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Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit - Sie sind unter uns

Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

Sie sind unter uns

 

Wieder einmal hat sich Steven Spielberg, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Regisseure Hollywoods, in einem Kinofilm mit Aliens auseinandergesetzt. In „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ dauert es aber geraume Zeit, bis die Science-Fiction-Hintergründe klarwerden. Der nichtsdestotrotz spannend inszenierte Film ist mittlerweile auch für zu Hause erhältlich, u.a. in einer 4KUHD-Version.

Bereits zum vierten Mal hat sich Steven Spielberg in „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, dass wir im Universum nicht alleine sind und es auch auf anderen Planeten intelligente Lebewesen gibt. Schon in seinem dritten Kinofilm (nach „Sugarland Express“ und „Der weiße Hai“) erzählte der Regisseur von Außerirdischen – „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ wurde 1977 zum Hit und ist längst einer der großen Spielberg-Klassiker. Wenige Jahre später folgte mit „E.T. – Der Außerirdische“ eine noch familientauglichere Begegnung mit Aliens, denn die Titelfigur war trotz ihrer Hässlichkeit auch irgendwie niedlich und alles andere als bedrohlich. Das sollte sich dann mit Spielbergs drittem Alien-Film ändern: 2005 erzählte er auf die für ihn bekannte bombastische Weise vom „Krieg der Welten“, indem er H.G. Wells bekannte Romanvorlage erneut auf die große Leinwand brachte. Nun hat es wiederum geschlagene 20 Jahre gedauert, bis Spielberg erneut die Idee zu einem Alien-Film hatte, den er von seinem Hausautoren David Koepp („Jurassic Park“, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) in ein Drehbuch ausarbeiten ließ. Spielberg beweist nun auch in „Disclosure Day“ wieder, dass das Alien-Genre noch nicht ausgelutscht ist und er der Begegnung zwischen Menschen und Außerirdischen auch im vierten Anlauf wieder neue Aspekte abgewinnen kann.

Daniel Kellner (Josh O’Connor) hat eine folgenschwere Entscheidung getroffen. Bei seiner Firma Wardex ist er für streng vertrauliche Unterlagen verantwortlich, die nicht in die falschen Hände gelangen oder gar an die Öffentlichkeit dringen dürfen. Jahrelang hat er sich streng an diese Regularien gehalten, bis er nun Einblicke in Aufnahmen erhielt, die ihn an der Richtigkeit dieser Auflagen zweifeln lassen. Um zu verhindern, dass Daniel die Unterlagen veröffentlicht, haben Mitarbeiter von Wardex unter Leitung seines Chefs Noah Scanlon (Colin Firth) Daniels Freundin Jane (Eve Hewson) entführt. Als es zum Austausch der Geisel gegen die Dokumente kommen soll, geht Daniel aufs Ganze und kann sowohl mit seiner Freundin als auch den Geheimunterlagen entkommen. Zu seinen Verbündeten zählt auch sein Wardex-Kollege Hugo Wakefield (Colman Domingo), der genau wie Daniel der Meinung ist, dass die Dokumente viel zu brisant und wichtig sind, als dass man sie vor der Allgemeinheit verstecken dürfte. Wie sich im weiteren Verlauf der Handlung nach und nach herausstellt, sind all diese Videoaufzeichnungen und Unterlagen Beweise dafür, dass in den zurückliegenden 79 Jahren immer wieder Begegnungen mit außerirdischen Lebewesen auf der Erde stattgefunden haben, die zunächst von der Regierung, später dann von der Nichtregierungsorganisation Wardex unter Verschluss gehalten wurden. Einige werfen ein nicht gerade vorteilhaftes Licht auf die beteiligten Menschen, die die Aliens schmerzhaften Experimenten und Forschungen unterzogen haben.

Steven Spielberg beginnt seinen Film etwas wirr, und es dauert mehr als eine halbe Stunde, bis man die anfänglichen Verwicklungen langsam durchschaut und etwas über die Science-Fiction-Hintergründe der Story zu ahnen beginnt. Gleichwohl sind auch die Eröffnungsszenen schon mysteriös-spannend und actionreich in Szene gesetzt. Später werden dann etliche originelle Elemente hinzugefügt, die mit übersinnlichen Fähigkeiten zusammenhängen und das Publikum stets aufs Neue zu überraschen verstehen. Von den vorangegangenen Alien-Filmen Spielbergs ist dieser vielleicht der „unheimlichen Begegnung der dritten Art“ am ähnlichsten, da er die Möglichkeit außerirdischen Lebens mit philosophisch-theologischen Fragestellungen kombiniert. Etwas zu kurz kommt die Einbindung in die apokalyptische politische Situation vor dem Hintergrund eines Dritten Weltkriegs, und auch so will der Film nicht alle Fragen abschließend klären. Doch zum Nachdenken kann er allemal anregen und weiß auch zweieinhalb Stunden kurzweilig zu unterhalten. Das Bild der 4KUHD (im Widescreen-Format 2,39:1) ist sehr gut ausgefallen, und auch der Ton (Deutsch und Englisch in Dolby Atmos TrueHD 7.1, optional mit Untertiteln auf Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch) kann voll und ganz überzeugen. Als Extras gibt es das Making-Of „Begegnung mit dem Unbekannten in Disclosure Day: Der Tag der Wahrheit“ (54 Minuten) und das Special „Spielberg & Williams: Eine legendäre Zusammenarbeit“ (4 Minuten) zum 30. gemeinsamen Film von Spielberg mit seinem Lieblingskomponisten John Williams, der mittlerweile stolze 94 Jahre alt ist!

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