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Dallas, Denver und Olymp

Teestunde mit RolfMoin Rolf, heute gibt es Extra-Tee. Du erzählst was über eines deiner Projekte. Der Tee ist serviert …

Dallas, Denver und Olymp

Es ist allgemein bekannt, dass ich immer erst richtig anfange zu arbeiten, wenn die Termine drücken. Das habe ich mit einer ganzen Reihe von Autoren-Kollegen gemeinsam.

Für ›Visionia‹ standen gerade mal eine Hand voll Seiten und die Teestunde wäre dran gewesen, wenn nicht plötzlich der Zauberspiegel verschwunden gewesen wäre.


Aber das ist dann »Ruhe die erste Bürgerpflicht« und am nächsten Tag konnte es ja anders aussehen. Nur - es sah nicht anders aus.  Und dann eben der Satz »...ob und wann wir zurück kommen ...« Das bedeutete bei mir erst mal alles auf ›stand by‹ und abwarten. Was für mich also bedeutet - »Rücksturz in die Cyber-Welt« und »Wenn dich das zweite Leben ruft ...« - um das mal mit reißerischen SF-Titeln zu sagen.

Warum sich Arbeit machen und weiter schreibe, wenn es vielleicht nicht weiter gehen sollte. Denn dann wäre von mir alles abgebrochen und weder ›Visionia‹ fortgesetzt noch der ›Petronius‹ geschrieben worden. Das sind beides Projekte, die sich nicht als Buch, sondern nur auf diese Art realisieren lassen. Sieben Bücher bei ›Visionia‹ und noch ein paar  mehr beim ›Petronius‹ - da zeigt jeder Verlagsmitarbeiter sofort das berühmte ›Vögelchen‹.

Aber nun haben sich Hermann und Bettina ja entschlossen, den Zauberspiegel weiter zu machen - und so habe ich auch die Möglichkeit, euch meine Geschichten weiter zu erzählen.

Nur kann ich natürlich nicht mit einem Zauberspruch jetzt rund 50 Seiten »Visionia« aus dem Boden stampfen. Immerhin habe ich in der Cyber-Welt so meine ›Verpfichtungen‹ - sei es beim Management in einem Club oder bei der ›Band‹, in der einer meiner Avatare spielt und die ziemlich oft auf der Bühne steht.

Hermann braucht aber schnell Material für den Zauberspiegel, damit ihr was zu lesen habt.  Und weil ich über die Feiertage hier auch noch einige andere Dinge zu tun habe und ab Ostermontag Lisa für eine Woche ›beim Opa‹ ist, wird eben was improvisiert.

Ich habe ja in den Teestunden schon einige Roman- und Serien-Konzepte gebracht, die ich selbst sehr mag. Die Verlage - auch die Klein-Verlage, denen ich sie angeboten habe - haben jedoch abgelehnt oder die Sachen überhaupt nicht beachteten.

Warum soll ich also nicht jetzt einige Expos, die ich besonders gern mag, in einer außer der Reihe erscheinenden ›Teestunde - Extra‹ veröffentlichen. Da ist es erst mal zu schaffen, dass fast an jedem Tag ein Zauberspiegel-Beitrag kommt.

Ausarbeiten kann ich diese Ideen früherer Jahre wohl kaum noch. Natürlich würde sich Hermann die Finger lecken, hier das eine oder andere noch zu bekommen - doch mit ›Visionia‹ und dem ›Petronius‹ bin ich ausgelastet. Sonst artet das alles in Arbeit aus - und Arbeit muss nun mal bezahlt werden. Und für die paar Kröten, die ein E-Book bringt mache ich mir keinen Stress mehr auf meine letzten Jahre.

Also warum sollt ihr diese alten Roman- oder Serien-Konzepte nicht noch zu lesen bekommen, bevor irgendwann die Ordner mit den Ausdrucken dieser Texte in der Blauen Tonne landen und die Festplatte meines Computers gelöscht wird, weil ich selbst nicht mehr da bin.

Wenn ich sie euch hier und jetzt zu lesen gebe, hat Hermann erst mal rasch Material, das er bringen kann und ich kann vorher all diese Sachen, die ich schon fast vergessen habe, von mal durchstöbern und vor allen Dingen durchschmökern. Denn die Urfassung des anhängenden Exposes »Olympia - Der Götter-Clan«  stammt aus dem Jahr 1993 - wo an die »Diebe im Olymp« noch niemand gedacht hat - falls jemand da meint, den Kupfer-Schmiede-Hammer zu hören... die Grundlage sind, wie in der Vorbemerkung schon steht, die Serien »Dallas« und »Der Denver-Clan«.

Durch Speicherung auf immer neue Systeme sind die Texte durch sonderbare Zeichen so zerschossen, dass ich alles noch mal durchgehen muss und so auch stilistisch noch eine ›Bearbeitung der letzten Hand‹ machen kann.

Wir fangen also heute mit einer etwas außergewöhnlichen Satire-Idee an, die abseits jeden Mainstreams liegt und es mir heute klar ist, warum ich nicht mal Ablehnungs-Schreiben dafür bekommen habe. Aber vielleicht gefallen sie euch ja. Und ich will mal sehen, dass ich es schaffe, dass ihr in den nächsten Tagen immer mal wieder eine ›Teestunde-Extra‹ haben werdet - bevor wir dann mit ›Visionia‹ wieder im richtigen Zeitabschnitt liegen.

Viel Spaß beim Lesen und euch allen ein wunderschönes Osterfest... oder wie ich so zu sagen pflege... ein schönes Fest der Hasen und Hühner...  

Olympia
Der Götter-Clan

VORBEMERKUNG
Wenn man die Mythologien der antiken Welt in Relationen zu be-kannten und beliebten TV-Unterhaltungsserien amerikanischen Zu-schnitts nimmt, fallen dem unvoreingenommenen Betrachter sofort eine grosse Anzahl von Parallelen auf.
Die Götter in den Pantheen des Altertums benehmen sich nicht nur recht ungöttlich irdisch, sondern die Art, wie sie ihre Macht über die Sterblichen nutzen sowie ihr Verhältnis untereinander erinnert stark an Erfolgsserien wie Dallas,  Der Denver-Clan oder Falcon-Crest. Diese Serien erfreuen sich nicht nur laufender Wiederholungen, sondern sie haben überall in der Welt Nachzieher verschiedener Ar-ten gefunden.
Aus dieser Popularität  heraus entstand der Gedanke, Dallas, Den-ver & Co. einmal gehörig auf die Schippe zu nehmen.
Die griechische Mythologie eignet sich besonders gut zum Vergleich mit dieser Art Serien aus der Welt der Super-Reichen, die über Wirt-schafts-Imperien gebieten. Gott Zeus ist der absolute Herr des Olymp und damit eine Figur wie Blake Carrington beim Denver-Clan. Und wie sein amerikanisches Alter Ego hat er in seiner Firma wie mit seiner Familie jede Menge Schwierigkeiten - am meisten bei seiner Ehefrau Hera.
Einen Leidensgenossen hat Zeus im nordischen Odin, dem seine Mannen (besonders Heimdall, der Pförtner und Thor, der Vorarbeiter mit dem Vorschlaghammer, zwar besser gehorchen, der jedoch ebenfalls mit seinem Weibe Kummer hat.
Dazu kommt, dass Loki, Odins jüngster Halbbruder mit zweifelhafter Herkunft (seine Mutter war eine Riesin), die Walhalla-GmbH & Co. klammheimlich zugrunde richten will. Er verbindet sich mit den Ma-rodeuren der "alternativen Szene" (Riesen, Zwerge und Ungeheuer), die nicht ins nordische Götterbild passen, um irgendwann Ragna-röck, die große rote Revolution (Götterdämmerung) anzuführen - na-türlich nur mit dem Ziel, dann selbst Chef der Firma zu werden.
All diese Fakten reizen bei der modernen Betrachtungsweise alter Mythen zu einer Satire. Und da die Götter- und Heldensagen des al-ten Hellas am bekanntesten sind, sind die Bewohner des Olymp das Zentralthema einer Reihe mit Zeitbezügen umgedeuteter Sagen für eine flüssige Handlung erfundenen Ereignisse, die daraus ein ge-schlossenes Bild machen.

