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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 45. Teil - Der Teufelseid

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Der Teufelseid

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 44 Der Teufelseid gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 6, 2. Spalte, 2. - 4. Absatz

Kitty mußte wieder einem Motor­radfahrer auswei­chen. Er warf et­was nach ihr, das wie eine Orange aussah. Das Ding klatschte ihr ins Gesicht, platzte - und eine warme, süßlich schmec­kende Flüssigkeit rann ihr übers Gesicht.
Blut!
Links und rechts von ihr heulten die Motoren der schweren Maschi­nen. Die Rocker nahmen sie in die Zange. Sie fuhren einhändig und hieben mit allen möglichen Werk­zeugen auf ihren Kleinwagen ein.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 7, 1. Spalte, 3. + 4. Absatz

Kitty mußte wieder einem Motor­radfahrer auswei­chen.
Links und rechts von ihr heulten die Motoren der schweren Maschi­nen. Die Rocker nahmen sie in die Zange. Sie fuhren einhändig und hieben mit allen möglichen Werk­zeugen auf ihren Kleinwagen ein.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 12, 2. Spalte, 5. Absatz

Das Mädchen schüttelte den Kopf. Dorian fiel erst jetzt auf, daß sie sehr hübsch war, obwohl sie mit dem zer­zausten Haar, den Schrammen und dem vielen Blut im Gesicht und den in Fetzen von ihrem Körper hängen­den Kleidern nicht gerade vorteil­haft aussah. Sie konnte nicht viel äl­ter als zwanzig sein.

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 13, 2. Spalte, 4. Absatz

Das Mädchen schüttelte den Kopf. Dorian fiel erst jetzt auf, daß sie sehr hübsch war, obwohl sie mit dem zer­zausten Haar, den Schrammen und den in Fetzen von ihrem Körper hängen­den Kleidern nicht gerade vorteilhaft aussah. Sie konnte nicht viel äl­ter als zwanzig sein.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 17, 2. Spalte, 4. Absatz

Zwei Stunden später wußten sie es. Dorian hatte Marvin Cohen mit Schaufel und Pickel zum Friedhof beordert, und gemeinsam hatten sie das Grab ausgehoben. Dorian war nicht besonders überrascht, als er den Sargdeckel abhob und darunter sieben zerstückelte Katzen fand.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 17, 2. Spalte, 13. Absatz – Seite 18, 1. Spalte, 1. Absatz

Zwei Stunden später wußten sie es. Dorian hatte Marvin Cohen mit Schaufel und Pickel zum Friedhof beordert, und gemeinsam hatten sie das Grab ausgehoben. Dorian war nicht besonders überrascht, als er den Sargdeckel abhob und darunter sieben tote Katzen fand.

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Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 20, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz

Sie schlief. Leise, um sie nicht zu wecken, schlich er sich auf Zehenspitzen zu ihr und drückte ihr ein ge­weihtes Kruzifix in die Hand.
In diesem Augenblick bemerkte er am Fenster eine Bewegung und sah den mit verwesendem Fleisch über­zogenen Totenschädel eines Untoten. Dorian zweifelte nicht daran, daß es sich um Harry Rampling handelte, der gekommen war, um seine frühe­re Freundin zu sich zu holen, beim Anblick des geweihten Kreuzes je­doch flüchtete.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 21, 1. Spalte, 2. Absatz

Sie schlief. Leise, um sie nicht zu wecken, schlich er sich auf Zehenspitzen zu ihr und drückte ihr ein ge­weihtes Kruzifix in die Hand. In diesem Augenblick bemerkte er am Fenster eine Bewegung und sah den Totenschädel eines Untoten. Dorian zweifelte nicht daran, daß es sich um Harry Rampling handelte, der gekommen war, um seine frühe­re Freundin zu sich zu holen, beim Anblick des geweihten Kreuzes je­doch flüchtete.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 21, 2. Spalte, 2. Absatz

Dorian tauchte unter dem heranfliegenden Körper hinweg, spürte schmerzhaft, wie Klauen über seinen Rücken strichen, und sein Sakko wurde wie von einer rasiermesser­scharfen Klinge zerfetzt.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 22, 1. Spalte, 4. Absatz

Dorian tauchte unter dem heranfliegenden Körper hinweg, spürte schmerzhaft, wie Klauen über seinen Rücken strichen, und sein Sakko wurde wie von einer ­scharfen Klinge zerfetzt.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 22, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 22, 2. Spalte, 3. Absatz

