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Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: DER VANGA-ZYKLUS, Teil 1

Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-SerieDER VANGA – ZYKLUS
Teil 1

BAND 52 – IM REICH DER FEUERGÖTTIN von HORST HOFFMANN

Mythor treibt bewusstlos und ohne Waffen in den Fluten der Schattenzone. Die Zaubermutter Zahda rettet den Helden und bringt ihn in die „sichereren“ Gewässer der Dämmerzone, dem Grenzgebiet zwischen Schattenzone und Lichtwelt, in die Nähe der Insel Tau-Tau.

Dieser Insel, die von Frauen unter der Führung der magisch begabten Stammesmutter Mauni beherrscht wird, droht eine Katastrophe: der Vulkan der Insel, in dem die Feuergöttin Ramoa residiert, droht auszubrechen. Ramoa scheint von Dämonen besessen zu sein und soll vom wiedergeborenen Helden Honga getötet werden.

Im Reich der FeuergöttinHonga erscheint im Körper Mythors, der keinerlei Erinnerungen an die Vergangenheit hat, und erst, als er das Schwert Alton, das im Körper eines Dämonenfisches gefunden wurde, berührt, kehrt seine Erinnerung an Gorgan zurück.

Mythor weiß nun, dass der Kometentochter Fronja Gefahr droht und er sie weiter im Süden suchen muss. Doch zunächst muss die Feuergöttin besiegt werden, daher macht sich Mythor mit einigen Begleitern auf den Weg zum Vulkan. Nach einigen Gefahren und Kämpfen erreicht Mythor mit Oniak, einem Mann von „weiter südlich“ den Kraterrand. Dort werden die beiden von einer großen Anzahl Tucken, fledermausartigen Dämonenwesen, angegriffen. Mauni, eine Rivalin von Loana, hat die Wesen unter Kontrolle, denn sie trachtet nach der Macht der Feuergöttin.

  • Cover: Nicolai Lutohin
  • Illustrationen: Jochen Fortmann
  • erschienen am: 14.04.1981

Besonderheiten:
  • Autorenvorstellung Hugh Walker
  • Mythors Welt: Tau-Tau, Tau

Die Hauptpersonen des Romans:
  • Mythor - Der Sohn des Kometen auf der Insel der Feuergöttin.
  • Oniak - Ein Opfer für die Feuergöttin.
  • Loana - Stammesmutter der Tau.
  • Mauni - Loanas Rivalin.
  • Solanga - Jägerin vom Stamm der Matu.

Der Held und die FeuergöttinBAND 53 – DER HELD UND DIE FEUERGÖTTIN von HORST HOFFMANN
Mythor und Oniak können die Tucken besiegen bzw. vertreiben, und noch sieht es so aus, als hätte die Feuergöttin Ramoa die Dämonenwesen aus der Schattenzone herbeigerufen. Tatsächlich werden die Tucken aber von der verräterischen Mauni kontrolliert, die tief im Inneren des Vulkans eine einäugige dämonische Statue anbetet – Mauni ist eine Dämonisierte. Die Tucken entführen Oniak, der von Mauni „umgedreht“ wird – er soll Mythor ins Verderben locken, während Mauni mit den Tucken versuchen will, Ramoa endgültig aus dem Weg zu schaffen. Durch ihre dämonischen Kräfte kann Mauni die Feuergöttin in die Bewusstlosigkeit schicken. Mythor hat inzwischen erkannt, dass mit Oniak etwas nicht stimmt und schlägt diesen bewusstlos. Danach dringt er bis zu Maunis Dämonenstatue vor und zerstört diese, indem er mit Alton das Auge der Statue aus der Fassung bricht. Maunis Macht schwindet und sie wird von Oniak getötet; Ramoa erlangt wieder das Bewusstsein. Mythor, Oniak und Ramoa entkommen den restlichen Tucken und der Lava des ausbrechenden Vulkans mit einem paragleiterähnlichen Schwebedrachen, der sie nach Süden trägt. Dort soll sich die Große Barriere befinden …

  • Cover: Nicolai Lutohin
  • Illustrationen: Jochen Fortmann
  • erschienen am: 21.04.1981

Besonderheiten:
  • Kurt Luif über "Schwert & Magie" Folge 18
  • Mythors Welt: Zeitrechnung, Feuergöttin Ramoa

Die Hauptpersonen des Romans:
  • Mythor - Der Sohn des Kometen im Reich der Feuergöttin.
  • Oniak - Der Mann von jenseits der Barriere.
  • Kauna - Sie wartet auf Mythors Rückkehr.
  • Ramoa - Feuergöttin von Tau-Tau.
  • Mauni - Ramoas Rivalin.

Die Detailkarte Fazit: Mit „Im Reich der Feuergöttin“ und „Der Held und die Feuergöttin“ betritt der Leser – zusammen mit Mythor – erstmals die „weibliche Hälfte“ der Welt. Leider startet der neue Zyklus genauso abgehackt, wie der erste Zyklus endet. Die Erklärung, dass Mythor nach seiner Wiedererweckung von nichts weiß und erst Alton in die Hand nehmen muss, um sich zu erinnern, klingt ziemlich an den Haaren herbeigezogen, vor allem, weil ihn erst die Zaubermutter rettet, um ihn dann ohne Erinnerung wieder auf die Frauenwelt loszulassen – damit er kurze Zeit später theatralisch seine Erinnerung wiederbekommt. Was für ein Unfug.

Die Szenen auf Tau-Tau sollten wohl dazu dienen, den Leser darauf einzustimmen, dass in Vanga die Frauen am Ruder sind. Leider liest sich die Story wie eine Mischung aus Südsee-Dschungelcamp und einer Zickenkrieg-Soap; die interessanten Informationen finden sich dagegen in den beiden „Mythors Welt“-Artikeln. Lediglich Ramoa wird den Leser noch etwas begleiten; der Schauplatz Tau-Tau und die langatmig eingeführten Nebenfiguren sind mit Abschluss von Band 53 abgehakt und schnell vergessen.

Hier wurde die Chance vertan, mit einem neuen Zyklus, neuen Schauplätzen und Nebenfiguren ein wenig Drive in die Geschichte zu bringen.

 

© by Michael Wuttke

Kommentare  

#1 Des Orphan 2011-06-07 20:16
Sehr knappe, aber treffende Zusammenfassung der ersten beiden Vanga-Bände.
Wieso fast ihr eigentlich immer 2 Hefte zusammen?
Ich fände es übersichtlicher, wenn die Hefte nach Themenkomplexen besprochen würden, wobei man sicherlich nicht mehr als 3 Hefte zugleich vorstellen sollte; aber vielleicht in Form von Teil 1 und Teil 2.
Egal, auch ich teile deine Ansicht, dass der Zyklusstart eher verschenkt wurde.
Vielleicht wäre es besser gewesen Mythor erstmal außen-vor zu lassen und den Konflikt der Zaubermütter ins Zentrum zu rücken; gepaart mit der Vorstellung der Amazonen, wäre das eigentlich nicht schlecht gewesen und der Sohn des Kometen hätte erst nach 5-6 Heften dazustoßen können.
Ansonsten finde ich das Vanga-Szenario durchaus ansprechen und zur damaligen Zeit auch recht orginell.
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