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THE DRESDEN FILES - Die Fernsehserie

DVD Cover THE DRESDEN FILES THE DRESDEN FILES
Die Fernsehserie

Als der SciFi-Channel verlauten ließ, dass man aus der Romanserie von Jim Butcher eine Fernsehserie zu machen gedenkt, waren die Reaktionen unter den Anhängern - wie nicht anders zu erwarten - geteilt.

Wie Fans nunmal so sind wurden verschiedene Szenarien beschworen, die "so gar nicht gehen" und andere suchten nach Schauspielern die Harry und die restlichen Charaktere verkörpern sollten.

Harry & Connie Als Vorleser der Hörbücher stand James Marsters natürlich ganz weit oben auf der Liste (wäre auch eine gute Besetzung gewesen, das sagte auch Jim Butcher), aber daraus wurde natürlich nichts, denn SciFi setzt ja gern mal auf eher unbekannte Mimen und wahrscheinlich sind die Gagen die Marsters heute so nehmen kann eher astronomisch.
Allem Fangeschrei und allen Änderungen zum Trotz ist die Fernsehserie unter dem Titel THE DRESDEN FILES nach meiner Ansicht überaus gelungen geraten, in diesem Artikel findet der Interessierte ein paar Details dazu. Gleich vorneweg: Offenbar war die Serie für Durchschnittsamerikaner zu anspruchsvoll, denn sie wurde leider nach einer Staffel mit nur 12 Episoden aufgrund geringer Einschaltquoten abgesetzt. Deppen.

Im Jahr 2005 gab es eine Pressemitteilung des SciFi-Channel, dass man die Filmrechte an Jim Butchers DRESDEN FILES erworben habe und einen Fernsehfilm daraus machen wolle, der möglicherweise als Pilotfilm für eine Serie dienen sollte. Ausführende Produzenten des Projekts sollten Nicolas Cage (ja, DER Nicolas Cage), Hans Beimler (DEEP SPACE NINE), Robert Hewitt Wolfe (DEEP SPACE NINE, ANDROMEDA), Norm Golightly, and Morgan Gendel sein, als Produktionsfirmen dienten Lionsgate und Nick Cages Saturn Film. Tatsächlich begannen die Dreharbeiten zum Zweistünder dann auch im Herbst 2005 und es war ein Erstausstrahlungstermin für Sommer 2006 angekündigt.
Im November 2005 ließ man die Schauspieler-Katze aus dem Sack und stellte Paul Blackthorne als Darsteller des Magiers Harry Dresden vor, zu ihm weiter unten mehr.
Am 23. Mai 2006 kündigte dann aber die offizielle Jim Butcher-Mailingliste den Januar 2007 als Sendedatum an und erklärte auch, dass sofort elf weitere Episoden folgen würden. Diese Information wurde am Tag darauf dann auch von SciFi bestätigt.

Der Pilot namens STORM FRONT (nach dem gleichnamigen Roman von Butcher) wurde auch nach einem Drehbuch von Hans Beimler und Robert Hewitt Wolfe in Toronto realisiert, Regie hierbei führte David Carson (STAR TREK GENERATIONS, SMALLVILLE).
Doch leider gab es bei den Dreharbeiten Verzögerungen durch unerwartete Entwicklungen in letzter Minute und Besetzungsänderungen, deswegen wurde STORM FRONT nicht rechtzeitig fertig und stattdessen wurde Episode drei (der Produktionsreihenfolge) als erstes ausgestrahlt. Und zwar am 21. Januar 2007 um 9:30 EST in den USA (auf SciFi) und Kanada (auf SPACE), am 14. Februar dann auch in England (auf SkyOne). Fans in Deutschland warten bislang vergeblich auf eine Ausstrahlung.
Für den eigentlichen Pilot wurden ein paar neue Szenen gedreht und dieser auf eine Stunde zusammengeschnitten. Er wurde dann als Episode acht gesendet.

