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Die Blutgräfin

Schrott auf DVD und BluRayDie Blutgräfin

Was ist ein schlechter Film? Nun, diese Betrachtung ist sehr subjektiv, denn es liegt immer im Empfinden des Zuschauers.

Filme die ich schlecht finde, muss ein anderer nicht zwangsläufig auch so ansehen. Für mich sind zum Beispiel die weitaus meisten der heutigen A-Filme schlecht. Da wird es manch einen Leser geben, der nun die Stirn runzelt und ein Fragezeichen über dem Kopf trägt.

Geschichten gibt es derer viele, in der Literatur wie im Film. Die eigentlichen Fakten sind im Laufe der mehr als 400 Jahre verwässert worden oder verloren gegangen. Was genau Erzebeth Bathory und ihre näheren Angestellten dazu trieb, eine nie konkret nachzuweisende Zahl junger Mädchen unter teilweise enormen Qualen zu ermorden, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Genau das aber hat viele Schriftsteller und Filmemacher zu manchmal haarsträubenden Geschichten getrieben.

Die dunkle GräfinDie dunkle Gräfin (2015)
(Lady of Csjte)
Regie: Andrei Konst, mit Svetlana Khodchenkova, Isabelle Ellen, Pavel Derevyanko, Lia Sinchevici, Lucas Bond, Ada Condeescu.
Die Geschichte der letzten Tage der Gräfin Bathory aus der Sicht eines Kindes zu erzählen hat auch was für sich. Die Frau hat ja vor nichts und niemandem Halt gemacht und so ist es nicht unclever, den Zuschauer ein wenig zu manipulieren. Mal ehrlich, mit Kindern leiden wir mehr und sind bereit deren Schicksal zu folgen.

Nein, damit will ich den Film nicht beurteilen, der seine Geschichte ohne Aufregung erzählt. Bevor man ihn beginnt mutet die Freigabe "ab 12" angesichts des Themas um diese Mörderin seltsam an. So sei auch hier schon einmal darauf hingewiesen, dass es nichts zu sehen gibt, was den Gorehound, Folterfreak oder Slasheranhänger zufrieden stellen könnte. Und das ist auch gut so, denn der Film hat es nicht nötig.

Er lässt jegliches Detail der Grausamkeiten aus und hält sich doch an historische Fakten. Nein, an ihm kann man keine Tatsachen festmachen, aber er begeht nicht den Fehler zu fabulieren und damit zu lügen. Der unsinnigen Geschichte mit der Badewanne voll Blut trägt er nur Rechnung, indem es ein paar verkrustete Blutspuren darin gibt. Ist auch besser so, denn jene Legende ist eine Erfindung von Schreiberlingen des 18. Jahrhunderts.

So folgen wir den Zigeunerkindern Aletta (Isabelle Ellen) und Mischa (Lucas Bond), die beim Taschendiebstahl erwischt werden und deshalb in das Besserungsheim der Lady Bathory (Svetlana Khodchenkova) geschickt werden. Dort sollen sie Anstand und Ehrlichkeit lernen. Aletta hofft darauf, das Schicksal ihrer älteren Schwester Katja (Ada Condeescu) klären zu können, die ein Jahr zuvor dorthin gebracht wurde. Ihnen wird erklärt, dass ständig Kinder verschwinden und man nimmt an, dass sie geflohen sind, weil sie schwere Arbeit zu verrichten hätten. Aletta macht die Bekanntschaft der Gräfin und kann deren Gunst erwerben. Sie erfährt, dass die Frau Buch über jene führt, die in ihre nähere Gesellschaft kommen. So stiftet sie ihren Bruder an das Buch zu stehlen. Er wird jedoch erwischt. Tatsächlich sind in dem Buch die Opfer der Gräfin verzeichnet, die sie auf grausamste Weise foltern, verstümmeln und richten ließ. Mischa gelingt die Flucht und er erhält Hilfe von einem Mann aus dem Ort. Zusammen kehren sie in das Schloss zurück. Unterdessen kommt der Gesandte des Königs, Thurzo, zu dem Schluss, dass er genügend Beweise gegen Gräfin Bathory gesammelt hat. Obgleich er durch den örtlichen Richter behindert wird lässt er seine Leute das Schloss stürmen. Aletta kann aus den Fängen der Lady Bathory befreit werden, doch Mischa wird das letzte Opfer der Frau.

