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... Johannes Schütte über ihn als Autoren, Schöpfer fantastischer Welten und KI

... Johannes Schütte über ihn als Autoren, Schöpfer fantastischer Welten und KI
 
Johannes Schütte (Pseudonym Josh Fagora) meldete sich bei uns und wir kamen in Kontakt mit ihm. Die Überraschung war groß, denn er ist ein Urgestein der Fantastik (kleiner Hinweis schon mal darauf, dass wir mit ihm auch noch ein Interview zu seiner Geschichte machen werden). Heute geht es in einem ersten Interview um ihn als Autoren und als Schöpfer einer fantastischen Welt der Drachen. Heute erscheint auch eine Leseprobe von ihm.
 
 
  
Zauberspiegel: Hallo Johannes, danke für dieses Interview. Erzählst du uns erst einmal, wer du bist?
Johannes Schütte: Mein Name ist Johannes Schütte. Ich wurde am 18.6.1951 in Cloppenburg geboren und lebe nun seit 1960 in Delmenhorst bei Bremen. Habe die Grundschule und die Handelsschule besucht und bin ein Einzelkind. Damals war ich Gruppenleiter katholischer Gruppe und bewarb mich dann bei der Olbers-Gesellschaft Bremen für die Sternwarte und fing an zu schreiben. 
 
Zauberspiegel: Wie schon angeteasert, wird es nicht nur ein Interview mit dir geben. Heute wollen wir uns erst einmal über deine Arbeit als Autor unterhalten. Was hast du im Verlauf deiner Zeit als Autor veröffentlicht?
Johannes Schütte: Veröffentlicht habe ich Tanja Sternenkind, Astronomie für Kinder, Käfer Julius Grosstat, alles für Kinder. Dann Astrophysik und auch Drachenplanet Perna. 
 
Zauberspiegel: Du gehörst zu den  Personen des deutschen Science-Fiction-Fandoms der 1970er und 1980er Jahre. Was beziehungsweise wer hat dich und dein Schreiben in dieser Zeit besonders geprägt?
Johannes Schütte: Ich bin ein Kind von Raumschiff Orion, Raumpatrouille, und hatte schon danach mit 17 Jahren meinen ersten Roman, der ähnlich aufgebaut ist wie Raumpatroiiulle mit Kugelschreiber geschrieben. Danach bewarb ich mich als Mitglied der Olbers-Geselleschaft und arbeitete dort in der Sternwarte. Ich wollte einen bundesweiten SF Club gründen und begann mit der Arbeit, ihn aufzubauen. Das war so 1972. Mein erstes Mitglied war W.K.Giesa aus Lippstadt. Der kannte auch andere SF Fans, u.a. aus  Kassel. So entstand die AGSF mit der Zeitschrift "Time Gladiator". Diesen Namen erfand W.K.Giesa und ich übernahm ihn dann. Es war ein kleiner SF Club, der aber im Fandom durchaus anerkannt war, neben dem SFCD e.V.  Ich fuhr zu Conventen und zu Jahresversammlungen der AGSF und baute diesen Club mit Hilfe anderer, Regionalleiter, auf. Aktiv waren auch die Mitglieder in Kassel oder München wie Hans Klipp, Ingo Dristam. Aber leider auch Christian Worch. Ich wundere mich noch heute, wie ich es geschafft habe ohne Internet einen solchen Club aufzubauen. Alles musste per Post gehen, alles. Alles wurde per MATRIZEN gedruckt und die Kopierer standen nicht still. "Time Gladiator" wurde zum Symbol der AGSF. Ich wurde vom Vorsitzenden zum Präsidenten und leitete einige Sitzungen. Jedes Thema der SF wurde angenommen. 
 
Zauberspiegel: Wie hat sich deine Arbeit als Autor in all den Jahren entwickelt?  
Johannes Schütte: Wie bereits erwähnt, schrieb ich zuerst im Stil von Raumpatrouille. Dann folgten in den 90erJahren Werke wie "Die Bibel des Weltalls" "Tanja Sternenlicht, Astronomie für Kinder" und "Käfer Julius Grosstat vom Baumburgwald" Alles Kinderbücher. Die AGSF gab es ja seit langer Zeit nicht mehr. Die Kinderbücher wurden im MoKo Verlag und Karina Verlag veröffentlicht. Ich schreibe durchaus auch Kinderbücher, wie auch Astrophysik. Die Stringonentheorie  ist von mir. Ein Quant fällt ins schwarze Loch und wird dann zum Stringon, um ein neues Universum zu erschaffen. Das hat durchaus was mit Hawking zu tun und seiner Theorie der Hawkingstrahlung. Nur gehe ich da weiter bis zur Entstehung des neuen Universums durch ein Planckloch. 
 
