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Zum Heulen schön? - Wenn alte ›Freunde‹ wiederkehren

Aus MADDRAX' WeltZum Heulen schön?
Wenn alte ›Freunde‹ wiederkehren

Wulfanen ...

Bei den alten Lesern klingelt es da gewaltig.

Neue Leser hingegen wundern sich höchstens, was so ein komischer "Werwolf" auf einem Maddrax-Cover zu suchen hat. Nun: Das ist ein Wulfane - allerdings: Wulfanen sind keine Werwölfe im üblichen Sinne, sondern eine Kreuzung aus Mensch und Hund.


351Und das Ganze verdanken wir dem "Forschungsdrang" eines gewissen Daa'muren, den wohl (fast) jeder Leser kennt. Est'hal'orguu erschuf die Wulfanen, in der Hoffnung, damit passende Wirtskörper zu kreieren, allerdings entpuppte sich das "Projekt" als Fehlschlag, denn die Wulfanen waren besonders aggressiv und duldeten keine andere Lebensform neben sich selbst. Dadurch, und auch weil die Wulfanen nicht als Wirtskörper infrage kamen, beschloss Est'hal'orguu das Projekt als gescheitert anzusehen.

Ich zitiere zur näheren Herkunft der Wulfanen das Maddraxikon:

Wulfanen sind die Nachkommen von Luxana, ein Experiment des Daa'muren Est'hal'orguu.
Sie gerieten jedoch sehr aggressiv und rotteten innerhalb kürzester Zeit alle anderen humanoiden Rassen in ihrer Umgebung aus, die sie als Nahrung betrachteten. Bis 2499 hatten sie sieben Ruinenstädte in der Toskana erobert. Seit 2499 führten sie Krieg gegen die Siragippen, die ihnen ihre Städte streitig machten. Die erste Stadt, die sie verloren, war Virruna. Ab 2509 wurde auch Bolluna angegriffen, da die Daa'muren die in ihren Augen minderwertige Rasse durch einen Krieg ausrotten wollten. Schließlich wurden die Wulfanen besiegt und nur einzelne Individuen konnten noch flüchten. Damit war die "Zivilisation" der Wulfanen bereits wieder Geschichte. (HC 003)

Man sieht also, dass man den Wulfanen besser nicht zu nahe kommen sollte, sofern man am Leben hängt.

Allerdings gab es - wenn ich mich richtig erinnere - auch Wulfanen, die diesbezüglich "normal" waren und sich auch mit Matt anfreundeten.

Wenn man bedenkt, dass Matt diesbezüglich keinerlei Vorurteile hat - immerhin kann man durchaus auch die Taratze Graz zum Freundeskreis von Matt zählen.

Was jedoch aus ihm wurde ist unbekannt - der letzte Stand war, dass er als Leibwächter von Navok tätig war, einem weiteren Freund Matts - einem Nosfera. Dieser herrscht inzwischen (zumindest tat er es damals - ob es heute noch der Fall ist, ist unbekannt!) als Erzvater über die Nosfera Russlands. (Streng genommen gilt Erzvater als Herr aller Nosfera, allerdings merkte man z. B. in Band 351, dass dies einigen egal ist, da sie keine Verbindungen mehr zu ihm haben [wollen]!)

Luxana selbst war eine normale Frau, die sich mit einem mutierten Hund gepaart hatte - daraus entstand der erste Wulfane, wobei die Daa'muren in ihrem Sinn nachhalfen.

Die Siragippen - mutierte Riesenspinnen - sollten für die Daa'muren die Aufgabe übernehmen, die Wulfanen auszulöschen, allerdings überlebten einige Wulfanen. Aber auch aufseiten der Siragippen gab es zahlreiche Opfer.

Dies ist in Hardcover 3 nachzulesen, ein spannender Roman, den Jo Zybell vor etlichen Jahren verfasst hatte. Ein Roman, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Zumal auch viel Hintergrundwissen über die Siragippen, Wulfanen und "Orguudo" erzählt wird.

Nun gut.

Es geht also im neuen Roman um Wulfanen - es geht also "zurück in die Vergangenheit". Ein nicht ganz einfaches Thema, das jedoch von Ansgar Back perfekt gemeistert wurde, sodass man den Eindruck gewinnt, dass er schon seit Jahren für die Serie schreibt - aber dies ist ein Irrtum.

Denn es war erst sein zweiter Band, wobei er den ersten noch zusammen mit Michelle Stern geschrieben hatte.

Man merkt nicht, dass es sich hier um den Roman eines "Neulings" handelt. Insgesamt ist der Roman zwar rein von der Geschichte her nichts Besonderes, sondern vielmehr ein netter Einzelroman, aber es machte viel Spaß, diesen Roman zu lesen, und ich hoffe, dass wir bald wieder einen Roman dieses Autors zu lesen bekommen.

Auch was das angespannte Verhältnis unserer beiden Helden anbelangt, geht er sehr behutsam vor und macht nur ganz kleine Schritte. Dass Matt ohne Vorurteile versucht hatte, mit den Wulfanen zu reden, ist ebenfalls sehr gut, da es zeigt, dass er eben ein offener Mensch ist.

Und das gibt's - leider! - in unserer Gesellschaft mittlerweile viel zu selten.

Heute erscheint MADDRAX 353
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