Laut der Werbung haben wir es mit einem Horror-Märchen zu tun. Mir ist zwar nicht klar, wie die Geschichte einer grausamen Serienmörderin einen märchenhaften Stoff ergeben soll, aber nach Ansicht des Films weiß ich, wie der Schreiber des Klappentextes darauf gekommen ist. Ganz bewusst wurde das Geschehen mit märchenhaften Bildern eingefangen. Farbgebung und Ausleuchtung sind berauschend. Gräfin Bathory ist eine blendend schöne Frau. Das Ganze ist schon perfide, denn eigentlich müsste es ob der Gegebenheiten schmutzig, farblos und widerlich sein. Aber genau darin liegen der Reiz und das Grauen. Der Film setzt voraus, dass dem Zuschauer zumindest die Grundzüge der Legende bekannt sind. So muss er nicht in die ekligen Details gehen, welche die Erzählweise nur zerstört hätten. Eine Ahnung dessen, wenn Thurzo die Leichen oder Leichenteile ausgräbt, reicht vollkommen aus.

Die Werbung ist ein bisschen zu marktschreierisch und es wird so manch einen geben, der ein actiongeladenes Fantasymärchen erwartet hat. Ich finde so etwas immer dann schade, wenn ein Film auf andere Weise funktioniert und es deshalb nicht nötig hat. Zumindest mir war es möglich in die Atmosphäre einzutauchen und mich in den geschilderten Ereignissen zu verlieren.

Dazu trägt in erster Linie Svetlana Khodchenkova als Gräfin Bathory bei. Ihr Spiel ist faszinierend, tiefgründig und variabel. Manchmal wirkt die Frau zerbrechlich, dann wieder wie eine grausame Tyrannin, dann melancholisch, darauf hartherzig. Sie ist nur selten selbstbewusst, überspielt dieses glänzend mit den verschiedenen Gemütsregungen. Fest steht für mich, dass ich mehr von dieser Schauspielerin sehen will. Ist sie wirklich so gut wie es mir dieser Film glauben macht? Es gibt eine Unzahl von Filmen nach der Bathory-Geschichte, aber bis heute habe ich noch keine Schauspielerin gesehen, die mir diese zerrüttete Frau so faszinierend dargestellt hat.

Der Film schwelgt in seinen Bildern, verliert sich aber nicht darin. In den Sequenzen außerhalb des Schlosses zeigt er eine triste aber nicht schmutzige Welt. Die Figuren wirken glaubwürdig, die Darsteller sind gut gecastet. Obwohl ich weiß, dass DIE DUNKLE GRÄFIN letztlich für viele Leute kein wirklich überzeugender Film ist, bin ich nahe an der Höchstwertung.

Ich brauche keine Gewaltexzesse um zu wissen was geschieht/geschehen ist. Svetlana Khodchenkova macht es mir in eindrucksvoller Weise deutlich. Eine Menge Leute werden das Ding zu harmlos und zu ruhig finden, doch ich bleibe dabei. Er wird nicht besser oder intensiver dadurch. Es gibt ein schönes Sprichwort: "In der Ruhe liegt die Kraft". Für zukünftige Filme um die "Blutgräfin" wird es schwer sein, diesen Film in seiner Wirkung für mich zu toppen. Es hat bisher auch vorher keinen gegeben. Okay, ich kenne nicht alle.

Die GräfinDie Gräfin (2009)
(The Countess)
Regie: Julie Delpy, mit Julie Delpy, Daniel Brühl, William Hurt, Annamaria Marinca, Sebastian Blomberg.

Auch Julie Delpy unterlag der Faszination der Legendenbildung. Seit vor über 400 Jahren jene Frau starb, die hunderte junger Mädchen quasi hingeschlachtet hatte, wurden Geschichten geschrieben. Viele Autoren schmückten es aus und das eine oder andere Detail wurde übernommen, sodass man heute kaum mehr unterscheiden kann was Wahrheit oder Phantasie ist.

Der Grund, warum die Bathory zu solch einem Monster wurde, ist bis heute nicht geklärt. Da ist die Theorie, die ein unbekannter Schriftsteller Mitte des 18. Jahrhunderts in einem Roman verarbeitete, gar nicht einmal von der Hand zu weisen und fand deshalb ihren Weg in die Legende. So übernahm es Julie Delpy in ihr Drehbuch. Danach züchtigte die Gräfin eine ihrer jungen Dienerinnen. Ein paar Tropfen Blut benetzten die Haut ihres Gesichtes und sie unterlag der Illusion, dass an diesen Stellen die Haut sich jugendlich straffte.