Auch historische und pseudo-historische Begebenheiten (z.B. die Abenteuer des Herakles, die Argonautenfahrt oder der trojanische Krieg) fließen in die Handlung ein, ohne dass hier sklavisch dem vermutlich korrekten Zeitablauf gefolgt wird. Die Handlungen be-kannter Sagen und Mythen werden genau so modern interpretiert wie das Geschehen rund um die Götter.
Wo es notwendig erscheint, reden die "Unsterblichen" im leicht ironi-schen Umgangs- und Szene-Deutsch, um die Satire zu unterstrei-chen. Auch bissige Seitenhiebe auf die heutige Zeit wird der Leser im ausreichendem Masse vorfinden. Obwohl die überlieferten Fakten bis ins kleinste Detail erhalten bleiben und nur für die "Moderne" umgedeutet werden finden sich genügend Bezugspunkte, wo nicht nur die Kulturen, Religionen oder Weltanschauungen der geschrie-benen oder überlieferten Geschichte persifliert werden. Wo es sich anbietet, wird die heutige Gesellschaft mit aktuellen Bezügen aus Politik und Gesellschaft karikiert und auf die Schippe genommen.
Reibungspunkte im Götter-Clan der Griechen gibt es genug. Denn für die Damen und Herren des Olymp geht nicht nur darum, die Welt der Sterblichen wie einen großen Konzern zu regieren. Eine "Fabrik" in der die Menschen die arbeitende Masse sind, die das Produkt herstellen, von dem sich die Götter ernähren.
Sie leben ja nicht nur von Ambrosia und Nektar - sondern vor allen Dingen vorn den Gebeten der Sterblichen. Dafür brauchen die Göt-ter die Menschen - wie eben ein Kapitalist seine Arbeiter zum weite-ren Geld verdienen braucht.
Die große Firmenpolitik im "Olymp" wird schon durch das Verhältnis der Götter in Bezug auf Sympathien oder Rivalitäten untereinander erheblich gestört. Wie in den TV-Serien geht es bei den alten Göt-tersagen ja meist um Streitereien um Ehe und Ehebruch sowie die nichtehelichen Kinder aus Seitensprüngen mit Sterblichen, die ver-sorgt werden wollen. Ein Beispiel dafür ist Herakles, der zum besse-ren Verständnis des Lesers in der Story mit seinem römischen Na-men Herkules genannt wird. Und es gibt kaum einen der griechi-schen Götter, der nicht irgendwo sterbliche Ableger hat.
Den großen Rahmen der Roman-Handlung bildet der grundlegende Konkurrenzkampf der verschiedenen Götterwelten des Altertums untereinander. Also im Schwerpunkt die Götter Griechenlands, Babylons, Ägyptens und der Wikinger.

Wie die Ewings und Carringtons in Dallas und Denver um die Vorherrschaft im Erdölgeschäft, so streiten sich die Göttergesellschaften verschiedener Kulturkreise um die Anbetung ihrer Gläubigen bei den verschiedenen Völkern. Und man hetzt die Sterblichen nicht nur in Kriege, damit sie in den eroberten Gebieten ihre Götterkulte verbreiten, sondern auch, damit mehr Gebete nach oben gelangen und den Reichtum der einzelnen Götterfamilien genau so vermehren wie das Geld durch die Arbeiter und Angestellten einen Fabrikanten oder sonstigen Kapitalisten vermehrt wird.

Zu den Hauptakteuren der Handlung, also den "prominenten Götter eines jeden Pantheons"  gesellen sich immer wieder Gast-Stars, d.h. kleinere und unbekanntere Götter, Fabelwesen, Halbgötter oder besonders bevorzugte Sterbliche. Das bringt Farbe in die Handlung. Doch die Hauptfigur ist Zeus, der Big-Boss, der es mächtig schwer in seiner Firma hat.

DER BEGINN DER HANDLUNG

Nach dem Glauben der Griechen entstand die Welt, als Uranus, das Weltall, und Gäa, die Erde, zusammenkamen. Ihr gemeinsamer Sohn war Chronos, die Zeit.

Aufgehetzt durch seine Mutter Gäa stürzte Chronos mit Hilfe seiner älteren Titanen-Brüder Vater Uranos vom Thron. Danach verbannte er die Titanen in die Unterwelt und heiratete seine Schwester Rhea, die ihm den Zeus gebar.

Und mit Hilfe seiner Brüder Poseidon und Hades sowie der Titanen, die er befreite, stürzte Zeus wiederum Chronos vom Thron. Bei den Griechen wird Chronos getötet. Doch in der römischen Sage überlebt er und geht unter dem Namen Saturn nach Italien in die Verbannung. Danach ordnet Zeus als König der Gerechtigkeit den Olymp neu. Allerdings erst, nachdem er die Titanen wieder in die Unterwelt eingeschlossen hat, weil man sie jetzt nicht mehr braucht.

Welch eine Overtüre für eine klassische Seifen-Oper.

Das Einstiegs-Kapitel in den Roman ‘OLYMPIA - Der Götter-Clan’ ist die konstituierenden Gesellschafterversammlung der Götter im Olymp. Da die Götter eine grosse Familie sind, will natürlich jeder sein Pöstchen und seinen Einfluss haben. Aber Zeus, dem es gelungen ist, seinen alten Herrn Chronos in der Firma kalt zu stellen, gelingt es mit allen Tricks, sich die zentrale Machtposition im Olympia-Trust zu verschaffen.

Im Roman weißt niemand so ganz genau, ob sich Chronos, der Senior-Chef, nach seinem Rauswurf aus der Firmenleitung selbst umgebracht hat oder ob er sich ins Ausland absetzen konnte. Gäa, die alte Dame und Firmengründerin an der Seite des Uranos, wird erst einmal, was die Geschäfte betrifft,  weitgehend kalt gestellt.

Dass sie dennoch gefährlich ist zeigt sich in einem späteren Kapitel, als Gäa die Giganten zum Sturm auf den Olymp aufruft. Zeus nimmt an, das Chronos tot sei. Doch um sich moralisch nicht anzukratzen, erinnert er in seiner Eröffnungs-Ansprache die Versammlung daran, dass auch Chronos seinen Vorgänger Uranus auf Anraten Gäas aus der Firma lanciert hat.