Verblüffenderweise sendete der SciFi-Channel am 7. März 2008 die zurückgeschnittene Fassung von STORM FRONT dann doch noch, was zu einigen Spekulationen führte. Dummerweise lief die Handlung des Re-Edits auch gegen die inzwischen etablierte Serienkontinuität (und ist damit deutlich dichter an den Romanen), aber was kümmert das den Fan? ;o)

Der maßgebliche Unterschied zum Rest der Serie ist Bob, der Luftgeist im Schädel (welcher in der Serie von Terrence Mann dargestellt wird) der einen Geisterkörper besitzt und eben nicht nur aus einem sprechenden Schädel besteht. Im zurückgeschnittenen Pilot wird Bob so dargestellt wie in den Büchern. Zusätzlich hatte man ihm noch fluoreszierende Tattooes spendiert, die blinkerten, wenn er sprach. So hatte man sich offenbar relativ spät im Produktionsverlauf dazu entschlossen, Bob für die Zuschauer etwas "greifbarer" zu machen und ihn mit Mann zu besetzen. Für mich eine gute Idee, denn Mann spielt brilliant, aber auch dazu unten mehr.

Die späte Ausstrahlung des rückgeschnittenen Pilots hat zu diversen Spekulationen geführt: Wird die Serie doch weitergehen? Wird es TV-Filme oder sogar eine Kinofassung geben? Oder will man nur die DVD-Box neu auflegen, diesmal mit dem ursprünglichen Pilotfilm?

Darsteller und Charaktere

Paul BlackthorneHauptcharakter Harry Dresden wird gespielt von Paul Blackthorne, einem sympathischen Mimen, der bislang nur in Nebenrollen von erfolgreichen US-Serien zu bemerken war, darunter EMERGENCY ROOM, 24, MONK, MEDIUM oder DEADWOOD. Auch nach dem Ende der DRESDEN FILES rissen die Engagements nicht ab und man konnte ihn in wiederkehrenden Rollen in BIG SHOTS oder LIPSTICK JUNGLE bewundern.
Blackthorne scheint eine ideale Besetzung für den Charakter, denn er kommt der Beschreibung des Helden nahe und spielt ihn auch weitestgehend so, wie man sich das vorgestellt hätte. Das gilt zumindest für mich, die Vorstellungen anderer mögen deutlich davon abweichen.

Valerie CruzConnie (nicht Karrin) Murphy wird dargestellt von Valerie Cruz, die man ebenfalls bereits in diversen einschlägigen TV-Serien bewundern konnte: NIP/TUCK, CROSSING JORDAN, LAS VEGAS gehören zu den Projekten, an denen sie teilgenommen hat. Ihre langjährige Arbeit beim Fernsehen hat ihr nun auch Filmrollen eingebracht, so wird sie auch in NO MAN'S LAND: RISE OF THE REEKER (soeben fertig gestellt) und LA LINEA (Post-Produktion) zu sehen sein.

Im Gegensatz zur eher kleinen und bloden Karren Murphy aus den Romanen ist Connie Murphy hochgewachsen und dunkelhaarig. Außerdem hat sie eine Tochter. Die Namensänderung ist darauf zurückzuführen, dass bei der echten Chicagoer Polizei eine Karyn Murphy arbeitet und man Verwechslungen vermeiden wollte (hätte da nicht der Satz mit "lebenden oder toten Personen" und "rein zufällig" gereicht?).

Terrence Mann Bob der Geist wird kongenial gegeben von Terrence Mann, der einen weiten Weg gegangen ist, seit er in CRITTERS einen Kopfgeldjäger spielte. Mann gibt den aristokratisch wirkenden Magie-Besserwisser, dass es eine Freude ist, ihm dabei zuzusehen. Da Bobs Rolle gegenüber den Büchern ausgebaut wurde, hat er jede Menge Möglichkeiten, sein Schauspieltalent zu beweisen. Nebenbei kommt Terrence Mann in einem Making Of sehr sympathisch daher, wenn er sich bei Jim Butcher bedankt. Als dieser verwundert fragt: "Wofür?" antwortet Mann: "Dafür, dass sie mir Arbeit verschafft haben."

Weitere regelmäßige Charaktere sind:

Warden Donald Morgan (Conrad Coates) ist ein Stinkstiefel, ebenso wie im Buch.

Det. Sid Kirmani (Raoul Bhaneja) ist Murphys Partner und ein Skeptiker.

M.E. Waldo Butters (Matt Gordon) ist ein Gerichtsmediziner des Chicago PD (der auch in den Büchern in Erscheinung tritt, zum ersten Mal in DEAD BEAT).

