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RONCO – DER SELBSTZENSIERTE - Die zweite Auflage in der Bearbeitung - Verglichen in den Bänden 176 - 179

RONCO – DER SELBSTZENSIERTERONCO – DER SELBSTZENSIERTE
Die zweite Auflage in der Bearbeitung
Verglichen in den Bänden 176 - 179 (Teil 1)

Der Pabel-Verlag hatte Mitte der Siebziger Jahre schon länger Probleme mit dem Jugendschutz, der in den Heftromanen zu viel Gewalt zu erkennen glaubte. Das galt vor allem für die Horrorschiene, aber sie war keineswegs allein davon betroffen. Ob nun Kommissar X oder der Marshall-Western, alles stand unter Generalverdacht, die Köpfe von Jugendlichen zu verwirren oder umstrittene Inhalte zu vermitteln.


Der PeitscherDas Problem war im Haus ein Thema, wie in Exposés deutlich zu sehen ist. Der Dämonenkiller-Exposéautor Ernst Vlcek wies seine Autoren zusehends an, sich in den Beschreibungen von Gewalt und Sex zurückzuhalten. Letztlich half es in diesem Fall nichts, da der Dämonenkiller schließlich dann doch 1977 indiziert wurde.

Das hatte selbstverständlich Auswirkungen auf den Inhalt aller Verlagsprodukte. Der Vampir-Horror-Roman wurde inhaltlich gereinigt, aus Horror wurde Softgrusel. Aber auch die anderen Serien und Reihen wurden ab 1977 deutlich erkennbar entschärft. Weniger Gewalt, weniger Sex (was damals halt so als Sex galt) und in den Krimis keine Selbstjustiz. Vor allem in den Neuauflagen wurde der Rotstift angesetzt, wie man in Uwe Schnabels Dokumentation der Dämonenkiller-Neuauflage von 1983 genau nachlesen kann. Da wurde so gut wie jedes Horrorelement kompromisslos herausgenommen, ob es Sinn machte oder nicht. Heute unfreiwillig komisch die Besessenheit mit dem Wort Blut, das kategorisch gestrichen wurde und nicht einmal vor der "blutroten Morgendämmerung" Halt machte.

Aber auch die Neuauflage der Western-Serie Ronco wurde teilweise stark bearbeitet. Es hatte Beanstandungen der Bundesprüfstelle gegeben. Passagen, die darum 1975 in der Erstauflage akzeptabel waren, fielen in der Neuauflage 1979 der hausinternen Selbstzensur zum Opfer. Verständlich ist es. Niemand wollte eine Wiederholung der Dämonenkiller-Probleme und die damit einhergehenden finanziellen Verluste.

Nun ist das mit der Darstellung von Gewalt und dem deutschen Western so eine Sache. Bis Ende der Sechziger war der Western ein in Deutschland immens populäres Genre, nicht nur als Literatur, sondern auch in Film und Fernsehen. Keine Woche ohne Westernserie auf der Mattscheibe. Dort wurde zwar viel geschossen und geprügelt, aber es war eine nach damaligem Verständnis akzeptable Art von Gewalt. Noch nach der härtesten Saloonprügelei gab es weder blaue Augen noch blutige Nasen, und Little Joe Cartwright konnte auch noch nach den übelsten Prügeln strahlend und vor allem lückenlos lächeln.

Sun-Valley-KriegAber der unvermutete Erfolg des Italo-Westerns läutete in den kommenden Jahren die Todesglocke für den patriarchalischen amerikanischen Western. Der war zwar auch im eigenen Land unter Beschuss geraten durch Regisseure wie Peckinpah, die anfingen, die Gewalt des verherrlichten Faustrechts realistischer darzustellen, aber Anti-Helden wie Django zogen ab 1966 Scharen von Kinobesuchern an, die mit John Wayne nichts mehr anfangen konnten.