Selbstverständlich ist Zeus jetzt auch sofort misstrauisch, dass ihm einmal das gleiche Schicksal blühen kann. Und das hat dann auf die Vergabe der Machtpositionen Einfluss hat.

Besonders Poseidon und Pluto, seine Brüder, sind offensichtlich nicht sehr erbaut davon, dass sie in die Sektionen Мeer und Unterwelt abgeschoben werden sollen.

Clever macht Zeus deshalb die Titanen in der Unterwelt zu leitenden Angestellten. Zu spät merken diese stets nützlichen Malocher und Gewerkschaftler, dass sie wieder einmal von Zeus reingelegt wurden und auf diese Weise im Hades von der vorher von Zeus versprochenen Macht in der Firma fern gehalten werden.

Denn schon Chronos hatte die Kraft der Titanen  missbraucht, um Uranus die Firmenleitung zu entreißen. Nur der Titan Prometheus, der Intellektuelle und Revoluzzer, pfeift auf einen solchen Posten und bereitet Zeus deshalb später große Schwierigkeiten.

Es gelingt Zeus, seine Bruder Poseidon und Pluto so auszutricksen, dass sie die Außensektionen Meer und Unterwelt übernehmen und ihm den ersehnten Himmel überlassen. Doch bald bemerkt Zeus, dass er zwar mit dem Himmel und dem Olymp den besten Teil der Firma regiert, das die Regentschaft dort aber auch die meisten Schwierigkeiten aufwirft.

Bei Poseidon und Hades gibt es keine Probleme. Sie leben in harmonischen Ehen (Pluto natürlich erst  nach dem Trouble, den er mit seiner Schwiegermutter Demeter hatte, nachdem er Töchterchen Persephone in sein unterirdisches Reich entführt hat) und beide Brüder haben vorzügliche Mitarbeiter-Teams.
 
Bei anberaumten Gesellschafter-Versammlungen im Olymp stehen Sektionen von Poseidon und Hades immer tadellos da, während Zeus nicht immer erfreuliche Bilanzen aufweisen kann. Seine Führungsqualitäten werden zu seinem Missvergnügen von den hämisch grinsenden Brüdern vor den versammelten Göttern immer wieder  in Zweifel gezogen.

Am Ende der Handlung des Romans steht die Landung des trojanischen Helden Äneas in Italien. Da Zeus durch Aphrodite, die Mutter des Äneas, über alles gut unterrichtet ist, muss er feststellen, das Chronos gar nicht tot ist.

Er nennt sich dort Saturn und hat sich in Italien (mit Seitenhieb auf die Mafia) in Kooperation mit Janus nach dem Vorbild des griechischen Götter-Clans seine eigene Firma gegründet. Jupiter, sein Generalbevollmächtigter, dirigiert den Konzern, bei dem sich Saturn als stiller Teilhaber verdeckt hält.

Und von hier aus hat sich Chronos vorgenommen Zeus & Co. zugrunde zu wirtschaften. Und das neue Produkt "Roma" soll einst den Weltmarkt für Gebete und Opfer fest im Griff haben. So jedenfalls sagt Jupiter, während Adonai (ganz vorsichtig wird hier die Bibel ins Spiel gebracht) genau weiß, dass jede große Firma in Konkurs gehen kann. Und so kann Adonai seinem Junior versprechen, das er sich mit der Übernahme von "Roma" hier seine eigene Anbetungs-Filiale errichten kann.

Zentrale Themenkreise der Erzählungen sind die griechische und die germanische Mythologie, da sie größeren Leserkreisen bekannt sind. Die Göttersagen von Ägypten (Ra, Isis, Osiris, Horus etc.) sowie Babylonien (Schamasch, Ishtar, Nergal, Marduk, Mithra) und Phönizien (Baal, Astarte, Eschmun)  werden in den Handlung ebenfalls tragende Rollen spielen. Da hier jedoch die Götterhimmel einem größeren Leserkreis weitgehend unbekannt sind, werden aus diesen Kulturkreisen die jeweiligen prominenten Göttern zusammengestellt, deren Namen bekannt sind. Sie werden die Konkurrenzfirmen für den Olympia-Trust der Griechen und die Walhalla-GmbH der Wikinger. Andere Götterwelten wie z.B. Amerika, die Götterwelt der indischen Hindus oder Ozeanien werden gelegentlich erwähnt, ohne direkt in der Handlung eine tragende Rolle zu spielen.

Auch jener religiöse "Tante-Emma-Laden" in Palästina, mit dem Adonai, ein einzelner Unternehmer, den großen Durchbruch zum Erfolg schaffen will, ist nur ein Teil des Hintergrundes. Hier wird jedoch etwas vorsichtig zu Werke gegangen, um keine religiösen Gefühle zu verletzen. Die Götter Indiens bleiben außerhalb der Handlung, weil sie von den Hindus heute noch verehrt werden. Ebenfalls werden die altarabische Götterwelt und der Islam nicht in die Handlung einbezogen. Die Mullahs und Muftis haben für so was kein Verständnis. Und wie bekannt ist, reicht ihr Arm sehr weit...

Wie Großkonzerne und Kartelle streiten sich die einzelnen Göttergemeinschaften um den größtmöglichen Herrschaftsbereich in der Welt der Sterblichen. In diesem Spiel der Götter um die Macht geht es jedoch nicht um Geld oder materielle Werte, sondern um die Gebete der Menschheit, die den Reichtum der Götter darstellen und ihre Existenz überhaupt begründen. Götter, zu denen nicht mehr gebetet wird, verschwinden wie geschäftliche Unternehmen ohne Kapital.



DIE UNSTERBLICHEN

Die Götter von Hellas - Der Olympia-Trust:

Zeus: Herr der Götter und Menschen Er regiert mit Blitz und Donnerkeil und wenn es zum Letzten kommt, kuschen die Götter vor seinem Zorn.

Zeus ist Big-Boss und Manager des Götter-Clans von OLYMPIA. Als Sippen-Patriarch ist er immer bemüht, die Familie in Einheit und Harmonie zusammen zu halten. Das ist nicht immer einfach, zumal besonders Poseidon keine Situation auslässt, die Führungsqualitäten des Zeus in Frage zu stellen.

Zeus hat eine Schwäche für Teenies, die auf älteren Herren stehen. Offen oder verkleidet vernascht Zeus, was er an hübschen Mädchen bekommen kann, während er gleichzeitig den anderen Olympiern Moral predigt.

Gäa, die Erdgöttin. Zänkische alte Grand Dame mit unberechenbarer Macht und Intrigenspiel im Hintergrund.

Zeus brachte es einfach nicht fertig, seine Großmutter aus dem Olymp zu werfen. Und wie sie erst ihrem Sohn Chronos geholfen hat, Uranos kalt zu stellen und später Zeus, dann seinen Vater Chronos aus der Firmenleitung zu werfen, so ist sich Zeus niemals sicher, wen Großmütterchen Gäa sich nun für ihn als Nachfolger ausgeguckt hat.

Gäa wird zwar nicht geliebt, aber von den Göttern zwangsläufig geduldet. Sie versteht es glänzend, überall Unfrieden zu stiften. Nach Außen ist Gäa die gütige Miss Elly - ansonsten die böse Alexis.

