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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 13: Auf dem Stundenplan: Mord

1Folge 13:
Auf dem Stundenplan: Mord

Als der Berufsschullehrer Dr. Erich Dommel nach dem Unterricht sein Arbeitszimmer aufsucht, findet er eine seiner Schülerinnen ermordet in seinem Schreibtischsessel. Einige mit ins Zimmer drängende Schüler alarmieren die Polizei. Sie verdächtigen Dr. Dommel, der der Schülerin nicht gleichgültig gegenüberstand, des Mordes an Inge. Auch die Kollegen sind von der Schuld Dr. Dommels überzeugt.


Kommissar Keller bleibt skeptisch gegenüber diesen Anschuldigungen und den eindeutigen Beweisen von Antipathie.  (1)

Die Schulthematik wurde vom Autor Reinecker auch noch in spüäteren Derrick-Folgen erneut aufgelegt. Dort jedoch immer wieder mit einem neuen Aufhänger. Und fast immer schafte es der Autor seinen erhobenen Zeigefinger in die Richtung der jungen Leute zu lenken. Seine Vorstellung von der Vorstellung junger Menschen schien etwas abstrus. Gerade heute wirken diese Folgen noch absonderlicher, als sie es damals schon waren. Die Schule als Tatort wurde in vielen Krimis gerne gewählt. Man denke z.B. an "Reifezeugnis". Schule scheint - nein - Schule ist ein gefährliches Pflaster.

Doch welcher Lehrer ist so dumm und tötet eine Schülerin im Chemieraum? Dommel etwa? Der Name allein spricht dafür. Und Reinecker gelingt fast ohne erhobenen Zeigefinger ein kleiner Kniff. Nicht der Unschuldigste ist der Mörder, sondern der Hauptverdächtige. Das Puzzle welches Kommissar Keller zusammensetzt spielt einzig und allein auf die Rolle der Schüler ein. Gute Schüler, die alles dafür tun, bzw. taten um Dommel den Mord erfolgreich nachzuweisen. Und so kommt raus, das der Chemieraum nicht der Tatort war.

Heute hätte das ein TV-Ermittler anhand der Spuren und der kriminaltechnischen Untersuchungen schneller erkannt - und zwar ohne irgendjemanden zu befragen. Da dies aber 1969 noch nicht Gang und Gebe schien, entwickelt sich aus der Unwissenheit der Ermittelr, dass der Tatort nicht der Auffidneort ist, eine eigene Spannung und Dynamik die zu einem überraschenden Ende führt.

Pierre Frankh ist in seiner ersten Rolle in einem Ringelmann-Krimi zu sehen. Die Rolle ist allerdings so klein, dass er nicht mal im Abspann erwähnt wird. Vadim Glowna spielt einen aufmüpfigen Schüler. Leider zum Zeitpunkt des Drehs schon viel zu alt für diese Rolle. Highlight ist jedoch Thomas Holtzmann als mordverdächtiger Lehrer. Er hat eine schwierige Rolle. Einen angeblich unschuldigen zu spielen, der doch schuldig ist. Dazu noch einen, der verwirrt darüber ist, sein Opfer im Chemieraum zu finden, obwohl er sie im Fahrradkeller kalt gemacht hat.

Gedreht 1969, Erstsendung 28.11.1969, wurde als zwölfte Folge gedreht (2).

mit Erik Ode, Reinhard Glemnitz, Günther Schramm, Fritz Wepper, Emely Reuer, Helma Seitz. Thomas Holtzmann, Vadim Glowna, Renate Grosser, Eva Kinsky, Hans Quest, Siegfrid Steiner u.a.
Stab: Regie: Theodor Grädler - Buch: Herbert Reinecker - Musik: Herbert Jarczyk, Peter Thomas - Neue Münchner Fernsehproduktion 1969

(1)= 3sat
(2)= Freundeskreis Der Kommissar

© by author (Rezensionstext)

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Nächster Fall: Der Kommissar und seine Mörder - Folge 14: Das Ungeheuer

Kommentare  

#1 Beate 2018-08-29 23:00
habe folge 13 gesehen.
Bis zuletzt habe ich nicht verstanden wer der Mörder wirklich wahr-der Lehrer? Dommel?
#2 G. Walt 2018-08-30 19:03
Korrekt

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