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Derrick und seine Fälle: Folge 135 - Familie im Feuer

Derrick und seine FälleFolge 135
Familie im Feuer

Franz Weiler, Jahrgang 1939, ein aus einfachen Verhältnissen stammender lediger Mann, ging keiner geregelten Arbeit nach. Schon mehr als einmal hatte er mit einer Gefängniszelle Bekanntschaft geschlossen. So ist er natürlich der Polizei kein Unbekannter, als sie am Tatort eintrifft und dort Weiler tot vorfindet. Zeugen berichten Oberinspektor Derrick übereinstimmend, dass sie drei Schüsse gehört hätten. Das geschah, als er über den unbeleuchteten Hinterhof zu einem Haus ging, in dem er zusammen mit seiner Mutter wohnte. Im Stammlokal des Toten erhält Derrick den vertraulichen Hinweis, dass Weiler wieder einmal die Absicht hatte, gemeinsam mit zwei Komplizen ein größeres Ding zu drehen. (1)


SzenenfotoDen Abschluss des Derrick-Jahres 1985 bildet eine recht durchschnittliche Folge, in der übliche Reinecker-Themen behandelt werden. Es geht hier um eine Familie und deren miserable Situation und um ein Verbrechen, in das der Vater verwickelt ist. Reinecker will klar machen, dass aus so einer Situation heraus schnell ein Mord passieren kann. Und automatisch ist eines Familienmitglieder auch tatverdächtig. Am Ende war jedoch jemand ganz anders der Mörder, und die Familie feiert ein kleines Happy-End. Das gab es auch selten bei Derrick.

Die Auflösung ist diesmal sogar recht überraschend. Der Täter ist jemand, mit dem man fast gar nicht gerechnet hätte. Regisseur Brynych hält sich mit seinen künstlerischen Akzenten diesmal m. E. erstaunlich zurück, so dass eine ganz brauchbare Folge dabei heraus kommt. Dennoch mangelt es an wirklicher Spannung.

Fehler, Unfälle oder Regiefehler gab es bei Derrick selten bis gar nicht. Das lag an Produzent Ringelmann, wie Horst Tappert einmal in einem Interview verriet. Er überließ nichts dem Zufall - da wurde sehr professionell gearbeitet (2).

Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Willy Schäfer (Berger), Henry van Lyck, Beate Finckh, Hans-Georg Panczak, Dirk Galuba, Alice Treff, Wolfried Lier, Ida Krottendorf und andere
Musik: Eberhard Schoener, Titelmusik: Les Humphries, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Zbynek Brynych. Erstsendung: 13.12.1986
 
(1) ZDF
(2) Interview unbekannter Quelle (aus dem Gedächtnis)
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Kommentare  

#1 Harry-Fan 2012-05-05 23:49
8) Wieder eine gute Kritik von dir. Ich muß sagen, G.Walt, dass ich deine Kritiken sogar lieber lese als die im "offiziellen" Derrick-Forum.

Übrigens, ich hatte den Eindruck, dass Henry van Lyck, der hier den Familienvater spielt, die ganze Zeit "wie Götz George" gesprochen und agiert hat! Wenn man die Augen zumacht, konnte man denken, der "Schimmi" ist da. Wär toll, wenn du mir da Bestätigung geben würdest. Grüsse!
#2 G. Walt 2012-05-06 15:50
Das ist mir nicht so aufgefallen. Mag aber sein. Viele Darsteller haben ähnliche Sprechstile, waren vielleicht auf der gleichen Schule.

Danke für das Lob.
#3 Daniel 2013-12-04 09:58
Die Zärtlichkeiten am Anfang im Treppenhaus fand ich überhaupt nicht Vater-Tochter gerecht; hab schon kurz überlegt ob die was miteinander haben und es gar nicht seine Tochter ist.
#4 Landlertanz 14 2018-12-05 01:20
Ich muss leider sagen durchwachsener Derrick Geschichte ist wie schon gesagt wie mans kennt
Und meiner Meinung zu unrealistisch das Derrick schon ganz am Anfang die Spur mit der Tochter hat.
Die Geschichte ist nicht Rund weil es so viele Sprünge gibt und die Info das die Tochter gesehen wurde erst so spät kommt naja sonst wär die Folge kürzer.
Bloß was gut ist am Ende die klassische Derrick Konfrontations Methode.
PS: Das mit dem Küssen fand ich auch komisch
#5 Henrik Siegel 2021-07-15 21:44
Dachte -insbesondere in erregteren Phasen-
auch, daß G. George hier synchronisiert hat.

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