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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 94

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (94. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Ernst Vlcek schrieb das DK-Exposé 119 für sein Autorenkollegn Walter Appel, der den siebten Teil des Malkuth-Zyklus verfassen durfte. Viel Spaß beim Lesen…


119DAS INDISCHE GRABMAL
DAS GRABMAL DER SCHLANGE
STEIN DES BÖSEN
Dämonenkiller 119
Schauplatz: Indien (Ajanta)
Zeit: bis Mitte November (im Anschluß an Band 115 – endet zur gleichen Zeit wie 118)
Autor: Appel-Warren
Termin: 25.8.76

Titelbild:
Es zeigt eine Grabkammer, in der auf einem Steinpodest ein menschliches Gerippe liegt. Zwischen den Rippen des Skeletts steckt ein Dolch mit einem riesigen Diamanten am Ende des Griffes, und das Gerippe wird bewacht von einer großen grünen Schlange, die am Hinterkopf fünf spornartige Auswüchse hat. Durch das Tor, das von Säulen flankiert ist, tritt ein Mann mit einem Skelettschädel und rotem Kapuzenumhang, in der Hand eine brennende Fackel. (Frau Illfeld)
!! Fotokopie des Titelbildes an Autor!!

Situation:
Unga (mit Puppenmann Don Chapman) ist gleich nach seiner Ankunft in eine Auseinandersetzung zweier Sekten geraten. Dabei erkennt er, daß die Chakras zweifellos Diener der Janusköpfe sind, wogegen die Padmas auf der Seite des Guten stehen. Dies bestätigt sich, als er mit Bixby zusammentrifft, der sich das Haupt schor und sich zu den Padmas bekennt. Die Padma-Sadhu sind durchwegs parapsychisch begabt - aber wer ist ihr Oberhaupt?
Von Bixby bekommt Unga keine Aufklärung. Aber der Cro-Magnon erkennt etwas Wesentliches: Die Macht des menschlichen Geistes ist viel stärker als die Magie des Dreimalgrößten. Alle magischen Hilfsmittel sind nicht mehr als Krücken auf dem Weg zum Endziel: den menschlichen Geist so auszunutzen, daß seinem Wirken keine Grenzen gesetzt sind.
Mit Hilfe der Padmas gelingt es Unga, das Janus-Tor von Elura stillzulegen, er kann aber nicht mehr verhindern, daß fünf Menschen (darunter auch Mahadev Singh) auf die Januswelt verschleppt wurden.
Als Unga nach bestandenem Abenteuer zu Bixbys Versteck zurückkehrt, ist dieser verschwunden. Statt seiner wird Dorian von dem Inderin Reena erwartet.
Damit endet Band 115. Dieser Roman schließt direkt daran an. Da Herr Appel der Verfasser beider Bände ist, kann er den Über­gang nach Belieben gestalten; es handelt sich ja eigentlich um einen Doppelband.

Anfangsepisode:
Sie spielt einige hundert Jahre in der Vergangenheit, im Gebiet des klassischen Ajanta (etwa 200 km östlich von Elura).
Ein Geschichtenerzähler, ein Barde, sucht in den Ruinen vor der Nacht Schutz. Da macht er eine unheimliche Entdeckung. Er fällt durch ein Loch in ein Gewölbe, in dem fünf Asketen wie Statuen reglos im Kreise sitzen. Der Barde ist vor einem Tiger geflüchtet. Draußen faucht das Raubtier vor Wut, weil ihm die Beute entgangen ist - drinnen zittert der Barde vor Angst.
Die Asketen - wer weiß, welche Macht sie selbst in ihrer Bewegungslosigkeit haben jagen ihm Furcht ein. Der Barde sucht nach einem Ausweg, kommt in ein anderes Gewölbe. Gibt es keinen Ausgang?
Irgendwann schläft er vor Erschöpfung ein. Wie im Traum hat er ein seltsames Erlebnis, ihm ist als werde er von einer riesigen grünen (der Titelbild-) Schlange gebissen. Ihr Gift vermittelt ihm seltsame Bilder - und einen Auftrag. Er durchstreift nun weiterhin die halbverfallenen Gewölbe, bis er in das Grabmal des Titelbilds kommt. Der Diamant im Griff des Dolches, der in dem Skelett steckt, blendet ihn fast, aber in seinem Gehirn ist ein Befehl (durch Schlangenbiß übermittelt): Hole den Diamanten.
Als der Barde danach greift, erhält er einen furchtbaren Schlag. Ein Blitz zuckt auf - und der Barde wird zu einem lebenden Leichnam. Mann mit Totenkopf (wie auf Titelbild).
Ähnliches hat sich in dem Grabmal wiederholt, so daß nun eine stattliche Anzahl von Totenkopfmännern zusammenkam.
Dar Autor kann, wenn er meint, es ist dem Roman förderlich, ähnliche Episoden aneinanderreihen, oder sie in Erzählungen von Gegenwartsleuten schildern. Es soll hervorgehen, was für ein Fluch auf diesem Grabmal liegt.
Aber die Zusammenhänge erst später durchleuchten; der Leser soll im Dunkeln tappen, die Mystik erhalten bleiben.
 
