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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 46: Überlegungen eines Mörders

1Folge 46:
Überlegungen eines Mörders

Erika Taveller hat Angst: wenige Sekunden bevor ihr Mann, der Fabrikant Hubert Taveller seine Villa betritt, wird auf sie ein Mordanschlag verübt.

Der Täter bleibt unerkannt. Kommissar Keller stellt sie und ihren Mann Hubert sofort unter Polizeischutz, da man einen weiteren Mordversuch erwartet. Erika kann ihre Villa nur mehr selten verlassen.


Der Kommissar ist zunächst ratlos, doch dann hat er eine neue Spur: der Täter oder die Täterin muss sich unter den unmittelbaren Verwandten oder Bekannten befinden. (1)

Sehr spannende Folge, die ich mal als Kammerspiel bezeichnen möchte und eine Handlung liefert, die auch einem Durbridge oder einem Christie-Roman entsprungen sein könnte. Die meisten Szenen spielen im Haus des Paares Taveller, in dem einiges nicht zu stimmen scheint.
Hat der Hausherr ein Verhältnis mit seiner Haushälterin? Ist Erika Taveller wirklich so schwach wie es scheint? Und welche Rolle spielt der Gärtner, der überall dort in der Nähe ist, wo etwas passiert? Die Auflösung ist überraschend.


Immer wenn Harry Mayen in einem Krimi auftaucht, sagt der Zuschauer sofort "Das ist der Mörder!".
Meistens hat er Recht. In diesem Fall liegt er daneben. Obwohl Mayen sich dann im Verlauf der Handlung doch sehr verdächtig benimmt. Aber ihn als Täter zu präsentieren wäre sich zu einfach gewesen - zu offensichtlich.

Ferner "an Bord" sind Grit Böttcher und Nadja Tiller. Letztere arbeitet wieder mal mit Erik Ode zusammen. 1953 hatte sie unter seiner Regie in "Schlagerparade" mitgespielt. 
Claudia Buthenuth spielt die Tochter des Hauses. Nachdem sie sich lange von der Schauspielerei zurück gezogen hatte, machte sich für wohltätige Dienste stark. Ihr letzter Einsatz vor der Kamera war in einer Derrick-Folge. 1971 spielte sie in dem italienischen Giallo Das Geheimnis der grünen Stecknadel mit. 2016 starb sie.(2)

mit Erik Ode, Günter Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Grit Böttcher, Claudia Buthenuth, Nadja Tiller, Harry Mayen, Christiane Rücker u.a.
Regie: Dietrich Haugk - Buch: Herbert Reinecker - Musik: Peter Thomas - Titelmusik: Herbert Jarczyk
Hergestellt durch die Neue Münchner Fernsehproduktion im Auftrag des ZDF

(1)= 3sat
(2)= Claudia Buthenuth (Wikipedia)
Stabangaben und Sendedaten: Freundeskreis Der Kommissar

Vorheriger Fall: Der Kommissar und seine Mörder - Folge 45: Schwester Ignatia
Nächster Fall: Der Kommissar und seine Mörder - Folge 47: Tod eines Schulmädchens

Kommentare  

#1 H.V. 2020-09-05 13:05
Claudia Butenuth ist mittlerweile verstorben: de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Butenuth
#2 G. Walt 2020-09-05 16:53
zitiere H.V.:
Claudia Butenuth ist mittlerweile verstorben: de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Butenuth


Das stimmt, zum Zeitpunkt des Schreibens der Zeilen war sie noch unter den Lebenden. Dennoch danke für diese wertvolle Ergänzung. Hier gilt es zeitloser zu schreiben, um Irritationen in der Zukunft zu vermeiden. ;-)
#3 Ralph Lehmkühler 2020-09-12 22:41
Ja also, ich schätze die Ideen von Herrn Reinecker im "Kommissar", da waren wirklich gute und überraschende Wendungen drin im Gegensatz zu
"Derrick". Auch hier überrascht die Auflösung. Aber woher wußte der Kommissar, wer hier für den Mord verantwortlich ist ? Auf die Ehefrau des Getöteten wäre doch eigentlich niemand gekommen. Und dann finde ich es auch sehr TV-typisch, dass man einen Mann mit dem Strumpf alias Walter als Aufklärungsmittel einsetzt. Aber sei es drum: ich finde diese Folge gelungen.
#4 Frank Reichelt 2020-09-13 08:10
Die Folge besticht für mich vor allem durch das Ensemble. Mit Grit Böttcher, Nadja Tiller, Christiane Rücker und Ernst Stankovski gab es mal ein paar neue Gesichter, die nur einen Auftritt in der Serie hatten, soweit ich weiß. Die Böttcher übetreibt zwar mit ihren großen Kulleraugen ein wenig, dafür ist aber der angewiderte Gesichtsausdruck der Rücker göttlich, wenn Grit Böttcher mal wieder einen emotionalen Anfall bekommt.
Harry Meyen ist sowieso außerhalb jeder Diskussion, für mich liegt die Folge unter den ersten drei.

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