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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 93 Ein Playboy segnet das Zeitliche

Der Kommissar und seine MörderFolge 93
Ein Playboy segnet das Zeitliche

Der Playboy Mandy Schulz sorgt ständig für Aufsehen: Jedes Mädchen, das er für einige Zeit zu sich nimmt, jeder mehr oder minder geschmackvolle Auftritt, jede Summe, die er Abend für Abend ausgibt, wird von eifrigen Reportern notiert. Da man Mandys Extravaganz kennt, nimmt niemand es so recht ernst, dass ein unbekannter Anrufer ihn seit einigen Tagen mit Mord bedroht und alle sind mehr erstaunt als erschrocken, als Mandy erschossen wird.


Während sich die Reporter noch um seine Leiche drängen, beginnt der Kommissar mit der Aufklärung dieses Verbrechens. Da Mandys Bekanntenkreis unendlich groß ist, steht er vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Doch dann erfährt Kommissar Keller eine Geschichte aus Mandys Leben, die ihn stutzig macht...(1)

Es gibt einige Wendungen. Zunächst glaubt man der Mord wäre die Rache für ein Mädchen, das wegen Schulz in den Tod ging. Am Ende kommt raus, das es ums Geld ging.

Wieder eine schöne und spannende Folge mit glänzenden Akteuren. Diesmal wird das Leben eines Playboys nachgezeichnet, der über viel Geld verfügt. Helmuth Lohner spielt diesen, nachdem er bereits ein Jahr zuvor in DERRICK, Folge "Johanna" als Mörder überzeugte hier ist er nun das Opfer. Der Mörder hingegen wird von Peter Fricke gespielt. Aber auch ansonsten gibt es einige interessante Personalien. Evelyne Kraft, die hier ein Liebchen des Playboys spielt, wurde durch einige Sexfilmchen bekannt, spielte aber auch in seriösen Produktionen mit. U.a. in "Lady Dracula". Sie debütierte 1972 in dem Horrofilm "Casa d’appuntamento" neben Anita Ekberg. Es folgten einige Käfer-Filme von Rudolf Zehetgruber. Irgendwann zog sie sich aus dem Schauspielgeschäft zurück und gründete eine Firma. Sie starb bereits früh im Alter von 57 Jahren und überraschend an Herzversagen. Carl Lange ist u.a. aus drei Edgar Wallace-Filmen bekannt. Donata Höffer in einer Minirolle sprach in den 80er Jahren in ein paar Hörspielen mit; u.a. "Larry Brent" und "Die Gruselserie".

Das "Hamburger Abendblatt" gab damals zu dieser Folge bekannt, das der Produzent Ringelmann bereits mit Siegfried Lowitz in Verhandlungen stand, der den Nachfolger als "DER ALTE" spielen sollte. Der "Kommissar" hatte nur noch vier Folgen vor sich. Zunächst kaufte man aber die US-Serie "Petrocelli" beim ZDF ein um die Zeit zu überbrücken. Es galt Lowitz vom Münchner Residenztheater frei zu bekommen. Ringelmann erklärte damals, das er aber noch drei weitere Darsteller für die Rolle in der Hinterhand habe. 

Nachdem man bereits zwei Folgen zuvor den "Tod des Apothekers" hatte, war man bei der Titelwahl diesmal etwas kreativer aber wenig einfallsreicher.

Gedreht 1975, Erstsendung 24.10.1975

mit Erik Ode, Günter Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Elmar Wepper, Helma Seitz, Helmuth Lohner, Peter Fricke, Barbara Rütting, Dieter Prochnow, Andreas Seyfert. Evelyne Kraft, Carl Lange, Kai Fischer, Veronika Fitz, Donata Höffer, Michael Graeter u.a.
Stab: Regie: Theodor Grädler - Buch: Herbert Reinecker - Titelmusik: Herbert Jarczyk - Musik: Erich Ferst, Golden Earring: Are You Receiving Me, Suzy Lunacy; Love Unlimited Orchestra: Barry's Theme l- Neue Münchner Fernsehproduktion 1975

(1)= 3sat
Foto: 3sat

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-12-12 12:58
Das ist eine nette Episode.

Aber mal was anderes. :lol: :lol: Lady Dracula ist eine seriöse Produktion? Ernsthaft? Diese deutsche Trashgranate? Und welche Sexfilme meinst du überhaupt? Nur weil sie sich ein- oder zweimal vor der Kamera ausgezogen hat, ist Evelyn Kraft doch keine der Sexfilmdarstellerinnen wie Ingrid Steeger oder Ulrike Butz. Und Casa d' appuntamento alias Das Auge des Bösen ist ein (recht schwacher) Giallo mit einem sehr langweiligen Schlitzer. Der qualifiziert sich wirklich nicht als Horrorfilm.
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#2 G. Walt 2015-12-12 14:20
Naja, das es einen Aufschrei gibt, wenn ich Lady Dracula als seriös bezeichne, habe ich geahnt. Zumindest hebt sich diese Produktion doch etwas von Sexfilmchen ala Schulmädchenreport ab (war ein Kinofilm) und schaffte es ins Lexikon des Horrorfilms (wenn ich mich nicht irre). Es war halt ein beachteter deutscher Film vom Regisseur Gottlieb mit Stars wie Walter Giller, Eddi Arend, Brad Harris u.v.m. Keiner reiner Sexfilm. das er trashig und misslungen war ist eine andere Sache, aber das kann man auch von dem einen oder anderen Wallace-Film behaupten. Die Sexfilme in denen sie sich zusätzlich auszog waren dann tatsächlich solche, in denen sich auch Sascha Hehn und Co. Anfang der 70er entblößte und die nicht mal in der IMDB gelistet sind. das war gemeint.
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#3 Andreas Decker 2015-12-12 15:58
Das war doch kein Aufschrei :lol: Höchstens ein amüsiertes Stirnrunzeln.

Wenn man mal gut lachen will, muss man sich den Trailer zu Lady Dracula ansehen. "Lady Dracula in Liebe, folgt im Sarge ihrer Triebe". Deutscher Gruselspaß vom Feinsten :D Du hast aber recht, die Besetzung kann sich sehen lassen. Die u.v.m. sind Theo Lingen, Roberto Blanco und Heinz Reincke. Das Teil ist ein Who is Who deutscher Schauspieler vor dem Karriereknick. Wenn Horst mal seinen Teil 2 über die Katastrophe deutscher Genrefilme schreibt, hoffe ich, dass er diese Gurke gebührend würdigt ;-)

Und die Report-Filme waren auch alle Kinofilme. (So schwer vorstellbar das heute auch ist.)

zitiere G. Walt:
und schaffte es ins Lexikon des Horrorfilms (wenn ich mich nicht irre).


Stimmt, aber wenigstens das wollen wir ihm nicht vorwerfen ;-)
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