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H.G. Ewers: Mission in Andromeda und Die letzte Waffe der Meister - Perry-Rhodan-Planetenroman Band 44 und 45

1H.G. Ewers: Mission in Andromeda
Perry-Rhodan-Planetenroman Band 44

Im Folgenden will ich hier über die Planetenromane aus der Rhodan-Serie  berichten, die ich nach meiner eigenen Präferenz aus den ersten hundert oder zweihundert Bänden wähle.

Auch einige spätere Bücher können eventuell behandelt werden.

Mission in AndromedaHandlung:
Kurz nach dem Ende des Krieges gegen die Meister der Insel haben sich die Terraner, wie mit den Maahks vertraglich vereinbart, aus Andromeda zurückgezogen. Damit droht den Tefrodern die Rache der Maahks für Jahrtausende der Unterdrückung.

Der Hüter des Lichts Tengri Lethos will Frieden zwischen Tefrodern und Maahks stiften. Bei dieser Mission unterstützen ihn der Oxtorner Omar Hawk und der Modul Baar Lun, die mit stillschweigender Billigung Perry Rhodans aus der Solaren Flotte desertiert sind und sich Lethos angeschlossen haben.

Am Beginn der Handlung befinden sich Lethos, Lun und Hawk auf dem tefrodischen Planeten Jarwick, der gerade von einer Maahk-Flotte vollständig verwüstet worden ist. Die drei sind verzweifelt, da die Sensoren des Ewigkeitsschiffes keine Lebenszeichen von der Oberfläche mehr anzeigen, aber dennoch landen sie, zumal Hawk und Lun endlich aktiv werden wollen.

Tatsächlich können sie einen schwer verletzten Tefroder namens Jika Arbitan, der sie zunächst als Feinde ansieht und beschießt, retten und auf dem Ewigkeitsschiff heilen. Kurz darauf ortet Lethos ein notgelandetes Walzenschiff der Maahks, dessen Funk ausgefallen ist. Lun schlägt vor, dies als Gelegenheit zu einer Kontaktaufnahme mit den Maahks zu nutzen, und Lethos stimmt zu.

Die Maahks schießen auf das Ewigkeitsschiff, doch ihr Feuer bleibt wirkungslos. Mit einem Spontantransmitter versetzt sich Lethos direkt in die Kabine des Maahk-Kapitäns. Dieser bedroht Lethos mit einer Strahlwaffe und versucht, ihn durch seine Besatzung festnehmen zu lassen. Ein Schuss auf Lethos hat keinen Effekt, tötet aber die eigenen Besatzungsmitglieder. Dennoch ist der Maahk nicht zu Verhandlungen bereit. Er sieht Lethos als Feind der Maahk-Völker an. Lethos zieht sich zurück.

Hawk ist inzwischen auf eigene Faust tätig geworden. Durch ein Notluk ist er in das Maahk-Schiff eingedrungen und hat einen Maahk getötet und einen weiteren gefangen genommen, den er jetzt unter Einsatz von Folter durch Wasserstoffmangel verhört. Der Maahk teilt ihm schließlich mit, im Sorba-System mit dem Planeten Taafun befinde sich eine starke Maahk-Kampfflotte. In diesem Moment fordert Lethos Hawk auf, sofort den Maahk in Ruhe zu lassen. Hawk, der erfahren hat, was er wissen wollte, gibt den Maahk frei, doch dieser begeht Selbstmord.

Wieder im Ewigkeitsschiff, gibt es eine erbitterte Diskussion zwischen Hawk und Lethos. Als Hawk sich verteidigt, er habe doch wertvolle Informationen erhalten, entgegnet Lethos nur, diese Daten habe er schon lange aus den Positroniken der Maahks entnommen. Hawk müsse noch viel lernen.

Das Ewigkeitsschiff fliegt nach Taafun, wo eine Raumschlacht zwischen Maahks und Tefrodern tobt. Die Tefroder sind deutlich unterlegen, erste Einheiten der Maahks brechen zum Planeten durch. Lun und Hawk fordern, mit dem Ewigkeitsschiff in die Schlacht einzugreifen, aber der Hüter des Lichts entgegnet, dies entspreche nicht seiner Ethik. Lethos versetzt sich jedoch in das Flaggschiff der Maahks, kann den Grek-1 aber nicht überzeugen. Daraufhin kündigt er schweren Herzens eine Machtdemonstration an.