Aber diese Verstümmelungen wa­ren nicht das Ärgste. Viel mehr hatte Hewitt unter den eitrigen Geschwü­ren und Beulen zu leiden, die seinen ganzen Körper überwucherten und ihm ständige Schmerzen verursach­ten.
Damals, in Brunei, hatte Hewitt ihn angefleht, ihn zu töten, um ihn von seinen Qualen zu erlösen. Aber Dorian hatte es nicht über sich ge­bracht. Hewitt war kein Dämon mehr, nicht mehr sein Feind, konnte keinem Menschen mehr etwas an­tun. Deshalb brachte er es nicht über sich, ihn zu richten. Es wäre ihm wie Mord vorgekommen.
Und nun war Hewitt in London aufgetaucht - der Teufel mochte wissen, wie er hergekommen war - und verfolgte ihm seit Tagen, win­selte unter Qualen nach dem erlö­senden Gnadenstoß.
„Diesmal mußt du mir den Gna­denstoß geben, Dorian“, flehte Hewitt ihn an.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 23, 1. Spalte, 2. + 3. Absatz

Aber diese Verstümmelungen wa­ren nicht das Ärgste. Viel mehr hatte Hewitt unter den eitrigen Geschwü­ren und Beulen zu leiden, die seinen ganzen Körper überwucherten und ihm ständige Schmerzen verursach­ten.
„Diesmal mußt du mir den Gna­denstoß geben, Dorian“, flehte Hewitt ihn an.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 23, 1. Spalte, 9. Absatz

„Nein?“ Ein Gurgeln kam aus He­witts Richtung und dann ein Ge­räusch, als klatschte etwas Dickflüs­siges mit großem Druck gegen die Wand. „Dann höre zu. Du kannst dir ungefähr ausmalen. wie es bei einem solchen Initiationsritus zugeht. Da muß ausgiebig geopfert werden. Und die Opfer müssen etwas Besonderes sein. Was wäre also besser geeignet, als ein Hermaphrodit? Wahrlich ein würdiges Opfer für diesen Anlaß - ein Hermaphrodit! Phillip, der Schrecken aller Dämonen.“

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 23, 2. Spalte, 9. Absatz

„Nein? Dann höre zu. Du kannst dir ungefähr ausmalen. wie es bei einem solchen Initiationsritus zugeht. Da muß ausgiebig geopfert werden. Und die Opfer müssen etwas Besonderes sein. Was wäre also besser geeignet, als ein Hermaphrodit? Wahrlich ein würdiges Opfer für diesen Anlaß - ein Hermaphrodit! Phillip, der Schrecken aller Dämonen.“

 * * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 24, 1. Spalte, 2. Absatz

Zuerst errichtete er einen großen Scheiterhaufen, den er „Olymp“ nannte, und legte Coco darauf. Dann entzündete er den Scheiterhaufen. Jerome Hewitt stimmte ein Freu­dengeheul an. Doch sein eitriger Ausfluß löschte die Flammen. He­witt schwang sich unter qualvollem Geschrei zu einem Untoten aufs Mo­torrad und fuhr mit ihm in Richtung Olivaro davon, der gerade in leiden­schaftlicher Umarmung mit Coco, die er vor dem Scheiterhaufen geret­tet hatte, vorbeischwebte. Der Her­maphrodit Phillip war nur ein nebe­liges Gebilde in der Ferne, ent­schwand immer mehr. Lilian und Marvin Cohen kamen Hand in Hand heran. Cohen pflückte für sie Blu­men und Lilian schrie Dorian an, daß er endlich die Whiskyflasche fort­stellen solle. Aber Dorian trank wei­ter, bis er bis zum Hals in einem Faß mit Bourbon stand. Jedesmal wenn er sich bückte, um die bernsteinfar­bene Flüssigkeit zu schlürfen, ver­sickerte sie, und wenn er sich auf­richtete, stieg ihm der Whisky wie­der bis zum Hals.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 24, 2. Spalte, 3. Absatz