Justin Morningway (Daniel Kash) ist der Onkel, den Harry in Notwehr getötet hat. Dummerweise ist er nicht ganz so tot, wie man annehmen sollte. In den Büchern heißt dieser Charakter Justin DuMorne.

Bianca (Joanne Kelly), eine der mächtigsten Vampire Chicagos und Mitglied des Roten Hofes, außerdem Clubbesitzerin.

Ancient Mai (Jane McLean/Elizabeth Thai), eine Art Oberdiplomation des Konzils der Zauberer.

Laura Ellis (Natalie Lisinska), Bedienung in einem Diner und in ein paar Episoden Harrys Freundin.

Was ist anders?

Wie bereits mehrfach erwähnt, stellen sich diverse Dinge in der Serie anders dar als in den Büchern, was natürlich zu Protesten in der Fangemeinde führte. Umso alberner finde ich das Fangenöle in diesem Fall, da der Autor Jim Butcher selbst sein Okay zu den vorgenommenen Veränderungen gegeben hat und zufrieden damit ist. Er sagte zu diesem Thema: "Die Serie ist nicht die Bücher und sie soll auch nicht exakt derselben Story folgen. Sie ist gedacht als alternative Welt, in der der grundsätzliche Hintergrund und die Geschichten ähnlich sind, wo aber nicht exakt die selben Dinge geschehen. Die Serie ist keinesfalls der Versuch, die Bücher Kapitel für Kapitel oder sogar Story für Story nachzuahmen." Nach dieser Aussage legte sich die Aufregung der Hardcore-Anhänger ein wenig. Butcher selbst ist nach eigenem Bekunden ein Fan und hatte auch einen kleinen Gastauftritt als Sargträger.

Ein paar der Veränderungen im Detail:

Blue Beetle: Aus dem blauen Volkswagen Käfer machte man einen alten Army-Jeep eines Typs, wie er im Korea-Krieg eingesetzt wurde. Der Grund hierfür ist simpel: Für die verschiedenen Kameraeinstellungen im Fahrzeug aus verschiedenen Winkeln hätte man mehrere klassische Käfer zerschneiden müssen und das wäre schlicht zu teuer gewesen. Da der Jeep von vorneherein offen ist, fällt das Problem weg. Außerdem darf man annehmen, das solche Vehikel ohnehin im Fundus einer Filmfirma zu finden sind...

Eins der Markenzeichen von Harry Dresden ist in der Romanserie ein langer, schwarzer Mantel, auf diesen wurde verzichtet und Paul Blackthorne trägt ständig eine schwarze Lederjacke. Warum man sich dazu entschied wissen wahrscheinlich nur die Produzenten, aber wirklich störend ist das nicht. Wobei man zugeben muss, dass der Duster wahrscheinlich cooler ausgesehen hätte.

Bobs SchädelWährend Bob in den Büchern nur eine körperlose Stimme ist, die aus einem Schädel spricht, kann er sich in der Serie in einen Spektralkörper projizieren. Außerdem ist Bob kein Luftgeist, sondern der Geist eines getöteten Magiers, den ein Fluch in den Schädel bannte. Bob hat hier auch einen vollständigen Namen: Hrothbert of Bainbridge. Terrence Manns Darstellung wurde in Fankreisen übrigens sehr positiv aufgenommen.

Murphy: Abgesehen von den Veränderungen, die ich weiter oben bereits angesprochen habe, wurde zusätzlich Connie Murphys ethnische Herkunft von irisch auf hispanisch geändert.

Grundlegende Änderungen erfuhr die Vampirin Bianca, in den Romanen eine der Erzfeindinnen des Magiers und Bordellbesitzerin wurde in der Serie aus ihr eine eher positive Figur gemacht, die Harry mal das Leben gerettet hat und die gelegentlich Harrys Lover war. Im Gegensatz zum Vorbild leitet sie kein Bordell sondern einen Nachtclub.

Eher inkonsistent wird mit der Idee umgegangen, dass Technik im Umfeld eines Magiers unzuverlässig funktioniert. Auf der einen Seite schaltet Harry beispielsweise eine Überwachungskamera dadurch aus, dass er sich in ihre Nähe begibt, auf der anderen Seite verwendet er eine moderne Digitalkamera ohne irgendwelche Probleme.

