Die Unfassbaren 3 - Now You See Me - Die nächste Generation
Die Unfassbaren 3 – Now You See Me
Die nächste Generation
Mit Ruben Fleischer („Zombieland“, „Uncharted“) hat nach Louis Letterier („The Transporter“) und Jon M. Chu („Step Up 3D“) nun bei „Die Unfassbaren 3 – Now You See Me“ bereits der dritte Regisseur das Ruder beim Zauberkünstler-Franchise übernommen. Trotzdem wirken die drei Filme wie aus einem Guss, zumal alle drei auf die gleiche, ausgesprochen renommierte und publikumswirksame Starbesetzung zurückgreifen können. Wurde Isla Fisher im zweiten Teil aufgrund ihrer privaten Schwangerschaft noch durch Lizzy Caplan ersetzt, treten die beiden Damen nun in Teil 3 alle beide auf. Aus den „Vier Reitern“ sind hier also zumindest schon einmal fünf geworden. Zudem führt Ruben Fleischer noch drei völlig neue Figuren ein, die als Nachwuchs-Zauberer vom Ruhm und den Erfolgen der Reiter zehren und diese im Laufe der Handlung mit ihrem eigenen Können und Wissen unterstützen werden. So hat sich in Teil 3 die Anzahl der cleveren Zauberkünstler mal eben verdoppelt, was der Story zusätzliche Impulse beschert und aufgrund des Mitwirkens einiger aufstrebender Jungstars (u.a. Justice Smith, „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“) offensichtlich auch das Interesse einer nachgewachsenen Zuschauergeneration sichern soll. Mehr denn je gibt es bei „Die Unfassbaren 3 – Now You See Me“ Parallelen zum „Mission Impossible“-Franchise mit Tom Cruise, denn in beiden Filmreihen gibt es spektakuläre Actionmomente, auf die Spitze getriebene Tüfteleien, die man nur mit kräftigem Augezudrücken akzeptieren kann und launige Darstellerleistungen, die ihre Spielfreude 1:1 auf das Publikum zu übertragen verstehen.
Seit fast zehn Jahren sind die „Vier Reiter“ nicht mehr öffentlich aufgetreten. Umso begeisterter wird von den Leuten eine auf mysteriöse Weise angekündigte Revival-Show aufgenommen, in der Atlas (Jesse Eisenberg), Merritt (Woody Harrelson), Jack (Dave Franco) und Henley (Isla Fisher) einige Kryptowährungsgangster im Publikum um ihr illegal erworbenes Vermögen bringen und dieses unter den anderen Zuschauern verteilen. Wie sich kurz danach herausstellt, waren es allerdings die Nachwuchszauberkünstler Charlie (Justice Smith), June (Ariana Greenblatt) und Bosco (Dominic Sessa), die die „Reiter“ als Hologramme haben auferstehen lassen. Atlas kontaktiert die drei daraufhin persönlich, um sie zur Rede zu stellen. Dabei kommt heraus, dass das „Auge“ allen Reitern Spielkarten zukommen ließ, die sie auf eine Mission nach Frankreich schicken. Die drei Nachwuchszauberer begleiten ihre Helden und treffen vor Ort auf Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), der ihnen ihre eigentliche Aufgabe erläutert. Sie sollen die skrupellose Diamantenhändlerin Veronika Vanderberg (Rosamund Pike) um ihren wertvollsten Stein bringen, der rund eine halbe Milliarde Dollar wert ist. Über Antwerpen reist die Truppe bis nach Abu Dhabi, wo Veronika ein spektakuläres Autorennen ausrichtet, das ihr Fahrer seit Jahren auch regelmäßig als Sieger beendet. Unterstützt werden die Zauberer bei ihrer Robin-Hood-Aktion zusätzlich von Lula May (Lizzy Caplan), die ihre Verkleidungs- und Einbruchstricks einsetzt, um die anderen an entscheidender Stelle aus der Klemme zu befreien.
Wer die ersten beiden „Unfassbaren“-Filme gesehen hat und diese mochte, kommt auch bei diesem späten dritten Teil wieder auf seine Kosten. Auch ohne Vorkenntnisse kann man der eigenständigen Handlung hier aber problemlos folgen. Einmal mehr geht es um optische Täuschungen, die hier weitgehend glaubwürdig und mit nicht allzu viel CGI-Effekten dargeboten werden. Wie schon im vorangegangenen Teil ist man penibel darum bemüht, die cleveren Tricks der Zauberkünstler hinterher zu erklären und sie damit wieder etwas plausibler zu machen. Letzten Endes geht es aber auch hier wieder in erster Linie um die Unterhaltungsqualitäten, die in Ruben Fleischers rasanter Inszenierung durchweg gewahrt werden konnten. Ein gut geölter Mainstreamfilm mit dem gewissen Etwas. Die 4KUHD-Erstveröffentlichung von Leonine bietet eine State-of-the-Art-Top-Technologie, die alle aktuell verfügbaren Möglichkeiten fürs Heimkino perfekt ausschöpft. Das Bild (im Widescreen-Format 2,39:1) ist makellos und auch am exzellent abgemischten Ton (Deutsch und Englisch in Dolby Atmos, optional mit deutschen Untertiteln und deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte) gibt es nichts auszusetzen. Die Extras umfassen einen Audiokommentar von Regisseur Ruben Fleischer mit Produzent Bobby Cohen, die Featurettes „Lord of Illusions“ (9 Minuten), „Now You See Me…Again“ (9 Minuten), „Heart of Stone“ (7 Minuten), „Quick Change“ (7 Minuten), „Nothing Up My Sleeve“ (9 Minuten), „The Magic Castle“ (5 Minuten), „The Sorcerers‘ Apprentices“ (7 Minuten) und „Spellbound Speedway” (4 Minuten), neun geschnittene und erweiterte Szenen (zusammen ca. 14 Minuten) und der deutsche Kinotrailer zum Film.




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