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Untot? - Lebendig? - Kleinverlage und Heftromanserien

In (Multi-)Medias Res - Die Multimedia-KolumneUntot? - Lebendig?
Kleinverlage und Heftromanserien

Die Wiederkehr der Hefte in (teuren) Hardcovern - was ist das eigentlich. Billiges Recycling mit unnötiger und überflüssiger Fortsetzung? Überteuerte Geldschneiderei oder aufwändige Sammelereditionen? Ghettoliteratur für Sammler und Jäger oder werden auch Leser angesprochen. Fragen, denen man sich mal zuwenden sollte. Denn mehr und Heftromanserien werden von Kleinverlagen neu aufgelegt und als Paperback oder imHardcover fortgesetzt.    
Hier stellt Horst von Allwörden die These »Untot!« auf.

Hier
stellt Blitz-Verleger Jörg Kaegelmann die Antithese »Lebendig!« auf.

Kommentare  

#76 Laurin 2010-12-21 13:05
Ich glaub auch, man sollte einfach jetzt mal abwarten bevor man sich hier die Haare rauft und später merkt, daß es die gesamte Aufregung eigendlich nicht wert war.
Was die eigentliche Frage angeht, GoMar, hat sich die schon am Anfang für mich beantwortet. Jeder Kleinverlag ist "lebendig" und agiert auch für "lebendige" Leser! Denn sie füllen mit ihren Beiträgen eine Nische aus, die von den großen Verlagen nicht oder sehr gering bedient wird. In dem Punkt tragen sie zu einem möglichst breiten Angebot bei, ohne die z.B. die phantastische Literatur in Deutschland sehr viel ärmer wäre! Da hat sich die Frage bei mir nie gestellt bzüglichst "lebendig" oder "untot".
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#77 GoMar 2010-12-21 17:33
Vollkommen richtig, Laurin! Das Dilemma der Kleinverlage ist aber ganz erheblich ein finanzielles, würde ich meinen. 1. haben sie zu wenig davon, um die großen Buchhandlungen beliefern zu können, da die Auflagen nicht groß genug sind. 2. verdienen sie beim Direktvertrieb zwar mehr an einem Buch, aber dafür sind sie weniger präsent am Markt, obwohl im Internet viel mehr gestöbert wird - wahrscheinlich aber weniger nach Büchern. 3. können sie sicher auch den Autoren wesentlich weniger an Tantiemen zahlen, was natürlich nicht alle sonderlich reizt, für eben diese Kleinverlage zu schreiben. Nachdem aber viele Leser gerne zu Büchern greifen, wo "große Namen" draufstehen, beginnt sich hier die Katze wieder in den Schwanz zu beißen.
Es ist klar, die Kleinverlage müssten viel mehr Werbung machen, damit sie mehr auffallen, aber wer soll das bezahlen? Da ich selbst Kleinunternehmer bin, weiß ich, wovon ich hier schreibe. Der Spruch: "Wer nicht wirbt, der stirbt!" hat in unserer heutigen Zeit absolute Gültigkeit. Wenn ich einmal 2, 3 Monate keine Werbung schalte, glauben die Kunden und die Noch-nicht-Kunden schon, meinen Betrieb gibt es nicht mehr. Aber die Werbung kostet ein ganz schönes Sümmchen - und das will auch einmal verdient sein! Die gleiche Situation haben hundertprozentig die Kleinverlage. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass sicher etliche davon zuviel am Markt sind, denn auch der Spruch: "Zu viele Köche verderben den Brei" stimmt in diesem Bereich ebenfalls. Aber wer kann wirklich beurteilen, welcher Kleinverlag unnötig ist? Ich sicher nicht, und will es auch gar nicht! Sicher glaubt jeder Kleinverlag, das ultimative Programm zu führen, das die Leser in Scharen zu ihm lockt - aber ohne die schon oben erwähnten "großen Namen" werden viele von ihnen recht bald auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Es stimmt sicher auch dies: Ohne genügende Einnahmen rechnet sich für keinen Kleinverlag dessen Engagement, wie wertvoll und wichtig dessen Druckerzeugnisse auch sein mögen.
Fazit: Wer seine ihm wichtigen Bücher, Heftromane, Taschenbücher usw. weiterhin bekommen möchte, wird nicht umhin können, vielleicht selber Werbung für eben diese Verlage zu machen. Denn eines wird in Zukunft sicher kommen: Der Markt wird noch heißer umkämpft werden als bisher, denn in der nächsten Zeit werden wir "Normalos" eher weniger Geld in der Hand haben ...
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