Der Einfluss von Filmen wie "Django", "Spiel mir das Lied vom Tod" oder der "Dollar-Trilogie" war kulturell gesehen immens. Sie wurden zum Thema, das nicht nur in den Feuilletons diskutiert wurde. Es wurde überall aufgegriffen. Ob nun in Fernsehkrimis wie "Der Kommissar", der die offensichtliche Faszination der stilisierten Gewalt und der coolen Killer in "C'era una volta il West" zum plakativen Thema machte, oder die Parodie in Comedysendungen wie "Klimbim", in der Django im Bus nicht zahlte, weil er eine Monatskarte hatte, das Thema war in der BRD präsent.

Der zu der Zeit noch populäre Heftroman-Western wollte sich darauf aber nicht einlassen. Der Anti-Held war deutschen Autoren, Lektoren und auch Lesern suspekt. Andererseits musste man mit der Zeit gehen, wollte man den Anschluss nicht verlieren, und zumindest Pabel liebäugelte mit der Idee, sich den Trends zu öffnen.

Auch Bastei verarbeitete in späteren Jahren in seinen diversen Anthologie-Reihen ausländisches Material wie die britischen sogenannten Gewaltwestern der Zeit – die dann freilich bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet und zensiert wurden -, aber es war Pabel, das 1972 seine neue Westernserie "Ronco" anfangs als Italo-Western bewarb.

Neben dem seriellen Erzählen, das Perry Rhodan so immens erfolgreich gemacht hatte, wollte man die Fans des Italo-Westerns ansprechen. Inhaltlich lässt sich darüber streiten, wie viel davon tatsächlich jemals drin steckte. Aus heutiger Sicht nicht viel. Insofern war die Werbung mit der "harten" Italo-Westernreihe immer etwas vollmundig.

Gesetz der GewaltDas Feeling wurde hauptsächlich durch die hervorragende Titelbildarbeit transportiert, die nicht nur die Terence Hill und Charles Bronson nachempfundenen Konterfeis der Helden benutzte. Titelbildzeichner Günther König bediente sich bei seinen Motiven häufig Aushangfotos vom Kino. Zweifellos stellten viele seiner Bilder den direkten Zusammenhang zu Filmen her, die die potenziellen Käufer gesehen hatten.

Im Gegensatz zum Film wäre der Killer als Held unter den damaligen Verhältnissen im Roman aber kaum denkbar und in Deutschland auch nicht tragbar gewesen. Nicht nur wegen des Jugendschutzes. Die Leserschaft hätte nicht mitgezogen. Als die Westernserie "Lobo" 1976 startete und man die Geschichten anfangs mit etwas mehr Sex und Gewalt als gewohnt anreicherte, gab es etliche Proteste. Obwohl die sich vor allem über die mit ein paar Nuditäten angereicherten Titelbilder echauffierten.

Nichtdestotrotz waren die Ronco-Romane mitunter vergleichsweise gewalttätig. Was für die Post-Dämonenkiller-Zeit zu heikel erschien, um sie in einer Neuauflage ungefiltert zu reproduzieren.

Der MostermannDas lässt sich überraschend deutlich an ein paar Romanen illustrieren, die ursprünglich 1975 erschienen. Band 176 bis 179. Warum gerade diese Nummern herausgreifen? Der Mini-Zyklus ist vor allem insofern bemerkenswert, weil die Nummer 176 "Der Peitscher" von Earl Warren/Walter Appel für die Neuauflage als völlig ungeeignet betrachtet wurde. Der Roman war wohl ein paar Jahre zuvor vom Jugendschutz beanstandet worden, also griff man zu einer extremen Maßnahme, wie sie später bei der Dämonenkiller-Neuauflage einige Mal wiederholt wurde. Man ließ den Roman von einem anderen Autoren neu schreiben. Wer letztlich diese Aufgabe hatte, bleibt im Nebel des Verlagspseudonyms verborgen. Der Autor der Neuausgabe von 1979 ist Everett Jones. Der Name, der in der Serie als Sammelpseudonym diente.

Im Folgenden widmet sich dieser und die nächsten Artikel den Streichungen und Bearbeitungen der vier Romane. Im Allgemeinen erscheinen sie geschickter als später beim Dämonenkiller, greifen aber überraschenderweise oft drastischer in die Handlung ein.