Zuerst errichtete er einen großen Scheiterhaufen, den er „Olymp“ nannte, und legte Coco darauf. Dann entzündete er den Scheiterhaufen. Jerome Hewitt stimmte ein Freu­dengeheul an. Doch irgend etwas löschte die Flammen. He­witt schwang sich unter qualvollem Geschrei zu einem Untoten aufs Mo­torrad und fuhr mit ihm in Richtung Olivaro davon, der gerade in leiden­schaftlicher Umarmung mit Coco, die er vor dem Scheiterhaufen geret­tet hatte, vorbeischwebte. Der Her­maphrodit Phillip war nur ein nebe­liges Gebilde in der Ferne, ent­schwand immer mehr. Lilian und Marvin Cohen kamen Hand in Hand heran. Cohen pflückte für sie Blu­men und Lilian schrie Dorian an, daß er endlich die Whiskyflasche fort­stellen solle. Aber Dorian trank wei­ter, bis er bis zum Hals in einem Faß mit Bourbon stand. Jedesmal wenn er sich bückte, um die bernsteinfar­bene Flüssigkeit zu schlürfen, ver­sickerte sie, und wenn er sich auf­richtete, stieg ihm der Whisky wie­der bis zum Hals.

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Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 31, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 31, 2. Spalte, 4. Absatz

Kaum war sie mit ihm drinnen, als fünf weitere Krüppel hereinstürm­ten, einer häßlicher als der andere, und mit ihr fast unbeschreibliche Dinge anstellten.
Sie wußte nicht mehr, was sie alles mit ihr taten. Das kostet einen Aufpreis, hatte sie, geschäftstüchtig wie sie war, verlangt, während sie mit seltsamen stinkenden Salben einge­rieben wurde. Dann streifte man ihr klobige Holzzwingen über die Füße und band ihr die Hände mit den eige­nen Haaren am Rücken zusammen.
Als sie wieder den Mund aufmach­te, steckte ihr jemand einen mit einer übelriechenden Flüssigkeit getränk­ten Holzpflock, der mit eigenartigen Schnitzereien verziert war, zwischen die Zähne.
Nun saß sie an einen Stuhl gefes­selt. Nach einer Weile ging die Tür auf, und drei Männer kamen herein. Einer von ihnen war ein Krüppel mit langen dünnen Beinen, extrem kur­zen Armen und einem kurzen ver­wachsenen Rumpf.
Zsa-Zsa war erleichtert, als sie die beiden normal gewachsenen Männer erblickte, auch wenn sie nicht gerade vertrauenerweckend aussahen.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 32, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz

Kaum war sie mit ihm drinnen, als fünf weitere Krüppel hereinstürm­ten, einer häßlicher als der andere.
Zsa-Zsa war erleichtert, als sie die beiden normal gewachsenen Männer erblickte, auch wenn sie nicht gerade vertrauenerweckend aussahen.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 32, 1. Spalte, 1. – 4. Absatz

Der Schnauzbart mit dem Dämo­nenblick trat näher und blickte sie an, als wolle er in ihre Seele eindrin­gen.
„Wirst du dich ruhig verhalten, wenn ich dir den Knebel abnehme, Aphrodite?“ fragte er.
Sie nickte. Als er den Holzpflock entfernt hatte, war ihr Kiefer ge­fühllos, und sie glaubte, ihn nie wie­der bewegen zu können.
Der Schnauzbart sah sie wieder an. Sie versuchte, seinem Blick auszuweichen, aber sie war von seinen grünen Augen wie gebannt.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 32, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz

Der Schnauzbart mit dem Dämo­nenblick trat näher und blickte sie an, als wolle er in ihre Seele eindrin­gen.
Der Schnauzbart sah sie wieder an. Sie versuchte, seinem Blick auszuweichen. aber sie war von seinen grünen Augen wie gebannt.

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Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 33, 2. Spalte, 9. Absatz

„Ich hab' ihn jedenfalls nicht gese­hen“, behauptete der Keeper. „Aber meiner Meinung hielt sie nichts von blassen Jünglingen, sondern war mehr auf Peitschenknaller scharf.“

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 34, 1. Spalte, 11. Absatz

„Ich hab' ihn jedenfalls nicht gese­hen“, behauptete der Keeper. „Aber meiner Meinung hielt sie nichts von blassen Jünglingen.“

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 37, 1. Spalte, 5. Absatz

Aber nicht nur das Foto, das ihn mit ihr vor einem griechischen Klo­ster zeigte. Das konnte eine Fäl­schung sein - es mußte eine Fäl­schung sein, denn er war mit Coco noch nie in Griechenland gewesen. Um sie töten zu können, brauchte er eine Original-Abbildung. Er konnte sie eines scheußlichen Todes sterben lassen...

