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Falk-Ingo Klee: Geiseln der Sterne - Perry-Rhodan-Planetenroman Band 248

1Falk-Ingo Klee: Geiseln der Sterne
Perry-Rhodan-Planetenroman Band 248

Im Folgenden will ich hier über die Planetenromane aus der Rhodan-Serie  berichten, die ich nach meiner eigenen Präferenz aus den ersten hundert oder zweihundert Bänden wähle.

Auch einige spätere Bücher können eventuell behandelt werden.

Geiseln der SterneHandlung:
Perry Rhodan besucht Ende des Jahres 3449 zusammen mit Gucky den Urlaubsplaneten FUN im Fido-System. Er ist auf Wahlkampf­tour, denn die nächste Wahl zum Großadministrator steht im August 3450 bevor. Als Rhodan seine Rede hält, bricht er plötzlich zusammen. Ein Arzt mit zwei Medorobotern leistet sofort erste Hilfe, aber in Wahrheit hat er ganz andere Pläne: die Medo-Roboter betäuben hinterrücks Gucky und Rhodans Leibwächter. Wenig später explodiert der Gleiter, in dem Rhodan zur MARCO POLO gebracht werden sollte. Ist Rhodan tot?

Reginald Bull wird das Attentat gemeldet. Wenig später wird bekannt, dass kurz vor der Explosion Impulse eines Transmitters angemessen wurden. Rhodan ist also nicht tot, sondern wurde entführt. Bull fliegt sofort mit dem Ultraschlachtschiff ALBERT EINSTEIN nach FUN. Dort hat die Solare Abwehr die Ermittlungen übernommen.

Rhodan, Gucky und die beiden Leibwächter Stelton Ernestin und Öman Gerslik erwachen in einer Art unterirdischem Verlies. Die Architektur erinnert an mittelamerikanische Tempelanlagen.

Der Entführer ist ein Einzeltäter namens Noel Sikoleinen, ein Archäologe, der vor circa drei Jahren zufällig den Planeten Lot'est entdeckt hat. Auf dem Planeten fand er umfangreiche Ruinenstädte vor, aber auch ein kleines Volk zwergenhafter humanoider Eingeborener mit Katzenköpfen, die Rostos. Da Sikoleinen ein schwacher Telepath ist, bemerkte er, dass die Eingeborenen Parakräfte unterdrücken können. Die Eingeborenen verehrten ihn als gottähnliches Wesen, den »Herrn, der vom Himmel gekommen ist«. Sikoleinen selbst wollte den Planeten für sich und die Eingeborenen sichern, stellte aber fest, dass seine finanziellen Mittel nicht ausreichten. In der Folge entwickelte er den Plan, Rhodan zu entführen, den er jetzt umgesetzt hat.

Sikoleinen spricht zunächst nur als Stimme mit seinen Geiseln und eröffnet ihnen, dass sie auf einem nicht erfassten Planeten sind, und dass er beabsichtigt, vom Solaren Imperium eine größere Geldsumme sowie den Schutz des Planeten Lot'est zu fordern. Dann werde er sie freilassen. Falls sie aber nicht kooperierten, sei ihr Leben in Gefahr.

Gucky versucht, sich per Teleportation zu befreien, aber er kann nicht teleportieren. Auch Telekinese und Telepathie funktionieren nicht. Sikoleinen eröffnet seinen Gefangenen, dies liege an den Kräften der Eingeborenen des Planeten. Damit scheint die Hoffnung auf Flucht erst einmal dahin.

Währenddessen herrscht bei den Rostos Unzufriedenheit. Der Häuptling Fan'tas sieht seine Autorität mehr und mehr durch Sikoleinen gefährdet, und trotz aller Angst vor dessen Zauberkräften beschließt er, etwas zu unternehmen. Er erfährt von einem seiner Söhne, dass weitere Fremde angekommen sind, und begibt sich dorthin. Da keine Wachroboter aufgestellt wurden, gelingt es Fan'tas, zu den Geiseln zu gelangen.

Rhodan und seine Gefährten sind sehr überrascht, als plötzlich ein kleiner Eingeborener vor ihnen steht, der auch noch Interkosmo spricht. Fan'tas befreit die Gefangenen und führt sie in den Dschungel des Planeten. Dort lässt er sie jedoch alleine. Rhodan und die anderen sind zwar frei, aber noch lange nicht gerettet.

Als Sikoleinen das Fehlen der Gefangenen bemerkt, ist er wütend, denn ihm ist klar, dass die Befreiung von den Rostos ausgegangen sein muss. Da er aber über ausreichend Bildmaterial verfügt, schickt er eine Sonde mit seiner Erpresserbotschaft ab. Er fordert 9 Millionen Solar, die Zusage, dass ein noch zu benennender Planet nicht dem Imperium eingegliedert wird und im Übrigen nur für Wissenschaftler zugänglich sein soll, und außerdem Straffreiheit. Bull soll auf dem Sender FUN TV sein Einverständnis erklären.

Zahlreiche Experten analysieren die Botschaft, können aber nur erkennen, dass es sich um einen erdgeborenen Terraner handelt. Weitere Indizien deuten immer stärker auf einen Einzeltäter und nicht das ursprünglich vermutete politische Motiv hin. Bull weiß aber, dass das Imperium sich nicht erpressen lassen darf, und ist zugleich in höchster Sorge um das Leben seiner Freunde. Eine Bildanalyse einer Dämonenfratze auf der Aufnahme von Rhodan und Gucky weist auf eine völlig unbekannte Kultur hin. Schließlich finden die Experten noch durch Lippenlesen heraus, dass Gucky anscheinend nicht teleportieren kann.

