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Sub- und Miniserien in Terra und Utopia: Flaggschiffe, Flottenkadetten und Flops - Am Rande der Milchstraße

Mini- und Subserien bei Terra und UtopiaFlaggschiffe, Flottenkadetten und Flops
Folge 8:
Am Rande der Milchstraße - John Grimes & Co

Von den Fünfzigern bis in die Achtziger hinein gab es SF auch in zahlreichen Reihen. Herausragend dabei die ›Marken‹ »Utopia« und »Terra«. Für viele der erste Kontakt mit der Science Fiction bzw. dem ›utopischen Roman‹. In diesen Reihen erschienen zahlreiche Sub- und Miniserien. Diese werden in den kommenden Wochen einmal etwas genauer betrachtet ...

Am Rande MilchstrasseAm Rande der Milchstraße stehen die Sterne weit auseinander und die Wände zwischen den Dimensionen sind dünn. Passen Sie auf, wenn Sie mit dem Raumschiff in diesen abgelegenen Gegenden unterwegs sind, denn sonst könnte es Ihnen passieren, dass Sie am Ziel Ihrer Reise feststellen müssen, in einem alternativen Universum oder in ferner Vergangenheit gestrandet zu sein!

Der SternenseglerDer „Randwelten“-Zyklus des australischen Autors A. Bertram Chandler war eine über Jahrzehnte laufende Serie, die durch den gemeinsamen Handlungshintergrund verbunden war. Hauptperson eines Großteils der Bände war Kommodore John Grimes von der Handelsflotte der galaktischen Randwelten. Daneben gab es zwei Bände um Derek Calver sowie vier Bände mit unterschiedlichen Hauptpersonen vor dem gleichen Setting. Drei Bücher handelten von Irene, der „Kaiserin der Galaxis“, die, nachdem sie von ihrem Thron gestoßen wurde, als Söldnerin der "Galaktischen Liga für die Abschaffung der Unterdrückung und Sklaverei" anheuerte. Diese Bände spielten zwar in einem Paralleluniversum, da aber am Rand der Galaxis die Grenzen zwischen den Dimensionen durchlässig sind, kam es einmal zu einer Universen übergreifenden Begegnung mit Grimes, der dabei ein alternatives Ich traf und auch mit Poul Andersons Dominic Flandry die Klingen kreuzen musste. Dominic Flandry wird uns im Lauf dieser Artikelserie übrigens nochmals begegnen. Man merkt, dass der Autor Chandler Experte in der Seefahrt war. Besonders deutlich wird dies im Band „Der Sternensegler“ (Catch The Starwinds), der die Reise eines Raumschiffes mit Sonnensegeln beschreibt.

Grimes und die LiebesdrogeDie Bücher erschienen nicht in chronologischer Reihenfolge, denn Chandler arbeitete an mehreren Handlungssträngen gleichzeitig. Im Gegensatz zum Darkover-Universum tritt allerdings der Seriencharakter viel deutlicher hervor, denn der Großteil der Bände schildert wie erwähnt die Karriere von John Grimes als Hauptperson, und Chandler achtete darauf, bei neu erschienenen Bänden die Lücken in der Biografie sukzessive auszufüllen. Deswegen ist für heutige Leser eine handlungschronologische Lesereihenfolge durchaus anzuraten. Unterschiede in den Büchern, je nachdem wann sie geschrieben wurden, sind insoweit deutlich auszumachen, dass in den späteren Romanen mit dem Thema „Sex“ freimütig umgegangen wird. Hier ist der gesellschaftliche Wandel durch die 68er-Revolution ganz klar zu bemerken. Ihr wohlgesitteten Leser, jetzt aber bitte keine Bedenken, es handelt sich bei weitem nicht um Pornos, sondern um teils gemütliche, teils rasante Abenteuerromane mit gelegentlichen amourösen Szenen vor einem liebevoll ausgemalten galaktischen Hintergrund.