Hera, Göttermutter, Hüterin der Ehe und Gemahlin des Zeus. Sie ist die First Lady des Olymp. Hera kommt sich jedoch stets überflüssig vor, da sie immer im Schatten ihres Gatten Zeus steht. Da sie sich nur als Vorzeigeobjekt bei gesellschaftlichen Anlässen sieht und stets von Langeweile geplagt wird, versucht Hera immer wieder, das Ansehen des Chefs zu untergraben.

Wo es nur geht blamiert sie ihren Ehegatten vor den anderen Göttern. Hera neigt dazu, sich ständig mit Ambrosia vollzustopfen, was ihrer Figur schlecht bekommt und ihre Probleme in Nektar zu ertränken, was peinliche Situationen hervor ruft. Keine Gelegenheit lässt sie aus, die Götter zu schikanieren oder gegen einander aufzuhetzen.

Ständig lässt sie Zeus beschatten (z.B. von Argus, dem Privat-Detektiv mit den hundert Augen), denn sie weiß, dass sie der Ehemann auf seinen Dienstreisen kräftig betrügt und mit reichlichem Erfolg die Töchter der Menschen verführt. Die Frauen wie Io, Europa oder Alkmene oder die Kinder solcher Verbindungen wie z.B. Herkules verfolgt Hera mit persönlichem Hass.

Pallas Athene, Tochter des Zeus, Göttin der Weisheit und des Krieges. Eine intellektuelle Emanze, die grundsätzlich alles besser weiss und Zeus, wo es nur geht, ins Handwerk pfuscht. Obwohl eigentlich pazifistisch gesinnt und der Weisheit zugetan, stylt sich Athene mit Military-Look und dem Gorgonen-Haupt auf dem Brustpanzer schreckerregend auf, um ihre feine Umgebung zu schocken.

Dem einfachen Arbeiter d.h. den Menschen, ist sie, im Gegensatz zu den anderen Göttern, gut gesinnt. Athene ist in ihren linksliberalen Ansichten und ihrem Feministen-Tick völlig verbohrt. Sie hilft sogar dem Revoluzzer Prometheus, die Menschen soweit mit Verstand zu schulen, dass sie das Wirken des Zeus und der Götter irgendwann durchschauen können. Wenn Papa Zeus jedoch zornig wird, zieht Athene ihre Klein-Mädchen-Masche ab, die den Alten sofort besänftigt.

Eris, Botin der Götter und Göttin der Zwietracht. Das Klatschweib im Olymp, das jedes Geheimnis sofort so weitererzählt, dass es genau die verkehrten Leute hören müssen.

Gelegentlich nutzen Zeus und die anderen Götter diese Fähigkeiten für ihre eigenen Zwecke, indem sie Eris unter dem Siegel der Verschwiegenheit Dinge erzählen, die sie dann verdreht weiter gibt und somit tückisch geplante intrigante Handlungen hervor ruft.

Poseidon, Herr der Meere mit samt dem ganzen Götter- und Fabelwesen-Gewimmel von Thetis bis Triton darin.

Ein tüchtiger Manager, der es schafft, die Menschen durch Orkane, Sturmfluten und andere Katastrophen zu besonders intensivem Beten anzuhalten. Gemeinsam mit Hades vermag er auch Erdbeben hervor zu rufen.

Poseidon fährt von vier Pferden gezogen Wasserski und sein sportlich-muskulöser Körper mit dem bärtigen männlich-markanten Gesicht lässt jede Nymphe und Najade schwach werden.

Als Hobby hat sich Poseidon den Kontinent Atlantis geschaffen. Als der Olymp vor dem Ruin steht, weil die Menschen nicht mehr an die Götter glauben und nicht mehr beten wollen, lässt Poseidon kurzerhand Atlantis versinken. Die dem Tod geweihten Menschen beten sehr intensiv und die Firmenkrise ist beigelegt. Denn die intensiven Todesgebete der Atlanter bilden neues Kapital.

Hades oder Pluto, Gott der Unterwelt.

Ein harter und gnadenloser Geschäftsmann, der keine Fälligkeit verstreichen lässt. Seine Anweisungen an das Seelen-Dezernat oder die Zombi-Abteilung erteilt er nur einmal. Danach will Pluto Erfolge sehen. Versager kommen in den Tartaros, wo schon Sysiphus oder die Danaiden malochen.

Hekate ist seine Prokuristin und Thanatos sein Außendienst-Mitarbeiter. Charon ist Leiter der Fahrbereitschaft und als Pförtner verantwortlich für Cerberus, den Wachhund. Ohne diesen Köter würden sicher noch mehr Sterbliche wie Orpheus, Theseus oder Odysseus in der Unterwelt auftauchen, den Betriebsfrieden stören und die Belegschaft von der Arbeit abhalten.

Pluto lebt nur für seine Arbeit und seine Entscheidungen sind unwiderruflich. Nur Orpheus wäre es durch seinen Gesang fast gelungen, dass Pluto von seinen Vorschriften abgewichen wäre. Irgendwie musste er den Kerl ja loswerden, der ihm mit seiner Hit-Parade arkadischer Schnulzen auf die Nerven ging.

Durch die intensiven Sterbegebete ist Plutos Sektion eine der Haupt-Einnahmequellen des Olympia-Trusts. Seine Frau Porsephina ist die Hälfte des Jahres bei ihrer Mutter Demeter im Olymp. Das findet Pluto ganz in Ordnung, weil er dann in Ruhe arbeiten kann.

Ares, Gott des Krieges. Kraftmeier, Super-Macho, Raufbold und Waffen-Fetischist.

Ares hat stets Schlägerlaune und riskiert überall die große Lippe. Trägt Army-Klamotten und ist stets mit einem Waffen-Arsenal behangen. Das gibt natürlich Reibereien mit Athene, die sich ja ebenfalls recht kriegerisch kleidet.

Ares ist nicht gerade der Klügste, doch sein markant-männliches Gesicht und sein top-gestylter Body wirkt erotisch auf Götinnen wie Menschenfrauen, besonders auf...

Aphrodite, Göttin der Schönheit und der Liebe.

Leichtlebige Nymphomanin, die es mit jedem treibt, der ihr körperlich gefällt. Aphrodite wird ständig von ihren kleinen Bruder Eros verfolgt, der mit seinem Bogen dem Ares oder Apollon nacheifern will und damit nur Unsinn anstellt.

Eros spioniert seiner Schwester ständig nach und hält schon mal die Hand auf, um sich sein Stillschweigen vor den anderen Göttern dezent honorieren zu lassen. Mit kindlicher Hinterlist zettelt Eros aber auch von sich aus Liebesverhältnisse im Olymp und Beziehungen der Götter mit dem Rest der Welt an.

Herakles/Herkules, der Body- Building- Muskelprotz.

Der nichteheliche Sohn des Zeus hat als Sterblicher im Reigen der Götter eigentlich nichts zu suchen. Herky wird jedoch wegen seiner unbürokratischen Art geschätzt. Mit Muskelkraft und Keule löst er alle Arten von unangenehme und den Göttern zu schmutzige Probleme.

Daher wird Herkules eine tragende Figur der Handlung. Er tut alles für den versprochenen Platz in der Chefetage des Olymp, den er bekommt, wenn er sein Leben ganz dem Dienst der Firma weiht und den Anweisungen des Chefs stets nachkommt. Dann soll er mit...