Handlung:
Reena verriet Unga nur so viel, daß Bixby aus dringenden Gründen weiterziehen müsse, und wenn er, Unga wolle, werde sie ihn auch dorthin bringen.
Unga will.
Er erfährt vorerst nicht, was ihr Ziel ist.
Zusammen mit einer Pilgergruppe bricht man von Elura auf.
Der Roman kann damit begonnen werden, daß Unga durch eine "Stimme" aus seinem Kommandostab aufwacht. Man hat irgendwo ein Lager aufgeschlagen. Unga macht Don auf die Stimme aus dem Kommandostab aufmerksam - er denkt, daß es die Dorians ist, mit dem er über den Kommandostab über gewisse Entfernungen (etwa 500 km) akustisch in Verbindung treten kann.
Doch Don hört nichts. Bildet sich Unga nur ein, daß er jemand rufen hört:"Kommt näher! Kommt mir noch näher! Großes Leid ist über die Erleuchteten gekommen!" Unga bildet sich ein, daß es sich um Jeff Parkers Stimme handeln könnte. Don hat nichts gehört.
Geschrei im Lager. Ein Tiger ist eingefallen und hat einen der Pilger entführt.
Nächste Szene: Reena bekommt in Trance einen Anfall. Sie scheint von einer starken Geistesmacht gebannt. Doch Unga erkennt: es ist nicht so, daß eine böse Macht ihr einen fremden Willen aufzwingt. Eher ist Reena mit Mitgliedern der Padma-Sekte in geistigen Kontakt getreten.
Solche Zustände hat sie manchmal, wie sie selbst zugibt. Aus ihrem Gestammel ist nicht viel zu erkennen, die Pilger aber sind aufgeregt, beginnen verängstigt zu meditieren. Sie beteuern, daß großes Unheil über sie alle kommt: Der im Lotus Geborene ist in Gefahr. Alle müssen zu ihm pilgern, um ihm zu helfen.
Schließlich kommt Reena wieder zu sich. Sie verrät Unga nichts. Mit dem Kommandostab erreicht er bei ihr nichts, kann sie nicht beeindrucken und schon gar nicht hypnotisieren.
Reena macht nur eine Aussage: Der Padma ist in Gefahr, denn der Chakra(vartin) gewinnt immer größeren Einfluß. Deshalb müssen alle Jünger des Padma ihrem Herrn zu Hilfe kommen. Daraus geht hervor, daß alle Padma-Sadhu, die über die ganze Welt verstreut sind, dem Ruf folgen. Es beginnt eine wahre Völkerwanderung.
Wo der Padma seinen Sitz hat, wer er ist, welche Ziele er verfolgt - auf alle diese Fragen bekommt Unga keine Antwort.
Reena sagt, daß Padma aber geholfen werden kann, wenn man auch die kleinen Scharmützel für ihn entscheidet. Und ein solches Scharmützel steht ihnen in Ajanta bevor.
Aha, denkt Unga, wenigstens kennt er das Ziel der Pilger­reise.
Es kommt zu einigen Zwischenfällen, auch mit Chakras. Und wieder taucht ein Tiger auf. Unga sieht genau, daß der Tiger sein Opfer nicht reißt, sondern lebendig entführt - ja, es scheint, daß er dem Opfer nicht einmal wehtun will.
Einmal berichten die Pilger aufgeregt vom "Schattenvogel", der eine Frau in seinen Klauen gehalten hat und mit ihr davon­flog. Auch von einer Schlange ist die Rede - doch eine solche hat Unga nicht gesehen.
Dies genügt jedoch, Assoziationen bei ihm zu wecken. Er gesteht Don, daß er, Unga, schon vor vielen Jahrhunderten, vor mehr als einem Jahrtausend hier gewesen war. Damals hatte er Hermon aus den Augen verloren und suchte nach ihm...
Mehr verrät Unga vorerst nicht. Er muß seine Gedanken sammeln, sich vor allem auf die gegenwärtigen Ereignisse konzentrieren, ohne zu wissen, daß sie mit der Vergangenheit eng verknüpft sind.
Das Gebiet von Ajanta ist erreicht. Hier herrscht großer Betrieb. Gaukler zeigen ihre Kunststücke, Fakire produzieren sich, Schlangenbeschwörer ebenso.
Ein Geschichtenerzähler erregt Ungas Aufmerksamkeit. Der Alte hat mitten auf der Straße ein Bett stehen, liegt altersschwach drauf und spricht die Vorübergehenden an. Unga hat kurz zuvor Reena an seinem Bett gesehen. Deshalb eilt er hin. Da bietet der Alte ihm an, ihm eine Legende zu erzählen. Sie handelt von dem bösen Dämon Ravana, der von einem tapferen Fremden mit einer Haut wie Gold und einer Waffe, die nicht irdischen Ursprungs gewesen sein konnte, überlistet und besiegt worden ist. Dies alles habe sich hier zugetragen.
Unga ist in den Bann des Erzählers geschlagen. Er muß zu­hören, ob er will oder nicht. Das Treiben rund um ihn prallt wirkungslos von ihm ab.