John Grimes beginnt seine Karriere als Fähnrich im Überwachungsdienst derStrasse in die Unendlichkeit Föderation. Er wird zur Lindisfarne-Basis beordert und befindet sich deshalb als Passagier auf dem Raumschiff „Delta Orionis“ der Interstellaren Transport-Kommission. Die „Delta Orionis“ kommt der von Piraten überfallenen „Epsilon Sextans“ zur Hilfe, und Grimes unterstützt Kapitän Craven erfolgreich bei der Bekämpfung der Piraten. Das hätte in die Hose gehen können, denn der Pirat ist in Wirklichkeit eine Fregatte der Kriegsmarine von Waldegren, aber die „Delta Orionis“-Männer haben das Glück, dass ihnen ein Geschwader des Überwachungsdienstes zu Hilfe kommt. Grimes' Rolle bei diesem Unternehmen bringt ihm Pluspunkte für seine Karriere ein, und so ist es kein Wunder, dass recht bald das Kapitänleutnantsabzeichen seine Schultern ziert. Eine Mission, die sich als delikat herausstellt, führt ihn schließlich auf den Planeten „El Dorado“, die Heimat von Superreichen. Ein riesiges Problem besteht dort allerdings: Die Einheimischen können keine Kinder bekommen, weil der Kreislauf der Lebenssubstanz erst in Gang gebracht werden muss. Grimes löst das Problem elegant. Statt selbst über die Klinge zu springen, denn er war als Opfer ausersehen worden, verursacht er den Tod eines Einheimischen und zeugt dann das erste Kind. Nach etlichen weiteren Abenteuern bekommt Grimes sein erstes eigenes Kommando über das Kurierschiff „Viper“.

Universum der RoboterWährend er auf seinen nächsten Auftrag wartet, wird er aber zur Unterstützung von Polizei-Marshal Una Freeman abgestellt, um ihr bei der Bergung des entführten Linienschiffes „Delta Geminorum“ zu helfen. Als sie sich dem Wrack nähern, explodiert eine von den Piraten hinterlassene Bombe. Aufgrund des laufenden Interstellar-Antriebes wird ihr Boot nicht zerstört, sondern in ein Paralleluniversum geschleudert, in dem eine Roboterzivilisation alles Leben ausgelöscht hatt. Grimes und Freeman werden dazu ausersehen, als Adam und Eva eine neue Dynastie zu begründen. Als sie sich aber stattdessen zerstreiten, schleudert sie der Robotergott in seinem Zorn zurück in ihr heimatliches Universum. Zurückgekehrt, wird Grimes das Kommando über das Forschungsschiff „Seeker“ übertragen. Mit diesem mischt er sich in eine Rebellion auf dem Planeten „Neu-Sparta“ ein und entdeckt dann eine vergessene Kolonie mit scheinbar menschlichen Bewohnern, die in Wirklichkeit Katzenabkömmlinge sind. Der Planet mit seinen schnurrenden Bewohnern wird sich später zu einem Vergnügungsparadies entwickeln. Grimes wird dann zwar zum Fregattenkapitän befördert, erhält mit der „Discovery“ aber ein eher unbeliebtes Schiff. Nach einer Landung auf „Botany Bay“, einer vergessenen Kolonie, die an das Australien des 20. Jahrhunderts erinnert und von der sich die Mannschaft der „Discovery“ nur sehr ungern trennt, wird Grimes Opfer einer Meuterei. Nachdem die Verfolgung der Meuterer fehlschlägt, quittiert Grimes den Dienst, weil er weiß, dass ihn ein Kriegsgericht erwarten würde.

