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DER ALTE - Die Fälle des Leo Kress - Folge 124: Kein gutes Ende

DER ALTE - Die Kress-Ära Folge 124:
Kein gutes Ende

Nach der Ära Köster mit Siegfried Lowitz, die immerhin 100 Folgen der Reihe DER ALTE umfasste, kam man nicht umhin einen Nachfolger für das erfolgreiche Krimiformat zu finden. Am Ostermontag 1977 startete die Reihe mit dem Pilotfilm "Die Dienstreise". In Folge 100 starb Köster den Serientod. Helmut Ringelmann griff als Nachfolger auf Rolf Schimpf als Kress zurück, den er aus der gemeinsam mit ihm produzierten Serie "Mensch Bachmann" kannte.

Peter Wallner, ein rauschgiftsüchtiger junger Mann, bricht tot zusammen, nachdem er eine Gurke gegessen hat. Wie die Ermittlungen ergeben, war das gesamte Glas mit Zyankali vergiftet. Seine Mutter hatte es in einem Supermarkt gekauft, der von Werner Meridit betrieben wird. Hauptkommissar Leo Kress, der dort zufälliger Weise auch Kunde ist, konfrontiert den Einzelhandelskaufmann mit dem schrecklichen Vorfall, worauf dieser einen Drohbrief herauszieht, der Meridit zur Zahlung von hunderttausend D-Mark auffordert - andernfalls werde etwas Schreckliches geschehen.

Der Supermarkts-Besitzer hat sich damit nicht an die Polizei gewandt, was furchtbare Folgen hatte. Kress lässt den Laden schließen. In einer großangelegten Aktion werden alle Lebensmittel aus dem Markt zurückgerufen. Für Meridit bedeutet das den Ruin. Die Kriminalpolizei fahndet unterdessen nach dem Erpresser, der mittlerweile auch ein Mörder geworden ist. Dann taucht ein weiteres Erpresserschreiben auf... (1)

Volker Vogeler hat hier erstmals einen Whodunit beigesteuert, der sich in klassischer Erzählart versucht. Dabei verzichtet er diesmal sogar auf Gangstergeschichten und unnötige Ballereien. Insgesamt ist der Fall auch gut besetzt und wird gut gespielt. Einzig die Szene, in der Max Tidorf den Gifttod stirbt wirkt etwas aufgesetzt. Unwillkürlich erinnerte sich der Schreiber dieser Zeilen an den Fall "Mord um zwei Ecken" der Reihe Sonderdezernat K1. Dieser wurde aber von Dietrich Haugk inszeniert und Claus Theo Gärtner stirbt dort wesentlich glaubhafter. Der Unterschied ist ist, dass Max Tidorf hier "vergiftete Gurken" zu sich nimmt. Gärtner trinkt Schnaps.

Agnes Fink ist hier in einer ähnlichen Rolle zu sehen, wie 10 Jahre zuvor im Derrick "Kaffee mit Beate"

Letztlich ein spannender und ansehnlicher Fall, indem auch Kress seine Tochter Sabine wieder einen Auftritt hat und ungewollt Mithilfe bei der Aufklärung des Falles leistet.


Der Titel ist allerdings mal wieder austauschbar. Ein gutes Ende hat wohl kein Opfer in all den Mordfällen des ALTEN.

Buch: Volker Vogeler
Musik: Eberhard Schoener
Regie: Dr. Eberhard Itzenplitz
Mit: Rolf Schimpf, Michael Ande, Charles M. Huber, Monica Bleibtreu, Agnes Fink, Bettina Redlich, Max Tidorf, Jessica Kosmalla, René Heinersdorff, Horst Sachtleben, Ulrich Mattschoss, Hannes Kaetner u.a. Erstsendung: ZDF, 22.01.1988

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(1) = Die Krimihomepage (GP)

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