Bei den Romanen geht es um das klassische Western-Thema Weidekrieg zwischen Rinderzüchtern und Schafzüchtern. Ronco und Lobo verschlägt es nach Sun Valley. Das Tal gehört dem Rancher George Prewster, der dort sein Vieh züchtet. Im Laufe der Zeit schwelt die Feindschaft zwischen Prewster und einer Gruppe kleiner Farmer, die sich ebenfalls dort angesiedelt haben. Denn die Farmer kommen mit ihrer bescheidenen Viehzucht auf keinen grünen Zweig und wollen auf Schafszucht umsatteln. Die will Prewster auf keinen Fall dulden. Als die Farmer nach diversen Schikanen anfangen, ihren Besitz mit Stacheldraht einzuzäunen und Schafe kaufen, sieht der Rancher rot. Er heuert den brutalen Killer Malo Carnigan an, der am liebsten mit der Peitsche arbeitet. Zuerst richtet sich der Terror des Peitschers vor allem gegen die Sägemühle von Everett Harker, weil der die Zaunpfähle für die Eingrenzung herstellt. Als die Farmer nach der Ankunft von Ronco und Lobo organisierten Widerstand leisten, reagiert der Rancher noch aggressiver. Die Gewalt eskaliert, Carnigans Männer bringen wahllos Farmer um, sie massakrieren eine Schafsherde, die geliefert werden soll, ermorden Holzfäller, die neues Holz zur Mühle bringen, und brennen schließlich Farmen nieder. Der Weidekrieg eskaliert vollständig, nachdem Lobo den sadistischen Carnigan in einem Peitschenduell zusammenschlägt und ihm die Hand zerschießt. Prewster wirft den "Versager" raus. Aus Rache ermordet Carnigan Prewsters männermordende Tochter Grace, mit der er ein heimliches Verhältnis hatte. Danach sieht der Rancher rot und nimmt die Frauen und Kinder der Farmer als Geiseln, um ihre Männer zusammentreiben und töten zu können. Am Ende verliert er den Verstand und verschanzt sich mit der Leiche seiner Tochter im Haus, während die Farmer mit Roncos Hilfe die Farm stürmen. Ronco will vor allem seinen Freund Lobo befreien, der Prewster in die Hände fiel und tagelang sadistisch gefoltert wird.

Der vierte Band "Der Monstermann" (179) ist der Auftakt zum nächsten Kurzzyklus, in dem es um eine Gauklerfamilie geht, die ihren deformierten und geistig zurückgebliebenen Sohn als Freak vermarkten und misshandeln. Neben den Gauklern steht hauptsächlich eine Verbrecherbande im Vordergrund, die im Vorband (178) ihren ersten Auftritt hatte und hier eine Farmersfrau und ihre Tochter vergewaltigen und ermorden. Das Verbrechen wird zuerst Ronco und Lobo zur Last gelegt, dann dem "Monstermann".

Der PeitscherDas Original von "Der Peitscher" kommt dem Vorbild des Italo-Westerns in der Tat schon ziemlich nahe. Autor Earl Warren schildert die Taten des Peitschers Carnigans recht drastisch und geht ins Detail. Das Blut der Geschundenen fließt in Strömen, auch der Held Lobo wird von den Banditen überrumpelt und von Carnigan genüsslich auf immerhin einer ganzen Druckseite zusammengepeitscht. In der Neuausgabe umfasst die Szene eine halbe Spalte.

Zwei Szenen fallen in der Neubearbeitung ganz unter den Tisch beziehungsweise werden völlig umgeschrieben. In der ersten überfallen Carnigan und seine Leute die Holzarbeiter auf ihrem Floß.