Grimes und das Schiff aus GoldDurch seine guten Beziehungen mit der Bürgermeisterin von Paddington auf Botany Bay bekommt er das Amt des Hafenkapitäns.Er behält den Job jedoch nicht lang, weil ihn die Eignerin der Privatjacht „Far Traveller“, die ganz aus Gold gebaut ist, davon überzeugen kann, mit dem Kapitän ihres Schiffes die Position zu tauschen. Auf der Reise begegnet die „Far Traveller“ einem uralten Kriegsschiff. Das „Gehirn“ dieses Schiffes, der Zentralcomputer, und sein Pendant auf der Far Traveller, die „Große Schwester“ verlieben sich ineinander. Als das „Gehirn“ aggressive Pläne entwickelt, hält die „Große Schwester“ zu den Menschen, zerstört das alte Schiff und leitet ihre Selbstvernichtung und damit die der „Far Traveller“ ein. Grimes und Baronin Michelle d'Estang, die Schiffseignerin, können mit dem Beiboot entkommen. Die Baronin frischt ihre Affäre mit einem Piraten wieder auf und schenkt Grimes als Abschiedsgeschenk das Beiboot, das ebenfalls aus Gold besteht. Grimes nennt sein Schiff „Kleine Schwester“ und beschließt, mit einem Kurierdienst seine Brötchen zu verdienen. Bei seinem ersten Auftrag wird das Schiff von einer Piratenkönigin aufgebracht, und Grimes zettelt auf dem Planeten, auf dem er ausgesetzt wird, eine Rebellion gegen die Königin an, um wieder in den Besitz seines Schiffes zu kommen. Fast an den Kragen geht es ihm, als er zuerst auf einem Planeten festgehalten wird, nachdem er zwei gefährliche Tiere seiner Ladung töten musste und ihn die Hafengebühren fast in den Ruin treiben. Zu allem Überdruss wird er von Konterrevolutionären, die einen Navigator benötigen, gezwungen, an Bord ihres Schiffes zu gehen. Grimes entkommt bei einer Landungsaktion, glücklicherweise mit der Kriegskasse, und kann sein Schiff wieder zurückbekommen.

Grimes, Freibeuter des WeltraumsGrimes und die „Kleine Schwester“ werden vom „Bronson Star“, einem Klatschblatt, gechartert, um seine Starreporterin Fenella Pruin, die einer heißen Story auf der Spur ist nach „New Venusberg“ zu bringen. Tatsächlich kommen sie einem Sklavenhandel auf die Spur und können nur knapp ihre Haut retten. Grimes bekommt dann für sein Schiff, auf das ein Multibillionär sein Auge geworfen hat, ein Angebot, dem er nicht widerstehen kann. Aus dem Verkaufserlös kauft er ein größeres Schiff, dem er den Namen „Sister Sue“ gibt und heuert eine Mannschaft an. Er begegnet Konteradmiral Damien, der ihm am Beginn seiner Karriere gefördert hatte. Damien gelingt es mit sanftem Druck, dass Grimes als Reservist wieder in den Überwachungsdienst der Föderation eintritt und damit für heikle Missionen zur Verfügung steht. In seiner ersten Mission schließt er sich zum Schein der Freibeuterflotte des Piraten Drongo Kane an, um Material gegen ihn zu sammeln, und geht auf Kaperfahrt. Nach Rückkehr von diesem Einsatz wird er verhaftet, es wird ihm offiziell der Prozess gemacht und das Kapitänspatent entzogen. Inoffiziell wird er aber zur nächsten Mission geschickt. Er übernimmt den Gouverneursposten auf einem Planeten von Anarchisten und entdeckt, dass sich diese als Sklavenhalter gebärden. Er initiiert wieder einmal eine Revolution, die die Sklavenhalter hinwegfegt. Grimes will wieder zu seinem Schiff kommen, das auf Sparta liegt, einem Planeten, den er schon früher besucht hat. Dort gelingt es ihm, einen Bürgerkrieg zu verhindern. Mit der „Sister Sue“ besucht er seine alten Eltern in Australien. Damit endet die Serie um den frühen und mittleren Grimes.