Hebe, einer echten Göttin, verheiratet werden und in die Firmenleitung mit aufsteige. So hat es ihm Zeus jedenfalls versprochen, sonst hätte Herky beim Giganten-Kampf nicht mitgemischt. Dass Hebe im Olymp die Schank-Magd und das Aschenputtel vom Dienst ist, verschweigt man Herkules, da er sonst vielleicht die Maloche hinwirft.

Das tat er schon einmal, als ihn ein Auftrag der Götter versehentlich in den Puff der Omphale führte, die Herky mit abartigen Sex-Spielchen davon abhielt, für den Olymp weiter die Drecksarbeit zu erledigen.

Hephaistos, Gott der Schmiedekunst.

Der einzige anständige Mensch im Olymp, auf den sich Zeus voll verlassen kann. Ein tüchtiger Handwerksmeister und braver Malocher, der den Zyklopen mehr Kumpel als Vorgesetzter ist, stets seine Werkstatt in Ordnung hat und für Eilaufträge wie die Rüstung des Achilles auch mal Überstunden einlegt.

Hephaistos ist nicht gerade eine Schönheit und hinkt. Von ihrem Vater Zeus wurde Aphrodite gezwungen, Hephaistos zu heiraten, damit sie an der Seite eines erfahrenen Mann ihre sexuellen Lüste zu zügeln lernt. Doch Hephaistos lebt mehr für die Firma als für die Ehefrau und sieht im Allgemeinen großzügig darüber hinweg, dass Aphrodite ständig fremd geht und mit Ares ein besonderes Sexualverhältnis aufgebaut hat.

Der Schmiedegott hat in der Meergöttin...

Thetis die Frau gefunden, die er heimlich anhimmelt, ohne je erhört zu werden. Für Thetis lässt er sogar einen Eilauftrag des Zeus nach neuen Donnerkeilen sausen und schmiedet die Rüstung des Achilles.

Hestia, Göttin des Herdfeuers und der Familie - die römische Vesta.

Braves Hausmütterchen, dass mit Intrigen und Geschäften nichts zu tun haben will und sich um die Küche und den Haushalt kümmert. Randfigur zum Ausheulen für liebeskranke Göttinnen.

Helios, Sonnengott. Ebenfalls ein fleißiger Arbeiter, der wie auch seine Schwester, die Mondgöttin...

Selene regelmäßig seine Schichten fährt. Ist in den Gebetskassen des Olymp mal wieder Ebbe, werden Helios und Selene von Zeus zurück gehalten, weil bei Sonnen- oder Mondfinsternis die Menschen wieder intensiver beten.

Dionysos, Gott des Weines.

Versoffenes Subjekt, Philosoph vom Dienst und Lebenskünstler. Pöbelt teils mit vulgären Worten, teils mit geistreichen Sprüchen überall rum und macht kleine Nymphchen an. Mit seinen Saufkumpanen, den Satyrn und Silenen sowie dem vulgären Weibsvolk der Bacchantinnen zieht er von einer Party zur anderen und nimmt das Leben auf die leichte Schulter.

Pan, Gott der Hirten.

Ist wenig im Olymp, weil er meist auf der Erde kleine Mädchen oder Nymphen vernascht. Geht jedem mit seinem Flötenspiel auf die Nerven, vor allem dem Apollon, wenn er auf seiner Harfe übt.

Wenn Pan durch den Olymp schleicht, stinkt alles nach Ziegenbock. Mit seinen Hörnern und seinen Bocksfüßen hält er sich persönlich für schön. Schöner jedenfalls als. den Schönling Apollon.

Apollon, Gott der Dichtkunst und der Musik.

Intellektueller Spinner, Beatnik, Hippie, Liedermacher und Weltverbesserer. Er hat mit seinem Orakel in Delphi eine recht gute Einnahmequelle für Gebete. Obwohl Apollon durch seine vollendete Figur und seinen Charme keine Probleme bei der sterblichen wie unsterblichen Damenwelt haben dürfte, schmachtet er ständig einer neuen großen Liebe hinterher wie z.B. Daphne oder der diensthabenden Pythia von Delphi.

Artemis, Göttin der Jagd und Schwester Apollons.

Verspieltes Teeny-Girl und Rühr-mich-nicht-an-Mädchenmit der Hoffnung auf die große Liebe. Artemis hat heimliche sexuelle Wunschträime, die im Fiasko enden, wenn ihr ein Mann wie z.B. Aktaion, zu nahe tritt. Sie hat ihre festen Freundinnen bei den Nymphen, mit denen sie gern Badespielchen an heimlichen Waldseen macht und neigt zum Weinen, wenn es Probleme gibt.

Hermes, Bote der Götter.

Schauspielert geschickt den bravsten Sohn des Zeus und führt als Super-Yuppi jeden Auftrag des Chefs sofort aus. Mit viel List spielt er jedoch die Götter so gegeneinander aus, dass man ihm seine kleinen Gemeinheiten und Intrigen niemals nachweisen kann.

Wie Zeus zum germanischen Odin, so hat Hermes zu Loki einen kurzen Dienstweg um Erfahrungen auszutauschen, wie man die Götter am Besten reinlegt.


Die Götter Germaniens - Die Walhalla-GmbH & Co KG

Odin - Allvater und Herr der Götter von Asgard. Gott des Windes, der Weisheit, der Dichtkunst und der Feldherrn.

Der Chef, der von seinen Spitzeln Hugin und Munin jedes Geheimnis erfährt. Ständig ist er in der Firma unterwegs und sucht in Verkleidung in Midgard, der Welt der Menschen. Auch den Kontakt zum einfachen Arbeiter, um gelegentlich die Gesinnung zu prüfen.

Auf seinen Wegen hat Odin seine Wölfe Geri und Freki dabei und sein Pferd Sleipnir ist mit einem Turbolader getunt (Sleipnir hat acht Beine). Wie Zeus liebt auch Odin opernhafte, melodramatische Auftritte, privat ist er aber recht väterlich.

Nach Außen hin ist Odin der ehrbare Geschäftsmann. Dennoch versucht auch er, die Arbeiterschaft in Gestalt der Riesen Fasolt und Fafner um den Tarif-Lohn für den Bau der Firmenzentrale Walhalla zu bringen. Der Preis für den Bau ist Odin  ihm bei Zahlung zu hoch.

Odin hat ihn von seinem Geschäftsführer Loki hat aushandeln lassen und kannte den Umfang der Summe nicht, die er für den Bau zahlen sollte. Also lässt Odin die Riesen durch Loki austricksen.

Odin hat ständig Ärger mit Söhnchen Siegmund, das völlig aus der Art schlägt und statt Held zu werden jedem Weiberrock nachläuft (ganz der Papa). Und als sich das Problem Siegmund durch Hunding "biologisch erledigt hat", gibt es neuen Ärger mit Enkel Siegfried. Sigi ist ein Teeny, das überall Porzellan zerschlägt (es darf auch mal eine Drache sein), Goldschätze und Machtringe klaut, schlafende Walküren verführt und absolut nicht tun will, was Opa Odin von ihm verlangt.
 
Thor - Herr des Donners und des Blitzes, Gott der Kraft und Schutzherr der Bauern.

Germanisch-nationaler Malocher mit großen Sprüchen, viel Kraft im Arm und wenig Denken im Hirn. Thor ist stets bereit, jedem Riesen und sonstigen "Ausländer" sofort eins mit dem Hammer zu verpassen.

