DAMONA KING - Eine Einführung

DAMONA KING besaß allerdings von Anfang an einige Mankos, die der Serie nicht gerade zugute kamen. Die vielen Einzelromane wichen qualitativ sehr voneinander ab, erreichten meistens gerade mal Mittelmaß und brachten sowohl die Serie als auch die Figur der Damona King nicht wirklich weiter und voran.
Zudem hatte man als Leser immer irgendwie das Gefühl, dass für die Serie kein richtiges Konzept vorlag. Und so wirkten dann auch viele Romane der Serie in der Anfangsphase: lustlos und einfach drauflosgeschrieben.
Aber auch die Titelbilder waren zu Beginn der Serie nicht gerade das Gelbe vom Ei. Sie waren zum größten Teil ziemlich schlecht und scheußlich anzusehen und wirkten eher abschreckend. Positive Ausnahmen waren u. a. die Titelbilder von Band 1 und von Band 10.

Liebe Gruselfreunde, mit diesem Band beginnen wir endlich das sicherlich schon längst erwartete und erhoffte LEXIKON DER MAGIE. Gerade Sie als eifrige Leser der Grusel-Serien des BASTEI-Verlages, wissen, daß der Bereich der Magie ein weitgespanntes Feld ist, in dem es eine Vielzahl von Begriffen gibt, deren Erklärung von allgemeinem Interesse ist.
Natürlich mußte die Redaktion unter dieser Masse von Material eine gewisse Auswahl treffen. Wir hoffen, daß unsere Auswahl Ihren Erwartungen gerecht wird und möchten noch darauf hinweisen, daß wir für Vorschläge von Ihrer Seite stets aufgeschlossen sind. Sollten Sie also Fragen oder Informationen zu Bereichen der Magie haben, so erwarten wir Ihre Leserpost. Spezielle Anfragen werden auch persönlich beantwortet.
(Damona King #10: Fähre in die Unterwelt, Seite 35, Bergisch Gladbach, 7. August 1979)
Zu Anfang schrieben die Autoren HANS-WOLF SOMMER unter dem Pseudonym VERNON GRAVES sowie W. K. GIESA (ab Band 8) unter H. P. USHER bzw. MIKE SHADOW an der Serie mit. Durch Giesa kam MANFRED WEINLAND zur Serie. Beide Autoren schrieben unter Giesas neuem Pseudonym MIKE SHADOW einige Romane zusammen.
Das Pseudonym H. P. USHER wechselte danach zu den beiden Autoren JÖRG KUHNERT und WILFRIED A. HARY, die zusammen mit THEODOR DOMBROWSKI als BORIS CORMAC zur Serie gestoßen waren. Um das Ganze noch etwas verwirrender werden zu lassen schrieb auch ROLAND ROSENBAUER unter dem Pseudonym MIKE SHADOW an der Serie mit.
Alles entwirrte sich glückicherweise ab Mitte der 50er-Bände, als bis auf MARTIN EISELE als RYDER DELGADO und HANS WOLF SOMMER als VERNON GRAVES alle anderen Autoren die Serie verließen und mit Band 64 WOLFGANG HOHLBEIN zur Serie stieß, der unter HENRY WOLF von nun an die Serie zum größten Teil prägte. Von nun an war DAMONA KING etwas zyklischer aufgebaut, zudem kamen Zwei- und Mehrteiler hinzu.
Am 20. März 1983 wurde mit Band 107 IM KERKER DER BESTIEN, geschrieben von Martin Eisele, die Serie DAMONA KING allerdings eingestellt.
Doch damit war noch lange nicht das Ende der Serie gekommen. Denn bereits vier Wochen später, genauer gesagt am 19. April 1983, wurde DAMONA KING mit dem Roman DER FLUCH DER SAN MARINO (GK # 501) in der Reihe GESPENSTER KRIMI fortgesetzt und dort als Unterserie integriert. Verfasser des Romans war Wolfgang Hohlbein, der unter dem Pseudonym HENRY WOLF weitere Romane verfasste. Neben Hohlbein schrieb Martin Eisele abwechselnd mit ihm die Damona King-Romane in der Gespenster KrimiReihe. Ab Band 545 DAMONA UND DER LEICHENHÄNDLER war Hohlbein (bis auf eine Ausnahme) alleiniger Autor der DAMONA KING-Romane, der auch einige Romane unter Ryder Delgado verfasste.
Nach insgesamt 22 DAMONA KINGRomanen kam allerdings mit Veröffentlichung des GK-Romans 585 IM TEMPEL DER SCHATTEN am 27. November 1984 das endgültige Aus für DAMONA KING. Doch auch für die Reihe GESPENSTER-KRIMI war die Zeit gekommen, da sie am 16. April 1985 ebenfalls eingestellt wurde.
Einige der ersten DAMONA KINGRomane wurde viele Jahre später in der John SinclairNeuauflage JOHN SINCLAIR SPECIAL veröffentlicht. Band 1 der Serie erschien zudem nach langen Verhandlungen mit Jason Dark schließlich doch noch als Neuauflage in der Reihe DÄMONENLAND.
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