Raumschiff aus dem NichtsAls Grimes in den Randwelten unterwegs ist, erhält er von der dortigen Regierung ein Angebot für die „Sister Sue“, weil man die Handelsflotte vergrößern will. Grimes nimmt an, er bekommt die Oberaufsicht über die Handelsflotte der Randwelten und wird zum Kommodore der Reserve der Kriegsmarine befördert. Die „Sister“ wird in ein Forschungsschiff umgebaut und erhält den neuen Namen „Faraway Quest“. Mit dem neu ausgerüsteten Raumschiff stoßen Grimes und seine Besatzung, darunter Sonya Verrill, die er später heiraten wird, in ein alternatives Universum vor. Sie verteidigen die Randwelten in einem weiteren Abenteuer gegen eine Invasion aus dem „Außen“. Grimes besucht mehrere Male den Kinsolvings-Planeten, wo sich die Dimensionen überlappen und die Götter der Randwelten ihr Unwesen treiben. Im Kampf gegen Rauschgifthändler strandet er auf einem Höllenplaneten am Rande des Nichts. Schließlich bricht er zu seiner gefährlichsten Mission auf: Er soll den „Eindringling“ (auch „Außenseiter“ genannt) untersuchen, das mysteriöse fremde Raumschiff weit draußen im All, das man nach seinem Auftauchen bisher gemieden hatte. Mehrere interstellare Mächte interessieren sich dafür, weil es möglicherweise eine Fundgrube an technischen Hinterlassenschaften ist, die dem Wissensstand der Menschheit weit voraus sind. In der Gegend um den „Außenseiter“ laufen alle Zeitströme zusammen, und so kommt es zur Begegnung von Grimes mit seinem Alter Ego, Ex-Kaiserin Irene aus dem Universum der Rebellen, die er bereits beim ersten Auftauchen des „Außenseiters“ kennengelernt hatte, und Captain Dominic Flandry aus dem galaktischen Imperium eines weiteren Universums. Als es zur Konfrontation kommt und der „Außenseiter“ irrtümlicherweise einen Volltreffer erhält, verschwinden die Kontrahenten und Grimes I bleibt mit seiner Besatzung zurück, weit in die Vergangenheit geschleudert und auf Kinsolvings Planet gestrandet. Sie machen sich auf den langen Weg zurück, suchen dabei das Sonnensystem der Erde auf und schaffen mit Hilfe der uralten Marsianer den Sprung zurück in die Zukunft in ihre eigene Zeit.

Im Spalt zwischen den UniversenInsgesamt erschienen im englischen Original 31 Bücher und etliche verstreute Kurzgeschichten aus diesem faszinierenden Universum (inklusive dem Paralleluniversum der „Kaiserin der Galaxis“). Im Lauf der Jahre wurden in Utopia und den Terra-Reihen (Terra SF, Terra Nova, Terra Astra, Terra Taschenbuch) 16 Titel auf Deutsch publiziert. In den achtziger Jahren gab es dann eine sehr schön aufgemachte Taschenbuchausgabe bei Goldmann, in der die ersten 14 Bände mit John Grimes als Hauptperson der der inneren Chronologie entsprechend publiziert wurden. Als Nachwort wurde den Bänden der Artikel „John Grimes: Autobiographische Notizen“ beigegeben, aus dem klar ersichtlich war, wo in der Lebensgeschichte von Grimes der jeweilige Band einzuordnen war. Leider wurde diese Ausgabe nach dem Tod des Autors eingestellt, sodass der fünfzehnte Band, das gleichzeitig letzte Abenteuer des „Mittlerem Grimes“, nicht mehr auf Deutsch erschienen ist. Die Lücke zum „Späteren Grimes“ konnte durch den Tod von Chandler auch nicht mehr geschlossen werden. So können wir leider nicht nachlesen, auf welche Weise Grimes in den Dienst der Randwelten trat. Die Bände um den „Späteren Grimes“ liegen immerhin komplett in Utopia- und Terra-Ausgaben vor. Eine ungekürzte Neuübersetzung dieser Bücher würde das Sammlerherz sehr erfreuen.  Vielleicht nimmt sich einmal einer der rührigen Kleinverlage dieser Perlen des SF-Abenteuers an.

Vagabunden der GalaxisDie Konstellation in den Randwelten-Erzählungen spiegelt zweifellos sowohl die Geschichte und Geografie Australiens wie Chandlers eigene Lebensgeschichte wider. Wie sich Australien vom Kolonialstatus über ein Dominion des Britischen Weltreiches zum unabhängigen Staat entwickelt hat, haben sich die Randwelten von der Erdföderation abgespalten. Wie Chandler nach der britischen die australische Staatsbürgerschaft angenommen hat, so hat Grimes von der Föderation zu den Randwelten gewechselt. Und was würden Sie zu folgendem alternativen Einleitungsabsatz dieses Artikels sagen: "Am Rand der besiedelten Welt stehen die Siedlungen weit auseinander und die Pfade führen ins Unendliche. Passen Sie auf, wenn Sie im Outback unterwegs sind, denn sonst könnte es Ihnen passieren, dass sie irgendwann feststellen müssen, in einer weglosen Einöde gestrandet zu sein – dort ist Australien!"

