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Sonderdezernat K1 - Folge 22: Mord um zwei Ecken

Das SK1-TeamFolge 22
Mord um zwei Ecken

Kein sonderlich liebenswerter Familienvater ist Wolfgang Kleber, Signalmann auf einem Tauchboot im Hamburger Hafen.

Seine Frau Wanda muss als Putzfrau hinzuverdienen, weil er mit dem Wirtschaftsgeld geizt. Wenn es um harte Getränke für den eigenen Durst geht, greift er dagegen großzügig in die Tasche.


In einer Kellerkneipe gerät Kleber mit seinem Schwiegersohn Olaf Jensen heftig aneinander. Der Mann seiner Tochter Helga arbeitet mit ihm als Taucher zusammen, möchte sich aber selbständig machen. Um das zu verhindern, will der Alte einen dunklen Punkt aus Olafs Vergangenheit ans Licht zerren.

Auf dem Heimweg stürzt der volltrunkene Signalmann in ein Fleet. Es war ein Unfall. War es das? Auf jeden Fall bekommen die Männer vom Sonderdezernat K1 wieder Arbeit. Der „Mord um zwei Ecken“ erweist sich als verzwickter Problemfall. (1)

Die Handlung in der Inhaltsangabe verrät nur einen Teil der Geschichte. Denn Wolfgang Kleber ist ein wahrer Familientyrann, der nicht nur seine Frau unterdrückt, sondern auch die gemeinsamen, inzwischen erwachsenen Kinder. kein Wunder also, dann man ihn an den Kragen will. Doch der Trunkenbold hat mehr Glück als Verstand. Als er in die Fleet stürzte, wird er in letzter Not gerettet. Doch der Täter lässt nicht locker und vergiftet den Alkohol des Trinkers. Dumm nur, dass ausgerechnet der verhasste Schwiegersohn aus der Flasche trinkt. Der stirbt an dem E605. Ein Mord um zwei Ecken eben. Für die Männer des SK1 beginnen erst hier die Ermittlungen. Sie tauchen in schwierige familiäre Verhältnisse ein.

Mit dem vorletzten Fall für das SK1 ist Harald Vock und Derrick-Regisseur Dietrich Haugk die beste Folge der Reihe gelungen. Ein Familiendrama, dass in Mord mündet. wurde glaubhaft und eindrucksvoll umgesetzt. Eine eher untypische Früh-Achtziger-Jahre-Familie, wo fast alle noch unter einem Dach wohnen. Hass, Liebe und Verzweiflung auf engen Raum. Hier ist wirklich eine eindrucksvolle Folge mit ungewollter Milleustudie zustande gekommen. Einmal mehr gelingt es Vock die Charaktere besonders hervorzuheben. Er zählt dehalb auf besonders erfahrene und zugkräftige Fernsehschauspieler.

Wussow-Gattin Ida Krottendorf spielt eine in der Ehehölle gefangene Frau, die stetig am Hungertuche nagt, da ihr Mann alles Geld in die Kneipe trägt. Diesen spielt Hans-Helmuth Dickow besonders gekonnt. Seine etwas diebere Art passt genau auf diese Rolle. 12 Jahre später erinnert sich Vock an Dickow und besetzt ihn als Ermittler für den Krimi "Tod eines Schaustellers". Ein Drehbuch übrigens, welches für das SK1 geschrieben wurde, aber nicht mehr realisiert werden konnte.

Als Schwiegersohn brilliert der spätere "Fall für Zwei"-Detektiv Matula alias Claus-Theo Gärtner. Er stirbt hier denn wohl brutalsten Gifttod der Fernsehkrimigeschichte. Sehr gut inszeniert.

Auch diesmal sind wieder einige bekannte Hörspielsprecher aus alten EUROPA-Tagen zu Gast: Klaus Dittmann, Volker Bogdan und TKKG-Kommissar Günther Dockerill.

Darsteller: Gert Günther Hoffmann (Arnold Matofski), Claus Ringer (Eberhardt Seidel), Hubert Schuschka (Kurt Diekmann), Horst Janson, Petra Verena Milchert, Angelika Bender, Ida Krottendorf, Hans-Helmuth Dickow, Claus-Theor Gärtner, Sven-Eric Bechtolf, Klaus Dittmann, Volker Bogdan, Günther Dockerill und andere
Stab: Musik: Martin Böttcher,  Produktion: Harald Vock, Regie: Dietrich Haugk
Erstausstrahlung: Donnerstag, 04.02.1982, 73 Min. © Norddeutscher Rundfunk 1982

(1)= NDR

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