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Der Alte - Erwin Kösters Fälle: Folge 13 - Ein unkomplizierter Fall

Der Alte: Erwin Kösters FälleFolge 13
Ein unkomplizierter Fall

Vor einigen Tagen ist Markolms kleine Tochter tödlich verunglückt. Die Eltern, Hanna und Karl Markolm, kehren von ihrer Beerdigung nach Hause zurück. Karl ist verzweifelt, er möchte mit seiner Frau die schreckliche Begebenheit durchsprechen. Hanna aber lehnt jedes Gespräch ab. Karl macht ihr Vorwürfe, Hanna erwidert sie - und plötzlich bricht sich der lang aufgestaute Hass, den beide füreinander empfinden, Bahn.

SzenenfotoAußer sich vor Wut verlässt Karl das Haus, fährt weg und betrinkt sich. Als es Abend wird, nimmt die Bardame Daisy den mittlerweile Volltrunkenen mit zu sich nach Hause. Wenige Stunden später wird sie ermordet aufgefunden. Auf den ersten Blick ist dieser Fall völlig unkompliziert. Doch Hauptkommissar Köster hat Zweifel an dieser einfachen Version ... (1)

Der Titel bezieht sich auf Kösters Empfinden bei diesem Fall. Für ihn ist er sehr unkompliziert und einfach zu lösen. Recht schnell sagt er auch seinem Vorgesetzten, Millinger, dass er den Mörder bereits kenne, ihn nur noch zu einem Geständnis zwingen will. Für den Zuschauer ist nicht ganz klar, ob Köster mit seinem Mörder auch Markolm meint. Denn er sagt den Namen seines Verdächtigen nicht. Ebenso gut könnte hier auch jemand anders der Mörder sein. Zu einfach wäre die Lösung, Markolm zu entlarven. Am Ende jedoch ist es so. Nur dass Markolm sich die Tat selbst nicht eingestehen will. So zaudert er mit seinem Geständnis. Eigentlich hätte er seine Frau umbringen wollen. In rasender Wut musste aber eine Prostituierte dran glauben.

Leopold Ahlsen war immer für die psychologischen Drehbücher zuständig. Entsprechend  bedeutungsschwanger waren seine Folgen. Dies ist sein erster Beitrag zu der Reihe, der noch fünf folgen sollten. Drei davon während der Köster-Ära. Es geht bei ihm um das tiefgründig Psychologische am Fall. Die Abgründe des Menschen werden nach vorn geholt. Sein Einstieg zählt zu seinen besseren Werken. Die Nachfolger wie "Am Abgrund" und "Nach Kanada" vermochten weniger zu überzeugen. Erst "Der Selbstmord" war wieder etwas besser gelungen. Über seine beiden Kress-Folgen kann ich nichts sagen.

Die Besetzung der Folge besticht wieder mit Darstellern, die bisher noch nicht in der Reihe vorgekommen waren. So feiert auch Klausjürgen Wussow seinen Einstand bei Köster.

 
 
Darsteller: Siegfried Lowitz, Michael Ande, Henning Schlüter, Klausjürgen Wussow, Silvia Lukan, Lisa Kreuzer, Diana Körner, Hans Zander, Christian Spatzek, Gaby Blum u. a.
 
Buch: Leopold Ahlsen Titelmusik: Peter Thomas Produzent: Helmut Ringelmann, Regie: Dietrich Haugk Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstausstrahlung: 21.04.1978 (ZDF)

Diese Folge ist enthalten auf der DER ALTE-Collector´s Box Vol .1
MORE Home Entertainment GmbH & Co. KG


(1) Quelle 3sat


Kommentare  

#1 Christian Naton 2021-01-21 21:16
obwohl ich Wussow nicht besonders mag, muss ich einräumen, dass er hier echte Qualität zeigt. Die meisten Schauspieler dieser Folge sind bestens aufgelegt, das spricht für die Regie. Haugk hat auch brilliante Folgen des Kommissars (3Tote reisen nach Wien) oder Derrick(Mann aus Portofino) gemacht, Sehenswert auch heute noch.
#2 G. Walt 2021-01-22 12:14
Haugk hat gute Regie-Qualitäten, die eine eigene Stimmung und Atmosphäre bieten.

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