Die FREEDOM landet ohne Probleme auf Taafun und setzt dort einen Niveautransmitter ab, mit dessen Hilfe die Oberfläche des Planeten auf ein anderes Energieniveau versetzt und so die tefrodische Bevölkerung vor den Maahk-Angriffen geschützt wird. Die Oberfläche des Planeten erscheint jetzt wüst und leer. Lethos wundert sich aber über eine Tatsache: Die Versetzung geschah doppelt so schnell wie berechnet.

Maahks und Tefroder schließen angesichts der überraschenden Entwicklung einen befristeten Waffenstillstand. Lun, Hawk und der Tefroder Arbitan wollen das tefrodische Flaggschiff anfliegen. Ihre Space-Jet FREEDOM I wird aber plötzlich aus unbekannter Richtung einem Desintegrator-Effekt ausgesetzt und muss notlanden, um Reparaturen durchführen zu können. Die Insassen, zu denen auch der Okrill Sherlock gehört, steigen auf der öden Oberfläche Taafuns aus. Dort wundern sie sich, warum Moos zu sehen ist, obwohl die Oberfläche eigentlich völlig leer sein sollte.

Im nächsten Moment schießt Arbitan mit einer Energiewaffe auf den Okrill. Lun kann Sherlocks Leben im letzten Moment durch Energietransformation retten. Der Okrill springt den Tefroder an, und dieser erleidet so schwere Verletzungen, dass er stirbt. Es bleibt aber unklar, warum Arbitan sich plötzlich so eigenartig benommen hat.

Einige Zeit später sind die Schäden repariert. Da erscheint auch Lethos. Es kommt zu einem Streit zwischen dem Hüter des Lichts und seinen beiden Schülern wegen der Vorgehensweise im Konflikt der Maahks mit den Tefrodern. Sherlock ist noch draußen geblieben und benimmt sich jetzt sehr seltsam: Er greift nämlich das Moos erbittert an! Omar Hawk sieht nach seinem Tier, das ihm eine faustgroße, glänzende, extrem harte, graue Kugel präsentiert, die es im Moos freigelegt hat. Hawk sticht mit einem Messer aus molekülverdichtetem Stahl in die Kugel, da wirkt plötzlich ein Desintegratoreffekt auf ihn. Nur der Schutzschirm des Raumanzugs rettet sein Leben. Im nächsten Moment verschmort die Kugel regelrecht, und zugleich verdorrt das Moosfeld.

Sherlock sucht eine weitere Kugel in einem anderen Moosfeld. Omar zerstört diese mit einem Impulsstrahler, und wieder verdorrt das Moos. Da ändert sich schlagartig die Landschaft, und Omar sieht einen circa einen Meter großen Humanoiden, der sich als Drun vorstellt und ihn in das »Paradies der Weisen« einlädt. Omar Hawk bemerkt nicht, dass er unter hypnotischen Zwang gerät, aber als der Zwerg ihn auffordert, seinen Schutzschirm abzuschalten, lehnt er dies ab. Tengri Lethos passiert das gleiche, das heißt auch er folgt einem Zwerg.

Baar Lun, der erschöpft war, erwacht und wundert sich, dass er keinen Kontakt zu Lethos und Hawk bekommt. Er fordert Sherlock auf, Hawk zu suchen. Dieser führt ihn tatsächlich zu einer Stelle, wo zwei große hinter zwei kleinen Wesen herwandern. Dann erfolgt ein Desintegratorangriff, aber Luns Schutzschirm hält, woraufhin die Zwerge fliehen. Lun erkennt, dass Lethos und Hawk unter fremder Kontrolle stehen. Da er immer Illusionskristalle mitführt, setzt er diese jetzt ein, um seine Kameraden aus der Traumwelt zu befreien.

Die drei beratschlagen das weitere Vorgehen. Lethos hat von »seinem« Zwerg erfahren, dass die Fremden sich Tlunx nennen und vermutlich eine uralte, den Hathor aber dennoch unbekannte Rasse der Andromeda-Galaxie sind. Sie scheinen über umfangreiche Parabegabungen, darunter auch die der Niveaumanipulation, zu verfügen.

