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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 29: Der Moormörder

1Folge 29:
Der Moormörder

Spaziergänger finden in einem abseits gelegenen Moor die Leiche einer Frau. Die Untersuchungen der Polizei ergeben, dass die Frau ermordet wurde. Obwohl es sich als schwierig erweist, eine Spur zu finden, gelingt es der Kripo, die Tote zu identifizieren, ihre letzten Tage zu rekonstruieren und den Zeitpunkt und die Umstände des Mordes zu klären. Schon glaubt Kommissar Keller, den Mörder in der Falle zu haben, da geschieht ein zweiter Mord unter ähnlichen Umständen. (1)


aTeilweise gruselig
Die Moorfolge sollte wohl etwas gruseliges werden. Das gelang wenigstens teilweise. Der Schauplatz ist ideal gewählt. Ein dunkles Moor und in der Nähe ein Gasthof und ein Landhaus. das könnte die Location für ein Edgar Wallace-Film sein. Im Moor wird eine Leiche gefunden, nächtliche Schrei beunruhigen die Gasthof-Besitzer. Ob das gut für das Geschäft ist. Keller ermittelt. Die Frau, die man tot im Moor fand unterhielt fragwürdige Beziehungen zu Männern - sucht dabei das große Glück. Einer ihrer vermeintlichen Verehrer hat es nicht so ernst gemeint...


Drei Tote
Nebel und Moor - das passt zu einem Kommissar, der einmal mehr etwas anders daher kommt und einen ungewohnten Schauplatz liefert. Am Ende wird der Mörder auch noch selbst Opfer des Moors. Drei Tote in einer Folge war schon etwas ungewöhnlich.


Geballte Krimi-Erfahrung
Harald Leipnitz hat seit seinen drei Edgar Wallace-Einsätzen (Der unheimliche MönchDie Gruft mit dem Rätselschloß und Die blaue Hand) Erfahrung mit Mooren und Nebel. Hier darf er allerdings nicht ermitteln, sondern gerät selbst in den Focus der Ermittlungen, ebenso wie Charles Regnier, der im Wallace-Krimi Der schwarze Abt höchst selbst ermittelt hat. Viele gute darstellerische Zutaten also für einen Krimi dieser Couleur, dem auch noch der spätere Derrick-Assistent Willy Schäfer als Kellner beiwohnt. Na, wenn das kein Versprechen ist.


Zuckersüß gibt sich die junge spätere Heesters-Gattin Simone Rethel.

Hartmut Becker (hier ein fragwürdiger Sohn von Charles Regnier) spielte 1979 für 9 Folgen den Ermittler Rechlin in der Serie SOKO 5113. 1974 spielte er in der zuerst gedrehten Derrick-Folge Mitternachtsbus den Mörder.
Als Schauplatz "Moorhof" diente hier das Gasthaus "Aujäger" in Puppling (2).

Gedreht 1970, Erstsendung 8.1.1971 (3).

mit Erik Ode, Reinhard Glemnitz, Günther Schramm, Fritz Wepper, Helma Seitz, Charles Regnier, Hartmut Becker, Louise Martini, Harald Leipnitz, Gustl Halenke, Hilde Hildebrandt, Simone Rethel, Angelika Zielke, Willy Friedrichs, Willy Schäfer u.a.
Stab: Regie: Wolfgang Becker - Buch: Herbert Reinecker - Titelmusik: Herbert Jarczyk, Musik: Peter Thomas, Neue Münchner Fernsehproduktion 1970

(1)= 3sat
(2,3)= Freundeskreis Der Kommissar

Foto: 3sat

© by author (Rezensionstext)

Vorheriger Fall: Der Kommissar und seine Mörder - Folge 28: Drei Tote reisen nach Wien
Nächster Fall: Der Kommissar und seine Mörder - Folge 30: Besuch bei Alberti

Kommentare  

#1 Tremor 2020-01-21 08:01
Eine kleine Korrektur:
Der hier mehrfach falsch geschrieben Name lautet korrekt Charles Regnier.
#2 G. Walt 2020-01-21 20:28
Danke. Dass sich diese Artikel gerade in der Bearbeitung befinden, wird auch dieser Fehler bald ausgemerzt sein.

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