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Zur falschen Zeit...

StoryZur falschen Zeit...

Januar 1939
Seit langem waren die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gesunken. Schnee wehte über die Straßen Hamburgs, an deren Bordsteinen er sich verfing und sie mit einem hellen Weißstrich überzog. Die gesamte Stadt wirkte, als wäre sie unter einer Zuckerglasur verewigt.

Der kalte Wind schnitt jedem, den er berührte tief in die Glieder. Zu dieser späten Nachtzeit war kaum ein Mensch im Freien und wenn doch, so beeilte er sich so schnell wie möglich in eine warme Unterkunft zu gelangen.


Michael WeberMichael Weber,
geboren 1975, lebt und arbeitet als Physiotherapeut im niedersächsischen Harsefeld.

Schon immer von Märchen und Verschwörungstheorien fasziniert, beginnt er selbst zu schreiben. Es entstehen in den Neunzigern die ersten Fantasy Kurzgeschichten, die in der von ihm erdachten Welt Askyria spielen.

2004 beginnt er mit den ersten Romanen, die bislang noch unveröffentlicht sind.

Anfang 2009 beschließt er, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, der erste Schritt dazu ist seine Homepage Askyria.org.

Ende 2009 beginnt er mit dem Erstellen von Hörspielen nach seinen eigenen Kurzgeschichten, welche im Juni, September und Dezember 2010 von verschiedenen Internetradios aufgeführt werden.

Bisherige Werke:
Hörspiele:
Barton (2009)
Zur falschen Zeit (2010)
Holprid, der Meisterdieb (2010)
Die Hexenmühle (2011)


Interview mit dem Zauberspiegel

Nur einem stummen Beobachter machte das eisige Wetter nichts aus. Er saß auf dem Dach eines alten Hauses, genauer gesagt auf der kleinen Mauererhebung, die das Dach begrenzte. Von dort aus konnte er die Umgebung gut überblicken. Fünfzig Schritt unter ihm lagen die verschneiten Straßen, welche eine ganz besondere Ruhe ausstrahlten.

Schon seit vielen Jahrzehnten saß er auf seiner Mauer und war mittlerweile nur noch für die Tauben interessant, die sich auf ihm sowohl aus- als auch niederließen.

Vor langer Zeit wurde er hierher gebracht, um als Gargoyle über das Haus zu wachen. Er hatte die Gestalt eines großen Wolfes, der edel und steinern über das Gebäude wachte.

Zuerst hatte er nur diese eine Aufgabe, die aber im Laufe der Jahre immer weiter in Vergessenheit geriet. Nie war einer der ihm prophezeiten Geister oder Dämonen gekommen,  zu deren Abschreckung er hier aufgestellt worden war.

Die steinernen Augen des Beobachters waren scheinbar auf einen uralten Baum fixiert, aber trotzdem nahm er alles wahr. Auch das hinter ihm jemand auf das flache Dach getreten war, blieb dem stummen Wächter nicht verborgen. Der Gargoyle hatte keine sinnlichen Fähigkeiten, dafür aber übersinnliche. Als könnte er genau sehen, wer dort kam, erspürte die Wolfsstatue den Besucher.

Ein älterer Mann schritt bis an den erhöhten Rand des Daches, auf den er sich erst stützte und dann darüber hinweg auf die Straße schaute. Scheinbar ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass er herunterfallen könnte, kletterte er auf die kleine Mauer. Es bedurfte keiner übernatürlichen Fähigkeiten, um seine Absicht zu erkennen.

Warum willst du springen, Meister?, brummte eine tiefe telepathische Stimme in den Kopf des Mannes auf der Mauer.

„Gargoyle? Du wachst noch immer?“, fragte der Mann den steinernen Beobachter.

Natürlich, du hast es mir befohlen, Meister..., erwiderte der Wächter wieder gedanklich. Die telepathische Stimme brummte tief in dem Kopf des Mannes.

„Wenigstens du bist treu... Schön zu wissen...“, erklärte der Meister auf der Mauer. Er klang dabei sehr melancholisch, beinahe schon ironisch.

Verrätst du mir, warum du dich hinabstürzen willst? Du zerbrichst dort unten auf der Straße..., der Gargoyle war, auch wenn es ihm nicht zustand, neugierig.

