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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 84 - Am Rande der Ereignisse

Der Kommissar und seine MörderFolge 84
Am Rande der Ereignisse

Kunstexperte Dr. Zorn steigt in einem Münchner Hotel ab.

Er bestellt eine Sekretärin, weil er einen wichtigen Brief zu diktieren hat. Erna Gutmann schreibt deshalb den Brief mit, doch während des Diktates wird Zorn unterbrochen: ein Mann will ihn unbedingt sehen, worauf Zorn Frau Gutmann wegschickt. Der Unbekannte erschießt Dr. Zorn durch die Hoteltür hindurch.


Kommissar Keller fragt sich u.A.: was weiß Frau Gutmann? Hat Sie etwas gesehen? "Am Rande der Ereignisse" stellt er auch fest, dass Frau Gutmann eine gehbehinderte Tochter hat. (1)

Hinter dem unscheinbaren Titel verbirgt eine recht spannende Folge. Ungewöhnlich für Regisseur Theodor Grädler. Für die Actionfolgen war bisher fast immer Helmut Ahsley oder Jürgen Goslar zuständig. In den vielen seiner Folgen verzichtete Grädler auch auf Musik. Diese Folge ist genau das Gegenteil . Es zeigt aber auch auf angenehme Weise, das der Regisseur durchaus auch die Qualitäten hatte einen temporeicheren Stoff umzusetzen und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Stilmitteln wie der Musik etwa oder den schnelleren Bildschnitten. Auch rasantere Kamerafahrten (z.B. im Auto der Polizisten) gehören dazu. 

Keller und sein Team bekommen es hier mit eiskalten Mördern zutun und das Finale gipgelt in einem Alleingang von Heines, der sich undercover ins Gangsterhotel einnistet. Diese actionreicheren Finals werden häufiger zum Ende der Serie. Sie sind eher untypisch für die gesamte Serie und erinnern schon eher an Fernsehkrimis der frühen 70er Jahre. Reinecker schien in dieser Phase besonders krimifreudig gewesen zu sein und man erinnert sich unweigerlich an seine Dreiteiler wie "Der Tod läuft hinterher" oder "Babeck".

Maria Schell erlebt man in einer ebenso ungewohnten Rolle als Sekretärin, die erpresst wird. Zudem ist sie eine Zeugin. 

Gedreht 1974, Erstsendung 31.1.1975

mit Erik Ode, Günter Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Elmar Wepper, Helma Seitz, Maria Schell, Romuald Pekny Paul Edwin Roth, Gaby Fischer, Werner Pochath, Erik Schumann, Eva-Ingeborg Scholz  u.a.
Stab: Regie: Theodor Grädler - Buch: Herbert Reinecker - Titelmusik: Herbert Jarczyk - Musik: Hans-Martin Majewski, Knut Kiesewetter: What You Call To Be Free, Eden Roc's: Jumbo- Neue Münchner Fernsehproduktion 1974

(1)= 3sat
Foto: 3sat

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