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TATORT Berlin - Kommissar Bülow und seine Fälle: Alles Theater

Kommissar Bülow und seine Fälle: Kommissar Bülow und seine Fälle
Alles Theater

Der Tatort „Alles Theater“ beginnt, wie der Titel schon ankündigt, in einem Berliner Theater. Gezeigt wird die Premiere eines neuen Stückes: „Sechs Personen suchen einen Autor“ von Luigi Pirandello. Unter den eingeladenen Gästen befindet sich auch der Berliner Tatort-Kommissar Bülow, der derartige Kulturveranstaltungen liebt. Es herrscht eine knisternde Spannung im Theatersaal, was zum einen am Premierenfieber liegt und zu anderen an der Handlung des Stücks selbst.

Und dann kommt die Aufführung zu ihrem dramatischen Höhepunkt: Die Hauptfigur des Stückes begeht Selbstmord. So steht es im Libretto. Doch die Szene endet tragischer, als vom Theaterregisseur geplant. Denn als der Hauptdarsteller die vermeintliche Requisite, die Waffe, abfeuert, ist diese tatsächlich geladen. Und plötzlich heißt es nicht mehr „alles nur Theater“. Der Mann ist auf der Stelle tot. Die Bühne des Berliner Theaters ist ein Tatort. Gut dass Hauptkommissar Bülow von der Berliner Kriminalpolizei zufällig vor Ort ist.

Tatort-Fans

Kommissar Bülow und seine Fälle: Der letzte Fall von Hans-Georg Bülow alias Heinz Drache übertrifft das schwache Drehbuch zu "Keine Tricks, Herr Bülow" leider noch einmal ins Negative. Das Bülow während eines Mordes zugegen ist, ist dann schon sehr Zufall. Außerdem spielt erneut nach der folge "Tödliche Blende" wieder eine Schauspieltruppe eine große Rolle. Und schon damals war Bülow in besagter Folge zufällig am Tatort. Es ist schon sehr merkwürdig, wenn Mörder morden, obwohl die Polizei zuschaut. Dieser Tatort ist somit arg konstruiert und kann in keinster Weise überzeugen. Über die Quote der Zuschauer ist nichts bekannt. Regie führte Peter Adam, der auch einige Schimanski-Tatort-Folgen umsetzte, sowie an der Krimiserie Peter Strohm mit Klaus Löwitsch mitwirkte.

Mit Christine Ostermeyer, Daniela Ziegler und Dietrich Mattausch sind wieder bewährte Darsteller am Set. Jürgen Heinrich war ebenfalls schon in "Tödliche Blende" mit dabei, was eine weitere Parallele zu Bülows dritten Fall bedeutet.

Der Berliner Tatort „Alles Theater“ ist eine Produktion vom Sender Freies Berlin. Er wurde erstmals am 30.08.89 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Es war damit der letzte vor dem Mauerfall gesendete und gedrehte Tatort aus Berlin.

Da Heinz Drache immer wieder Drehbücher ablehnte, entschloss man sich ienvernehmlich die Zusammenarbeit zu beenden. Somit war dies auch der letzte Tatort für Heinz Drache. Später tauchte er nocheinmal in kleinen Nebenrollen beo "SOKO 5113" (2001) und dem Charlotte Link-Krimi "Sturmzeit" (2000) auf. Drache verstarb im Jahre 2002 an einem Krebsleiden. Er wurde 79 Jahre alt. Zu seiner Kinozeit spielte er u.a. neben Christopher Lee, Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski und Elisabeth Flickenschildt. Sein letzter Kinofilm war der 1968 gedrehte Wallace-Film "Der Hund von Blackwood-Castle".

Besetzung:
Kriminalhauptkommissar Bülow - Heinz Drache

Kriminalkommissar Jahnke - Hans Nitschke
Holger Koch - Dietrich Mattausch
Anna Pfeil - Christine Ostermayer
Uta Pohl - Petra von Morzé
Regine von Lempert - Daniela Ziegler
Georg Mertens - Jürgen Heinrich

Stab:
Buch - Knut Boeser

Regie - Peter Adam
Kamera - Klemens Becker
Szenenbild - Jörg Neumann
Kostüm - Jutta Schwarzat
Ton - Harro Brödler
Schnitt - Friederike Badekow
Musik - Stefan Melbinger
Produktionsleitung - Andrä Kubaile

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Quellen: Tatort-Fundus, Tatort-Fans, Diverse Zeitungsartikel, Internet-Recherche

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