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Visiting »Perry Rhodan« Folge 6 - Verzögerungen…

Visiting »Perry Rhodan«Visiting »Perry Rhodan«
Folge 6 - Verzögerungen…

Die Perry Rhodan - Serie hat mich mein halbes Leben lang begleitet. Seit etwa 30 Jahren bin ich nun ein mehr oder weniger treuer Leser der größten Weltraumserie. Eine wahrhaft kosmische Reise, die mit dem “Schwarm“ - Zyklus begann und über alle Höhen und Tiefen der Serie hinweg bis heute andauert. In dieser Artikelserie werfen wir einen Blick auf den “Mythos” - Zyklus, der mit Band 3000 seinen Anfang nahm.

Stadt der LetztgedankenStadt der Letztgedanken
Perry Rhodan Band 3008
von Susan Schwartz
Titelbild: Dirk Schultz
Nachdem der Werftplanet Culsu im letzten Band nicht dort war, wo er sich hätte befinden sollen, stellt das Auffinden der Eiswelt diesmal kein Problem dar, weil die RAS TSCHUBAI von einem Posbi - Lotsen direkt ans Ziel gebracht wird. Dass man den Raumer dort nicht mal eben auf die Schnelle instandsetzen lassen und weiterfliegen kann, liegt natürlich auf der Hand, und so stößt man dann auch sehr schnell  auf einige Rätsel, wie etwa den Umstand, dass die eigentliche Werft zunächst einmal unzugänglich bleibt, da sie von Vertretern eines seltsamen Volkes, den Vanth, bewacht wird, welche sich auf der Oberfläche häuslich eingerichtet und zudem ihre ganz eigenen, merkwürdigen Rituale haben.

Sie streben das “Athvanth” - den absoluten Stillstand an, welches sich auf eine extreme Verlangsamung der Lebensabläufe bezieht und in dem finalen, perfekten Letztgedanken gipfelt. Dabei schreckt man auch nicht davor zurück, mit Fremdwesen zu experimentieren, wobei diese mit einer Art Säure “versteinert“ - sprich getötet werden. Es zeichnet sich dann auch relativ schnell ab, dass die Vanth den Löwenanteil des Romans bestreiten, während das eigentliche Ziel, mit der TSCHUBAI zu den Posbis vorzudringen und die Reparatur erst das Hauptthema des nächsten Bandes sind.

Nachdem man zunächst auf versteinerte Cairaner trifft, erwischt es dann auch recht bald zwei Mitglieder des Einsatzteams, von denen eines sogar ums Leben kommt. Das ist wenig verwunderlich, da man es mit der Rettung auch nicht wirklich eilig hat - besser gesagt glaubt man, dass es dem Außenteam wohl besser gelingen müsste, die Vermissten aufzuspüren und so kümmert man sich erst um sie, als Gucky sie zufällig espert, da ist es dann aber auch schon fast zu spät.

Neben dieser halbherzigen Rettungsaktion resultiert die eigentliche Spannung hier hauptsächlich aus den anfänglichen Rätseln, wie der Frage, was mit den versteinerten Cairanern passiert ist und aus dem zunächst noch ungelüftetem Geheimnis der Vanth, mit ihren fast schon perfiden Methoden der Konservierung des “Letztgedankens“. Interessant ist dieser Handlungsstrang allemal, da man es hier mit einer Bedrohung durch Fremdwesen zu tun hat, die es eigentlich nur “gut” meinen und die eine so ganz andere Vorstellung vom Leben und Sterben haben. Dass am Ende natürlich auch sie vor dem Weltenbrand geflohen sind und von den Posbis gerettet und nach Culsu gebracht wurden ist dann zwar keine Überraschung mehr, fügt sich aber gut ins Gesamtbild ein, wie es sich in den letzten Bänden präsentierte. Zwar kann man am Ende dann noch den Kontakt mit den Posbis herstellen, dann endet der Roman allerdings auch schon und man hat wieder nur ein kleines Etappenziel erreicht.

Fazit:
Ein vor allem in der ersten Hälfte fesselnder, gut geschriebener Roman. Dass die Autorin hier nur selten die Handlungsebenen wechselt, tut der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil sorgt es für einen flüssigeren Ablauf der Ereignisse. Erst als man über die Absichten und Ziele der Vanth im Bilde ist, lässt die Spannung etwas nach, jedoch ist die Story um die Fremdwesen - trotz der vermurksten Rettungsaktion - interessant genug, um den Roman zu tragen.