Zauberspiegel: Bist du immer noch als Autor aktiv? Wenn ja, was schreibst du?
Johannes Schütte: Ich schreibe derzeit an "Drachenplanet Perna", Königin Fagora. So was ähnliches wie Game of Thrones. Aber ich mache mir auch Gedanken über die Entstehung des Universums und erweitere meine Stringonentheorie. 
 
Zauberspiegel: Erzähl uns etwas mehr darüber, worum es im Drachenplaneten Perna geht. Was erwartet einen, wenn man das lesen möchte?
Johannes Schütte: Es geht um eine 17-jährige Prinzessin, die einem bösen Drachen zum Opfer gebracht werden soll. Gerade ihr Vater, König Horo Adamus, forciert dies. Doch Fagora tötet den Drachen. Sie befreit das Volk von Drachen. Dann wird sie von einem Vampir überfallen und ein Drachenmensch, König Pascara, rettet sie. Doch sie wird auch zum Drachenmensch und heiratet Pascara. Durch das Blut ihrer Familie wird sie wieder zum Mensch. Sie freundet sich mit dem Riesendrachen Udia an, der einst den bösen Drachen Viskur tötete. Dunkle Mächte wollen den Planeten Perna beherrschen, u.a. die Vampire und Magier, aber Fagora verhindert dies. Sie freundet sich mit der Vampirkönigin Salina Dracosa an und wird zur Herrscherin des Planeten. Aber sie rettet den Planeten nicht von ihrer Burg aus, sondern wandert und fliegt selbst mit Udia und löst die Probleme. Sie freundet sich auch mit der Elfenkönigin Yessa and der Elfenmagierin Saradona an. Gemeinsam beherrschen sie den Planeten Perna. Fagora wird zur Drachenkönigin und herrscht über die Drachen. Sie arbeitet zusammen mit den Drachen. Mit 27 Jahren bekommt sie ihre Tochter Alina, die ihre Nachfolgerin wird.
 
Zauberspiegel: Wie entstand die Idee zu den Geschichten?
Johannes Schütte: Ich fand, ein Cowboy reitet auf einem Pferd, also kann man auch auf einem Drachen reiten. Drachen faszinieren in der Geschichte immer. Nicht nur in China. Und wer weiß, ob die Dinos auch von Drachen stammen? Es ist jedenfalls ein toller Gedanke, dass Drachen und Menschen eine Einheit bilden und ich will Drachen als Partner, aber auch als Kriegswaffe sehen. Nicht so wie bei Games of Thrones, wo sie als Machtwesen dargestellt werden, sondern als Partner, als Helfer. Daher erfand ich auch die singenden Drachen. 
 
Zauberspiegel: Wann hast du mit deiner Arbeit am Drachenplaneten begonnen? Immerhin - siehe die Leseprobe - sind es schon über 360 Teile.
Johannes Schütte: Vor etwa eineinhalbjahren mit der kleinen Story "Der böse Drache" auf www.publikum.net. Leider ist diese Seite vom Netz genommen worden und ich auf andere Seiten für Autoren ausgewichen.
 
Zauberspiegel: Wo findet man deine Texte über den Drachenplaneten?
Johannes Schütte: Leider gibt es www.publikum.net nicht mehr. Aber auf TicToc, LinkendIn oder Facebook - Johannes Schütte - kann man es lesen, aber auch meine Musik, Bilder und Videos betrachten. Jedes Kapitel - und es gibt 360 davon - kann man hier bewundern. 
 
Zauberspiegel: Du veröffentlichst deine Texte nicht gegen Bezahlung, sondern stellst sie kostenlos zur Verfügung. Warum ist das so? 
Johannes Schütte: Ich würde sehr gerne sehen, dass sich ein Verlag meiner Kinderbücher oder Drachenplanet Perna annimmt, aber bislang nicht. Das verstehe ich nicht ganz, da sehr viel Liebe da drinsteckt. Ich würde mich freuen, wenn ich damit Geld verdienen würde, und dass auch andere Partner kommen und sagen, es ist Zeit, dass mehr Menschen daran arbeiten. 
 