„Du kannst Fragen stellen! Aber gut, wenn ich sterbe, wirst du von deinen Diensten hier oben befreit... Warum sollst du nicht erfahren, warum du mit mir stirbst...“, sagte der Mann auf der schmalen Dachumrandung.

Geduldig wartete der Gargoyle ab und wagte es nicht, den Herren zu drängen. Schließlich war es soweit und der Meister begann seine Erklärung: „Dein Leben ist friedlich und von einer einzigen Aufgabe bestimmt... Das meinige ist wohl mit mehr Aufregung bestückt. Als Magier erlebt und lernt man so allerhand, doch je mehr man beginnt, die Welt der Menschen zu verstehen, desto einsamer und trauriger wird sie. Das, was die Menschen dieses Landes als Freiheit bezeichnen, ist nichts weiter als Lug und Trug! Und was ich in der Zukunft erkennen konnte, war nichts weiteres als ein schwarzer Schatten, der sich über diese Welt legt und sie in Flammen setzt... Als Kabbalist sieht meine Zukunft unter dem Sonnenrad wenig rosig aus...“

Ich würde gerne sagen, dass ich verstehe, Meister, aber ich verstehe es nicht..., gab der Gargoyle zu.

„Manchmal ist es besser, nicht zu verstehen... Ich beneide euch, meine treuen Wächter... Euer Leben ist einfach, eure Aufgabe bestimmt... Das meinige ist unstet und scheinbar ohne Ziel...“, sagte der Meister.

Und doch würde ich zu gerne nur einen Tag richtig unter den Menschen sein und Gefühle erleben..., träumte der Gargoyle.

„Vielleicht wirst du es... Aber du wirst nicht begeistert sein...“, kam es geheimnisvoll von dem Magier zurück. Sanft tätschelte er seinen Steinwächter, während er ihm zulächelte.

Dann sprang er in die Tiefe...

 
Kaum war der Magier auf der Straße aufgeschlagen, verwehte der Wind schon die Stelle mit frischem Schnee.

Traurig blickte der Gargoyle hinunter zu seinem Meister. Der Kopf des Steinwesens beugte sich vor, so dass er den Toten noch einmal sehen konnte, bevor er von der eisigen >Zuckerglasur< bedeckt worden war.

Es klang wie das Aneinanderreiben von schweren Steinplatten, als sich die Pfote des Wächters leicht zum Abgrund hin bewegte.

Jetzt erst bemerkte der Gargoyle, dass er sich bewegen konnte. Der Tod seines Meisters hatte ihn scheinbar befreit und ihm das Leben geschenkt.

Danke, Meister..., brummte der Wächter ins Nichts. Niemand hörte oder empfing seine Worte.

Schwer schlugen seine Pfoten auf das Dach, als sich der Steinwächter von seinem Platz bewegte.



Wie durch ein Wunder konnten die Treppen das schwere Steinwesen tragen, bis es die Stufen ins Erdgeschoss hinter sich gelassen hatte. Die Glieder des Gargoyles empfanden Anstrengung und Erschöpfung, als er sich ausruhte. Zum ersten Mal fühlte der Wächter, was es bedeutete, sich zu bewegen. Eine ungewohnte Freiheit überkam ihn und damit das erste Mal das Gefühl der Freude.

Das Gebäude, in dem er sich befand, war mit vielen okkulten Bildern und Symbolen an den Wänden ausgestattet, die selbst im Treppenhaus angebracht waren. Ohne zu verstehen, was die Zeichen und Gemälde bedeuteten, blickte der Wolfsschädel sie an. Fasziniert von der Schönheit, die sie ausstrahlten, ließ er sich aufhalten.

Schließlich endete die Treppe vor einer Schwingtür, die ein großes Glasfenster enthielt. So konnte der Gargoyle das Zimmer dahinter erkennen. Vorsichtig versuchte er mit seiner Steinpfote die Tür zu öffnen. Den Zugang zum Treppenhaus auf dem Dach hatte er durch seine Kraft unwillentlich demoliert.  Dieses Mal wollte vorsichtiger vorgehen.