Clan der SaboteureClan der Saboteure
Perry Rhodan Band 3009
von Leo Lukas
Titelbild: Dirk Schultz
Nach dem kleinen Zwischenfall mit den Vanth hoffen Atlan und die Besatzung der RAS TSCHUBAI (vor allem aber der Leser), dass man Culsu nun möglichst bald verlassen kann - natürlich erst nachdem das Schiff instandgesetzt wurde. Und eigentlich spräche auch gar nichts dagegen, dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, gäbe es da nicht die nächste kleine Hürde, von der man sehr schnell ahnt, dass sie die Helden bis zum Ende des Romans aufhalten, bzw. die Reparatur verzögern wird. Zu diesem Schluss kommt man spätestens, als die Posbis den Besuchern aus der Vergangenheit eine Art Tauschgeschäft für ihre Arbeit vorschlagen, besser gesagt, diese nur unter der Bedingung zu erledigen gedenken, dass man sich um ein „kleines“ Problem kümmert, welches sie natürlich nicht selbst erledigen können.

So kommt also der "Clan der Saboteure" ins Spiel, vielmehr kommt man diesem und der Frage, wer oder was genau sich dahinter verbirgt, nach und nach auf die Spur. Bis man den Unbekannten dann aber tatsächlich in die Quere kommt, besser gesagt bis überhaupt irgendetwas passiert, sind dann auch schon fast 50 Seiten mit Geplänkel und einer eher kurzen Nebenhandlung aus Sicht des Gegners gefüllt.

Abgesehen von einer Parafalle, in die Gucky zusammen mit Atlan tappt, kommt es auch gar nicht erst zu größeren Problemen oder gar Feindberührungen. Am Ende entdeckt man dann ein gigantisches Transitionstriebwerk und mit diesem die Antwort auf die Frage, wie und womit Culsu versetzt wurde und auch was es mit dem Clan der Saboteure auf sich hat. Bei diesem handelt es sich um eine Gruppe Abtrünniger, welche sich nach dem Auftauchen der Cairaner abschottete und das Triebwerk konstruierte, wobei es dann im Laufe der Zeit zu diversen Missverständnissen kam, was letztlich zur Gründung des Clans führte. Mit der finalen Erkenntnis, dass die Posbis aus irgendeinem Grund eine Heidenangst vor den Cairanern haben (immerhin ein kleiner Fortschritt), endet der Roman so unspektakulär, wie er begann.

Fazit:
Im Gegensatz zu einigen der vorigen Bände, in denen schon fast zu viel passierte, herrscht hier eher Flaute, was die Handlungsdichte betrifft. Erst ganz am Ende kommt so etwas wie Spannung auf, bis dahin zieht sich die Suche nach dem Clan doch sehr in die Länge. Die interessante
Erkenntnis am Ende kann da nicht mehr viel rausreißen.

Kleine Zitate - Grosser MeisterUnrein…
Wir waren Fremdkörper, nicht mehr als ein unerwünschter Pickel auf einer hunderttausend Lichtjahre durchmessenden Haut. Den auszudrücken ich nicht zulassen würde.
(Perry Rhodan 3008 / S. 5)

Zahlbar in Raten…
“Das Interesser der Majorität, die fragmentierten Abspalter wieder einzugliedern, entspricht dem Interesse der Majorität, die RAS TSCHUBAI wiederherzustellen.”
“Schöner ist eine Erpressung selten umschrieben worden.”

(Perry Rhodan 3009 / S. 16)

Hart und ausfahrbar…
“Danke, Atlan”, sagte der Haknorer, dem ein Faible für Metallurgie und ein geradezu erotisches Verhältnis zu Montagekränen aller Art nachgesagt wurde.
(Perry Rhodan 3009 / S. 22)

Abendfüllend…
“Das finden sie spannend?”, fragte ich.
“Absolut. Wer würde nicht viel dafür geben, einfach monatelang dem blumigen Rosten von Eisen zuschauen zu können?”

(Perry Rhodan 3009 / S. 30)

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