeduldig auf und ab. Seine Anwesenheit bei der Krönung und dem anschließenden Drachenfest war von strategischer und symbolischer Bedeutung, doch Geduld gehörte selten zu seinen Tugenden.

Als Fagora den Raum betrat, bot sich ihr ein Bild des Friedens, das so gar nicht zu der inneren Unruhe des Vampirs passen wollte: Der Tisch war reich gedeckt mit frischem, noch warmem Brot, saftigen Früchten und einer dampfenden Kanne des seltenen Tees aus Dornfels, dessen herber Duft den Raum erfüllte.

„Sei gegrüßt, Donkrar“, sagte Fagora mit fester Stimme, während sie am Kopfende des Tisches Platz nahm. „Du weißt sicher, warum ich dich so dringend bat, zu mir zu kommen.“

Donkrar hielt in der Bewegung inne. Seine dunklen Augen fixierten die Königin, und ein Ausdruck echten Erstaunens legte sich auf seine harten Züge. Er zuckte ratlos mit den Schultern. „Majestät, um ehrlich zu sein... ich weiß es nicht. Ich dachte, es ginge lediglich um die Protokolle der Festlichkeiten.“

 

Dunkle Träume und schwindende Magie

Fagora brach ein Stück vom Brot ab, doch sie schmeckte es kaum. Die Sorge schnürte ihr fast die Kehle zu. Sie fixierte den Vampirkönig mit einem Blick, der keinen Widerspruch duldete. „Ich hatte einen Traum, Donkrar. Und meine Träume sind selten nur Trugbilder. Ich sah General Luzifar und Volthur. Und... meine Schwester Oseka. Sie alle befinden sich in deiner Burg. Sie planen etwas im Verborgenen. Was genau es ist, weiß ich nicht – oder noch nicht.“

Donkrar schüttelte vehement den Kopf, seine Eckzähne blitzten kurz auf. „Das ist unmöglich, Fagora. General Luzifar der Zweite ist meine rechte Hand, mein treuester Gefolgsmann. Aber von Volthur und deiner Schwester Oseka weiß ich absolut nichts. Wenn sie in meinen Mauern sind, dann ohne mein Wissen und ohne meine Erlaubnis. Ich weiß nicht, was sie vorhaben könnten.“

Ein Blick aus den hohen Bogenfenstern zeigte die trügerische Idylle des Tages. Draußen brannte die Sonne Xuna heiß am Himmel. Tief unten im Tal und auf den Festwiesen unweit der Sakarburg herrschte geschäftiges Treiben. Etliche Burgbewohner bauten die Tribünen für den Krönungsplatz auf, Banner wurden gehisst, und das Lachen von Arbeitern drang gedämpft nach oben. Doch die Realität des Planeten war eine andere.

„Daher gebe ich dir hiermit den ausdrücklichen Befehl, sofort nach dem Rechten zu schauen“, erklärte Fagora mit schneidendem Ernst. „Perna verliert seine Magie, Donkrar. Vor allem im Athrassee zieht sich die Lebenskraft spürbar zurück. Die Gerüchte verdichten sich, dass Volthur plant, das gesamte magische Gefüge an sich zu reißen, um der alleinige Herrscher zu werden. Oseka und Luzifar könnten ihm dabei Schützenhilfe leisten.“

 

Das Erbe des Drachen Viskur

Der Vampirkönig verstand den Ernst der Lage augenblicklich. Das Schwinden der Magie bedrohte auch die Existenz seines eigenen Volkes. Seine Ungeduld verwandelte sich in eisige Entschlossenheit. Er erhob sich hastig von seinem Stuhl, zog die Schultern straff und verbeugte sich tief vor Fagora.

„Ich werde augenblicklich fliegen und die Sache klären“, entgegnete er mit rauer, entschlossener Stimme. „Ich möchte um keinen Preis, dass die alte, grausame Ordnung aus den finsteren Zeiten des Drachen Viskur zurückkehrt. Wir haben zu viel für den Frieden opfert.“

Fagora lächelte bescheiden, eine Maske der Ruhe für ihren Gast. Doch in ihrem Inneren brodelte ein Chaos aus Angst und Pflichtgefühl. Sie war nicht nur eine Mutter und eine Frau, die bald heiratete – sie war die Drachenkönigin, die rechtmäßige Herrscherin des gesamten Planeten.

„Ich hoffe zutiefst, dass dein Bruder keine finsteren Pläne mit Luzifar dem Zweiten schmiedet“, sagte sie leise, und ihre Stimme zitterte ganz leicht bei den letzten Worten. „Wir können uns einen Rückfall in die Dunkelheit nicht leisten, Donkrar. Und die Wahrheit ist... ich bin müde. Ich kann nicht mehr mit voller Kraft gegen die dunkle Magie ankämpfen. Der Preis der Vergangenheit war zu hoch. Ich muss darauf vertrauen können, dass die Vampirfamilie Dracosa treu zu mir steht.“

 

Johannes Schütte

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