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Katastrophenfilme der 70er Jahre - Erdbeben

Katastrophenfilme der 70erErdbeben
(Earthquake)

Ein starkes Erdbeben zerstört große Teile von Los Angeles. Als man glaubt, mit dem Schrecken davon gekommen zu sein, bricht die Hölle los.

Mitten in der Katastrophe versucht eine Handvoll Menschen, sich und andere zu retten, wieder andere nutzen das ausbrechende Chaos, sich an denen zu rächen, die ihnen übel mitgespielt haben.


Szenenfoto mit Charlton HestonIm Mittelpunkt steht Ingenieur Graff, der mit seiner Frau und seiner Geliebten unter der Erde eingeschlossen und von einer Wasserflut weggespült wird. Das Trio gehört zu den wenigen Überlebenden des Infernos.

Die Zerstörung der Stadt Los Angeles in einem großen Erdbeben. In sonst harmlosen Normalbürgern werden Emotionen freigesetzt, die niemand erahnt hätte. (1)

Katastrophenfilme hatten in den 70er Jahren Hochkultur. Neben den vielen Aiport-Filmen, in denen Flugzeuge Schauplatz des Schreckens waren, gab es auch einige Filme über verunglückte Schiffe. Ich danke da vor allem an den Klassiker "Poseidon Inferno". Mit "Flammendes Inferno" wurde auch einmal ein Hochhausbrand inszeniert und mit "Erdbeben" musste eine Naturkatastrophe herhalten. Katastrophenfilme waren die Actionfilme der 70er. Aufgrund der hohen Einspielergebnisse wurden für die Filme immer wieder eine Reihe von bekannten Stars verpflichtet. In den meisten Filmen traten sie in hoher Besetzungsdichte auf.

Nach "Airport 75" spielen Charlton Heston und George Kennedy erneut zusammen in einem Katastrophenfilm. Beide Filme entstanden kurz nacheinander. In Deutschland wurde "Erdbeben" jedoch vor dem Aiport-Film im Kino gezeigt. Bisher spielten Flugzeugunglücke, die meist durch Sabotage verursacht waren die Hauptrolle in Katastrophenfilmen. Einmal war es ein Schiffsunglück ("Die Höllenfahrt der Poseidon") wobei zwei Faktoren die Ursachen waren. Das Wetter und menschliches Versagen. In "Flammendes Inferno" war es ein technischer Defekt und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen. Hier geht es nun um eine reine Naturkatastrophe. In Filmen Flugzeuge abstürzen zu lassen oder Schiffe untergehen zu lassen ist sicher eine Sache. Doch eine ganze Stadt in Schutt in Asche zu legen ist filmisch sicher nochmal eine ganz andere Herausforderung. Herausgekommen ist ein ausgesprochen realistisches Szenario. Damit zählt "Erdbeben" zusammen mit "Die Höllenfahrt der Poseidon" und "Flammendes Inferno" zu den besten drei Vertretern des Genres in den 70er Jahren. Die Handlung wird anhand von einigen Figuren erzählt, denen eine spezielle Geschichte gegeben wird. Auf diese Weise entsteht eine Art Episodenfilm. Episoden mit einzelnen Erzählsträngen die alle durch das Erdbeben miteinander verbunden sind und am Ende des Films zusammenführen.

Wieder hat der Film ein Aufgebot an Stars zu bieten. Ava Gardner wird fünf Jahre später wieder in einem ähnlichen Katastrophenfilm mitspielen und zwar in "Stadt in Flammen". Ein eher unbedeutender und wenig erfolgreicher Streifen, den ich deswegen nicht extra besprechen werde. Ferner spielen hier Walther Matthau in einer Minirolle als betrunkener Kneipengast und Victoria Principal (Pam aus "Dallas"). Letztere war damals aber noch ziemlich unbekannt.

ErdbebenEigentlicher Star des Films war aber der Sensurround Ton. Der Kinosaal bebte damals wirklich beim Erdbeben auf der Leinwand und einige Zuschauer sollen sogar fluchtartig die Kinohallen verlassen haben. Diese Effekte waren jedoch gewollt. Die Produzenten wollten die Zuschauer auf diese Weise gleich mehrmals in den Film locken. Auhc bei anderen bekannten Filmen wurde mit diesen Effekt gearbeitet:  "Schlacht um Midway" (1976), "Achterbahn" (1977) und "Kampfstern Galactica" (1978/79).


An den Kinokassen lohnte sich der Film wieder. Von drei Oscarnomierungen erhielt der Film verdienterweise einen für die Effekte.

Erdbeben
(Earthquake)
mit Charlton Heston, Ava Gardner, George Kennedy, Genéviève Bujold, Lorne Greene, Victoria Principal, Richard Roundtree, Walther Matthau u.a.
Regie: Mark Robson
Laufzeit: ca. 123 Min.
USA 1974

(1) = KINO.de

Kommentare  

#1 Cartwing 2015-03-12 07:25
Ich weiß noch, dass ich als Kind Angst vor diesen herumwirbelnden Stromkabeln hatte. Die wirkten irgendwie lebendig auf mich... :-)
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