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Katastrophenfilme der 70er Jahre- Giganten am Himmel

Katastrophenfilme der 70erGiganten am Himmel
Airport 75

Ein Jumbo-Jet der Columbia-Airlines muss auf dem Flughafen von Salt Lake City wegen schlechten Wetters zwischenlanden. Beim Landeanflug wird die Maschine von einem kleineren Propellerflugzeug gerammt, dessen Pilot einen Herzinfarkt erlitten hatte. Der Zusammenprall reißt ein Loch in die Aussenwand des Cockpits.

Der Co-Pilot stirbt und der Kapitän ist schwer verletzt.


Giganten am Himmel - Airport 75Noch besteht Funkkontakt zur Bodenstation. Es ist nun an der Stewardess, Nancy die Maschine auf Kurs zu halten.


Doch wer wird den Flieger landen können...?

Katastrophenfilme hatten in den 70er Jahren Hochkultur. Neben den vielen Aiport-Filmen, in denen Flugzeuge Schauplatz des Schreckens waren, gab es auch einige Filme über verunglückte Schiffe. Ich danke da vor allem an den Klassiker "Poseidon Inferno". Mit "Flammendes Inferno" wurde auch einmal ein Hochhausbrand inszeniert und mit "Erdbeben" musste eine Naturkatastrophe herhalten. Katastrophenfilme waren die Actionfilme der 70er. Aufgrund der hohen Einspielergebnisse wurden für die Filme immer wieder eine Reihe von bekannten Stars verpflichtet. In den meisten Filmen traten sie in hoher Besetzung auf.

1975 wurde mit "Airport 2" der zweite Klassiker um die Flugzeugkatastrophen in die Kinos gebracht. "Airport 75" ist die Fortsetzung des Kassenschlagers "Airport" aus dem Jahre 1970. In Deutschland ist kaum bekannt geworden, dass es sich bei den Filmen um eine kleine Serie handelt. Das lag an den unterschiedlichen Titeln. So wurde dieser Film mit "Giganten am Himmel" betitelt. Später erst fügte man den Titel "Airport 2" hinzu. Es folgten noch die Filme "Airport 77 - Verschollen im Bermuda-Dreieck" und "Airport 80 - Die Concorde". Spätestens mit Erscheinen von Teil 4 dürfte auch allen deutschen Zuschauern der Zusammenhang der Filmreihe klar geworden sein.

Dieser zweite Film wurde sehr aufwendig produziert (für damalige Verhältnisse). Einiges scheint unlogisch. So etwa die aufgerissene Bordwand, mit der ein Flugzeug noch fliegen kann und der stabile Kabinendruck trotz des Schadens. Alles wird damit erklärt, das der Jet in geringer Höhe fliegt. Aber was verstehen wir schon von Flugzeugen? Offenbar hatten sich die Storyschreiber aber einiges einfallen lassen. Der Film liefert viel Pilotengeschwafel - ob es so stimmt, kann man kaum nachprüfen. Spannung erlebt der Film durch die waghalsige Rettungsaktion, als ein Pilot per Helikopter durch das Loch des Jumbos in der Luft in das Cockpit kommt und den Flieger zur Landung bringt. Zuvor muss allerdings die Stewardess den Autopiloten halten und hin und wieder die Höhe und die Richtung korrigieren. Die Fluggäste sind natürlich außerordentlich nervös ... bis auf einen. Einige Fluggäste werden näher beleuchtet und ihnen wird eine Geschichte zugeschrieben. So ist etwa ein kleines Mädchen an Bord, welches zu einer Nierentransplantation unterwegs ist.

Die Stars jener Zeit kennt man. Charton Heston hat wahrscheinlich kaum einen Katastrophenfilm ausgelassen. Ihm zur Seite stehen Karen Black und George Kennedy. Mit Letzterem hat er übrigens auch das "Erdbeben" von Los Angeles bestritten. Der Film erschien in Deutschland vor diesem Airport-Film. In den USA war die Reihenfolge umgekehrt.

Das für den Film ebenfalls benutzte Privatflugzeug, welches mit der Boeing 747 zusammen stieß, ist eine Beechcraft Baron mit der Kennung N9750Y. Tragischerweise wurde dieses Flugzeug tatsächlich bei einer Kollision in der Luft zerstört, als es am 24. August 1989 über Kalifornien mit einer Cessna 180 zusammenstieß. (1)

Weitere nennenswerte Darsteller sind Efrem Zimbalist jr. als Pilot und Jerry Stiller als Fluggast der die ganze Katastrophe verpennt. Stiller ist der Vater des Schauspielers Ben Stiller und u.a. bekannt geworden durch die Sitcom "King of Queens", die in den USA zwischn 1998 und 2007 sehr erfolgreich war. Den Co-Piloten spielt Roy Thinnes, bekannt als Protagonist aus "Invasion von der Wega".

Giganten am Himmel
(Airport 75)
mit Charlton Heston, Karen Black, Goerge Kennedy, Efrem Zimbalist jr., Susan Clark, Linda Blair, Roy Thinnes, Jerry Stiller u.a.
Regie: Jack Smight
Laufzeit: ca. 107 Min.
USA 1974

(1) = Wikipedia

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