Lethos und seine Schüler ziehen sich in das Ewigkeitsschiff zurück. Dieses wird von den Tlunx angegriffen, was zu Energieausfällen und leichten Schäden führt. Schließlich flieht Lethos mit dem Schiff auf ein anderes Energieniveau, das gleiche, auf das er die Taafun-Tefroder versetzt hatte. Er vermutet, dass die Tlunx von Unbekannten auf ein anderes Energieniveau verbannt worden sind und jetzt seine Niveaumanipulation zur Flucht nutzen wollen. Weiterhin befürchtet er, dass diese kriegerische Rasse versuchen wird, sich von den Tefrodern Raumschiffe zu verschaffen und Andromeda zu erobern. Als Gegenmaßnahme schlägt Lethos vor, einen großen Niveautransmitter herzustellen, um die Tlunx wieder einzusperren. Außerdem will er die hiesigen Tefroder warnen. Diese Aufgabe sollen Lun und Hawk übernehmen.

Mission in AndromedaBeide begeben sich auf den Planeten, und es gelingt ihnen, zu Oberst Tallos, dem Kommandanten des Militärbezirkes von Orsol, vorgelassen zu werden. Sie wundern sich über Tallos' Adjutanten, der zwergwüchsig ist und sich eher respektlos gegenüber seinem Vorgesetzten benimmt. Dann erfahren sie, dass nicht etwa Abfangjäger produziert werden, sondern Kampf- und Transportschiffe, und dass eine fremde Macht den Tefrodern geholfen haben soll. Beide erkennen, dass es sich um die Tlunx handelt und vermutlich der Adjutant ebenfalls ein Tlunx ist. Im nächsten Augenblick werden Lun und Hawk hypnotisch angegriffen.

Hawk hatte von Lethos einen Gedankentransmitter als Kommunikationsmittel erhalten. In höchster Not, der Hypnose zu erliegen, will er Lethos telepathisch warnen, stellt aber den Transmitter versehentlich auf maximale Intensität. Der Angriff endet sofort, dann meldet sich Lethos und bittet Hawk unter Schmerzen, die Intensität zu verringern. Omar Hawk kommt dem Wunsch nach, da spürt der wieder einen Angriff. Er erkennt, dass der Gedankentransmitter offenbar auf die Tlunx wirkt, und stellt ihn erneut auf Maximum, diesmal aber für längere Zeit.

Alle Tlunx in Orsol verlieren ihre Parabegabungen und damit die Kontrolle über die Tefroder, die aus Rache viele Tlunx töten. Der Oberst wird über die Hintergründe aufgeklärt, aber noch immer ist ein großer Teil des Planeten in den Händen der Tlunx, da der kleine Transmitter nur einen Radius von 300 Kilometern erreicht.

Hawk informiert Lethos, und dieser beauftragt die Replikatoren seines Schiffes, einen großen Gedankentransmitter zu produzieren, was aber einige Zeit dauern wird. Währenddessen verhören die Tefroder gefangene Tlunx, aber diese schweigen sogar unter der Folter. Hawk erhält die Erlaubnis, selbst ein Verhör durchzuführen. Mit Hilfe des Gedankentransmitters kann er Aussagen erzwingen, aber diese bestätigen nur, dass die Tlunx sich als allen anderen Rassen überlegen ansehen.

Nachts greifen beeinflusste Tefroder die Stadt Orsol mit Atomwaffen an. Lethos kann Schlimmeres verhindern, indem er einen Schutzschirm projiziert, aber Lun wird verletzt. Daraufhin beauftragt Lethos Omar Hawk mit einem Kommandoeinsatz. Mit Hilfe des Spontantransmitters versetzt er Hawk in die Nähe der Raketenbasis, von der aus der Angriff erfolgte. Hawk hat einen kleinen Gedankentransmitter dabei, den er nach seinem Eindringen in die Basis dazu nutzt, die Tlunx handlungsunfähig zu machen. Der Einsatz ist erfolgreich, wobei sich herausstellt, dass Hawk gerade das Hauptquartier der Tlunx erobert hat!

