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Derrick und seine Fälle: Folge 268 - Gegenüberstellung

Derrick und seine FälleFolge 268 -
Gegenüberstellung

Anna, eine junge Frau aus Osteuropa, wird von zwei Vermummten aus einem Lokal gezerrt und umgebracht. Polizist Andy Klenze ist Augenzeuge der Tat. Anhand eines Phantombilds wird der Mörder schnell gefunden. Doch eine Morddrohung soll Klenze an seiner Aussage hindern.  (1)

Wieder eine Folge, die man nur als durchschnittlich, im Zweifel vielleicht auch als leicht überdurchschnittlich zu bewerten ist.


1Wieder wird ein altes Thema vom Autoren neu aufgewärmt und mit neuen Figuren nacherzählt. Es geht um das Thema Rache. Ein Mörder bedroht den Zeugen, indem er sagt er würde seinem Kind etwas antun, wenn er spricht. Klenze, der Polizist ist fortan von Gewissensbissen und Selbstzweifeln geplagt.

Das Unschöne an dieser Folge ist das irrationale Handeln der Hauptfigur Klenze (Stefan Kolosko). Kein normaler Mensch würde so handeln, ein Polzist wahrscheinlich schon gar nicht. Man kann dies hier auch nicht mit einem als der Dramaturgie geschuldeten Umstand entschuldigen. Dafür ist die Sachlage zu einfach.
Regisseur Itzenplitz liefert wieder schöne Bilder mit München-Aufnahmen. Diesmal besonders viele Szenen, die vor allem in fahrenden Autos spielen. Itzenplitz schein Bewegung zu lieben und versucht so auf diese Weise etwas Leben in die sonst starren Dialogszenen der Drehbücher zu bringen.

Die Besetzungsliste bietet auch nichts Ungewöhnliches. Außer das zwei Gastspiele in dieser Folge gibt: Julia Richter (bekannt aus Freunde fürs Leben) spielt die Frau des Polizisten. Ronald Nitschke mimt den Mörder. Stefan Kolosko, der hier zum zweiten Mal dabei ist und wie schon in Einen schönen Tag noch, Mörder mit Volker Lechtenbrink zusammenspielt, tut sein übriges um den Charakter des Klenze unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Sein Spiel ist nur allzu theatralisch und unpassend.

Darsteller: Horst Tappert, Fritz Wepper, Willy Schäfer, Volker Lechtenbrink, Stefan Kolosko, Julia Richter, Ronald Nitschke und andere
Stab: Musik: Eberhard Schoener Titelmusik: Les Humphries, Regie: Eberhard Itzenplitz Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 31.01.1997

(1) ZDF
Bild: ZDF

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Kommentare  

#1 Herbert Hutter 2018-04-25 23:44
Vollkommen Richtig was über Stefan Kolosko geschrieben wird: Seine Art die Rolle zu spielen ist mehr als Schlecht!
#2 Luserke 2021-05-07 00:14
Ich fand Stefan Kolosko jetzt nicht so schlecht. Erfrischend, mal ein anderes Gesicht zu sehen. Lange Zeit glaubte ich, Lechtenbrink steht auf der anderen Seite und macht gemeinsame Sache mit den Verbrechern. Habe mich sehr über Ronald Nitschke gefreut. Kurzweilige Geschichte.

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