Auch das "Magier-Equipment" wurde durch eher normale Gegenstände ersetzt, so sind seine beiden Magierstäbe beispielsweise ein Trommelstab und ein Hockeyschläger, was aber durchaus im Geiste der Bücher sein dürfte.

Spezialeffekte

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass diese einen grossen Raum einnehmen, aber dem ist tatsächlich nicht so. Dresdens Zauber werden eher spärlich und minimalistisch inszeniert, was aber in den Büchern ähnlich ist, da wird auch nicht dauernd und ohne Pause gezaubert. So sieht man oft sehr angenehm minimalistisch gehaltene Zaubereffekte, was dem Stil und dem "Feel" definitiv gut tut. Einer der Trailer zur Serie suggeriert etwas anderes, wie Trailer es gern tun.

Harry Dresden Rettet die DRESDEN FILES

Wie so oft gab es nach der Absetzung der Serie nach den 12 Episoden der ersten Staffel einen Rettungsversuch durch die Anhänger, der auch bis heute läuft: Unterstützer wurden aufgefordert, einen Trommelstab mit der Aufschrift "SAVE DRESDEN" and die SciFi-Chefin Bonnie Hammer zu schicken. Das hat offenbar zumindest soweit genervt, dass die Sticks inzwischen als unzustellbar zurück gehen (man kann sie wohl zu leicht in der Verpackung erkennen). Die Kampagne wurde daraufhin so weit abgeändert, dass man ihr jetzt Briefe mit Fotos von Drumsticks mit dem Text darauf zusenden soll.

Fazit

THE DRESDEN FILES ist eine absolut sehenswerte Fernsehserie, die sich wohltuend von anderen Produktionen abhebt, sowohl was die Art des Erzählens wie auch die Leistungen der Schauspieler (allen voran Terrence Mann) angeht. Auch meiner Ansicht nach hätte diese sympathische Serie noch weitere Staffeln verdient. Wer sie sehen möchte hat im Moment wenig Chancen, ausser die DVD-Box zu bestellen. Bei Amazon kann man sie aus Grossbritannien ordern, das ist aber aasgeierig teuer. Deutlich preiswerter wird eine Bestellung in den USA, aber diese ist ja leider mit den üblichen Problemen verbunden...
Im Samstagnachmittagsprogramm sollte die Serie nicht platziert werden, denn ein paar Effekte sind schon ganz gruselig. Jemand dem die Haut abgezogen wurde, sieht nicht kindgerecht aus... ;o)

Episoden (in Austrahlungsreihenfolge)