Kurz darauf starten zu aller Überraschung zahlreiche tefrodische Schiffe. Lethos erkennt, dass die Tlunx den Rückzug angetreten haben. Sie haben die Schiffe auf ein anderes Energieniveau versetzt und bereiten die Invasion Andromedas vor. Zugleich realisiert Lethos, dass er den inzwischen fertiggestellten Groß-Gedankentransmitter nicht auf das gleiche Niveau wie die Tlunx verschieben kann, da diese Widerstand leisten.

Ihm kommt jedoch die Idee, das Ewigkeitsschiff einzusetzen. Er reist durch mehrere Energieniveaus, um die Tlunx abzulenken, und erreicht schließlich mit aktiviertem Gedankentransmitter den Normalraum, wo zahlreiche Maahk-Schiffe versuchen, die planetare Oberfläche zu erreichen, aber von den Tlunx in großer Menge durch Desintegration vernichtet werden. Da wirkt der Gedankentransmitter und hemmt die Parakräfte der Tlunx. Die Maahks stoßen sofort vor und vernichten die Oberfläche Taafuns mitsamt den dort befindlichen Tlunx.

Lethos ist entsetzt, denn er hat gegen seine eigene Ethik verstoßen, um das Tlunx-Problem durch die Maahks lösen zu lassen. Hätte er den Gedankentransmitter ausgeschaltet, wären die Tlunx nicht von den Maahks getötet worden. Lun und Hawk versuchen, ihn zu trösten.

Es konnten jedoch etwa 1000 Schiffe, vollbesetzt mit Tlunx, entkommen, so dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist. Maahks und Tefroder stellen angesichts der Bedrohung vorübergehend ihre Feindseligkeiten ein. Lethos und seine Schüler wollen ebenfalls die Tlunx aufhalten, zumal sie hoffen, einen dauerhaften Frieden zwischen Maahks und Tefrodern zu erreichen.

Die überlebenden Taafun-Tefroder werden von Lethos wieder auf das normale Energieniveau geholt.

Anmerkung:
Die Handlung wird in PR-TB 45 »Die letzte Waffe der Meister« fortgesetzt.Diese Zusammenfassung erfolgt jetzt:

Mission in AndromedaMission in Andromeda
Perry Rhodan Planetenromane Bd. 44
von H.G. Ewers
Titelbild von Johnny Bruck
Erscheinung: 1967
Handlungszeitraum: 2406
Handlungsort:Andromeda
Bezug: PR 295
Untertitel:
Er ist der Hüter des Lichts – und das Ewigkeitsschiff trägt ihn von Stern zu Stern.
Zusätzliche Formate: Weltbild Sammleredition 11


Die letzte Waffe der Meister
Die letzte Waffe der Meister
von H.G. Ewers
Handlung:
Dieser Roman enthält die Fortsetzung der Geschehnisse aus PR-TB 44 »Mission in Andromeda«.

Das Ewigkeitsschiff von Tengri Lethos ist seit elf Tagen im   Orbit von Taafun, und es ist unsicher, ob die aufgrund der von den Tlunx ausgehenden Gefahr beschlossene Waffenruhe zwischen Maahks und Tefrodern weiter Bestand haben wird. Da trifft ein schwer beschädigtes Maahk-Kurierschiff ein und überbringt die Bestätigung, dass die Tlunx von den Maahks für eine große Gefahr gehalten werden. Der Kurier stirbt in der Explosion seines Schiffes, kann aber noch übermitteln, dass eine Konditionierungswelt der Tlunx sich in einer Dunkelwolke in Andromeda befinden soll. Dort ist eine ganze Maahk-Kampfflotte von den Tlunx vernichtet worden. Die Koordinaten kommen aber nur verstümmelt an.

Tengri Lethos, Omar Hawk und Baar Lun können die Koordinaten auf sechs mögliche Orte in der Dunkelwolke Tintenbeutel des Kraken einengen. Sie fliegen mit dem Ewigkeitsschiff dorthin und gehen mit drei Beibooten auf die Suche nach dem Planeten der Tlunx. Hawk benutzt gemeinsam mit seinem Okrill Sherlock seine Space-Jet. Ein besonderes Ortungsgerät, das alle Niveauverschiebungen der letzten 300 Jahre anmessen kann, soll dabei helfen, die Tlunx aufzuspüren.