Dieser Film, mit verschiedenen europäischen Fördermitteln finanziert, zeichnet ein anderes Bild als der eben besprochene. Die Bathory der Delpy ist optisch deutlich älter und in sich gekehrter. Gleich vorweg, sie wirkt auf mich glaubwürdiger als Svetlana Khodchenkova in DIE DUNKLE GRÄFIN. Das ist kein Widerspruch zu meiner vorherigen Aussage. Zunächst einmal wirkt sie optisch mehr der Zeit entsprechend, auch was ihr Gebaren und die Mimik betrifft. Was ihr fehlt ist jene Wirkung die Svetlana Khodchenkova entfaltet. Delpy ist plakativer, ihr fehlt so ein bisschen die Hintergründigkeit. Das perfide und berechnende Spiel weicht hier der Deutlichkeit. Delpy versucht Verständnis für eine Frau zu erzeugen, die ob einer vermeintlich unerwiderten Liebe in den Wahnsinn getrieben wird.

Sie verliebt sich nämlich in den beinahe zwanzig Jahre jüngeren Grafen Thurzo (Daniel Brühl), dessen Vater ihr einen Antrag machte, den sie aber ablehnte. Tatsächlich hegt auch der Junge die gleichen Gefühle. Thurzo wird aber von seinem Vater mit einer Frau des dänischen Königshauses verheiratet und die Liebesbekundungen per Briefe werden abgefangen. Die Gräfin glaubt nun ob ihres Alters zurückgewiesen worden zu sein. Als es zu dem oben erwähnten Vorfall kommt, glaubt sie eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Alterungsprozess rückgängig machen zu können. Es muss das Blut von Jungfrauen sein, denn sie stellt in ihrem Wahn fest, dass nur dieses den gewünschten Erfolg bringt. Als Thurzo ihr nach drei Jahren wieder begegnet und sie eine Nacht zusammen verbringen, ist sie fest davon überzeugt. Sie ahnt nicht, dass er gekommen ist um sie der Verbrechen zu überführen.

Die Melancholie in der Figur liegt mir. Ich habe nun einmal ein Faible dafür und kann in solche Menschen eintauchen. Für manche Leute dürfte der Film langweilig wirken, denn er verwendet viel Zeit darauf, dem Zuschauer eine tragische Figur zu zeichnen. So wird der eine oder andere zu dem Schluss kommen: "Typisch europäisches Arthaus-Kino". Widersprechen möchte ich dem nicht. Zuweilen besitzt er diese typische Schwerfälligkeit, die den Film für das normale Publikum kaum zugänglich macht.

Der Film ist in dunklen tristen Farben gehalten und bietet keinen Humor. Dennoch gleitet er nicht ab. Auch hier ist die Freigabe 12 gerechtfertigt. Er zeigt ein paar Blutstropfen, mehr nicht. Ist auch nicht nötig, denn er will nicht schockieren. Es handelt sich eben nicht um einen Horrorfilm, auch wenn er manchmal durch einige Einstellungen damit kokettiert.

Durchaus beeindruckt hat mich die Schlussphase, da die Gräfin in dem eingemauerten Zimmer dahin vegetiert. Anders als in dem obigen Film degeneriert sie nicht zu einem wilden Tier, sondern sie ist sich ihrer Lage bewusst. So wünscht sie sich den Tod herbei, verursacht diesen dann auf perfide Art selbst.

Ein wenig weit hergeholt ist es, der Gräfin Kannibalismus zu unterstellen. Dieses ist weder bewiesen noch glaubwürdig. Dass die Leichen der Mädchen oft übel zugerichtet waren hatte damit nichts zu tun, zumal sie nicht immer die treibende Kraft hinter den Folterungen war. Ihre enge Dienerschaft besaß einen nicht unwesentlichen Anteil an den Grausamkeiten.