Da fällt jemandem der Bezug zu FUN TV auf. Der Erpresser muss demnach Zugriff auf die Signale des Planeten FUN haben, vermutlich über eine automatische Funkanlage. Bull gibt in einer Fernsehsendung das geforderte Einverständnis zu den Bedingungen, verlangt aber ein Lebenszeichen der Geiseln.

Die Solare Abwehr kann den Senderstandort einpeilen, da eine Funkstille aller anderen Sender auf FUN angeordnet worden ist. In einem Feriendorf, dem Tiger Village, wird tatsächlich eine Funkanlage entdeckt, doch ein Selbstzerstörungsmechanismus vernichtet diese. Trotzdem kann der Entführer als Noel Sikoleinen identifiziert werden, denn er hatte das Apartment unter seiner echten ID-Karte angemeldet. Bull ordnet im Umkreis von FUN eine Suchaktion mittels der Korvetten der beiden Ultraschlachtschiffe, die dazu als zivile Einheiten getarnt werden, an.

Rhodan und seine Begleiter schlagen sich bereits seit Tagen durch den gefährlichen Dschungel von Lot'est. Sie leiden Hunger und Durst und werden von Raubtieren angegriffen. Gucky verstaucht sich den Fuß.

Der immer noch wütende Sikoleinen besucht die Rostos und befragt den Häuptling Fan'tas, der aber alles abstreitet. Sikoleinen schlägt Fan'tas, worauf dieser sich mit erstaunlicher Körperkraft wehrt und Sikoleinen davonschleudert. Die Begleitroboter paralysieren den Eingeborenen, und Sikoleinen zieht sich zurück. Er ahnt nicht, dass Fan'tas sein Ziel erreicht hat, nämlich seine Autorität ungeheuer zu steigern, da er den Himmelsherrn erfolgreich herausgefordert hat.

Sikoleinen setzt anschließend einen Infrarotsucher ein, um die Geflohenen zu lokalisieren, und entdeckt sie schon bald. Er landet in Begleitung der beiden Medo-Roboter und will sie wieder betäuben lassen. Die Entführten erkennen in ihm den angeblichen Arzt wieder. Da gelingt es Gucky, doch Telekinese einzusetzen – es sind keine Rostos in der Nähe – und die Roboter kollidieren zu lassen. Die beiden kampferprobten Leibwächter nutzen die Verwirrung und überwältigen Sikoleinen.

Sie fliegen mit Sikoleinens Gleiter zu seiner Basis. Dank Telepathie kann Gucky erkennen, wo sich ein Raumschiff mit Hypersender befindet. Ein Notruf wird ausgestrahlt, den eine der Korvetten, die VIVAT, empfängt. Rhodan und seine Begleiter sind gerettet, was gerade noch rechtzeitig erfolgt ist, da sich auf der Erde eine innenpolitische Krise abzeichnet.

In einem letzten Gespräch erläutert Rhodan Sikoleinen, dass dessen Forderung, den Planeten zu schützen, überflüssig gewesen sei, denn sie entspreche genau den Gesetzen des Imperiums.

Geiseln der SterneKritik:
Nun ist Klee ja kein Hauptautor der Perryserie gewesen (31 Romane für die Atlanserie); das merkt man dem Roman auch an. Er ist mittelmäßig und im Grunde genommen plätschert die Handlung nur dahin, auch wenn Guckys Fähigkeiten mal wieder aus dem Spiel genommen werden.Das ist ja ein beliebter Erzähltrick, um die Handlung, die man als Autor erzählen will, nicht aufzudröseln.Warum der Ilt dann überhaupt als Person dabei ist, erschließt sich also nicht wirklich.Wahrscheinlich nur als Farbtupfer, der die Handlung ergänzen soll.

Der Roman gehört zur Unterkategorie der „Rhodanentführungen“ bzw. „Perry-Kidnappings“, von denen es ja Einige unter den Planetenromanen gibt und vor allem wesentlich originellere als dieser Band hier.Geht man als Leser noch mit einer gewissen Neugier in die Anfänge der Geschichte hinein, so wird man aber bald gelangweilt vom Durchschnitt der erzählten Handlung.Überhaupt gibt es zwar nach Band 100-200 viel Material aus der Serie, woraus man für Taschenbücher schöpfen kann, aber die Originalität, die Phantasie und die Kreativität der geschilderten Handlungen scheinen mir doch stark abzufallen gegenüber den ersten hundert Bänden (wo auch nicht immer alles eitel ist) mit Ausnahme von HGE, der eigentlich immer in Hochform ist, was Phantasie in der Handlung betrifft.Aber das ist ein weites Feld und ein eigenes Thema.

Dieser Roman hier bringt mich schon nach der Hälfte der Handlung zum Gähnen und hat also nicht mehr als ein bis zwei Supernovas von fünf verdient.Plätscher, plätscher.

Geiseln der SterneGeiseln der Sterne
Perry Rhodan Planetenromane Bd. 248
von Falk-Ingo Klee
Titelbild von Alfred Kelsner
Erscheinung: November 1982

Handlungszeitraum: 3449
Handlungsort: FUN, Lot'est
Zusätzliche Formate: Autorenbibliothek 27, Zaubermond Planetenroman 59/60 (Printausgabe und E-Book)
Untertitel:
Kidnapping auf der Vergnügungswelt

© 2022 by H. Döring 

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