Hawk erreicht ein erstes Sonnensystem. Einer der Planeten hat einst eine Zivilisation getragen, aber diese ist atomar vernichtet worden. Omar Hawk erkennt, dass nicht ein Atomkrieg die Ursache war, sondern Atomkraftwerke wurden von innen heraus zerstört. Auch findet er Spuren von Desintegrator-Effekten, ein klares Zeichen für Aktivitäten der Tlunx.

Ein weiterer Planet des Systems, den er Aphrodite nennt, ist erdähnlich. Omar landet im Ozean und erkundet die Oberfläche. Die Welt ist geradezu paradiesisch, aber offenbar nicht von intelligenten Wesen bewohnt. Die Tiere haben keine Angst vor ihm oder vor Sherlock, denn es gibt keine Raubtiere, doch als Hawk eine Thermowaffe abfeuert, versetzt er sie in Panik. Feuer oder moderne Waffen scheinen also schon einmal auf Aphrodite gewesen zu sein. Vielleicht eine Spur der Tlunx? Eine weitere Erkundung bleibt aber ergebnislos, und Hawk fliegt weiter.

Im nächsten System befinden sich drei Riesensterne. Als Hawk diese passiert, führt sein Schiff plötzlich eine Transition aus. Er findet sich in einem anderen System wieder. Der Versuch, per Hyperfunk oder Gedankentransmitter Lethos zu alarmieren, scheitert, denn die Signale werden einfach reflektiert. Zudem ist sein Schiff beschädigt worden.

Hawk tauft die Sonne Widow und den Planeten Mascot. Als er landen will, erfasst ihn ein Traktorstrahl. Der Planet ist besiedelt, Hawk erkennt eine große Stadt mit einem Raumhafen, auf dem er aufgesetzt wird. Dies muss die Konditionierungswelt sein, und tatsächlich sieht Hawk Scharen von Tlunx. Verzweifelt eröffnet er das Feuer und tötet viele mit den Bordwaffen, bevor seine Energieversorgung versagt. Die Tlunx wehren sich aber merkwürdigerweise nicht.

Omar Hawk steigt aus und wird von den Tlunx, die den Planeten Lawepon nennen, als Maghan begrüßt. Er erkennt, dass er für einen Meister der Insel gehalten wird. Damit wird auch klar, dass die Tlunx nicht etwa eine alte Rasse sind, die Lethos versehentlich befreit hat, sondern vielmehr eine Vernichtungswaffe der MdI.

In der Folge wird Hawk untertänig bedient und erfährt, dass er in der »Halle der Macht«, zu der er den Schlüssel besitzen soll, die Konditionierung einleiten soll. Damit hat Hawk ein Problem, denn wie soll er in eine Halle gelangen, die nicht einmal den Tlunx, die Strukturumwandler und Niveaugänger sind, zugänglich ist?

Er setzt notgedrungen den Spontantransmitter seiner von Lethos erhaltenen Kombination ein, strandet aber gemeinsam mit Sherlock in einer Art Falle, wo ihn ein Unbekannter verhört. Hawk erkennt, dass sein Gesprächspartner ein Großrechner ist, und erklärt diesem, dass alle MdI tot sind. Daraufhin wird er festgesetzt. Sherlock handelt und verursacht unerwartet schwere Schäden an der Anlage, die zu einer heftigen Explosion führen.

Hawk kommt erst nach geraumer Zeit wieder zu sich und sieht sich von Tlunx umgeben. Er ist nicht mehr in der Anlage. Die Tlunx teilen ihm mit, sie hätten ihn draußen gefunden und seine sonst tödlichen Wunden geheilt. Sherlock ist jedoch spurlos verschwunden. Omar befiehlt den Tlunx, ihn zu suchen, und macht sich auch selbst auf. Er begegnet in der Anlage einer Okrill-Projektion, durchschaut diese aber und wird misstrauisch.

Die Tlunx haben mittlerweile den echten Okrill gefunden und ebenfalls geheilt. Sie entwickeln aber allmählich Misstrauen gegenüber Hawk und versuchen, ihn hypnotisch zu beeinflussen. Hawk kann dem widerstehen. Er dringt erneut in die Konditionierungsanlage ein und stürzt in einen tiefen Schacht. Nach diversen Hypnofallen, in denen ihn der Okrill unterstützt, erreicht Hawk das Tor zur Halle der Macht. Als nichts weiter passiert, untersucht er die Einrichtungen und stellt fest, dass diese vollkommen zerstört sind. Offenbar hatte Sherlocks Angriff Sekundärexplosionen ausgelöst. Damit können die Tlunx nicht mehr konditioniert werden, aber Omar Hawk droht der Tod.