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 37, 2. Spalte, 11. Absatz

Aber nicht nur das Foto, das ihn mit ihr vor einem griechischen Klo­ster zeigte. Das konnte eine Fäl­schung sein - es mußte eine Fäl­schung sein, denn er war mit Coco noch nie in Griechenland gewesen. Um sie töten zu können, brauchte er eine Original-Abbildung.

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Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 41, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 42, 1. Spalte, 5. Absatz

Ihr Griff war der von Schraub­stöcken. Er schnappte nach Luft, schlug die geballte Faust nach ihr, spürte, wie sich ihre klassische Nase unter seinen Knöcheln zur Seite bog - und dann spritzte ein Schwall Blut heraus, färbte das Wasser rot.
Aber sie ließ ihn nicht los. Sie drückte immer fester zu. Und sie tauchte ihn unter Wasser. Sie ent­wickelte dabei die Kraft eines Ring­kämpfers. Dorian hatte keine Chan­ce gegen sie. Jetzt ließ eine ihrer Hände seinen Hals los. Aber es nützte ihm nichts, denn er konnte nicht ein­atmen, weil er unter Wasser war. Und schon drückte ihre freie Hand seinen Kopf tiefer unter Wasser, la­stete wie ein zentnerschweres Ge­wicht auf ihm.
Dorian war ihr an Kraft unterle­gen. Er wußte, welche übermensch­liche Kräfte Besessene entwickeln konnten. Und sie war eine Besessene, zweifellos von der Rothaarigen auf ihn angesetzt. Er sollte ertränkt werden.
Dorian sah in diesem Augenblick, da ihm bereits die Sinne zu schwin­den drohten, keinen anderen Aus­weg, als einen Rettungsversuch mit der Gnostischen Gemme, die er an ei­ner Kette um den Hals trug, zu unternehmen.
Er tat, als gebe er jeden Widerstand auf, als habe er das Bewußtsein verloren. Und tatsächlich ließ der Druck nach, ja, er fühlte sich plötzlich von kräftigen Armen aus der Badewan­ne gehoben. Er schnappte nach Luft, griff gleichzeitig nach seiner Gemme und hielt sie dem blutverschmierten Furiengesicht über sich entgegen.
Aphrodite taumelte mit einem Entsetzungsschrei zurück und prall­te mit Wucht gegen die Wand.
Mit einem Satz sprang Dorian aus der Badewanne, riß sich die Gemme vom Hals und schob sie der Besesse­nen zwischen die Zähne. Sie schlug verzweifelt um sich, riß ihm mit ih­ren lackierten Nägeln Wunden auf den Armen und auf der Brust. Aber er ließ sich nicht abschütteln.
Er band die Kette hinten zusam­men, damit sie die Gemme nicht verschlucken konnte. Dann zog er sie an den Armen ins Wohnzimmer. Sie wand sich dabei wie eine Schlange, schnellte sich fast einen Meter hoch in die Luft und fiel wie ein voller Sack krachend zu Boden.
Statt Blut rann ihr nun ein grauer Schleim aus der Nase, aus ihren Oh­ren dampfte ein grünlicher Nebel.
Dorian warf sie aufs Bett, holte aus seinem Koffer zwei Gebetsschnüre und fesselte ihr damit Arme und Bei­ne. Wo die Gebetsschnüre ihre Haut berührten, bildeten sich augenblick­lich blutende Wunden.
Dann drückte er ihr ein Kruzifix zwischen die verkrampften Finger, und ihre Knöchel beulten sich ge­schwulstartig aus. Das Kreuz schoß plötzlich wie eine Rakete in die Höhe, bohrte sich in die Decke und ver­formte sich.
Dabei schrie die Besessene wie am Spieß. Dorian ließ sich aber nicht beirren. Er holte ein silbernen Fla­kon hervor, in dem Weihwasser war. Aphrodite schien schon von wei­tem am Geruch zu erkennen, was in dem Silberfläschchen war. Sie gebärdete sich noch wilder, die Gebetschnüre schnitten tiefer in ihr Fleisch ein.
Der Dämonenkiller hatte Mitleid mit ihr. Aber er konnte ihr nur hel­fen, wenn er sie zuerst mit den sa­kralen Reliquien peinigte. Ein Dä­mon ließ sich nicht ohne Schmerzen austreiben.
Er mußte sie quälen, um sie zu ret­ten.
Es sah fast so aus, als würden ihr die Augen aus den Höhlen treten, als er sich die Finger mit Weihwasser benetzte. Ihre Augen verdrehten sich, so daß nur noch das Weiße zu sehen war.
Dann erbrach sie grünen Schleim, als er mit dem Weihwasser ein Kreuz auf ihrer Stirn beschrieb. Er zeich­nete auch auf ihren Körper einige Kreuze. Überall, wo das Weihwasser mit ihrer Haut in Berührung kam, brachen häßliche Wunden auf.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 42, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 43, 1. Spalte, 3. Absatz