Mit einem sanften Quietschen öffnete sich die Tür etwas. Der Gargoyle witterte unwillkürlich in der Luft. Bisher hatte er noch nicht bemerkt, dass er riechen konnte. Jetzt erfuhr der Steinwächter das erste Mal einen Geruch: den von verbranntem Holz.

Mit einem Stupser seiner Schnauze öffnete er die Tür ganz und schritt hindurch in den Raum dahinter. Hier roch es noch mehr nach Brand. Scherben lagen überall herum und zerplatzten unter der Last des Gargoyles.

Einst war in diesen Räumlichkeiten eine Praxis für spirituelle Heilung, wie ein Schild an der Wand verriet. Was auch immer das gewesen sein mochte, jetzt war alles kaputt. Rauchsäulen stiegen noch immer von den Resten der Möbel auf, als wäre der Brand erst kürzlich erloschen.

Auf den zum Teil eingeschlagenen Fenstern waren Aufschriften, die von Innen spiegelverkehrt erschienen. Ohne sich zu wundern, dass er sie überhaupt lesen konnte, entzifferte der Gargoyle: Jude!

Der Steinwächter kannte das Wort. Er war durch ein kabbalistisches Ritual als Golem entstanden, einem Wesen aus der jüdischen Mystik. Sein Meister hatte sich mit dieser Form von Magie befasst und mit ihrer Hilfe viele Menschen von Krankheiten geheilt.

Neben der Schrift war ein Hexagramm in gelber Farbe geschmiert. Es wurde von dem wenigen Licht, das von den Straßenlaternen herein schien, durchleuchtet.

Davidstern?, freute sich der Gargoyle, der das Schutzsymbol sofort erkannte. Leider verstand er nicht die schreckliche Bedeutung, die in dieser Zeit auf ihm lastete: Es war die Brandmarkung der Nationalsozialisten, die sie den jüdischen Religionsangehörigen aufzwangen und sie so mit ihrem eigenen Symbol erniedrigten...

Der Gargoyle jedoch wusste nichts von den furchtbaren Geschehnissen... Noch nicht...



Voller Freude über seine neue Freiheit verließ der Steinwächter das Haus. Als er sich bei der Leiche des Magiers niederließ, betrachtete er das Haus. Es war schon alt, aber die Zerstörungen an den Wänden waren nicht von der Alterung hervorgerufen worden, sondern durch Gewalt. Doch solche Gefühle waren dem Gargoyle unbekannt. Aber als er sanft mit seiner Pfote den Schnee von der Leiche wischte, spürte er doch etwas tief in sich.

Meister..., sandte das steinerne Wesen telepathisch aus, aber niemand schien da zu sein, um die Nachricht zu empfangen. Das einzige menschliche Wesen, das er jemals kennen lernen durfte, lag jetzt leblos neben ihm. Auf der Brust des verdrehten Körpers war ein Handteller großer Davidstern aufgestickt. Das Schutzsymbol hatte den Fall nicht bremsen können. Sanft wie ein Hund, der neben seinem toten Herrchen ausharrte, stubste er ihn an, als hätte er ihn so wieder zum Leben erwecken können. Es war Trauer, die sich in ihm ausbreitete...

Im nächsten Augenblick ertönte ein markerschütternder Schrei. Eine Passantin hatte die Leiche des Magiers und den daneben kauernden Wächter entdeckt. Selbst wenn er nicht aus Stein gewesen wäre, hätte seine Größe und der Wolfskörper jedem, der sich durch das Schneegestöber wagte, einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Trotz der späten und einsamen Nacht waren schnell Schritte hörbar, die sich näherten. Was dort ankam, schien eine böse Ausstrahlung zu haben, beinahe diabolisch...

Der Gargoyle beschloss, sich schnellstmöglich zurück zu ziehen. Neben Trauer war jetzt die Angst das nächste Gefühl, das er kennenlernte...



Auf einer Metallschiene fand sich der Wolfswächter schließlich wieder. Er trottete den Weg immer weiter bis zu einem großen Licht, dass aus einer Kuppelhalle zu kommen schien. Nicht weit davon entfernt war ein großes Metallding auf Rädern, das Rauch aus einem Rohr auspustete. Die ganze Gegend war von den Schneeverwehungen und dem Rauch verhangen. Langsam näherte sich der Gargoyle dem fremdartigen Objekt.