Eine Flucht mit der Space-Jet ist unmöglich, da diese von den Tlunx ausgeschlachtet wird, aber Hawk nutzt den Spontantransmitter, um in ein Frachtschiff der Tlunx einzudringen und dieses zu kapern. Er wird von der ganzen Flotte der Tlunx verfolgt, die ihm leider immer näher kommt. Schließlich erreicht Hawk wieder den Planeten Aphrodite und flieht mit einem Beiboot auf die Oberfläche.

Die Tlunx beginnen eine großangelegte Suche. Hawk trifft auf intelligente und friedfertige Robbenwesen, die N'dullas, die ihm helfen, und kann sich einige Zeit erfolgreich verbergen. Dann sieht er zu seiner Überraschung einige Tlunx, die in Lendenschurze gekleidet sind und sich wie steinzeitliche Jäger verhalten. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Hawk zu unterliegen droht, doch plötzlich stellen die Tlunx die Feindseligkeiten ein. Kurz darauf treffen Lethos und Lun ein.

Es stellt sich heraus, dass die Tlunx von Reue erfüllt wurden, als sie Aphrodite erreichten, und beschlossen, sich dort zu verbergen. Sie haben alle Schiffe und Technik im Meer versenkt und sich ihrer Paragaben entledigt. Lethos bietet ihnen an, auf Aphrodite in Frieden weiterzuleben. Der Tlunx-Anführer Atorby ist erfreut über diese unerwartete Gnade, doch Lethos erläutert seine Ethik. Er stellt weiterhin die These auf, dass die Tlunx von den Gen-Modulatoren vermutlich aus der Rasse der N'dullas geschaffen worden sind, so dass sich ihr Volk jetzt wieder unerwartet vereinigt hat.

Der Frieden in Andromeda ist damit gesichert. Maahks und Tefroder bekriegen sich nicht mehr. Omar Hawk besucht nach vielen Jahren Abwesenheit wieder Oxtorne, wobei er sich maskiert, da er als Deserteur gesucht wird. Er trifft seine Tochter Nancy, die ihn sofort als ihren Vater erkennt, und besucht schließlich seine Frau Yezo. Yezo und Teile seiner Familie schließen sich Hawk und Lethos als neue Schüler an.

Der Epilog spielt im Jahr 2435. Gerade ist OLD MAN aufgetaucht und greift die Solare Flotte an. Einer von Omars Söhnen berichtet seine entsprechenden Beobachtungen. Lethos muss aber leider ohne weitere Begründung mitteilen, dass ein Vorgehen gegen die Erste Schwingungsmacht nicht möglich ist.

Die letzte Waffe der MeisterKritik:
HGE zeigt wieder einmal in diesem Doppelband, dass er mit seiner Phantasie vielen anderen SF-Autoren weit voraus ist, auch durchaus einigen Perryautoren. Seine originellen Ideen kann er in den PLR-TBs am Besten ausleben, denn in den Heften wurde er trotz einiger Gags und Gadgets  oft eingebremst. Jetzt nicht unbedingt bewusst durch den damaligen Exposéautor KHS durch  ordre per mufti, sondern eben einfach dadurch, dass er sich als Teamautor an die vorgegebenen Richtlinien der Handlungen in den Heften halten musste.Dennoch schimmern auch dort oft seine durchaus phantasievollen, kleinen Ideen durch.(Das „Dull“ etwa).