Arthur Bertram Chandler (1912 - 1984) wurde in England geboren. Er ergriff den Beruf des Handelsschiffers und bereiste die ganze Welt. 1956 emigrierte er nach Australien und wurde australischer Staatsbürger. Er befehligte mehrere Schiffe der australischen und neuseeländischen Handelsmarine. Neben seiner Berufstätigkeit und nachher im Ruhestand schrieb er über 40 Bücher. Sein Hauptwerk neben den Randwelten-Erzählungen ist der Alternativroman „Die australische Revolution“ (Kelly Country, 1984), in dem der Buschranger Ned Kelly eine Revolution gegen die Briten anführt und Diktator der nachfolgenden australischen Republik wird.

A. Bertram ChandlerLiberty Hall
John Grimes begrüßte oft seine Gäste mit dem Spruch:

"Come In. This is Liberty Hall; you can spit on the mat and call the cat a bastard!".

Chandler verwendete den Spruch in fast allen John Grimes-Romanen.

Eine sehr freie Übersetzung könnte etwa lauten:

„Legen Sie die Füße auf den Tisch,
treten Sie der Katze auf den Schwanz
und spucken Sie auf den Boden.
Fühlen Sie sich ganz wie zuhause.“

Stellen wir dazu noch den Teekessel auf, vertilgen ein Stück Kuchen, nehmen einen tüchtigen Schluck Single Malt Whisky, legen ein Scheit Holz in den offenen Kamin und machen dann an diesem gemütlichen Herbstabend eine Reise zwischen die Buchdeckel des John Grimes-Abenteuers, in dem er sich selbst zwischen den Dimensionen begegnet und beobachten, wer aus Sieger aus der Konfrontation hervorgeht ...

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Kommentare  

#1 Larandil 2016-10-05 08:44
Chandlers Universum hat ein paar interessante Details zu bieten. Der Mannschen-Antrieb bewegt das Raumschiff nicht vorwärts im Raum, sondern rückwärts in der Zeit. Für den interstellaren Raumflug richtet der Navigator das Schiff auf den Zielstern aus, bringt es auf Reisegeschwindigkeit und schaltet den Schubantrieb ab. Dann springt der Mannschen-Antrieb an. Und wo jetzt das Raumschiff unter normalen Umständen ein paar Millionen Jahre zum Ziel unterwegs wäre, balanciert der Mannschen-Antrieb das Ganze so aus, dass an Bord und für das Universum nur ein paar Tage vergehen. Der Mannschen-Antrieb hat Nebenwirkungen, die in einer Kurzgeschichte thematisiert werden - wenn die Bordkatze ein Besatzungsmitglied nicht ausstehen kann, dann darf der Kapitän den Betroffenen aussetzen oder in den Weltraum werfen, denn in ihm schlummert das Potential zum Werwolf, das der Antrieb freisetzt. Das gibt's auch bei Extraterrestriern!
Ein anderes Risiko des Mannschen-Antriebs: das Raumschiff darf im Interstellarflug nicht beschleunigen oder abbremsen. Wer das doch tut, verschwindet auf Nimmerwiedersehen.
Für die Kommunikation zwischen Raumschiffen im Überlichtflug sorgen Telepathen. Zur Verstärkung ihrer Fähigkeiten arbeiten sie mit einem Hundegehirn zusammen.
Künstliche Schwerkraft gibt es nicht. Ohne Schub herrscht Schwerelosigkeit.
Schutzschirme gibt es ebenfalls nicht. Raumschiffe bekämpfen einander mit Lasern und mit Raketen - zum Schutz gegen Laser nebelt man sich ein, und gegen Raketen feuert man Antiraketen ab.
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