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Derrick und seine Fälle: Folge 238 - Gesicht hinter der Scheibe

Derrick und seine FälleFolge 238
Gesicht hinter der Scheibe

Ein anonymer Anruf bei der Polizei-Notrufzentrale. Arno Zeller solle seine Tochter in den Büroräumen seiner Firma suchen, sollte er sie suchen. Ein merkwürdiger. Man findet das junge Mädchen schließlich tot im Büro vor.

Wer hat sie erschossen? 


SzenenfotoDiese Frage stellen sich natürlich auch Derrick und Klein. Sie erfahren von Kontakten zu einem Studenten der Filmhochschule. Die hübsche Modeschülerin hatte sich vor einigen Wochen bereitgefunden, ihn bei seiner Prüfungsaufgabe zu unterstützen. Der junge Filmemacher Adrian Scholl ist schnell ausfindig gemacht und Derrick erhält Gelegenheit, den mit Monika gedrehten Videofilm zu sehen. Enthält er einen Fahndungsansatz?

Eine eher typische 90er-Jahre-Folge, die zwar vom Grundsatz her eine gute Idee beinhaltet, aber kaum Spannung tragen kann. Im Gegenteil, die meiste Zeit des Krimis ergießt sich in sinnlosem Gerede von "Hätte, wäre, Wenn und Aber". Dazu wird die Seele eines Menschen vom Innersten aufs Äußerste gewickelt. Dass es hier um einen Krimi geht, vergessen Autor und Regisseur wohl. Denn mit den schmierigen Figuren, gespielt von Glatzeder und Breuer in ihren Rollen wäre viel mehr drin gewesen. Am Ende ist es nicht mal ein Mord, sondern ein Selbstmord gewesen. Unter der Schmach einer Vergewaltigung brachte sich das Mädchen um, das nicht mal von ihrem Vater Unterstützung erfuhr.

Nach sieben Einsätzen verlässt Evelyn Opela die Serie. Als Ehefrau von Produzent Ringelmann trat sie auch danach nicht mehr in seinen anderen Krimis auf. 2002 sah man sie noch mal in SOKO 5113. Auch Muriel Baumeister sagt: "Tschüs, Derrick!".

Darsteller: Horst Tappert, Fritz Wepper, Klausjürgen Wussow, Evelyn Opela, Jaques Breuer, Wilfried Glatzeder, Muriel Baumeister, Philipp Moog und andere
Stab: Musik: Frank Duval, Titelmusik: Les Humphries, Regie: Dietrich Haugk, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 05.08.1994

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Kommentare  

#1 Luserke 2020-08-03 12:16
Wieder eine sehr eindringlich erzählte Geschichte, die vor allem durch Text und Regie trägt. Reineckers sinnfällige Gedankenspiele über das, "was im Leben wirklich wichtig ist" lenken hier die Mörderin. Tolle Regie-Einfälle wie das überdimensional große Bild der Toten, die Amateurvideosequenz auf dem schneebedeckten, endlos weiten, leeren Flughafen runden das Gesamtbild positiv ab. In Erinnerung bleibt auch der einerseits banale, andererseits aber fast schon mystische Titel der Folge.
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