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TATORT Berlin - Kommissar Bülow und seine Fälle: Keine Tricks, Herr Bülow

Kommissar Bülow und seine Fälle: Kommissar Bülow und seine Fälle
Keine Tricks, Herr Bülow

Mehrere Fälle nebeneinander bearbeiten zu müssen, ist Polizeialltag, und ein Alltag bestimmt in einem "Tatort" das Geschehen: Aus einem ersten Gespräch mit seiner neuen Mitarbeiterin, Karin Jellineck, die unter anderem als Lockvogel für einen Frauenmörder eingesetzt werden soll, wird Bülow zu einem Banküberfall gerufen. Als dieser durch sein persönliches Eingreifen zu einem relativ unblutigen Ende gebracht ist, hat Bülow wenig Zeit, den Erfolg zu feiern.

Die Wirtin seines Lieblingsrestaurants, Franziska Gellert, die sich schon seit einiger Zeit beobachtet und bedroht fühlt, wird entführt, und die Entführer verlangen zwei Millionen DM. Der Mörder schlägt wieder zu, seltsamerweise immer dann, wenn die Polizei nicht observiert...

Ineinander verschachtelt entwickeln sich beide Fälle und deren Lösung nicht ohne überraschende Wendungen.

Tatort-Fundus

Kommissar Bülow und seine Fälle: Die Figur Bülow erlebt in diesem - seinem vorletzten Fall - eine kleine Wandlung. Auf seine langjährige platonische Freundin Sonja muss er ab sofort verzichten. Auch seine beiden Assistenten Öllerink und Leuschner sind verschwunden, ohne dass dies nur mit einem Satz erwähnt wird. Dafür bekommt er neue Kollegen. Zum einen Kommissar Janke (Hans Nitschke) und Kriminalassistentin Jellineck (Christiane Carstens). Offenbar wollte man einen kleinen Neustart. Autor war jetzt auch Harald Vock (Sonderdezernat K1) und Regie führte Jürgen Roland (u.a. "Großstadtrevier"). Dieser radikale Umschwung deutet auf gewollte Veränderungen hin. Das mehrere Fälle gleichzeitig eine Rolle in der Handlung spielen, kommt später noch häufiger bei anderen Kommissaren vor. Meistens laufen die Fäden aber zu einem Fall zusammen. Hier nicht.
Mit 80 Minuten Laufzeit ist dies allerdings auch der kürzeste Tatort mit Bülow. Das ist natürlich kein Qualitätsmerkmal. Und dennoch ist dieser fünfte Fall für den schick in Schale geworfenen Ermittler der bisher Schwächste.
Auch die vielen guten Gast-Schauspieler wie Arthur Brauss, Dieter Kirchlechner, Eleonore Weissgerber, Andreas Mannkopff und Special-Gast Uta Sax können daran nichts ändern.
Über die Einschaltquote ist nichts bekannt. Erstausstrahlung war am 28. Mai 1989.

Die Bülow-Fälle wurden Ende letzten Jahres von RBB in restaurierter Fassung ausgestrahlt.

Besetzung:
Hauptkommissar Bülow - Heinz Drache

Kommissar Janke - Hans Nitschke
Kriminalassistentin Jellineck - Christiane Carstens
Brinkmann - Arthur Brauss
Walter Gellert - Dieter Kirchlechner
Franziska Gellert - Uta Sax
Nicole Mathern - Eleonore Weisgerber
Leo Kussow - Wilfried Herbst
Otto Patschke - Andreas Mannkopff

Stab:
Buch - Harald Vock

Regie - Jürgen Roland
Kamera - Axel de Roche
Musik - Birger Heymann
Material - MAZ, Farbe

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Quellen: Tatort-Fundus, Tatort-Fans, Diverse Zeitungsartikel, Internet-Recherche

 

Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-03-31 20:23
Draches Tatorte habe ich mir immer "geschenkt. Offensichtlich war der Mann als Mime auch eher eingeschränkt - ein Umstand den der Kollege Horst Frank mal in einem Online-Interview beschrieben hat. Mit Drache drehte er damals in den Sechzigern-zusammen mit Brad Harris- einen Abenteuer-Actioner. Und Drache habe sich bereits bei den Proben für die Action-Sequenzen unerhört dämlich angestellt - und sei überhaupt mit unglaublich arrogant rüber gekommen.
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#2 G. Walt 2019-04-01 11:23
In Dialogen war er immer gut, aber emotionale Szenen hat man ihm nie abgenommen. Dass er schwieirg war ist weithin diskutiert. Auch daran scheiterte schließlich seine "Tatort-Fähigkeit". Ettliche Drehbücher soll er abgelehnt haben. Genauso wie Hansjörg Felmy, der aber immerhin 7 Jahre und 20 Fälle durchhielt.
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