Zauberspiegel: Was ist das Besondere an deinem Projekt des Drachenplaneten? Was unterscheidet es von anderen Romanprojekten?
Johannes Schütte: Der Umgang mit den Drachen. Die Partnerschaft von Fagora und anderen Personen, die im Roman mitspielen. Sie reiten auf Drachen und nutzen sie für die Arbeit, für Reisen. Es sind friedliche Drachen, können aber auch Krieg führen. Sie sind mit den Magiern verbunden, denn sie trinken aus einem See und erhalten dadurch Magie von einer Supernova. Sie übertragen diese Magie an die Magier, die diese Drachen ausbilden. Diese Idee ist einmalig.
 
Zauberspiegel: Du arbeitest ja nicht nur mit Texten, sondern man findet auch Musik, Bilder und Videos zu den Inhalten. Die Bilder machen sehr den Anschein als wären sie mit KI erstellt. Wie ist das mit den Liedern und Videos... erstellst du die alle selbst, oder hast du da Unterstützung?
Johannes Schütte: Auch hier sehe ich die KI als Partner. Ich schreibe meine Texte und die KI wandelt sie um, bringt dazu die Videos und Bilder, aber auch Musik. Es ist und bleibt meine Idee und wenn die KI etwas anderes schreibt, dann ändere ich es schnell und sorge dafür, dass sie hier keine Fortsetzung schreibt. Die KI unterstützt mich. 
 
Zauberspiegel: Wenn du schreibst "Auch hier sehe ich die KI als Partner. Ich schreibe meine Texte und die KI wandelt sie um (...) Es ist und bleibt meine Idee und wenn die KI etwas anderes schreibt, dann ändere ich es schnell ..." Was heißt das praktisch? Nutzt du KI zum Entwerfen deiner Textideen? Lässt du dich beim Schreiben durch KI unterstützen? Seit wann arbeitest du mit KI und welche Aspekte daran schätzt du besonders? Erzähl uns bitte mehr davon.
Johannes Schütte: Die KI, ob Gemini.Grok, Copilot, Monica. Ich nutze sie alle. Ja, ich gebe den Text vor und die KI schreibt für mich dann den Text. Wenn der Text für mich in Ordnung ist, dann lasse ich es so wie es ist. Sonst korrigiere ich es selbst. KI unterstützt mich als Partner beim Schreiben, denn sonst könnte ich nicht soviel schreiben. Aber das c Urheberrecht bleibt bei mir, da die Texte und Ideen von mir sind. Auch Bilder und Videos. 
 
Zauberspiegel: Du sagst ja, KI sei eine Unterstützung für dich. Das Thema KI ist ja in der Szene (Autoren, Schauspieler etc.) nicht unumstritten. Gerade die Frage, in welchem Maße KI die originale Arbeit eines Autoren verfälscht und dazu führt, dass es nicht mehr die originale Inspiration des Autors ist, wird kontrovers diskutiert. Wie siehst du das?
Johannes Schütte: Die KI sehe ich als Unterstützung des Autoren beim Schreiben, wenn die Idee und auch der Text von ihm sind. Die KI hat dann nur die Aufgabe den Text schneller zu schreiben oder auch neue Satzstellungen, die sonst vom Autor sind, schneller zu schreiben. Damit kann der Autor mehr schreiben. Wenn die KI etwas falsch schreibt oder eine Fortsetzung macht, greife ich sofort ein. Ich sehe mir vorher, was von der KI stammt, genau durch. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist die KI mein Partner. Aber die Oberhand behalte ich als Autor. 
 
Zauberspiegel: Gibt es die Chance, dass wir hier auf dem Zauberspiegel etwas von deinem Projekt lesen dürfen? Wenn ja, um was handelt es sich dabei und warum gerade dieses Stück?
Johannes Schütte: Ihr dürft alles lesen. Ich habe ja einige Texte gesandt, die veröffentlicht werden dürfen. Auch auf Facebook unter Johannes Schütte sind Texte, LinkendIn. Nur suche ich derzeit einen Partner, der dieses Projekt wieder aufleben lässt, denn es war ein Schock für mich, als ich sah, dass www.publikum.net nicht mehr im Netz war. Was ihr findet, könnt ihr verwerten, wenn ihr mich anschreibt. Alle 360 Kapitel sind interessant, aber erst recht die ersten Teile, wo sie sich entwickelt zur Drachenkönigin, denn ihr Familie Admaus, landerte von der ERDE auf Perna und machte Bekanntschaft mit Drachen. Perna ist ein Drachenplanet und erinnert auf Drachenreiter von Pern, ich weiß.
 
