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Derrick und seine Fälle: Folge 227 Nachtvorstellung

Derrick und seine FälleFolge 227
Nachtvorstellung

Während der Nachtvorstellung eines Krimis wird der Kinokassierer ermordet. Die tödlichen Schüsse fielen synchron zum Lärm der Filmschüsse, sodass es wohl keine Zeugen gibt. In der anschließenden Aufregung konnte der Mörder entkommen. Derrick bemerkt, dass sich der Kassierer während der Vorstellung stets auf denselben Platz setzt. Derrick gerät ins Grübeln. (1)

Leider auch eine misslungene Folge - trotz einiger guter Ansätze.


Aber sie verschwindet schnell wieder aus dem Gedächtnis. Zu offensichtlich ist zum Beispiel der Umstand, dass die drei jungen Männer im Kino, die von Anfang an als Zeugen fungieren, etwas mit dem Mord zu tun haben. Ferner erinnert die Folge sehr stark an andere Episoden wie Das sechste Streichholz. Auch hier werden Streichhölzer gezogen - und derjenige, der das kürzeste zieht, muss den Mord begehen. Reinecker kopierte also sich selbst. Wie so oft. Auch die Grundidee: Freunde rächen sich für das durch Drogen verkorkste Leben eines Mädchens, war schon oft da.

Was mich wirklich wundert ist, dass Helmuth Ashley diese für seine Verhältnisse eher lahme Folge inszenierte. Aber in den 90er-Jahren war er oft vertreten, was wohl auch daran lag, dass andere Regisseure zu der Zeit nicht gewählt wurden, denn Ringelmann schien eher auf gestandene und etablierte Köpfe zu setzen, anstatt mal etwas Neues auszuprobieren.

Trotz der recht dichten Atmosphäre bleibt die Geschichte vom Mord im Kino unausgegoren und fad. Unglaubwürdig zudem. Die ganze Ermittlungsarbeit ist hier doch sehr künstlich und befremdlich dargestellt. Vor allem die Vorgehensweise der Polizei am Tatort. Man notiert nicht mal die Namen der Zeugen.

Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Christoph Bantzer, Oliver Hasenfratz, Nikolaus Gröbe, Philipp Brammer, Francis Fulton-Smith, Dirk Galuba, Cornelia Boje und andere
Stab: Musik: H. Trunz, Titelmusik: Les Humphries, Regie: Helmuth Ahsley, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 24.09.1993 

(1) ZDF

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Kommentare  

#1 Luserke 2021-05-05 00:58
Ganz gute Folge, die aber deutlich hinter dem 'sechsten Streichholz' und der 'kleinen Ahrens' zurück bleibt. Das Setting Kino ist aber spannend gewählt und wird gut bespielt. Tragisch ist immer Oliver Hasenfratz, ein ganz fabelhafter Spieler, der leider viel zu früh von uns ging.
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