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Kurt Brand: Jagd nach dem Leben - Perry Rhodan Band 51

1Kurt Brand: Jagd nach dem Leben
Perry Rhodan Band 51

John Marshall und Laury Marten sind im Spionage-Auftrag von Perry Rhodan seit acht Monaten getarnt als Springer-Tierhändler und arkonidische Zoologiestudentin auf Tolimon tätig. Der Planet Tolimon dient den Aras als Forschungszentrum und galaktischer Zoo, in dem unter anderem auch Terraner schon jahrhundertelang gefangen gehalten werden.Die Aras kennen allerdings die galaktische Position der Erde nicht mehr, weil die Terraner von früher nur durch zufällige Expeditionen gefangen wurden.

Jagd nach dem LebenDie beiden Mutanten sollen hinter das Geheimnis des langen Lebens dieser Menschen kommen. Perry Rhodan will Thora und Crest, denen ES eine Zelldusche verweigert hatte, vor ihrem natürlichen Tod bewahren.

John Marshall wird von der Ara-Abwehr aufgrund eines Fehlers in seinen Personalunterlagen verdächtigt, nicht der zu sein, als der er sich ausgibt. Mit Mühe kann er sich verschiedenen Versuchen der Ara-Agenten erwehren, ihn zu enttarnen. Währenddessen kann Laury Marten eine Arbeitsgruppe der Aras infiltrieren und erlangt so Zugang zum Zoo. Hier trifft sie auf Menschen aus dem 17. Jahrhundert. Laury Marten verliebt sich in Graf Rodrigo de Berceo. Sie kann ihn befreien, eine Ampulle des lebensverlängernden Immunserums X-1076 stehlen und fliehen. Die drei Terraner können vor den Aras flüchten, aber ein Entkommen von dem Planeten ist ihnen nicht möglich. Marshall sendet einen Hilferuf zu Perry Rhodan nach Hellgate, der verspricht, seinen Leuten in einigen Tagen zu Hilfe zu kommen.



Während Atlan als Gefangener zur Erde transportiert wird, bleibt Perry Rhodan auf Hellgate zurück. Er geht die Berichte von John Marshall und Laury Marten durch, die seit acht Monaten als Spione auf Tolimon tätig sind. Der Planet Tolimon dient den Aras als Forschungszentrum und galaktischer Zoo. In diesem Zoo werden in einem riesigen Gelände verschiedene Spezies gehalten. Unter anderem sollen auch Terraner schon jahrhundertelang gefangen gehalten werden. Die beiden Mutanten sollen hinter das Geheimnis des langen Lebens dieser Menschen kommen. Perry Rhodan will Thora und Crest, denen ES eine Zelldusche verweigert hatte, vor ihrem natürlichen Tod bewahren.

John Marshall hat die Tarnidentität eines Springer-Tierhändlers namens Ixt angenommen. Bei einer Routineprüfung werden Ungereimtheiten in seiner Hintergrundgeschichte entdeckt. Der Ara-Agent Huxul wird auf den Fall angesetzt. Huxul will heimlich mithilfe eines als Tierkäfig getarnten Gerätes eine Aufnahme des   Gehirnwellenmusters von John Marshall machen. Der Telepath wird aber dank seiner Fähigkeiten auf den Plan aufmerksam. Er wendet sich wegen Unterstützung an Rohun, einen verbündeten Springerkapitän.

Otznam, einer von Rohuns Männern, tritt als Ixt auf. John Marshall selbst bleibt in einer neuen Verkleidung in der Nähe. Mit seinen hypnotischen Kräften steuert er aus dem Hintergrund das Geschehen und kann so erreichen, dass es Otznam ist, der das Gehirnwellenmuster von Huxul aufnimmt und nicht umgekehrt. Der beeinflusste Huxul wird erst in seinem Büro darauf aufmerksam. Da er unter starkem Druck durch seine Vorgesetzten steht, entschließt er sich, die Sache zu vertuschen und spricht Ixt in seinem Bericht von den vorhandenen Verdachtsmomenten frei.

Laury Marten agiert unterdessen in der Maske der jungen arkonidische Zoologiestudentin Arga Silm. Bei einem Versuch für den Ara Gege Moge setzt sie einen Binn dem Serum U-Lf54 aus, was diesen tötet. So kann sie erreichen, dass sie von Gege Moge eine Dauererlaubnis für das Betreten des abgesperrten Bereiches des Zoos erhält, um zwei weitere Binns zu holen.