# Titel Erstausstrahlung Produktionsnr.
01 "Birds of a Feather"  21. Januar 2007 103
Ein Junge, der glaubt, dass Monster hinter ihm her sind sucht die Hilfe des einzigen Magiers im Telefonbuch von Chicago: Harry Dresden
02 "The Boone Identity"  28. Januar 2007 104
Der Geist eines getöteten Mädchens kann nicht ruhen, bevor ihr Mörder zur Rechenschaft gezogen wurde - dummerweise ist der bereits tot...
03 "Hair of the Dog"  11. Februar 2007 105
Lt. Murphy bittet Harry um Hilfe bei der Aufklärung einer Reihe bizarrer Morde. Es sind Werwölfe verwickelt: Sie sind die Opfer.
04 "Rules of Engagement"  18. Februar 2007 102
Als Harry eine Dame vor einem teuflischen Dämonen rettet, muss er feststellen, dass er mit diesem eine Gemeinsamkeit hat.
05 "Bad Blood"  25. Februar 2007 107
Bianca, die gefährlichste und schönste Vampirin Chicagos, heuert Dresden an:Irgend jemand versucht sie zu töten und sie benötigt Harrys Hilfe, um herauszufinden wer und warum. 
06 "Soul Beneficiary"  4. März 2007 108
Ein Mann mit Ahnungen, dass er sterben wird, fällt in Harrys Büro tot um, und der Magier wird in einen mysteriösen Mordplot hineingezogen, der mit Bobs Vergangenheit zu tun hat. 
07 "Walls"  11. März 2007 106
Harry untersucht eine Gruppe von College-Studenten, die eine paranormale Möglichkeit gefunden haben, die modernsten Sicherheitssysteme zu umgehen. Doch darin lauert der Wahnsinn und ihre Methode tötet sie, einen nach dem anderen. 
08 "Storm Front"  18. März 2007 101
Ein grausiges Verbrechen führt Harry in die Mitte eines Gang-Krieges, und führt zu einer häßlichen Erinnerung an die Gefahren von Schwarzer Magie.
09 "The Other Dick"  25. März 2007 110
Während er an einer Schulung teilnimmt, um eine Privatdetektiv-Lizenz zu bekommen, wird sein Lehrer - ein anderer lokaler Privatermittler - auf übernatürliche Weise ermordert. Widerstrebend tut sich Harry mit seines Lehrers Assistenten zusammen, um den Fall zu lösen. 
10 "What About Bob?"  1. April 2007 109
Harrys aktuelle Freundin klaut den Schädel mit Bob darin und bringt ihn schnurstracks zu Dresdens Onkel Justin Morningway - den hatte der Magier allerdings vor fünf Jahren eigenhändig umgebracht. Und so muss Harry lernen, dass auch der Tod nicht immer das ist, was er zu sein scheint - insbesondere wenn sein Onkel involviert ist.
11 "Things That Go Bump"  8. April 2007 111
Ancient Mai und Morgan flüchten in Harrys Wohnung, nachdem sie von einem von Mais Feinden angegriffen wurden. Doch einmal drinnen stellen sie fest, dass sie von einem mächtigen Spruch eingekerkert wurden. Und die Wände rücken näher... 
12 "Second City"  15. April 2007 112
Minuten nachdem er einen Laden verlassen hat wird ein Gangmitglied unter mysteriösen Umständentot aufgefunden. Außerdem kommt Murphys Vater nach Chicago, um mit ihr ein Hühnchen zu rupfen.  Dieses Hühnchen hört auf den Namen Harry Dresden

 

Trailer: 

{dftrailer2}

Links:

Offizielle Seite der Serie beim SciFi-Channel
THE DRESDEN FILES in der IMDB
Episodenführer auf tv.com

Offizielle Webseite von Paul Blackthorne (englisch)
Paul Blackthorne in der Wikipedia (englisch)
Paul Blackthorne in der IMDB (englisch)

Valerie Cruz in der Wikipedia (englisch)
Valerie Cruz in der IMDB (englisch)

Terrence Mann in der Wikipedia (englisch)
Terrence Mann in der IMDB (englisch)

DRESDEN FILES auf DVD bei amazon.com
DRESDEN FILES auf DVD bei amazon.de

Hans Beimler in der IMDB (englisch)

Robert Hewitt Wolfe in der IMDB (englisch)

Hinweise:

Teile dieses Beitrags entstanden unter Übersetzung eines Artikels aus der englischsprachigen Wikipedia.

Bildzitate Quellennachweis:

DVD Cover THE DRESDEN FILES - The Complete First Season, Copyright 2007 Lionsgate

Promo-Foto Paul Blackthorne und Valerie Cruz, Copyright 2007 SciFi-Channel

Bild Paul Blackthorne Copyright 2007 Paul Blackthorne

Bild Valerie Cruz als Connie Murphy Copyright 2007 SciFi-Channel

Bild Terrence Mann als Bob Copyright 2007 SciFi-Channel

Bob der Schädel, Copyright 2007 Hamish Buchanan

Promo-Foto Paul Blackthorne Copyright 2007 SciFi-Channel

Kommentare  

#1 Mainstream 2008-08-24 11:27
:-x
Hat es nicht vielleicht sogar etwas Gutes, wenn eine so vortreffliche Serie mit nur 12 Episoden daher kommt.
Die Briten machen es doch ständig vor: 'Life on Mars', 'The Office', 'Spaced', 'Extras', und selbst 'Doctor Who' mit nur 13 Episoden pro Staffel.
Die Amerikaner nudeln doch alles zu Tode.
Dank dieser Rezi, kann ich mich jetzt entspannt den 'Dresden Files' widmen und weiß, das die Serie nicht wirklich an Qualität verlieren wird.
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#2 Holzi 2008-08-24 12:27
Kommt drauf an. Wenn abzusehen ist, dass man noch viele grossartige Geschichten erzählen könnte (also das Potential erkennbar vorhanden ist), ist es durchaus schade, wenn nach 12 Folgen Schluss ist.
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#3 sebi23 2008-08-24 14:05
Hm, also ich habe mir seinerzeit mal die ersten drei Folgen angesehen. Ich fands ganz okay, aber nicht überragend. Mehr eine Art "guilty pleasure" für den kleinen Mystery-Hunger zwischendurch :-* . Als solches aber recht spaßig. Vielleicht hole ich den Rest noch nach.
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#4 Mainstream 2008-08-24 14:27
:sigh:
Holzi: Deine Aussage steht natürlich ausser Frage.

