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Der Alte - Erwin Kösters Fälle: Folge 25 - Mordanschlag

Der Alte - Erwin Kösters FälleFolge 25
Mordanschlag

Hochbetrieb auf der Gokart-Bahn von Herrn Schulz. Gerade, als das Rennen seinem Höhepunkt zu-strebt, kommt Charly, der Sohn des Besitzers, von der Bahn ab und bleibt im Feld stehen. Der junge Mann wurde durch einen Schulterdurchschuss verletzt.

Kommissar Köster besucht Charly Schulz im Krankenhaus. Dieser kann sich nicht erklären, wer an seinem Tod Interesse haben könnte.

Der AlteBei den Ermittlungen auf der Gokart-Bahn erfährt Köster von einem Streit zwischen Charly und seinem besten Freund Peter Weiler. Weiler und dessen Vater sind sehr an dem Gelände der Gokart-Bahn interessiert, um dort einen Hubschrauberlandeplatz einzurichten. Um ihr Ziel zu erreichen, griffen die beiden sogar zu unlauteren Mitteln. Bei der Befragung der Weilers treffen Köster und Heymann auch Liss Ramson, Ehefrau des Industriellen Harald Ramson. Peter Weiler ist mit dem Unternehmer, dem auch das Gelände, auf dem die Bahn steht, gehört, befreundet. Bei einem Segelunfall hatte er Ramson das Leben gerettet.

Der junge Weiler hat aber ein Verhältnis mit Frau Ramson. Charly Schulz, der sich wieder erholt hat und von der Liebesgeschichte weiß, droht Weiler, Herrn Ramson die Wahrheit zu sagen. In einem Wohnwagen auf dem Gokart-Gelände, von dem aus der Gewehrschuss abgefeuert wurde, entdeckt die Spurensicherung die Fingerabdrücke von Paul Sanft, einem Techniker der Bahn. Und auf Fotos, die am Tattag auf der Bahn gemacht wurden, entdecken die Kriminalisten einen von Weilers Angestellten, Michael Kollek ... 

Die Inhaltsangabe verrät es, die Handlung ist etwas verzwickt. Da gibt es eine ganze Reihe von Personen, und viele verstrickungen und Querverbindungen untereinander. Das ist nicht typisch für einen Köster-Fall, aber doch sehr typisch für den ALTEN, wie man aus den Neunziger Jahren mit Rolf Schimpf kennt.

 

Dies ist jedoch in diesem Falle nicht schlecht, und man hat einen durchaus soliden Krimi vor sich. Zwar wirkt einiges in der Geschichte konstruiert, wie diese Familienfehde zwischen Go-Kart-Bahn- Besitzer und Hubschrauberpiloten, aber die Ermittlungsarbeit von Köster und Kollegen steht hier mal im Vordergrund, und ist sehr sehenswert, da Köster wie so oft mit geradezu detektivischen Spürsinn vorgeht, und die Regeln der Polizeiarbeit von Grund auf mißachtet.

 

Beginnen tut der Fall mit dem Schluß. Es wird eine Beerdigung gezeigt, der Köster beiwohnt. Dann schwenkt die Handlung um, zu den Geschehnissen auf der Ko-Kart-Bahn. Zwar gibt es in dem Fall zunächst keinen Toten, doch die Beerdigung am Anfang verriet - es wird nicht dabei bleiben.

 

Die Auflösung überrascht nur bedingt. Zwar wird ein Täter aus dem Ärmel geschüttelt, den bisher keiner kannte, auch nicht der Zuschauer, aber die Auftraggeber der Tat, waren dann tatsächlich die üblichen Verdächtigen. Und eine Überraschung gibt es dann doch noch: Als Köster Herrn Ramson vom Verhältnis seiner Frau mit Weiler erzählt, holt dieser eine Pistole aus seiner Schublade, nachdem Köster gegagen ist. Man hört nur den Schuss, und jeder glaubt nun, Ramson hat sich selbst getötet. Als man wieder die Beerdigung vom Anfang im Bild hat, ist Ramson jedoch am Leben. Er hat seine Frau getötet. Dies ist der Plot mit dem der Krimi endet.

 
 

Die Darsteller haben sichtlich Freude an ihren Rollen. Ernst Schröder als Ramson, Sascha Hehn als vermeintliches Mordopfer, bekommt nur wenig Einsatz, Hubert Suschka und viele andere bekannte Gesichter.

 
 

Gut gemachter Krimi, bei dem Alfred Vohrer Regie führte und auch gleich wieder das Buch schrieb.

 
 

Besetzung: Siegfried Lowitz, Michael Ande, Henning Schlüter, Herlinde Latzko, Ralf Schermuly, Ernst Schröder, Sascha Hehn, Hans-Georg Panczak, Hans Niendorf, Hubert Suschka, Wolfgang Grönebaum, Werner Asam, Eleonore Weisgerber und anderen

 
 

Stab: Buch: alfred Vohrer, Musik: Frank Duval, Titelmusik: Peter Thomas, Kamera: Michael Georg, Szenenbild: Wolf Englert, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Peter Renfrantz, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Alfred Vohrer. Erstausstrahlung: 16.03.1979 (ZDF)

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