Im Zoo trifft sie auf Man Regg, der die Verantwortung für die Herstellung des lebensverlängernden Serums trägt. Geschickt nutzt sie ihre telepathischen Fähigkeiten, um ihn mit Wissen und Überlegungen zu beeindrucken, die sie Man Reggs eigenen Gedanken entnimmt. Der Ara lädt sie daraufhin ein, ihre Examensvorbereitungen unter seiner Leitung in X-p abzuschließen. Laury Marten sieht sich der Erfüllung ihrer Mission einen großen Schritt näher und nimmt begeistert an. Dadurch wird sie aber auch übermütig und verrät sich beinahe, weil sie mit zu viel Wissen glänzt. Letztendlich kann sie das dadurch gegen sie entstandene Misstrauen aber wieder einigermaßen zerstreuen. Sie erhält aufgrund ihrer Fähigkeiten sogar eine Anstellung in der Abteilung »Geromorphismus«.

Die terranische Mutantin nutzt ihre neue Position, um heimlich im Zoo nach Menschen zu suchen. Sie entdeckt einen Bereich, in dem vier Menschen gefangen gehalten werden, die im 17. Jahrhundert geboren worden sind: Graf Rodrigo de Berceo, Mtumbo, Alf Tornsten und Nara. Laury Marten verliebt sich in Rodrigo de Berceo.

John Marshall kann unterdessen das Vertrauen von Kolex, dem Leiter für den Einkauf neuer Lebewesen, gewinnen, indem er ihm von dem Springer Bet entdeckte, auf Tolimon bisher unbekannte Wesen verkauft. Von Kolex erfährt er, dass die Ara-Abwehr weiter hinter ihm her ist. Als einige Männer Rohuns, unter ihnen Tulin und Egmon, ungefragt versuchen, John Marshall zu helfen, eskaliert die Situation weiter: Huxul wurde mithilfe von Gerf für mehrere Tage außer Gefecht gesetzt und Unterlagen gestohlen, die beweisen, dass es sich bei John Marshall um einen Betrüger und nicht den wirklichen Ixt handelt. Dabei wurde er aber von einem Kontroll-Roboter beobachtet. Bei einem geheimen Treffen in der Traumhalle sehen sich John Marshall, Egmon und Tulin deshalb unverhofft mit einer Razzia durch die Ara-Abwehr konfrontiert, der sie nur dank der hypnotischen Fähigkeiten John Marshalls unentdeckt entkommen können.

Als Rodrigo de Berceo ihr erzählt, dass er am nächsten Tag zu einem Versuch der Aras abgeholt werden soll, der ein plötzliches Altern einleiten wird und Nara in den Wahnsinn getrieben hatte, setzt Laury Marten alles auf eine Karte. Sie stiehlt eine Ampulle des lebensverlängernden Immunserums X-1076, befreit ihren Geliebten und flüchtet von den Aras verfolgt mit ihm in die Wüste.

Als der telepathisch zur Hilfe gerufene John Marshall mit seinem Klein-Raumer versucht, sie vor ihren Verfolgern zu retten, wird das Raumschiff vernichtet. Die drei Menschen können aber in die Wüste entkommen. Hier können sie sich zwar ihrer Verfolger erwehren, drohen aber an Wassermangel zu sterben. Bevor das schlimmste eintreten kann, erinnert sich John Marshall aber daran, dass er sein Spezial-Telekom in der Stadt per Telepathie nutzen kann. Mit letzter Kraft und unter größter Konzentration gelingt ihm der Kontakt zu Rohun.

Tulin und Otznam retten die drei Menschen und bringen sie an Bord von Rohuns Schiff. Rohun sieht dadurch seine Schiffe der Gefahr ausgesetzt, durch die Aras vernichtet zu werden. Das Risiko ist ihm zu hoch, daher lässt er die Flüchtigen wieder zurück nach Tolimon bringen. Hier können sich John Marshall, Laury Marten und Rodrigo de Berceo zum Ausweichquartier John Marshalls in den Slums von Trulan durchschlagen. Allerdings sind ihnen die Aras dicht auf den Fersen.

John Marshall nimmt Kontakt mit Perry Rhodan auf Hellgate auf. Dieser verspricht, seinen Leuten in einigen Tagen zur Hilfe zu kommen.

Anmerkung:
In der 1. Auflage wie auch in der darauf beruhenden E-Book-Ausgabe besitzt John Marshall hypnotische Fähigkeiten. In Nachauflagen wurde dieser Autorenfehler korrigiert. In ihnen wird beschrieben, dass Marshall einen Psychostrahler verwendet. Infolge der Änderungen wurden teilweise ganze Sätze der 1. Auflage ersetzt. So werden z. B. in den Nachauflagen keine Vogaderes erwähnt.