Vor allem warnt Thor ständig vor dem Roten d.h. Loki (mit seinen roten Haaren). Ansonsten ist er recht gemütlich, wenn man ihm seine teutonische Bierseligkeit lässt. Außerdem ist Thor zwar ein rumdröhnender Super-Macho mit der Gestalt eines Profi-Catchers, aber im Gegensatz zu den anderen Göttern Walhalls grundehrlich.

Loki - Gott des Feuers, der Heimtücke und des Verrats.

Vertrauter Mitarbeiter Odins und verkappter Gewerkschaftssekretär. Dazu ein linksliberaler Unruhestifter gegen das Establishment der Götter, die ihm aufgrund ewiger Gesetze in ihren Reihen dulden müssen.

Loki hat beste Kontakte zur Gegenseite. Sei es das Totenreich der Hel oder zur Welt der Riesen, deren Präsident Surtur, der Feuerriese, ist.

Balder - Gott des Lichts und der Versöhnung.

Der Yuppi und Strahlemann der Firma. Papa Odins liebster Sohn, sorgt mit sanfter Stimme und verdrehtem Augenaufschlag dafür, dass Konflikte friedlich beigelegt werden. Seine Beseitigung durch Loki sieht wie ein Unfall aus.

Tyr - der Kriegsgott

Tüchtiger Geschäftsführer, entschlossener und harter Manager der sich trotzt Kriegsbeschädigung in Form des fehlenden Armes nicht davon abhalten lässt, jedem seine Arbeit notfalls vorzumachen.

Heimdall - der Wächter von Asgard

Der bärbeißige Pförtner und Hausmeister von Walhall, der auf seinem Gjallar-Horn mangels Telefon das Morse-Alphabet erfindet.

Frigga - Göttin der reifen Frauen und Hüterin der Ehe

Die Gemahlin des Chefs, sieht alles aus der Sicht der gutbürgerlichen Hausfrau und begreift die Intrigen der Firma nicht.

Verschafft sich bei den anderen Göttern mit der geschwungenen Met-Kelle Respekt. Nervt Odin so sehr, dass er meist in der Welt der Menschen als der graue Wanderer mit Wolkenmantes und Schlapphut auf Dienstreise ist.

Freya - Göttin der Liebe und der Schönheit

Durch die Szene trällerndes Teeny-Girl mit dem Hauptinteresse für Schön sein und einer Vorliebe für Katzen. Dazu begeisterte Sportfliegerin mit ihrem Falken-Kleid. Freya kann sich den lüsternen Annäherungsversuchen Lokis kaum erwehren.

Freyer, Freyas älterer Bruder, ein Luftikus, der überall nur im Wege steht und stets von einer goldenen Wildsau begleitet wird, die natürlich für üble Gerüche sorgt. Jeder ist froh, wenn Freyer mit seinem Wolkenschiff mal wieder auf der Rolle ist, um in der Menschenwelt Midgard die Felder zu segnen und nebenher die Dorfschönheiten zu vernaschen.

Bragi, Gott der Lieder und des Gesangs.

Geht mit seinem Teutonen-Rock allen auf die Nerven und hat, was seinen Gesang anbetrifft, das gleiche Schicksal wie Troubadix. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn Bragi mit Thor als Schlagzeuger (mit dem Hammer) eine Band gründet (wobei Thor den Techno-Beat erfindet) und der Donnergott im Metrausch noch mitsingt.

Die Walküren - Vorzimmerdamen, Sekretärinnen, Thekenkräfte in Walhall und Mädchen für alles - ja, dafür auch, wenn's denn sein muss...

Die Einherier, die in der Schlacht gefallenen Helden. 

Der Werksschutz für den Tag der Roten Revolution von Surturs Feuerriesen. Die Feuerriesen, das sind die Roten von denen man weiß, daß sie irgendwann mal mit dem Slogan "Alle Macht den Riesen" die große Weltrevolution machen wollen.

Nach dem Morgentraining (den Kampfspielen vor den Toren Walhalls) geben an jedem Tage die neuen Gefallenen der irdischen Schlachten, die am Vorabend von den Walküren zur Götterburg gebracht wurden,  ihren Einstand. Und so kommt es, dass die Einherier aus dem Feiern und Saufen nicht raus kommen.


Die Götter Ägyptens - Amun & Re-Enterprises

Amun & Re - Die Alterspräsidenten, mischen sich gelegentlich mal ein wie die alten Kritiker in der Muppets-Show von ihrem Balkon, ohne jedoch ins Geschehen einzugreifen.

Isis und Osiris - Ehepaar, das die Firma tatsächlich leitet. Perfekt und grundanständig. Wenn da nur nicht immer Hathor und Nephtis wären, die kleinen Schwesterchen der Isis, die sich in Osiris verliebt haben und ständig versuchen, ihn rum zukriegen Besonders Hathor hat einen absoluten Schönheitstick und träumt von der großen Liebe.

Horus - übernimmt die Firma, nachdem Osiris von seinem Bruder Seth ermordet wurde, da Isis danach in eigener Person den Körper ihres toten Gatten sucht und ihn bei Imhotep, einem prähistorischen Doktor Frankenstein zur Zeit des Pharao Djoser, wieder zusammenflicken lässt.

Anubis - Filialgeschäft für Särge und Bestattungen aller Art, hat besonders pietävolle Sprüche drauf wie z.B. "Praktisch denken - Särge schenken" oder "Willst du in den Himmel rein, muss es ein Sarg von Anubis sein2 etc.

Bastet - Liebestolles Weib mit der Moral einer Hure, das sich mit Vorliebe die Männer aussucht und sie so lange benutzt, bis sie der Meinung ist, genug befriedigt zu sein. Und obwohl man Bastets sexuelle Freizügigkeit genau kennt, ist jeder interessiert, ihr mal das Kätzchen zu streicheln.

Sekhmet -  eine Domina mit viel Leder, Peitsche und Folterkammer. Die gestrenge Herrin führt die Agressions-Abteilung für Krieg, Gewalt und Unterdrückung.

Chons - vertrottelter Gelehrter, der nebenher die genialsten Erfindungen macht.

Aton, ein Hochstapler, der vorgibt, seit ewigen Zeiten der alleinige Firmeninhaber zu sein. Aton wird in der kurzen Episode jedoch sehr schnell als "Adonai" entlarvt, der bereits im Götterhimmel Mesopotamiens ähnliche Spielchen getrieben hat und rausgeworfen wurde.

Es gelang Aton/Adonai damals noch, sich mit Abraham und seiner Familie ein eigenes Bet-Volk zu sichern. Die Götter Ägyptens verjagen Adonai in die Region Palästina, die fest in der Hand von Baal Melkart, Dagon  und Astarte ist - den Göttern der Phönizier.

Aber der clevere Aton/Adonai besorgt sich unter den Sterblichen einen guten Мanager (Moses), der ihm in den früher mal in Ägypten als Gastarbeiter eingewanderten Kindern Abrahams ein eigenes Bet-Volk verschafft, dass nach Palästina zieht.

Babylonien, Assyrien, Phönizien etc. 
Das Schamasch -Syndikat

Schamasch, Sonnengott des alten Babylon. Gütiger Firmenchef, der von hoher Warte über alles hinwegsieht und jenseits von Gut und Böse ist.