Beispiel 'Enterprise': Da gab es in der ersten Staffel Folgen, da hätte man eigentlich inhaltlich Drei draus machen können. Und dann?!

Bei '24' hat mir dann die vierte Staffel jedliche Lust auf weitere Folgen genommen (bis jetzt).

Das Problem der Amerikaner ist und bleibt das Aussaugen bis zum letzten Tropfen. 'Office' in England 12 Episoden. Die amerikanische Fassung bis jetzt 56 Episoden und läuft weiter. Wie lange soll das den gut gehen?
Und wäre es 'Dresden Files' besser ergangen?
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#5 Harantor 2008-08-24 14:34
Ein schönes Beispiel war auch der Klingonischer Bürgerkrieg in The Neext Generation. In einer einzigen Doppelfolge abgehandelt...

Zudem erscheint mir: Die Amis machen es wie Microsoft. Man geht erstmal halbfertg an den Start und erkennt erst nach 1-2 Staffeln was und wen man da so hat. Data war so ein Charakter, dessen Potential man sich erst nach 2-3 Staffeln bewußt zu werden schien. Da scheinen mir die Vorarbeiten bei den Engländern kompakter zu sein. In England macht man ja auch mal ne kreative pause - wie aktuell bei Dr. Who.

Aber kürzlich gab es in Variety eine Meldung, dass man das Ende starren Staffeln von 20-24 Folgen kommen sieht und variabler werden will. Mal schauen was draus wird...
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#6 Holzi 2008-08-24 14:46
Ich fand Enterprise prima. Die erste Staffel war okay, die zweite im grossen und ganzen auch. Die dritte mit dem durchgängigen Plot fand ich grossartig und dann die vierte, die so war, wie die gesamte Serie hätte sein sollen: Man arbeitet die TREK-Historie auf. Aber auch das war wohl für den Durchschnitts-Seher zu anspruchsvoll, denn grade, als sie so richtig in Fahrt kamen, war Schluss, weil keiner mehr geguckt hat (man hatte die Zuschauer schon in Staffel drei verloren, es hatte wohl keiner Bock auf einen durchgehenden Plot).

Dass das weitermachen mit dem richtigen Team durchaus auch klappen kann, zeigen beispielsweise Galactica oder Stargate (wobei ich da nur vom Hörensagen ausgehen kann, da ich das nicht regelmäßig verfolgt habe).

Im Gegensatz zu anderen Serien, die erstmal zwei oder drei Staffeln brauchen, bevor sie richtig losgehen, stimmte bei DRESDEN die Chemie zwischen Team, Autoren und Schauspielern offenbar, denn das war von Anfang an überzeugend. Im Vergleich mit vielen anderen unsäglichen Genre-Serien aus den USA, die billig zusammengeschlampt wirken, hebt sich diese Serie qualitativ deutlich ab. Ist zumindest meine Meinung. :-)
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#7 sebi23 2008-08-24 14:48
@ Mainstream
Das ist aber wohl mehr ein Problem zwischen öffentlich-rechtlich (BBC) und privatwirtschaftlich organisiertem Fernsehen. Kein Verantwortlicher eines werbefinanzierten Senders, egal in welchem Land, setzt bei klarem Verstand eine noch gut laufende Serie ab. Dazu ist es zu schwierig geworden, echte Hits zu landen.