Menschen saßen stumm darin, von ihnen ging ein Gefühl der Verzweiflung aus. Der Steinwolf konnte sie nicht sehen, aber er spürte sie. Und er spürte auch, was sie verband: Das Symbol des Davidsterns...

„Schafft dieses Pack schleunigst weg von hier!“, hörte der Gargoyle jemanden sagen. In seiner Nähe stand ein Mann in einem schwarzen Mantel. Auf seinem Kopf prangte eine Mütze, die ihn erhaben erscheinen ließ. Der aufgestickte Totenkopf legte eine Aura des Bösen auf den Mann.

Instinktiv spürte der Gargoyle, dass man den Zuginsassen Unheil antun wollte... Er musste handeln, schließlich war er ein Wächter, der dafür geschaffen worden war, Menschen vor dem Bösen zu beschützen. Mit schweren Schritten wuchtete sich der Wolfskörper eine kleine Mauer hinauf, von wo aus der Uniformierte ihn auch sofort sah. Zuerst verwundert über den Anblick des vermeintlichen Tieres, reagierte er doch recht entschlossen: „Was will dieser Hund hier? Erschießt ihn!“

Ehe sich das Steinwesen bewusst wurde was geschah, zischten ihm kleine Metallkugeln um die Ohren, gefolgt von einem lauten Rattern aus feuerspeienden Stäben. Verängstigt lief der Wolf ein Stück in den Rauch, wo er verschnaufte.

Doch nur einen Augenblick später hörte er das Knallen erneut und diesmal verspürte er einen gewaltigen Schmerz. Ein paar der Metallkugeln hatten sich in seinen Leib gebohrt. Steinsplitter spritzten von ihm ab. Neben der Verwirrung und dem Schmerz trat nun ein weiteres Gefühl auf: Hass! Unbändiger Hass...

Obwohl ihm befohlen war, Menschen zu verschonen, kamen ihm die Männer mit den Feuerstäben nicht mehr menschlich vor... Sie wirkten teuflisch, wie sie in ihrem Eifer eine Kugel nach der anderen auf den Gargoyle schossen.

Wenige Sätze genügten um den vordersten der Angreifer zu erreichen. Trotz der Schmerzen, die der Gargoyle verspürte, schaffte er es, dem entsetzt drein blickenden Uniformierten mit seiner Pfote den Kopf abzuschlagen...

Zwei weitere verloren ihr Leben auf diese Weise, dann jedoch musste der Gargoyle fliehen. Seine Wunden waren zu stark geworden.

Hilflos musste das Wächterwesen mit ansehen, wie sich das Metallungetüm Rauch spuckend in Bewegung setzte. Schon bald war es in der Ferne verschwunden. Dem Gargoyle blieb nichts als seine Hilflosigkeit.

Verwirrt, ängstlich und mit dem Wunsch in dem steinernen Herzen das alles nie erlebt zu haben, machte er sich auf den Weg dorthin, wo er her kam.



Zerschunden und mit bröckelnden Wunden erreichte der Gargoyle wieder das Haus, vor dem der tote Magier noch immer lag. Um ihn herum waren viele Fußspuren im niedergetrampelten Schnee zu erkennen, aber niemand schien sich ernsthaft um ihn gekümmert zu haben.

Warum hast du mir das angetan, Meister? Die Menschen sind so grausam..., rief der Gargoyle in seinen Gedanken heraus.

Du wolltest erfahren, wie es ist zu leben... Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich gegangen bin... Magie ist in dieser Welt nicht weiter von Belang... Ebenso wenig wie Wesen deiner Art... Du hast erlebt, wie man unsereins behandelt und niemand kann es verhindern..., erschallte eine Stimme aus dem Nichts.

Meister?, fragte der Steinwolf verwundert, als er sich umschaute.

Es ist nur noch ein Teil meines Geistes hier... Der Teil, der an dir haftet und dich am Leben hält..., erklärte die hallende Stimme im Schädel des Gargoyles.

Du hast mir nicht gesagt, was mich erwarten würde... Jetzt verstehe ich dich, Meister..., gab der Wächter zu. Alles was er erlebt hatte, war von Trauer überschattet.