Sin, Herr des Mondes. Vorsitzender des Aufsichtsrates, der möglichst keinen Ärger und keine Arbeit haben will. Und wenn es doch mal was zu tun gibt, delegiert man das an Töchterchen Ishtar.

Marduk - tüchtiger Prokurist, der darunter leidet, dass er nur in der Sektion Babylon das absolute Sagen hat.

Ishtar/Astarte, die Mond-, Liebes- und Kriegsgöttin.

Emanzipiertes Karriereweib, das notfalls seinen Körper einsetzt, um zum Erfolg zu kommen. Will es vor allen Dingen dem Marduk zeigen, dass eine Frau alles besser kann.

Nergal- der Intrigant, der versucht, den Erfolg der Firma auf seinem Privat-Konto zu verbuchen. Nergal träumt davon, einmal die schöne und stolze Ishtar in seiner geheimen Liebeskammer zu fesseln, um dann Sex-Spielchen mit ihr zu treiben.

Baal - ein Kaufmann und Schacherer mit Krämer-Menthalität, der ständig trotz gutgehender Geschäfte jammert. Und was ihm zum Kaufen zu teuer ist, das wird eben geklaut.

Mitra - jugendlicher Feuerkopf, der alles besser weiß und seine eigenen Produktionsmethoden aufzieht.

Ahura Mazda und Ahriman - Zwei Logistiker, die neue Möglichkeiten des Absatzes (d.h. eine neue Religion) so entwickeln, dass der eine die positiven und der andere die negativen Aspekte konstruiert.

Zahatustra, ihr sterblicher Außendienstmitarbeiter, sieht in dieser Idee eine Marktlücke und erschafft eine neue Religion.

Palästina - Tetragrammaton & Sohn

Adonai - ursprünglich ein kleiner, unbedeutender Gott, der es allen zeigen will. Er hat sich vorgenommen, aus einem Ein-Man-Betrieb ein Unternehmen zu schaffen, das alle anderen Götter-Pantheen überflügelt.

Adonai ist ein älterer Senior-Chef mit dem Aussehen eines orthodoxen Juden, der seine wahre Identität geschickt zu verschleiern weiß. Er arbeitet völlig alleine und lässt weder seinen Sohn und noch Smoky, seinen leitenden Angestellten in den Geschäften mitwirken.

Oberstes Gebot der Firma: Es kann nur einen geben!

Besonders mit den ersten drei der zehn Gebote hat Adonai dafür gesorgt, dass ihm ja kein Gebet verloren geht. Und er wird fuchsteufelswild, als da plötzlich von seinem "auserwählten Volk" an seiner Stelle das "Goldene Kalb", der ägyptische Apis (Stier) verehrt wird.

Junior - der Sohn, wird vom Daddy ständig gehindert, sich zugunsten der Menschen einzuschalten und versucht stets zu vermitteln, wenn der Alte mal wieder knurrig über sein  Bet-Volk ist, das tut, was "dem Herrn missfällt".

Adonai hat echte Bedenken, Junior mit der Firmenleitung zu betrauen, weil er weiß, daß sein Söhnchen alles in Liebe, Gütte und Vergebung machen will, während der Alte genau weiß, dass man die Menschen ins Kreuz treten muss, damit sie parieren und die Macht Gottes erkennen.

Wenn er Junior das versucht, zu erklären, versteht der das natürlich falsch und glaubt zu hören, dass die Menschen ans Kreuz heran treten müssen, um danach nicht mehr zu sündigen.

Vor allem nervt Junior seinen Daddy mit seinen ständigen Gleichnissen ("Das Himmelreich gleicht einer Bausparkasse. Nach ausreichender Einzahlung von Gebeten wird dem Menschen dort oben eine Wohnung bereitet" - oder - "Wehe euch, ihr Pharisäer und Schriftgelehrten. Ihr gleicht Maklern, die Häuser verkaufen, die ihnen gar nicht gehören").

Über Juniors Aussehen dürfte es wohl keine Fragen geben.

Smoky - der gute Geist des Geschäfts. Obwohl er den Boss voll mit unterstützen will,  wird er immer wieder auf die Zeit vertröstet, wenn der Sohn seinen Job erledigt hat. Dann erst ist die Zeit gekommen, dass er sich voll mit ins Geschäft werfen muss.

Wann das ist, weiß nur Vater Adonai. Smoky schwirrt notfalls als weiße Taube durch die himmlischen Regionen, um den Erzengeln und Engeln in ihrer behördenartig angeordneten Struktur Anweisungen zu erteilen und regt sich jedes Mal auf, wenn sich für eine Arbeit niemand für zuständig hält.

Der Erzengel Michael, Beauftragter für Verteidigungsfragen und ständig mit dem Flammenschwert rumwirbelnd, lehnt es beispielsweise ab, Botengänge zu erledigen, weil die Gabriels Job sind. Und die himmlischen Chöre, die ständig laut, aber falsch "Hosianna" und "Halleluja" in klassischer Form singen, gehen ihm mächtig auf die Nerven. Erst als Neger im Himmel einen Gospel-Chor gründen, ist Smoky zufrieden.

Abbadon, Luzifer, Beelzebub u.s,w. -
Hölle, Teufel & Company

Geschickt getarnte Zweigfirma von "Tetragramaton & Sohn" die Junior ein städiger Dorn im Auge ist, weil er weiß, das die dortigen Mitarbeiter hoffen, irgendwann einmal das Hauptgeschäft zu übernehmen und den Alten abzusetzen.
Abbadon und seine Mannen sind verkappte Außendienst-Mitarbeiter Adonais, die den Auftrag haben, die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, damit sie recht fleißig beten. Sie haben auch die Aufgabe, die Menschen  zur Sünde zu verführen, damit sie ordentlich um Vergebung beten und damit das Konto vergrößern.

Adonai ahnt selbstverständlich auch, dass diese Truppe irgend wann mal die Firma übernehmen will. Aber er hat da einen Trick im Ärmel, um das zu verhindern. Junior wird schon tun, was Papa von ihm verlangt, wenn der Tag der Entscheidung da ist.

Abbadon und seine Leute sind sich aber bewusst, dass der Ausgang einer Konfrontation mit "Tetragrammaton & Sohn" eigentlich völlig offen ist. In jedem Krieg sagen die Kontrahenten ihren eigenen Sieg voraus.

Zitat Abbadons: "Zu Armageddon sehen wir uns wieder...“

Aufbau der Handlung

Es vermischen sich die tatsächlichen Überlieferungen der alten Mythologien mit historischen Ereignissen und erfundenen Handlungen, die spannend und witzig zugleich sind.

Durch diese verbindenden Episoden wird die Sterilität der Götter-Firmen untereinander aufgehoben, die durch die normale Trennung der religiösen Vorstellungen vorhanden sind. Wenn Zeus beispielsweise eine Dienstreise zum Rande der Welt zum Oceanus macht, dann bedeutet das, das er sich mit Odin in der Kneipe "Zum Oceanus" trifft, um einen zu heben und sich den Kummer von der Seele zu trinken. Der nordische Meeresgott Ägir mit seinem resoluten und zänkischen Weib Ran steht hinter dem Tresen und gibt gute Ratschläge, während sich die beiden "Chefs" gegenseitig ihr Leid bezüglich ihrer Mitarbeiter und besonders ihrer Ehefrauen klagen. Oder es gibt Beschwerden der äyptischen Götter wegen des Kidnapping im Falle Europa.
 
