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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 68 Domanns Mörder

Der Kommissar und seine MörderFolge 68
Domanns Mörder

Der wohlhabende Unternehmer Ernst Faber und sein Sohn Ulrich kommen nach Hause und finden in der Villa eine Leiche.

Ansonsten ist niemand im Haus. Bei dem Ermordeten handelt es sich um einen Studienkollegen von Ulrich Faber. Dieser studierte nicht nur mit Ulrich, sondern war auch der Liebhaber von Gerda Faber, Ulrichs Mutter.


Vater und Sohn entschließen sich, die Leiche wegzuschaffen, aber die Haushälterin kommt nach Hause und da entscheiden sie sich dann, die Polizei zu verständigen. Kommissar Keller übernimmt die Ermittlungen. (1)

Reinecker greift mal wieder ein Familiendrama auf. Natürlich geht es dabei vorrangig um Sex. Die achso feine Familie hat ein problem mit dem Freund vom Sohn des Hauses. Der hat eine Affäre mit der Frau Mutter und gleichzeitig mit der Tochter. Das sorgt für Spannung und letztlich ist die kleinere Tochter die leidtragende und die Mörderin. Geschickt fädelt Reinecker die Mordgeschichte ein und lässt die Frage nach dem Mörder lange offen. Die Familienmitglieder verdächtigen sich gegenseitig und schützen sich gegenseitig mit fingierten Alibis. Am Ende gesteht die Hauswirtschafterin, die als einzige Zeugin des Dramas zugegen war.

Die Auflösung ist überraschend, da wohl jeder einen der erwachsenen Familienmitglieder vermutet hat. Doch wem? Der Sohn schien ein fast perfektes Alibi zu haben (aber nicht so ganz). Auch des Vaters Alibi hat Flecken. Tochter, Mutter und Hauswirtschafterin kommen wohl ebenso in Frage, aber die kleine Tochter hatte wohl niemand auf der Rechnung.

In den Gastrollen diesmal die Grand-Dame des deutschen Krimis Gisela Uhlen als reife Ehefrau mit Hang zum jungen Blut, Michael Maien in einer seiner typischen Playboy-Rollen und die kleine Irina Wanka, die noch später im Erwachsenenalter Krimiserien wie "Derrick" und "Der Alte" beehren sollte.

Musik steuert diesmal u.a. Deep Purple bei.


Gedreht 1973, Erstsendung 11.1.1974

mit Erik Ode, Günter Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, H. Seitz, Erich Schellow, Gisela Uhlen, Gustl Halenke,Peter Chatel, Gitty Djamal, Michael Maien, Irina Wanka, Horst Sachtleben u.a.
Stab: Regie: Wolfgang Becker - Buch: Herbert Reinecker - Titelmusik: Herbert Jarczyk - Musik:  Deep Purple: Fools, Dionne Warwick: A House Is Not A Home- Neue Münchner Fernsehproduktion 1973

(1)= 3sat
Foto: 3sat

Kommentare  

#1 Thomas Langes 2015-07-25 12:50
Harry Maien in einer seiner typischen Playboy-Rollen ??? Wohl eher Michael Maien!!!
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#2 Harantor 2015-07-25 17:23
Da könnte wohl tatsächliche die "Freud'sche Fehlleistung" der Verwechslung von Harry Meyen (Schauspieler, Regisseur und mann von Romy Schneider) und Michael Maien passiert sein ... Das überlass ich mal Stephan. Michael maien sit in der Besetzung verzeichnet
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#3 G. Walt 2015-07-25 20:57
Der Michael wars´s, aber der Harry war für solche Rollen auch gut.
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#4 MaVoHH 2020-10-26 19:05
Ich dachte ich kenne alle Folgen - diese aber dann doch noch nicht. Sicher geht es vordergründig um Sex, aber ich finde das ist zu wenig - eine wohlhabende Familie - alle ein wenig gelangweilt, nur mit sich beschäftigt und dazwischen ein junges Mädchen, dass sich nach einem glücklichen Familienleben sehnt und denjenigen umbringt den sie für das kaputte Familienleben für verantwortlich hält - das ist doch durchaus eine frühe Form der Sozialkritik - man höre nur den Musiktitel : a house is not a house ... Glänzend übrigens Gustl Halenke!
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