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Derrick und seine Fälle: Folge 20 - Schock

Derrick und seine FälleFolge 20
Schock

Eine Bande von Autodieben hat sich auf teure Wagen spezialisiert. Als der Arzt Dr. Schöller das Haus seiner Verlobten verlässt, bemerkt er einen unbekannten Mann in seinem Wagen, der versucht, mit kurzgeschlossener Zündung fortzufahren.

Doch Dr. Schöller reagiert blitzschnell: er befördert den Fremden aus seinem Auto und streckt ihn mit einem gezielten Boxhieb nieder
.

Bei der anschließenden Schlägerei zieht der Dieb einen Revolver und erschießt den Arzt. Mit Unterstützung seiner Kollegen gelingt es Kriminaloberinspektor Derrick, die einschlägig vorbestraften Autoknacker in ihrem Hinterhof-Versteck aufzuspüren.

Aber erst ein Fehler, der den Gangstern unterläuft, verhilft dem Oberinspektor zu einem wichtigen Hinweis. Derrick hat nun leichtes Spiel, dem Mörder von Dr. Schöller ein Geständnis zu entlocken und auch seine Komplizen hinter Gitter zu bringen. (1)

Wieder Zuschauerprotest
"Schock" ist nach Tote Vögel singen nicht die zweite Folge, die in den Giftschrank des ZDF verbannt wurde. Und zwar für lange Zeit. Diesmal brüskierten sich die ZDF-Zuschauer aufgrund der Tatsache, dass in dieser Folge ein Kind ermordet wird (2). Die Zahl von drei Leichen wurde dann insgesamt nicht überschritten und nach "Tote Vögel singen nicht" blieb es im Derrick auch immer bei höchstens drei Toten. Doch ein Kind als Opfer ginge gar nicht, meinten damals die Zuschauer. So etwas gehöre nicht ins Unterhaltungsprogramm. Nur leider ist es auch im echten Leben so, dass Kinder getötet werden. Und irgendwann gab das ZDF die Folge wieder frei - zumindest für die DVD-Veröffentlichung. Im TV wurde sie nie wieder gezeigt, seit damals.
Damit handelte es sich zum zweiten Mal in Folge um eine Arbeit von Regisseur Vohrer, die kritisiert wurde.

Und es ist eine sehr gut Folge, die spannend und unterhaltsam ist. Der Storyaufbau ist klug und es stimmt eigentlich alles, so dass ein rundes Krimi-Bild entsteht.

Adé, Frau Conrad
Zum "dreckigen Dutzend" gehört die Folge dennoch. Vorhanden sind das Gangstersyndikat, die wilde Schießerei am Schluss und der etwas raubeinige und starke Derrick. Er hat sich ja erst in späteren Jahren zum Gentlemen gemausert. Zum zweiten und letzten Mal darf Derricks Freundin Frau Conrad mitwirken. Danach müssen sie sich irgendwann entzweit haben, denn bei Derrick taucht die Dame, die von der Ungarin Johanna von Koczian gespielt wurde nie wieder auf.


Herzlich Willkommen bei Derrick: Dirk Galuba, Christine Wodetzky, Dieter Eppler und Karin Baal sind zum ersten Mal dabei. Vadim Glowna liefert ein einmaliges Gastspiel.

Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Dirk Galuba, Vadim Glowna, Karin Baal, Christien Wodetzky, Dieter Eppler, Gerhard Bormann, Günter Stoll, Willy Schäfer, Johanna von Koczian, Jan Hendriks und andere
Stab: Musik: Rolf Kühn Titelmusik: Les Hmphries, Regie: Alfred Vohrer, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 05.05.1976

(1) ZDF
(2) http://krimiserien.heimat.eu/alfred_vohrer.htm

(c) by author

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