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Terra im Pingpong der Gewalten - Die Erde im Brennpunkt der Mächte

1Terra im Pingpong der Gewalten
Die Erde im Brennpunkt der Mächte

Wieder einmal ist Terra verschwunden worden – inzwischen allerdings auch wiedergefunden im zweiten Ast des sogenannten Dyoversums. Da liegt der Planet nun fein herum mit Luna, seinem alten Begleiter, der immerhin einmal nicht separiert wurde, wie noch einige Zyklen vorher. Also alles schön beisammen … nur eben am falschen Ort.Ob die Erde aber nun samt aller oder zumindest fast aller Terraner wieder ihren angestammten Platz  im Normaluniversum finden wird ...

... das weiß der Leser nicht, sondern bis jetzt nur die Expokratie, und die verrät ja nix, ganz in der Tradition der ??? Der Leser soll ja nicht nur lesen, sondern auch raten; mitraten ist heute große Mode, so kann man die Leser bei der Stange halten. Immerhin kommt der Zyklus, wie es scheint, nun in Fahrt.In den ersten vierzig Bänden, die sehr langsam daherkamen, gab es kaum  Fortschritt, Entwicklung oder aisreichende Information in der Handlung. Nur bröckchenweise wie beim Taubenfüttern. Nun aber, da zwei Drittel bis zum vollen Hundert herum sind, weiß auch der Leser mehr. Er kennt die Kandidatin Phaatom und ihre hirschgeweihköpfigen Phersunen mit der tödlichen Vektormaterie. Er kennt die  Superintelligenz VECU mit ihrer im Moment vertlorenen Mächtigkeitsballung,  aus vier Galaxien, der Vecuja und er kennt die feigen Cairaner, die mit über einer Million(!) Raumschiffen vor dem Kampf gegen ihren Gegner geflohen sind und lieber mindere Mächte in der Milchstraße wie die LFG oder andere galaktische Großmächte knechten.

Denn  Konkurrenz gilt es wohl auszuschalten; Störungen bei dem großen Plan sind nicht gewünscht: Die Cairaner wollen ins zweite Universum einziehen, in den anderen Teil des Dyoversums, weil es dort, warum auch immer, keine hohen Mächte gibt.Vielleicht gibt es dort keinen moralischen Code, keine Kosmonukleotide, dafür aber immerhin reichlich Riffe im Linearraum, was die Raumfahrt extrem beschränkt.Ach ja, Terra ist ja auch noch da nebst einigen, sich zunächst wild gebenden, jetzt aber dank Perry himself friedlicheren Topsidern, die eben doch auch Koexistenz suchen.

Die Cairaner, die einst per geklauter SI-Technologie den Weg in die Milchstraße per Hypertunnel fanden, kennen aber den Weg ins Dyoversum-versum noch nicht genau. Sie wissen nur, dass die Bleisphäre im Arkonsystem als interuniverseller Verbindungsgang sie dorthin führen wird. Aber sie benötigen Atlan Mascaren da Gonozal, den alten und ewig jungen Arkoniden für den Übergang. Genauer gesagt, seine Ritteraura, um das Tor zu öffnen. Das wird ihm sicher nicht so gut tun … aber der alte Arkonscheich und listige Stratege hat sicher seine eigenen, kleinen Plänchen dazu geschmiedet.Der Leser wird sehen, was sich da tut in den noch ausstehenden rund dreißig Bänden bis zur vollen Nullerzahl und darüber hinaus.

Hauptsache ist, es spielt sich ab: Action und logische Zusammenhänge sollten allerdings auch im Heftchen der Paraliteratur nicht vergessen werden. Dass Phantasie selbstredend dabei ist, muss nicht noch einmal erwähnt werden, solange sie sich neuer Ideen bedient und nicht rückgreifend wie eine Netzverkettung alte Vorschläge, die bereits mehrmals in der Serie umgesetzt waren, wieder aufgreift.So wie Terra Verschwundibus. Wiederholung tut nur beim Lernen von Vokabeln  gut, beim Lesen phantastischer Literatur, der Perry hat ja immerhin den Anspruch, auf einfacher literarischer Ebene so etwas wie SF sein zu wollen, ist sie nicht so angebracht. Womit wir wieder beim Thema wären: die verschwundene und wiedergefundene Erde.Wird sie an ihren Heimatort zurückkehren oder im Nebenzweig des Dyoversums bleiben, wo es nichts gibt außer wilden Echsen und Riffen im Halbraum? Was ist mit den Terranern dort? Kommen sie alle mit zurück, wenn die Erde vielleicht doch dereinst abzieht? Siedeln sie weiterhin zwischen Topsidern und Cairanern?

Immerhin gibt es ja inzwischen jede Menge Terraner in jeder Menge Universen, vom Roten der Druuf  bis zum Arresum der Ayindi.Ein paar in der Weite des Metakosmos verschüttete Abkömmlinge des Sapiens Sapiens kosmogonis mehr sind da dann auch nicht mehr so schlimm: Hauptsache, in der Diaspora verstreut. Wo, ist ja egal.Das ist eben das Kosmische  an der Serie. Wo Perry auch hinkommt im Weltall, Terraner sind schon da … wie  der Märzhase gegenüber dem Igel.Kilroy was here! Wird er einst  eingekratzt lesen, wenn er mitten im leeren All zwischen den Galaxienhaufen  in einem andern Universum eine uralte, fremde Ruine entdeckt. Terranische Touristen waren eben schon vor ihm da … und noch immer dort oder ausgestorben oder weitergezogen.

Für uns Leser aber ist interessant, ob und wenn ja, wie die Erde im interuniversellen Pingpong des Mythoszyklus und darüber hinaus wieder in den Normalraum zurückkommt.Für den Leser mag das Thema noch in weiter Ferne liegen, nur die Expokratie weiß mehr, verrät aber naturgemäß nichts.Vielleicht gelingt sogar im nächsten Zyklus wieder ein positiver Aufbruch, bei dem einmal die heimatliche Galaxis nicht geknechtet oder invasioniert wird oder nur insofern, als man über gute Abwehrwaffen verfügt wie etwa im für mich sehr spannenden Zyklus über die Frequenzmonarchie zu lesen war.Wo Terra ist, weiß man ja nun, aber ob der blaue Planet auch dort bleibt – und wenn ja, wie lange -diese Frage ist noch offen.

© 2020 by H. Döring

Kommentare  

#1 Laurin 2020-06-03 00:23
Zitat:
"Wo Terra ist, weiß man ja nun, aber ob der blaue Planet auch dort bleibt – und wenn ja, wie lange -diese Frage ist noch offen."
Echt jetzt? Würde mich jetzt wirklich enorm überraschen, wenn die Erde samt Mond nicht mehr zurück käme. :lol:
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#2 AARN MUNRO 2020-06-03 08:22
Aber wann? Das ist die Frage. Inzwischen traue ich diesen Expokraten alles zu. ;-)
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