Ein amerikanisches Gegenbeispiel sind Pay-TV-Sender wie HBO oder Showtime, die ihre Serien nur so lange am Leben erhalten, wie es "künstlerisch" sinnvoll erscheint. Eben deshalb, weil sie wie die ÖRs nicht so sehr auf Einschaltquoten angewiesen sind.
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#8 Harantor 2008-08-24 14:58
@Sebi23: Auch ITV setzt längst nicht nur auf Langläufer. PRISONER ist als Miniserie geplant. ROBIN OF SHERWOOD lief IMHO auch auf ITV. Da scheinen sich BBC und das britische Privatfernsehen nicht soviel zu geben.

@Holzi: Ich gebe Dir Recht: Dresden war von Anfang gut entwickelt. - Deshalb wählte ich ja Star Trek - TNG als Beispiel
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#9 sebi23 2008-08-24 15:28
@Harantor
Miniserien sind natürlich ein anderes Thema. (Dafür gibts aus den USA ja auch jede Menge Beispiele.) Auf der anderen Seite läuft die ITV-Serie Heartbeat schon seit 17 Seasons. Das nuss selbst ER erst noch hin. ;-)
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#10 Harantor 2008-08-24 15:30
Na ja Langläufer im Soap-Format gibts da auch (Coronation Street und so - die sind ja auch Vorbild für die Lindenstraße). In England gibt es da eben eine gesunde Mischung aus Langläufern und kein starres System mit Staffeln á 20-24 Folgen). Bei uns war in den Siebzigern zum Beispiel der 13-Folgen Rhythmus in...
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#11 Mainstream 2008-08-24 15:35
Sebi23: Nichts gegen zu sagen. Absolut richtig.

Und heraus kommen die schlichtweg besseren Serien.

Bei HBO z.B. 'Deadwood', oder 'Six Feet Under'. Und bei der BBC ist es eben mal der Doctor, oder 'Office'.

Daran krankt doch der Erfolg der privaten Fernsehwirtschaft, sowie des amerikanische Studiosystems. Es DARF keine Risikobereitschaft geben.

Holzi: Da hab' ich mir wohl gerade bei Dir mal wieder das falsche Beispiel gesucht :eek: . Aber 'X-Files'... nö, auch blödes Beispiel. Aber 'Gilmore Girls': Jawohl, die haben sich komplett totgelaufen. Beispielhaft. Da hat alles gepasst, von Anfang an, bis zur klassichen siebten Staffel, die das Aus bedeutete.

Das Ende der strikten 22 - 26 Folgenstaffeln wird natürlich kommen, aber einer muss sich finden der den Anfang macht. Und damit verändern sich dann auch die Anforderungen an die Vorproduktion.
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#12 sebi23 2008-08-24 16:06
Man muss allerdings noch dazu sagen, dass auch in GB das Gros der Sendezeit (vor allem bei den privaten Sendern) mit US-Serien gefüllt wird, man es sich daher "leisten" kann, weniger selbst zu produzieren. Ohne diesen Input von "drüben" wäre man gezwungen, den eigenen Ausstoß drastisch zu erhöhen. Insofern vergleicht man da schon Äpfel mit Birnen. ;-)
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#13 Mainstream 2008-08-25 09:50
:cry:

Natürlich werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Genau darum geht es doch, sonst würde diese Diskussion ja gar nicht stattfinden.

Aber doch mal zurück auf das Wesentliche: Für meinen persönlichen (!) Geschmack gibt es augenblicklich wesentlich mehr englische Serien, die konzeptionell wirklich funktionieren und als in sich geschlossene Unterhaltunge gesehen werden können. Aber das muss nichts damit zu tun haben, das sie in England produziert werden. HBO macht ja auch sehr viele perfekte Serien, mit 12 Folgen Staffeln. DAS sind die guten Birnen.

Es spielt doch überhaupt keine Rolle, wo was mit welchen Serien gefüllt werden muss. Das ist in England genauso wie in Deutschland, oder Timbuktu.
Rein auf Kommerz produzierte Serien bleiben einfach die ÄPFEL.

Und jetzt mal wirklich zum Ursprung: Da es sehr viele unterschiedliche Äpfel gibt, ist 'Dresden Files' doch von der schmackhafteren Sorte. Vielleicht ist sie deswegen abgesetzt worden. Und? Hätte die Serie die Qualität mit in eine zweite, oder dritte Staffel genommen? Oder würde sie nur noch für Apfelkuchen herhalten können?
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