Vielleicht wäre es in einer anderen Zeit besser gewesen... Jetzt kehre zurück auf das Dach, damit ich diese Welt endlich verlassen kann..., sagte die Stimme des Magiers. Diesmal klang sie wie aus weiter Ferne zu dem steinernen Wolf.

Der Steinwächter jedoch bezweifelte, dass er die Menschen einer anderen Zeit erleben wollte.

Langsam ging er wieder in das Haus, das einst seinem Meister gehört hatte und schleppte sich die Treppen hinauf bis zum Dach.

Einem inneren Ruf folgend sprang der Gargoyle auf seinen Platz, den er schon zuvor so lange besetzt hatte.

Kaum war er dort angekommen, spürte er, wie sich seine Glieder immer schwerer bewegen ließen. Das Leben wich aus dem Steinwächter und hinterließ ihn als einen stummen Zeugen, der zeitlos über die Stadt Hamburg wachte, bis der schwarze Schatten vor dem sein Meister geflohen war, auch ihn von seinem Körper befreite...

Kommentare  

#1 Zimtos 2011-02-19 12:47
Eine nette Geschichte. Ein bisschen verstörend vielleicht, aber das war wohl Absicht. Hat mir gefallen.
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#2 G. Walt 2011-02-19 14:29
Siehst Du, @Zimtos, es gibt unter 6500 Artikeln doch etwas was dir gefäält. Muss man sich da über einen "Kuhjungen" ärgern?
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#3 GoMar 2011-02-19 22:59
Eine gut geschriebene Geschichte, die zwar natürlich wieder in der Nazizeit spielt, aber dennoch ist sie sehr gut gemacht und auch flüssig zu lesen. Hier stimmen Satzaufbau, Rechtschreibung und auch Spannungsaufbau hervorragend. Und das Interesse daran, bis zum Schluss der Geschichte am Ball zu bleiben, bleibt bestehen. Man will einfach wissen, was mit dem Gargoyle weiterhin geschieht.

Interessant finde ich auch, wie der Autor den Gargoyle die einzelnen Gefühle erleben und erkennen lässt, und wie er schließlich dem Kabbalisten, seinem Meister, recht geben wird in Bezug auf dessen Voraussage ihm, dem Gargoyle, gegenüber. Nachdem er die Menschen - vor allem SS-Truppen - kennengelernt hat und die Deportation jüdischer Menschen miterlebt hat, beschließt er nur zu gern wieder, wieder zu Stein zu werden.

Fazit: Eine Geschichte von der Art, von der man sich mehr zu lesen bekommen wünscht. Einziger Anregungspunkt meinerseits: Ich würde es stimmiger finden, wenn bei den Gedankensätzen des Gargoyles 'halbe Anführungszeichen' verwendet worden wären bzw. verwendet werden würden. So geht das etwas im Satz unter.
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#4 Mikail_the_Bard 2011-02-21 09:46
[Twilight Zone Musik an] Heute erleben wir eine Moment in der existenz eines Wesen, dass in unsere Welt nur als toter Stein existiert. Doch hier, in dieser Welt, im dem sich auch ein Nazi-Reich entwickelt hatte, beginnt das Wesen zu leben.
Aber ein lebendes Wesen zu sein, ist nicht immer erstrebenswert. Das muss am Ende auch der steinere Wächter, der Gargoyl erkennen. [Twilight Zone Musik aus]

Ein Fehler ist mir in der Geschichte aufgefallen: Zitat:
Der Steinwächter kannte das Wort. Er war durch ein kabbalistisches Ritual als Golem entstanden, einem Wesen aus der jüdischen Mystik.
.
Also, der Golem war aus Lehm (Gott schuf den Mensch aus Lehm.) und der Gargoyl aus Stein... ok geht ja auch. Dem Golem legte man ein Papierstreifen mit Zauberformel in den Mund - und nur die Entnahme dieses Zettels stoppte den Golem. Feuer und Waffen konnte ihm nichts anhaben.
Hier löste die restliche Lebenskraft des Magiers und die Magier den Effekt des golemisierens (oder wie heißt das?) aus, und der Wolf war gegen Schußwaffen empfindlich).

OK, aber ansonsten gefiel mir die Geschichte
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