(zur Leseprobe geht es hier).
 

Kommentare  

#1 Des Romero 2026-08-01 08:52
Aus eigener Erfahrung halte ich KI-Texte (noch) für unbrauchbar. Sie sind statisch, emotionslos und spiegeln nicht den Stil des Autors wider. Das macht eine gründliche Überarbeitung erforderlich, die den vermeintlichen Vorteil des "schnellen Schreibens" zunichte macht.
Wenn man KI nutzt, um seine eigenen Ideen zu formulieren, sollte man sich womöglich ein anderes Betätigungsfeld suchen. Mag sein, dass ich hier fehlinterpretiere, aber Herr Schütte bleibt vage bei dem, was genau er der KI vorgibt.
#2 Andy 2026-08-01 10:14
Ich will demnächst endlich selber anfangen zu schreiben. Was KI betrifft, würde das dann nur nutzen, um vielleicht grammatikalische Fehler auszubügeln. Wenn ich es diesem Werkzeug überlassen würde, meinen Text zu formulieren, bin ich am Ende doch gar nicht mehr der Autor. Das wäre nichts anderes als Betrug am Leser.

Und ich muss Des Romero zustimmen. Wenn ich meine Texte eh schon nicht selber hinkriege, kann ich es auch gleich sein lassen. Abgesehen davon lässt sich heute schon sehr leicht herausfinden, ob eine Geschichte von der KI kommt oder vom Autor selber.

Und was mir gerade an dieser Sache mit dem Drachenplaneten Perna auffällt: eine Protagonistin die mit den Drachen "zusammenarbeitet", fehlt nur noch, dass die Drachen sprechen können - ich will damit sagen, dass Schütte hier wohl nicht nur an "an etwas ähnliches wie Game of Thrones" gedacht hat. Evtl. kennt er auch Anne McCaffreys Romanreihe um Drachenreiter von Pern

Womit ich ihm nichts unterstellen will, denn es gibt ja wohl auch im Fantasy-Buchbereich kaum noch neue Ideen. Ich habe zuhause auf meinem Bücherregal einen Sammelband mit den ersten drei Romanen der erwähnten Reihe stehen, deshalb fiel mir das überhaupt auf.
#3 Des Romero 2026-08-03 06:31
Herr Schütte kennt also "Die Drachenreiter von Pern", wie uns der letzte Satz des Interviews offenlegt. Jetzt frage ich mich ernsthaft, weshalb er seine Drachenwelt Perna nennt. Von den zahllosen Namen, die er hätte wählen können, fällt ihm nur ein, an "Pern" ein "a" dranzuhängen.
Kreativ geht anders!

Zitat:
Johannes Schütte: (...) Ja, ich gebe den Text vor und die KI schreibt für mich dann den Text.(,,,)
Ergibt das irgendeinen Sinn?
Was genau wird vorgegeben? Eine Inhaltsangabe? Figurenzeichnung? Der komplette Text zur grammatikalischen Verbesserung?

Zitat:
Johannes Schütte: (...) Daher erfand ich auch die singenden Drachen.
Wieso muss ich da jetzt an Anne McCaffreys "Drachensinger" und "Drachengesang" denken?

Zitat:
Johannes Schütte: Fagora wird zur Drachenkönigin und herrscht über die Drachen.
Das ist merkwürdig, denn an anderer Stelle werden die Drachen als Partner bezeichnet. Partner also, die von Fagora beherrscht werden? Nicht ganz durchdacht, wie ich finde.

Zitat:
Johannes Schütte: Ich würde sehr gerne sehen, dass sich ein Verlag meiner Kinderbücher oder Drachenplanet Perna annimmt, aber bislang nicht. Das verstehe ich nicht ganz, da sehr viel Liebe da drinsteckt.
In dem berüchtigten Roman "Die Abenteuer des Stefón Rudel" steckte sicher auch viel Liebe, trotzdem war das Endprodukt – freundlich formuliert – Müll.
Die einzige Chance, von "Drachenplanet Perna" eine Buchausgabe zu veröffentlichen, ist entweder über einen Druckkostenzuschussverlag oder als Selfpublisher auf Amazon. Die letzte Möglichkeit sollte Herr Schütte tatsächlich in Betracht ziehen, denn nie war es einfacher, seine literarischen Ergüsse unters Volk zu bringen, als heute. Siehe dazu auch "Bestsellerautorin" Simone Kaplan.

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