Isis oder Astarte mogeln ihre Kulte in die griechische Kultur und wollen so einige Gebete "schwarz kassieren". Und es kommt zum Skandal, als Adonai durch Juniors Chefpropagandisten Paulus von Tarsos Anspruch auf den Altar des "Unbekannten Gottes" auf dem Areopag von Athen erhebt.

Als die Götter Mesopotamiens die Perserkönige zum Krieg gegen die Griechen aufwiegeln geschieht dies nur, um sich dort größere Marktanteile zu sichern. Doch die Perserkriege wie auch Alexander der Große werden nur in einer zukünftigen Vorausschau erwähnt, die bei einer Sakrosankt-Party bei einer "Wahrsage-Show" vorausgesagt wird.

Eine "Sakrosankt-Party" ist vergleichbar mit dem Ball der Ölbarone bei "Dallas". Diese "Partyk bei der sich alle Götter treffen, findet diesmal auf dem Olymp.

Dass es bei dieser Party zu komödiantischen Verwechslungs-Spielen und Gemeinheiten kommt, liegt auf der Hand. Besonders bei den gleichgearteten Göttinnen wie z.B. Hera und Frigga oder Ishtar, Aphrodite, Freya und Bastet werden in aller Höflichkeit die hinterhältigsten Gemeinheiten ausgetauscht.

Trotz familiärer Streitigkeiten geht es aber immer wieder ums Geschäft. Im Grunde genommen ist jeder der Götter dazu verpflichtet, im Rahmen seines Geschäftsbereiches dafür zu sorgen, dass von den Sterblichen Gebete produziert werden, damit man das Lebensnotwendige hat. Immerhin sind die Gebete der Menschen die Lebensgrundlage wie auch der Reichtum der Götter.

Dabei unterscheidet man die Gebete nach Werten, wie man Geldscheine nach Werten unterscheidet. Das hingeleierte Gebet eines Priesters, der seinen täglichen Job macht, ist kaum etwas wert. Das Gebet eines Kaufmanns, dessen Schiffe bei Sturm die Meere kreuzen, bringt da schon mehr. 

Die reichhaltigste Substanz aber bieten Gebete in Todesgefahr. Die Götter wissen genau, dass Gebete um so gewichtiger sind, wenn sie besonders intensiv gesprochen werden. Schon im Alten Testament wird berichtet, dass Gott immer dann den Menschen Drangsale sandte, wenn er mit ihrer Frömmigkeit d.h. mit den Gebeten unzufrieden war.

Aus dieser Erkenntnis leitet sich die Grundlage der Idee zum Götter-Clan ab. Hungersnöte, Epedemien, Erdbeben, Überschwemmungen - all diese Dinge können die Götter bewirken, wenn es mal am Notwendigsten mangelt.

Am Besten ist es jedoch, die Völker verschiedener Religionen in einen Krieg zu hetzten, weil man im Krieg sehr intensiv betet und es außerdem üblich war, dem unterworfenen Volk seine Götter aufzuzwingen. Ein gewonnener Krieg bedeutete also hier neue Märkte.

Götter, die von den Menschen vergessen werden und keine Gebete mehr erhalten, verschmachten und sterben - so weit man dieses Wort benutzen kann.

Deshalb waren sich alle Götterclans ein einziges Mal einig, als Adonai vorschlug, in einer Sintflut alle Menschen zu ertränken. Mit diesem Coup wollte er sich die Konkurrenz vom Leibe schaffen, denn Noah, den er heimlich überleben lassen wollte, würde nur ihn, Adonai verehren.

Das wären zwar für eine Übergangszeit wenig Gebete gewesen, aber durch die anschließende Monopolstellung des einzigen lebenden Anbeters war dieser von ihm provozierte sakrale Börsenkrach nach  Adonais Meinung gerechtfertigt. Doch die Griechen-Götter hielten bei der Sintflut Deukalion und Pyrrha am Leben, die Götter Babylons Utnapitschim etc. Uns so konnte der schlaue Plan Adonais nicht aufgeht.

Den Sterblichen, besonders ihren Priestern gegenüber, erscheinen die Götter mit allem Pathos. Untereinander pflegen sie jedoch einen recht modern anmutenden Ton mit gelegentlichen Anklängen an die heutige Teenager-Sprache und dem Szene-Jargon.

Nur gelegentlich rutschen den Göttern im Beisein von Menschen recht ungöttlicheRedewendungen heraus wie z.B. Athene, wenn sie im trojanischen Krieg den Streitwagen des Diomedes lenkt.

Der Kampf um Troja und die nordische Götterdämmerung sind der Höhepunkt und das Finale der Story. Die Fahrten des Odysseus und des Äneas bilden den Abschluss.

Hauptziel dieses Projektes ist die Unterhaltung durch die Fantasy unserer Altvorderen, die in ihrer Umdeutung Anlass zum Schmunzeln geben soll. In einem Nachwort werden die Götter der einzelnen Völker mit den Begriffen zu den einzelnen Mythologien dem unbedarften Leser gesondert vorgestellt.

Zeitbezüge innerhalb der Satire werden wie bei Asterix so gewählt, dass sie über Jahre hinaus Bestand haben. Verdeckter oder umgedeuteter politischer Witz aus allen Epochen der Menschheit wird ebenfalls in die Dialoge mit einfließen und einen Hauch von Kabarett in die Handlung einbringen.

Ursprüngliche Fassung zu Kassel-Helleb. im April 1993
Neu  bearbeitet im April 1999 und Februar 2000 in Felsberg-Rhünda.
Letzte Hand am 29.März 2013 in Borken - Nassenerfurth

Rolf Michael

Kommentare  

#1 Rudi 2013-03-30 13:05
Da ich ich Homer schon in verschiedenen Formen gelesen habe. Hat mich dein Artikel so Gefallen, dass mir einiges eingefallen ist in der Zeit wo ich die Bücher in der Hand gehabt habe. Sogar eine Frau ist mir in den Sinn gekommen. Hat sogar so geheißen wie die Frau die Achiles Entführt hat. Helena. :D
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#2 Alter Hahn 2013-03-30 19:24
Rudi -

Achilles hat keine Frau entführt. Das war Paris, der Prinz von Troja, der die schöe Helena, die Gemahlin des Königs Menelaos von Sparta entführte - war der äußere Anlass zum trojanischen Krieg war.

Achilles hat sich - nicht nur bei Homer, sondern auch in anderen Troja-Dichtungen - einige Male verliebt.

In Agamemmnons Tochter Iphigenie, die er in Aulis vor dem Opfertot retten wollte, in Briseis, die Tochter des Apollon-Priesters Chyseis, die ihm Agamemmnon abnahm - was der Anlass zum "Zorn des Achilles" war, mit dem die Ilias beginnt - und in Polyxena - eine Tochter des Königs Priamos von Troja. Auch in die Amazonenkönigin Penthesilea hatte er sich verliebt - aber erst, nachdem er sie im Kampf getötet hatte.

Zum Thema "Troja" gibts demnächst noch eine neue Teestunde -Extra.
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