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Aktenzeichen Trend XY ungelöst - Was kommt denn nun?

Zauberwort - Der Leit(d)artikelAktenzeichen Trend XY ungelöst
Was kommt denn nun?
 
Unserem letzten Leit(d)artikel folgend, haben wir uns bei unseren US-amerikanischen (und englischsprachigen) Facebook-Freunden erkundigt, wo sich denn der kommende (phantastische) Buchtrend nun verberge.

Ob da vielleicht irgendwer schon etwas am Horizont heraufdämmern sehe und so die Last von den Schultern der Verantwortlichen deutscher Verlage zu nehmen. 

 

Aber was soll man sagen. Es ist wie bei Godot. Das Warten geht weiter .,.
Im Moment tut sich jenseits des Kanals und auch auf der anderen Seite des großen Teichs (manche nennen ihn Atlantik) gar nichts die Welt bewegendes. Ein alles beherrschender Trend (der jede Menge Geld in die Kassen der Verlage spült) ist nicht in Sicht. Kurzum: Auch der Ami und der Brite tappen im Nebel der Unwissenheit, wie die Zitate in dem Beitrag XXX in unserer internationalen Sektion zeigen

Aber wie sagt ein äußerst populärer Wikinger namens Hägar: Unwissenheit ist die Mutter aller Abenteuer. Das kann der Ausgangspunkt dafür werden, dass unsere deutschen Großverleger den Versuch unternehmen, selbst etwas zu unternehmen. Man darf gespannt sein, ob und wer den Mut aufbringt und es versuchen wird. Denn auf Hilfe aus Übersee braucht man nicht zu hoffen. Da sucht man gerade selber. Also, da kommt ja der Intercity eher pünktlich, als dass sich dort ein Trend auftut, den man nacheifern könnte

Die deutschen Verlagshäuser können also entweder weiterhin den Blick starr über den Atlantik gerichtet halten, bis sich Spinnweben bilden, um zu erfahren was als Nächstes kommt - oder es aber mal mit eigenen Kräften (sprich Autoren aus dem deutschsprachigen Raum) probieren. Aber dazu muss man nicht darauf warten, dass der Berg (mit dem neuen Propheten) zu den Verlegern kommt.

Vielmehr muss man in deutschen Verlagshäusern willens sein, es mit den einheimischen Propheten zu probieren und sich der Mutter aller Abenteuer anvertrauen und aus dem fehlenden Trend von außerhalb das Beste machen, nämlich selbst einen Trend zu schaffen. Autoren dafür gibt es reichlich und die können mehr als nur mainstreamtauglich schreiben. Die haben auch Ideen. Leute wie Heitz, Meyer und noch ein paar andere dürften über Ideen verfügen, die es wert sind unter die Lupe genommen zu werden. Aber da ist auch eine zweite und dritte Reihe deutscher Autoren, die wissen was sie tun. Da liegt bestimmt erfolgversprechendes Material in den Schubladen oder im Kopf.

Und jetzt kommt eine Gruppe ins Spiel, die in Deutschland erst in den letzten ein, zwei Jahrzehnten an Bedeutung gewinnt. Die Agenten. Vincent Voss ist zwar der Meinung, er bräuchte keinen. Das mag auch zutreffen, wenn er seine Bücher selbst verlegt. Wenn er im Bereich der Kleinverlage bleibt, ist das OK. Da lohnt sich ein Agent nicht, aber in einem größeren Verlag sind die Menschen sehr nützlich.

Man höre sich um und erfrage, wie viele unverlangte Manuskripte große deutsche Verlage eingereicht bekommen. Das ist oft eine hohe dreistellige Zahl pro Monat. Das ist ein Riesenhaufen Papier, der da jeden Tag per Post in die Verlagshäuser gebracht wird. Immer wieder regen sich hoffnungsvolle Jungautoren auf, weil gerade ihr mit Herzblut verfasstes Manuskript mit einem Formbrief zurückkam. Ja warum denn wohl …?

Die Skripte kann keiner lesen. Die Skripte will keiner lesen. Die werden zurück geschickt. Und eben weil sie keiner gelesen hat, wird ein Formbrief beigefügt. Unter diesen Bergen von Papier mag sich ein Roman verbergen, der den neuen Trend auslöst. Aber: Keiner wird’s lesen. Weil keiner Lust darauf hat, unendlich viel Müll zu studieren, um mit sehr viel Glück auf das neue Meisterwerk zu stoßen.

Daher: Jeder, der glaubt, er habe das neue Meisterwerk in der Tasche, der sollte es nicht damit probieren, sein Skript in den Wust von Papier einzureihen und irgendwann das Skript mit Formbrief zurückzuerhalten. Sucht nach einem Agenten (möglichst einem, der auch Fantasyautoren vertritt) und geht diesen Weg. Agenten sind in der Regel gut vernetzt und werden gehört. Da ihre Angebote schon gefiltert sind, stößt das Manuskript im Lektorat eher auf Aufmerksamkeit.

Vielleicht findet man so den neuen Trend …

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