Was den Mythos der Gräfin Bathory betrifft ist der Film von Julie Delpy der bessere Film. Er zeichnet das Bild der Frau intensiver und vermittelt ein glaubwürdigeres Bild des beginnenden 17. Jahrhunderts. Der Film von Andrei Konst ist jedoch für den Zuschauer wirkungsvoller, da die Figur hintergründiger gezeichnet ist und die freundliche Farbgebung den Betrachter in eine zweifelhafte Illusion hüllt. So haben beide Filme ihre Berechtigung und je nach Blickwinkel sind es gute Filme. Ich persönlich gebe DIE DUNKLE GRÄFIN den Vorzug, was aber nicht heißt, dass er besser ist als DIE GRÄFIN.

BathoryBathory (2008)
(Bathory: The Countess of Blood)
Regie: Juraj Jakubisko, mit Anna Friel, Karel Roden, Vincent Regan, Hans Matheson, Franco Nero.

Der Film entstand fast zeitgleich mit DIE GRÄFIN als Co-Produktion von Tschechien und der Slowakei. Ein Vergleich ist jedoch kaum möglich. Er gibt sich epischer als die beiden anderen Filme und fabuliert zuweilen, dass sich die Balken biegen. Außerdem ist er um Einiges brutaler und geht zurecht mit einer Freigabe ab 16 durch.

Er beginnt bereits in den frühen 1590'er Jahren und bezieht das Verhältnis der Gräfin Bathory (Anna Friel) zu Graf Nadasdy (Vincent Regan) ein, der zu einem Volkshelden der Ungarn im Krieg gegen die Türken aufstieg. Es ehrt den Film immerhin, dass er sich um mehr Hintergrund bemüht, diesen aber mit wenig bis gar keiner Glaubwürdigkeit anreichert. Ihre Beziehung zu der als Hexe verschrienen Darvula hat bisher selten Niederschlag in den Verfilmungen gefunden. Gleichwohl ist es geradezu lächerlich, der Frau tatsächlich übernatürliche Fahigkeiten zuzuschreiben.

Was genau die scheinbar ewige Jugend der Bathory verursacht verschweigt der Film. Man könnte aber zu der Annahme kommen, dass es sich tatsächlich um die Verwendung des Blutes handelt. Der Film spielt über einen Zeitraum von zwanzig Jahren und doch wirkt die Frau keinen Tag älter. Erst als ihr die Opfer durch die Gefangenschaft entzogen werden altert sie rapide.

Ein wenig Humor besitzt der Film im Gegensatz zu den vorgenannten auch. Wir sehen mehrfach Gräfin Bathory in einer Badewanne, die bis zum Rand mit einer roten Flüssigkeit gefüllt ist. Es stellt sich heraus, dass es sich um ein Bad in roten Kräutern handelt. Wie Thurzo dann aber bemerkt, sei es auch für die Gerichtsverhandlung wirkungsvoller, es zu einem Bad in dem Blut der Opfer zu machen.

Anna Friel ist für die Rolle der Erzebeth Bathory nicht zwingend falsch aber unglücklich besetzt. Sie entspricht nicht dem Zeitalter, der Gesichtsschnitt und ihre mimische Ausdrucksweise sind zu modern. Auch hierin ist Julie Delpy die glaubwürdigere Schauspielerin.

In diesem Film nun baut die Bathory die Liebesbeziehung mit einem jungen italienischen Maler (Hans Matheson) auf, der als Kriegsgefangener von Nadasdy auf ihre Burg gebracht wird. Er soll seine Frau malen und so deren Schönheit für die Nachwelt erhalten. Hernach soll er sich ihrem Urteil stellen, ob Freiheit oder Sklaverei. Zunächst behält sie ihn bei sich, doch als Nadasdy aus einer Schlacht zurückkehrt muss er verschwinden.

Nadasdy stirbt bald darauf. Nun hält Graf Thurzo (Karel Roden) um ihre Hand an, doch sie weist ihn zurück. Erzebeth reist darauf zum König (Franco Nero) nach Wien und kompromittiert damit Thurzo. Sie trifft sogar noch einmal auf den Maler, der das Lotterleben am Königshof genießt, wenig später aber stirbt. Thurzo, ob der Ablehnung der.Bathory zutiefst verärgert, beginnt einen Krieg mit ihr, denn ihr Schloss ist schutzlos, da sie den Kampf gegen die Türken weiterführen lässt. Zudem sammelt Thurzo hunderte Zeugenaussagen, die vor dem König jedoch keinen Bestand haben, da sie weder von einem Adeligen gemacht noch beglaubigt sind. Ihm kommt zugute, dass er die Frau und ihre Dienerschaft auf frischer Tat ertappt und so ein Volksgericht anrufen kann. Unter diesem werden die Handlanger mit sofortiger Wirkung hingerichtet. Erzebeth Bathory wird auf ihrem Schloss gefangen gesetzt, sodass deren Besitztümer dem Grafen zufallen.