Ihr Griff war der von Schraub­stöcken. Er schnappte nach Luft, schlug die geballte Faust nach ihr.
Aber sie ließ ihn nicht los. Sie drückte immer fester zu. Und sie tauchte ihn unter Wasser. Sie ent­wickelte dabei die Kraft eines Ring­kämpfers. Dorian hatte keine Chan­ce gegen sie. Jetzt ließ eine ihrer Hände seinen Hals los. Aber es nützte ihm nichts, denn er konnte nicht ein­atmen, weil er unter Wasser war. Und schon drückte ihre freie Hand seinen Kopf tiefer unter Wasser, la­stete wie ein zentnerschweres Ge­wicht auf ihm.
Dorian war ihr an Kraft unterle­gen. Er wußte, welche übermenschliche Kräfte Besessene entwickeln konnten. Und sie war eine Besessene, zweifellos von der Rothaarigen auf ihn angesetzt. Er sollte ertränkt werden.
Dorian sah in diesem Augenblick, da ihm bereits die Sinne zu schwin­den drohten, keinen anderen Aus­weg, als einen Rettungsversuch mit der Gnostischen Gemme, die er an ei­ner Kette um den Hals trug, zu unternehmen.
Er tat, als gebe er jeden Widerstand auf, als habe er das Bewußtsein verloren. Und tatsächlich ließ der Druck nach, ja, er fühlte sich plötzlich von kräftigen Armen aus der Badewan­ne gehoben. Er schnappte nach Luft, griff gleichzeitig nach seiner Gemme und hielt sie dem Furiengesicht über sich entgegen.
Aphrodite taumelte mit einem Entsetzungsschrei zurück und prall­te gegen die Wand.
Mit einem Satz sprang Dorian aus der Badewanne, riß sich die Gemme vom Hals und schob sie der Besesse­nen zwischen die Zähne. Sie schlug verzweifelt um sich, aber er ließ sich nicht abschütteln.
Er band die Kette hinten zusam­men, damit sie die Gemme nicht verschlucken konnte. Dann zog er sie an den Armen ins Wohnzimmer. Sie wand sich dabei wie eine Schlange, schnellte sich fast einen Meter hoch in die Luft und fiel wie ein voller Sack krachend zu Boden.
Dorian warf sie aufs Bett, holte aus seinem Koffer zwei Gebetsschnüre und fesselte ihr damit Arme und Bei­ne. Dann drückte er ihr ein Kruzifix zwischen die verkrampften Finger, und ihre Knöchel beulten sich ge­schwulstartig aus. Das Kreuz schoß plötzlich wie eine Rakete in die Höhe, bohrte sich in die Decke und ver­formte sich.
Dabei schrie die Besessene wie am Spieß. Dorian ließ sich aber nicht beirren. Er holte ein silbernen Fla­kon hervor, in dem Weihwasser war.
Aphrodite schien schon von wei­tem am Geruch zu erkennen, was in dem Silberfläschchen war. Sie gebärdete sich noch wilder, die Gebetschnüre schnitten tiefer in ihre Haut ein.
Der Dämonenkiller hatte Mitleid mit ihr. Aber er konnte ihr nur hel­fen, wenn er sie zuerst mit den sa­kralen Reliquien peinigte. Ein Dä­mon ließ sich nicht ohne Schmerzen austreiben.
Es sah fast so aus, als würden ihr die Augen aus den Höhlen treten, als er sich die Finger mit Weihwasser benetzte. Ihre Augen verdrehten sich, so daß nur noch das Weiße zu sehen war.
Dann übergab sie sich, als er mit dem Weihwasser ein Kreuz auf ihrer Stirn beschrieb. Er zeich­nete auch auf ihren Körper einige Kreuze. Überall, wo das Weihwasser mit ihrer Haut in Berührung kam, brachen häßliche Wunden auf.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 42, 2. Spalte, 4. Absatz

Aphrodite lag schlafend im Bett. Er reinigte sie mit lauwarmem, rei­nem Wasser und betupfte ihre kreuz­förmigen Wunden mit Bourbon.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 43, 2. Spalte, 4. Absatz