Kritik:
In den frühen Heften war es bei den Mutanten noch nicht immer ganz klar, wer welche Mutantenfähigkeiten besitzt.Brand ist hier nicht der Einzige, dem es so geht. Marshall besitzt hier noch Hypnofähigkeiten, die er, als er das erste Mal vorgestellt wurde, um einen Bankraub zu vereiteln, noch gar nicht besaß und eigentlich auch gar nicht hat.Aber auch WE/CD ändert mitunter die Fähigkeiten der Mutanten mittendrin in der Erzählung gegenüber dem Vorband.Ob KHS hier  noch keine klaren Vorgaben zur Verfügung stellte in Form eines „Datenblattes“, oder ob die Autoren damals nur  phantasievoll schluderten, ist unklar und nicht überliefert.

Dazu müsste man die Exposés von damals kennen und durchsehen.Von diesem Aspekt  abgesehen, handelt es sich um einen guten Band, eine Mischung aus Agentenkrimi, Abenteuerband und Detektivroman.KB konnte sowas ganz gut.Ein amüsanter Parforceritt durch den wilden  Dschungel der  kriminellen Araforschung, den Missbrauch von Menschen und ein erneutes, nettes Gedankenspiel mit der Langlebigkeit, einem ewigen Wunschtraum der Menschheit seit Gilgamesch und Enkidu.Gegenüber dem Paukenschlag, den KHS in Band 50 hinlegt, fällt der Band naturgemäß etwas ab, aber das macht nix, denn die Story ist rasant durcherzählt.Weniger in der Tiefe, dafür mehr in die Breite angelegt. Selbst etwas Tragik ist enthalten, denn Laury Marten sollte als professionell  geschulte Mutantin wissen, dass man sich nicht auf einem Agenteneinssatz verliebt, schon gar nicht in einen Menschen, der dreihundert Jahre kulturellen Abstand zu den Paradigmen der eigenen Gegenwart hat.

So etwas klappt nicht, denke ich.Aber davon abgesehen, macht Brand seine Sache gut und die Geschichte kann sich im nächsten Band aufklären.Auch  Johnny Bruck steuert ein gutes, etwas martialisches Titelbild zur Rasanz der  Handlung bei, das ich schon damals sowohl interessant als auch witzig fand. Nur die dargestellten Medinziner sehen zu menschlich aus und zu wenig wie Aras.Dafür entschädigt aber der dramatisch vorgestreckte „Monsterarm“.Das ist eben künstlerische Freiheit.

Jagd nach dem LebenJagd nach dem Leben
Perry Rhodan Bd. 51
von Kurt Brand
Zyklus:    Atlan und Arkon
Titelbild von Johnny Bruck

Innenillustrator: Johnny Bruck
Erscheinung: 24. August 1962

Hauptpersonen:    John Marshall, Laury Marten, Rohun, Huxul, Otznam, Man Regg, Futgris, Graf Rodrigo de Berceo
Handlungszeitraum:    Februar – April 2040
Handlungsort:    Tolimon
Untertitel:
Aufruhr im galaktischen Zoo! Ein Mensch ist ausgebrochen…


Zusätzliche Formate: E-Book,
Druckauflagen PR-Heft 51

Innenillustrationen (hier nicht gezeigt):   

    Der Ara-Wissenschaftler Gege Moge
    © Pabel-Moewig Verlag KG

    John Marshall, Futgris und Bet (im Telekom)
    © Pabel-Moewig Verlag KG

    © Pabel-Moewig Verlag KG

    Rodrigo de Berceo und Laury Marten
    © Pabel-Moewig Verlag KG

    John Marshall, Rodrigo de Berceo und Laury Marten auf der Flucht
    © Pabel-Moewig Verlag KG

© 2023 by H. Döri

Kommentare  

#1 Henry Stardreamer 2023-07-19 14:38
Dass die Aras auf dem Titelbild zu "menschlich" aussehen, liegt daran, dass Johnny wie bei Hunderten von anderen Titelbildern ein Sujet aus einem amerikanischen Magazin fast 1:1 kopiert bzw. in diesem Fall die Vorlage nur mit dem Arm eines Außerirdischen ergänzt hat.

Siehe:
www.rp49.de/_mehrfach/1_pr_deutschland/01_hefte_hauptserie/0050-0059.html

Auf rp49 kann man jede Menge weitere Beispiele für diese Technik bewundern. Viel Vergnügen beim Stöbern!
#2 AARN MUNRO 2023-07-20 08:38
@Henry Stardreamer#1:
Danke für den Hinweis!

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