Der Text der Originalausgabe:

"Malo Carnigan schlich sich seitlich an Dick O'Mean heran, der junge Hüne wehrte sich gegen vier Killer wie ein Bär, an dem die Wölfe hängen. Carnigan hatte die Zungenspitze zwischen die Zähne geklemmt, seine Augen funkelten böse.
    Er wartete seine Chance ab, blitzschnell schlug er zu. Die Peitschenschnur pfiff durch die Luft, schnitt wie ein Messer über O'Means Nasenansatz und traf beide Augen. Der Flößer heulte auf und schlug die Hände vors Gesicht.
    "Meine Augen! Meine Augen! Ich kann nichts mehr sehen!"
    Carnigan tanzte im flachen Wasser und schlug sich auf die Schenkel vor Freude, als hätte er in der großen Lotterie gewonnen.
    "Hahahaha, das hat gesessen."
    Er spürte die Kälte des Wassers nicht in seiner sadistischen Freude.
    "Das war ein Schlag, der gelingt nur mir."
    Seine Männer packten O'Mean und drückten seinen Kopf unter Wasser. Selwyn Crouch war bereits ertrunken, mit dem Gesicht nach unten lag er im flachen Wasser. Noch einmal schüttelte O'Mean brüllend die Killer ab. Blut lief ihm übers Gesicht, sein Bart und seine Haare waren nass.
    Ein blutiger Striemen zog sich über die Augen.
    Wieder packten die Killer ihn.
    "Haltet ihn", befahl Malo Carnigan. "Ich will seine Augen sehen."
    Zu sechst hielten die Killer den hünenhaften O`Mean. Zwei griffen ihm in die Haare und zerrten seinen Kopf nach hinten. Malo Carnigan untersuchte grinsend die Augen des Mannes, der stöhnte und Schmerzensschreie ausstieß.
    "Die Augen sind alle beide hin", sagte Malo Carnigan stolz. "Lasst ihn los, Leute."
    Die Killer ließen Dick O'Mean los, sie traten zurück und gingen aus dem flachen Wasser.
    "Soll ich ihn abknallen oder willst du ihn mit der Peitsche auseinandernehmen, Malo?", fragte Jerome Cox.
    "Lasst ihn", sagte Carnigan und winkte ab. "Wozu eine Kugel vergeuden, und was soll ich meine Peitsche dreckig machen? Der Hundesohn krepiert hier sowieso. Schleift die anderen hinaus ins tiefe Wasser."

(Seite 16)

Sie lassen den Geblendeten zurück, der am nächsten Tag von Ronco und Lobo sterbend gefunden wird.

In der Neuausgabe von 1979 überfällt Carnigans Mannschaft die Holzfäller ebenfalls, aber hier wird O'Mean kurzerhand erschossen.

Die zweite Szene, die ebenfalls geändert wurde, spielt ein paar Kapitel später. Prewster nimmt sich den Händler Tranter vor, mit dem er früher befreundet war. Tranter hat den Farmern den Stacheldraht verkauft und ist für den Ankauf der Schafe verantwortlich. Er soll verraten, auf welchem Weg die Tiere ins Tal getrieben werden.

Der Text der Originalausgabe:

Malo Carnigan und Jerome Cox packten das Ende der Stacheldrahtrollen, es war an einem Holzstück befestigt. Das Gesicht des Peitschers verzerrte sich zu einer Grimasse teuflischer Bosheit, er schlang den Stacheldraht um Mike Tranters Oberkörper.
    Zunächst fesselte er seine Arme an den Oberkörper, dann begann er den brüllenden Händler mit Stacheldraht einzuwickeln. Drei Männer hielten Mike Tranter auf den Beinen. Tief drangen die Spitzen des Stacheldrahts in sein Fleisch.
    Der Stacheldraht verfärbte sich blutig.
    Malo Carnigan und Jerome Cox wickelten den Händler so ein, dass nur noch der Kopf aus dem blutigen Stacheldrahtbündel heraus schaute.
    Carnigan hatte den Stacheldraht fest zusammengezogen. Auf sein Zeichen ließen die Männer Mike Tranter los. Er schwankte auf den Füßen hin und her. Carnigan gab ihm einen Tritt, dass er zu Boden stürzte.
    Die Wucht des Falls ließ die Stacheldrahtspitzen noch tiefer eindringen, Tranter brüllte entsetzlich auf.
    George Prewster trat neben ihn.
    "Auf welchem Weg werden die Schafe kommen?", fragte er. "Rede, Mike, sonst lasse ich dich am Lasso über den Hof schleifen."
    Tranter konnte nicht länger schweigen, die Grenze dessen, was er ertragen konnte, war überschritten. Blut und Tränen des Schmerzes liefen über sein Gesicht.
    "Sie kommen über den Pass des alten Wagenwegs von Westen her durch die Sierra San Juan ins Tal", würgte er hervor. "George, ich flehe dich an, lass mich von dem Stacheldraht befreien oder gib mir eine Kugel. Bitte!"
    Prewster spie ihm ins Gesicht.
    "Mit einem dreckigen, stinkenden Schäfer habe ich kein Mitleid. Hilf dir selber, Mike Tranter, oder lass dir von deinen Nesterfreunden helfen. Los, Leute, wir reiten, hier haben wir nichts mehr verloren."
    Der Rancher ging zu seinem Pferd und stieg in den Sattel, ritt los, die schlechte, holprige Straße entlang. Seine Männer folgten ihm. Hinter ihnen her gellten die Schreie des gefolterten Händlers.
    Zuerst bettelte er, dann fluchte er.
    "Ihr Bastarde, ich verfluche euch. Zur Hölle sollt ihr fahren. Alle sollt ihr es büßen, was ihr getan habt, alle, alle. Ihr sollt elendig verrecken. Ihr sollt … Aaaaahhhhh!"
    "Es scheint, als ob er hin ist", sagte Jerome Cox, der neben Malo Carnigan ritt.
    Der Peitsche starrte auf den breiten Rücken des Ranchers. George Prewster saß sehr gerade im Sattel.
    "Das hätte ich nicht gedacht", murmelte er leise, "von dem Alten kann sogar ich noch etwas lernen."

(Seite 39)

In der Neuausgabe wird Tranter von Carnigan ein paar Mal mit der Peitsche geschlagen, dann gibt er die Information Preis. Er kann die Flucht ergreifen. Einer der Killer erschießt ihn von hinten mit dem Gewehr.

Die Neuausgabe übernimmt die Handlung des Originals, spielt das Thema Peitsche aber genauso herunter wie Malos fröhlichen Sadismus. Die Handlung bleibt intakt, bietet aber deutlich weniger Schauwerte und vor allem weniger Gewalt. Die spielt sich hier eher zwischen den Zeilen ab.

Die Entscheidung, den Roman neu schreiben zu lassen, kann man auf objektiver Ebene durchaus nachvollziehen. Der Roman schwelgt im Sadismus der Bösewichte, da hätten ein paar Kürzungen nicht geholfen und in der Summe auch zu viel Text gekostet. Auch wenn der Eindruck subjektiv ist, erscheint die Geschichte wesentlich härter als beispielsweise der indizierte Dämonenkiller "Amoklauf". Es wundert nicht, dass der Roman im Klima der damaligen Zeit beanstandet wurde.

Aber es ist auch ein gut geschriebener Western mit einer überzeugenden Handlung, der sich authentischer als viele heutige Produkte liest. Letztlich ist es das alte Dilemma des Heftromans. Wie sehr ins Detail darf der Autor mit seinen Beschreibungen gehen? Wie sehr darf er dem sich ständig wandelnden Zeitgeschmack folgen? Wann ist realistisch zu realistisch? Im Fall von Ronco war es in diesem Fall wohl zu viel von allem.

Kommentare  

#1 Ganthet 2016-12-27 12:38
Nach dem Lesen dieses Artikels und den ergänzenden Ausführungen Dietmar Kuegelers hätte ich Lust, mich mal in die Reihe reinzulesen. Als die Serie Anfang der 80er eingestellt wurde, hatte ich allerdings gerade mal mit dem Heftromanlesen begonnen. Ein Blick ins Antiquariat der Sammlerecke lässt mich dann doch wieder zurückschrecken: Viele Euros für ein paar vergilbte Heftromane. Es muss ja nicht gleich ein Nachdruck im teuren Hardcover sein, aber eine Aufarbeitung alter Heftromanserien als EBook wäre schon schön. Bastei zeigt doch, dass das geht.
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