Aphrodite lag schlafend im Bett. Er reinigte sie mit lauwarmem, rei­nem Wasser.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 51, 1. Spalte, 7. – 9. Absatz

Er schleuderte den Felsbrocken auf das Maul und verspürte tiefe Befriedigung, als er den dumpfen Auf­prall vernahm und gleich darauf den fliegenden Vampir abtrudeln sah.
Aber schon schoß das nächste Un­geheuer auf ihn zu. Seine Krallen stießen auf ihn herab. Er duckte sich, suchte mit der freien Hand den Bo­den nach einem weiteren Wurfge­schoß ab, während er dem Vampir die Gemme entgegen schleuderte.
Das Tier schrie schrill auf, als der Talisman einen der Flügel durchtrennte, als sei er aus Papier, und zog sich wild flatternd zurück.

 

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 51, 2. Spalte, 3. – 5. Absatz

Er schleuderte den Felsbrocken auf das Maul und sah gleich darauf den fliegenden Vampir abtrudeln.
Aber schon schoß das nächste Un­geheuer auf ihn zu. Seine Krallen stießen auf ihn herab. Er duckte sich, suchte mit der freien Hand den Bo­den nach einem weiteren Wurfge­schoß ab, während er dem Vampir die Gemme entgegen schleuderte.
Das Tier schrie schrill auf, als der Talisman einen der Flügel durchtrennte, und zog sich wild flatternd zurück.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 58, 1. Spalte, 4. Absatz

Der Sabbat ging weiter. Spottge­bete wurden angestimmt, Choräle. Die Tänzer verrenkten sie im­mer mehr. Drei Dämonen began­nen gleichzeitig mit der Elevation der Hostie. Doch diese war nicht rund, sondern dreieckig und schwarz, und die Dämonen schlan­gen sie schmatzend hinunter und rülpsten, als hätten sie Blähungen.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 58, 2. Spalte, 6. Absatz

Der Sabbat ging weiter. Spottge­bete wurden angestimmt, Choräle. Die Tänzer verrenkten sie im­mer mehr. Drei Dämonen began­nen gleichzeitig mit der Elevation der Hostie. Doch diese war nicht rund, sondern dreieckig und schwarz, und die Dämonen schlan­gen sie schmatzend hinunter.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 60, 1. Spalte, 2. Absatz

Dorian war bereit. Er wollte Cocos Foto verbrennen, wenn Olivaro glaubte, nun endgültig von ihr Besitz ergriffen zu haben. Wenn der Fürst der Finsternis die Hand nach ihrer Seele ausstreckte, um sie zwischen seinen Krallen zu ersticken - dann würde er das Foto anzünden und sich an dem Anblick weiden, den ihm die brennende Hexe bot.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 60, 2. Spalte, 2. Absatz

Dorian war bereit. Er wollte Cocos Foto verbrennen, wenn Olivaro glaubte, nun endgültig von ihr Besitz ergriffen zu haben. Wenn der Fürst der Finsternis die Hand nach ihrer Seele ausstreckte, um sie zwischen seinen Krallen zu ersticken - dann würde er das Foto anzünden.

* * *

Der Teufelseid
Dämonenkiller Nr. 44
Seite 60, 2. Spalte, 5. Absatz

Plötzlich war die Hölle los. Ein In­ferno von Rauch und Feuer, Galle und Gestank brach über den Ort des Sabbats herein.

Der Teufelseid
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 44
Seite 61, 1. Spalte, 11. Absatz

Plötzlich war die Hölle los. Ein In­ferno von Rauch und Feuer brach über den Ort des Sabbats herein.

* * *

Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 44. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 45 "Mörder der Lüfte" von Ernst Vlcek alias Paul Wolf dran.

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-02-20 13:50
Die hatten wirklich ein Problem mit dem an sich harmlosen Wort "Blut" :lol: Überhaupt mit Körperflüssigkeiten in jeder Form. *Koppschüttel
Zitieren
#2 Schnabel 2016-02-20 20:02
zitiere Andreas Decker:
Die hatten wirklich ein Problem mit dem an sich harmlosen Wort "Blut" :lol: Überhaupt mit Körperflüssigkeiten in jeder Form. *Koppschüttel

Laut Kurt Luif hatte der Rechtsanwalt, der die Romane der DK-Neuauflage in Sachen des Jugendschutzgesetzes begutachtete, eine Aversion gegen das Wort "Blut".
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