Am Ende erzählt er Blödsinn, denn die Frau wird nicht eingemauert und darf sogar Besuch empfangen. Schließlich richtet sie sich selbst ob des rapiden Alterns - durch Magie. Also wirklich, das ist zuviel des Guten. So ist es kein Wunder, dass der Film im Programm von Great Movies landete und im Grunde sogar dieses Label aufwertete.

Die Schlussszene hat jedoch aus emotionaler Sicht zumindest mich überrascht und beeindruckt - das wird nicht jedem so gehen. Ein Untergebener berichtet Thurzo von dem Selbstmord der Bathory und dass nun die Ländereien dadurch dem Königshaus zufallen würden. Thurzo erhebt sich mit bleichem Gesicht und geweiteten Augen. "Wagen Sie es nicht so über diese Frau zu sprechen. Selbst im Tod ist sie mir noch einen Schritt voraus. Ja, ich habe sie geliebt mit jeder Faser meines Körpers und des Geistes."

Das befördert den Film qualitativ nicht nach oben, aber zumindest ich konnte durch diese Szene mit ihm ins Reine kommen, denn dieser Aspekt fehlt den vorangegangenen Filmen, obgleich er zwar nicht bewiesen aber folgerichtig ist. Wer einen korrekten geschichtlichen Ablauf verfolgen möchte, der sollte dieses Ding meiden. Er ist spekulativer als die anderen und erzählt, wie schon erwähnt, eine Menge Zeug, das an den Haaren herbei gezogen ist.

Kommentare  

#1 Laurin 2019-04-21 12:17
Zitat:
"Laut der Werbung haben wir es mit einem Horror-Märchen zu tun. Mir ist zwar nicht klar, wie die Geschichte einer grausamen Serienmörderin einen märchenhaften Stoff ergeben soll, aber nach Ansicht des Films weiß ich, wie der Schreiber des Klappentextes darauf gekommen ist. "
Oh, da weiß ich noch einen anderen Grund, denn wir sollten alte Märchen nicht unbedingt immer auf Geschichten für Kinder reduzieren, nur weil man sie kindgerecht umgesetzt kennengelernt hat. Also durch vorlesen oder selber lesen bzw. seitens Disney-Filme. Nicht wenige der bekannten Märchen wie etwa "Rotkäppchen" wurden früher eher unter Erwachsenen erzählt (Radio und Fernsehen war ja noch in weiter Ferne) und waren von ihrem Gehalt her sogar zuerst wesentlich grausamer und zum Teil sogar blutiger ausgeschmückt gewesen und kaum als kindgerecht zu betrachten. Das hatte mitunter durchaus dann auch etwas von einer Horrorgeschichte. Die märchenhaften Bilder im Film sind da wohl eher als Ausdruck der später kindgerechten Ausschmückung und filmischen Umsetzung von diesen alten Märchen zu betrachten. ;-)
Zumindest dürfte laut der Beschreibung der Handlung der Film BATHORY einem Märchen für Erwachsene eventuell sogar näher stehen als der Film DIE DUNKLE GRÄFIN, da Märchen stets irgendwo zwischen realen Vorkommnissen sowie angereichert mit phantastischen Elementen stehen (so versteckt sich hinter dem bösen Wolf im Märchen "Rotkäppchen" z.B. eine Geschichte um einen Mörder und Kinderschänder). Gesehen habe ich allerdings beide Filme nicht und ehrlich gesagt, hatte ich bisher von beiden auch noch nicht wirklich etwas gehört. Allerdings bei dem Film BATHORY werde ich mich wohl mal genauer zumindest umsehen.

Der Film DIE GRÄFIN war mir dem entgegen jedoch eher bekannt gewesen, bevor er auf DVD bzw. BD herausgekommen ist. Gejuckt hatte es mich da durchaus damals schon in den Fingern, mir den dann später als DVD zuzulegen, habe dann aber doch eher Abstand genommen, als ich informativ herausfand, was für eine Art schwermütiger Arthaus-Film es wird. Da mag ich es dann doch gerne ein wenig deftiger angereichert. :-*
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