Hier, in diesen beiden Bänden geht es natürlich darum, dass so eine böse Truppe wie die MDI nicht einfach abtritt von der intergalaktischen Bühne, ohne noch eine letzte Waffe in der Hinterhand zu haben. HGE arbeitet hier sehr gut mit seinen damaligen Lieblingsfiguren Hawk/Lethos/Lun. Sein Ziel ist natürlich, nicht nur die Tlunx von den Zwängen der MDI zu befreien, sondern auch gleichzeitig Frieden zu stiften zwischen Tefrodern und Maahks, indem er diese Tlunx als vermeintliche Bedrohung aufbaut.Das Motto von Lethos ist zwar, nicht  „gegen etwas“, sondern immer nur „für etwas“ zu kämpfen, aber um Frieden zu stiften, ist ihm eben auch die Methode des Betruges und Luges recht.Hier wirft sich  daher die moralische Frage auf, ob der Zweck die Mittel heiligt, nur, weil er gut ist.Der Hüter des Lichtes steht hier deshalb eigentlich ethisch  gar nicht so gut da, wie man denken könnte oder die Ansprüche des Lesers an die Figur wären.Ob aber HGE das auch so gesehen hat, ist fraglich.Wie Lethos  vorher propagiert hatte, darf er nach eigenem Ermessen auch überall eingreifen, aber im Falle der  Uleb und M87 will er nicht oder darf nicht (noch nicht angesprochene aber geahnte höhere Mächte, die das verbieten?).Wahrscheinlich war KHS die höhere Macht, der den Hüter nicht im neuen Zyklus haben wollte oder der Zyklus war zu dieser Zeit bereits zu weit fortgeschritten. Das aber ist  natürlich eine reine Vermutung von mir.Um das genau zu wissen, müsste man das Erscheinungsjahr des Zyklus mit der Publikationszeit der Bücher vergleichen.Jedenfalls waren diese beiden Bände hier recht spannend mit ihren verschiedenen Raumzeit-  Energieebenen, die HGE mal flugs aus der Quantentheorie entführte und in seine SF als  konkrete Raumzeit- Energieniveaus übernahm.Eine phantasievolle Art primitiver "Quantengravitation". Tengri Lethos, der Hüter des Lichts, beherrscht natürlich diese Technologie, deren Anfänge mit den Tlunx auch die MDI gemeistert hatten.Seine beiden Helfer Baar Lun und Omar Hawk sind dabei tatkräftige Mitmischer, die Gefahr zu neutralisieren und sie dennoch in eine vermeintliche  Bedrohung der großen Völker Andromedas (Maahks versus Tefroder) umzufunktionieren. Ich empfand jedenfalls nicht nur damals beide Bände als lesenswert.Auch heute noch kann man  sich dabei amüsieren … und wer neu einsteigt und die Handlung nicht kennt, wird zwei hervorragende SF-Bände erleben, die gleichwertig neben vielen anderen Werken aus der Science Fiction stehen können.Interessant auch die Titelbilder.Insbesondere der „Doc Savage“ von Band 44, wobei man nicht weiß, ob es Hawk sein soll wegen der Handlung, die ja wie  oben beschrieben im Roman vorkommt und die Bruck sich hier als Titelbilkd herauswählte (Oxtorner sind allerdings glatzköpfig) oder Tengri Lethos (dann passt die Haut-und Haarfarbe nicht).Macht nix, gut ist es trotzdem.Nur das Weltbild-Titelbild hat wie so oft bei diesen Ausgaben nicht wirklich etwas mit PR oder dort vorkommenden Schiffstypen zu tun.In sich ist es SF-gut, aber Perry-Rhodan-bezogen ist es nicht.Sieht eher wie ein ST-Schiff aus mit diesen Gondeln an der Seite.Als modernes Mehandor-Raumschiff könnte es durchgehen.Der Raumjäger ist ja ok. Na ja ... auf den Inhalt kommt es an - und der ist gut.

Die letzte Waffe der MeisterDie letzte Waffe der Meister
Perry Rhodan Planetenromane Bd. 45
von H.G. Ewers
Titelbild von Johnny Bruck
Erscheinung: 1967
Handlungszeitraum: 2406 - 2407, 2435
Handlungsort: Andromeda
Untertitel: 

Sie sind die Opfer eines schändlichen Verbrechens – doch sie werden von den Völkern Andromedas gehasst und gefürchtet

                                                                                                                                 Besonderes:     
Die Titelbilder der Erstauflage von PR-TB 45 und PR-TB 46 wurden vertauscht. Bei der zweiten und dritten Auflage wurde das korrekte Titelbild verwendet.
Zusätzliche Formate: Weltbild Sammleredition 11

© 2021 by H. Döring 

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