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Obsession - Du sollst mich lieben - Freaky Nikki

Obsession – Du sollst mich lieben

Freaky Nikki

 

Nach seinen Anfängen als Content Creator eines eigenen YouTube-Channels hatte Curry Barker 2025 die Chance erhalten, für das renommierte Horrorfilmstudio Blumhouse Productions mit „Obsession – Du sollst mich lieben“ einen ersten professionellen Film zu inszenieren, der zum Sensationshit wurde. Nun ist der gelungene Psychohorror fürs Heimkino zu haben, u.a. in einer 4KUHD-Version.

Ähnlich wie Kane Parsons mit „Backrooms“, hat auch Curry Barker mit „Obsession – Du sollst mich lieben“ 2026 seinen ersten Kinofilm herausgebracht, der zu einem Sensationserfolg wurde. Beide Filmemacher haben sich ihr Handwerk größtenteils selbst beigebracht und zählen nun zu den vielversprechendsten Nachwuchsregisseuren Hollywoods. Barker hatte mit seinem Kumpel Cooper Tomlinson den YouTube-Channel „that’s a bad idea“ ins Leben gerufen, ein Sketch-Comedy-Kanal, der schließlich die Grundlage für seinen ersten Spielfilm bildete, den Curry Barker ebenfalls online veröffentlichte: „Milk & Serial“ war im Jahr 2024 ein viraler Hit, denn der Found-Footage-Horrorfilm war mit sehr bescheidenen Mitteln realisiert worden und wurde millionenfach gestreamt. Wie bei seinem Kollegen Parsons dauerte es danach nicht lange, bis die Entscheidungsträger Hollywoods auf das große Talent des Filmemachers aufmerksam wurden und ihm schließlich die Chance boten, mit deutlich größerem Budget einen Film für eine weltweite Kinoauswertung zu inszenieren. Barker selbst verfasste daraufhin das Drehbuch zu „Obsession – Du sollst mich lieben“, einem originären Mix aus Psychodrama und Horrorfilm, der das Interesse von Jason Blum von Blumhouse Productions („Get Out“) geweckt hatte. Die Rechnung ging auf, und Curry Barkers professionelles Langfilmdebüt wurde einer der Überraschungshits der Kinosaison 2026, wodurch der Selfmade-Regisseur zu einem der Shooting-Stars der Branche avancierte.

Bear (Michael Johnston) hat ein Problem. Schon seit geraumer Zeit ist er unsterblich in seine attraktive Kollegin Nikki (Inde Navarrette) verliebt, die aber nicht wirklich etwas von ihm wissen will. Zumindest nichts, was über freundschaftliche Bande hinausgehen würde. Auch Ian (Cooper Tomlinson) ist ein Kollege Bears, dem er sein Problem nun anvertraut. Dieser rät ihm, einfach etwas offensiver und forscher auf Nikki zuzugehen, was für den schüchternen Bear aber leichter gesagt als getan ist. Als er in einem Geschäft zufällig auf ein „One Wish Willow“ stößt, einen Holzstab, den man durchbrechen und einen Wunsch äußern soll, greift er zu. Eigentlich hat er ihn zunächst als Geschenk für Nikki auserkoren, nutzt ihn dann aber doch selbst und wünscht sich, dass Nikki ihn mehr liebt als alles andere auf der Welt. Kaum, dass er seinen Wunsch ausgesprochen hat, heftet sich Nikki wie eine Klette an Bear, fährt mit ihm nach Hause und will sogar bei ihm übernachten. Bear ist von der nun allzu forschen Nikki sehr überrascht, und auch sein Freundeskreis kann die wundersame Wandlung Nikkis nicht so richtig nachvollziehen. Deren Besessenheit von Bear wird im Laufe der nächsten Tage immer größer, sie möchte ihren neuen Freund kaum mehr allein lassen oder mit jemand anderem teilen. Und immer wieder flackern Momente in ihren Aktionen durch, die darauf hinzuweisen scheinen, dass sie zu diesem Verhalten gezwungen wird.

Sehr subtil und mit zunächst sehr einfachen und alltäglichen Mitteln entspannt Curry Barker hier ein Beziehungsdrama, das sich immer weiter zuspitzt und schließlich in einem wahren Blutbad endet. Die Spannung hält der Newcomer-Regisseur durchweg sehr geschickt am Köcheln, was durch ein effektvolles Sounddesign und eine gelungene Musikuntermalung weiter unterstrichen wird. Auch einige wenige Jump Scares hat er in die Geschichte eingebaut, die erstaunlich gut funktionieren, weil er sie so latent und wirkungsvoll vorbereitet hat. Ein weiterer Pluspunkt liegt in seinem (noch weitgehend unbekannten) Ensemble, aus dem insbesondere Inde Navarrette („Superman & Lois“) herausragt, die die unterschiedlichen und sehr gegensätzlichen Facetten ihrer Figur glaubhaft und mit einer gehörigen Portion Ironie zu transportieren versteht. Für Horrorfilmfans ein origineller und höchst empfehlenswerter Genrebeitrag. Das Bild (im recht ungewöhnlichen Widescreen-Format 1,50:1) der 4KUHD-Erstveröffentlichung ist nicht zu beanstanden. Anders sieht es beim Ton aus, den Universal hier nur in der englischen Originalfassung in Dolby Atmos TrueHD 7.1 aufgespielt hat. Die deutsche, italienische und spanische Synchronfassung sind lediglich in Dolby Digital 5.1 enthalten, weswegen der Ton über DVD-Niveau hier nicht hinauskommt. Untertitel sind in acht Sprachen (darunter neben den vier Audio-Sprachen auch auf Dänisch, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch) optional einblendbar. Die Extras umfassen einen Audiokommentar von Regisseur Curry Barker sowie das Special „Obsession entfesselt“ (19 Minuten). Außerdem liegt der Veröffentlichung auch eine normale BluRay des Films bei.

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