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Derrick und seine Fälle: Folge 248 - Kostloffs Thema

Derrick und seine FälleFolge 248
Kostloffs Thema

Derrick arbeitet an einem verzwickten Fall: Zwei Männer sind spurlos verschwunden, ein dritter wird ermordet aufgefunden. Der Oberinspektor findet heraus, dass alle drei die Bekanntschaft des Theaterbesitzers Henry Kostloff gemacht hatten. (1)

Umstritten ist diese Folge unter den Fans eigentlich gar nicht. Fast alle halten sie ausnahmslos für langweilig und absolut unwürdig für die Seire.


Meiner Meinung nach ist sie die meisten verkorkste Folge der Serie, die gleichzeitig das meiste Potenzial der verkorksten Folgen insgesamt hat.

Ein verrückter (offenbar homosexueller) Theaterregsisseur macht sich an junge Männer heran - und tötet sie anschließend. Ein sexuell motivierter Serienmörder also. Leider kommen die Motive nicht richtig zum Vorschein. Am Ende wird ein junger Polzist als Lockvogel genutzt um dem Mörder zu stellen. Die Folge wird zerredet und zerfaselt - und das wegen des hohen Dialogpotenzials welches Herrn Reinecker ganz allein anzulasten ist. Die theatralischen Einlagen des Hauptdarstelelrs Gerd Anthoff sind dabei nicht das Schlimmste, da sie zur Figur gehören, schlimm ist das soviel spannendes an Stoff einfach vergeben wurde. Es hätte die Beste aller Derrick-Folgen werden können.

Für Maria Becker war es der Einstand im Derrick. Für Gerd Anthoff der Ausstand.

Darsteller: Horst Tappert, Fritz Wepper, Gerd Anthoff, Maria Becker, Nikolaus Gröbe und andere
Stab: Musik: Frank Duval Titelmusik: Les Hmphries, Regie: Dietrich Haugk Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 23.06.1995

(1) ZDF

Kommentare  

#1 Luserke 2020-05-23 22:11
Mir als Theaterfreund hat die Folge gefallen. Jeder, der sich ein bisschen hinter den Kulissen von Theatern auskennt, weiß, dass solche Figuren wie Kostloff gar nicht so selten sind (okay, sie morden nicht, aber labern genauso). Das philosophische Geschwafel ist vielleicht etwas too much in dieser Episode, aber sie weiß schon zu gefallen.
Zur Bewertung einer Folge frage ich mich am Ende immer, ob ich sie mir nochmal anschauen würde. Das kann ich klar bejahen. Schon allein wegen der tollen Schauplätze und wegen des eindrücklichen Schlusses. Der Abspann ohne Musik und mit den Geräuschen des Steinbruchs hallt noch eine Weile nach. So wie ein guter Theaterabend.
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