Die Legende:
Es war (im 8. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung) zur Zeit, als das große indische Reich zerfallen war und die Macht der König­reiche im Dekan zunahm. Im Maharashtra-Gebiet regierten die Rashtrakuta.
Da tauchte der goldhäutige Fremde, ein Riese von Gestalt auf, und suchte seinen Herrn, der einen ebenso fremdartigen Namen wie der goldhäutige Riese hatte. Seine Waffe waren sein Geist, seine Muskeln und ein seltsamer Stab.
Damals machte der Dämon Ravana das Reich unsicher. Die Menschen mußten ihm opfern, um nicht seinen Unwillen auf sich zu ziehen. Ravana wurde auf den Fremden aufmerksam, vor dem alle zitterten und zu dem sie auch aufsahen.
Ravana forderte den Fremden heraus. Ravana fühlte sich siegessicher, denn in seiner langen Existenz hatte er ein starkes Karma entwickelt. Da Ravana nicht sterben konnte, um neue Wieder­geburten zu erleben, weil sein Karma nur durch böse  Taten entstanden war, wurde dieses Karma zwangsläufig immer stärker.
Der Goldene Fremde hatte von einem Adeligen einen kostbaren Dolch mit einem großen Edelstein im Griff geschenkt bekommen, als er dessen Tochter vor den Dienern Ravanas rettete. Auch dieser Tat wegen grollte Ravana.
Nun lockte er den Goldenen Fremden in seinen Tempel und verlangte Genugtuung. Doch der Fremde verspottete den Dämon, ver­höhnte ihn, sagte, daß er nicht glaube, daß er ein wirklich mächtiges Karma habe und dieses auch beherrschen könne.
Wäre es nämlich so, dann müßte Ravana sein gesammeltes Karma in den großen Edelstein am Griff seines Dolches versetzen können. Ravana nahm die Herausforderung an und speicherte unter großer Anstrengung all sein Karma in dem großen Diamanten am Griff des Fremden.
Kaum war dies geschehen, da stieß der Fremde dem Dämon den Dolch in den Leib; Ravana wurde also durch die Macht seines eigenen Karma getötet.
Ravanas Körper verging. Doch er konnte sein verbliebenes Karma in drei verschiedenen Tieren manifestieren: in einem Vogel, in einem Tiger und in einer grünen Riesenschlange.
Diese drei sind die Wächter seines Grabmales. Sie versuchen, Opfer heranzulocken und sie dazu zu bringen, den Diamanten aus dem Dolchgriff herauszubrechen. Wem dies gelingt, auf den geht das Karma von Ravana über.
Viele haben es versucht, aber sie sind als lebende Tode zu Wächtern des Grabmals des indischen Dämons verdammt...

Ungas Erinnerung:
Sie deckt sich mit dieser Legende. Während der Alte diese Geschichte erzählt, erlebt sie Unga noch einmal durch. Er war damals der "Goldene Fremde", und er suchte seinen Herrn Hermon.
Bitte in diesem Zusammenhang nur aussagen, daß Hermon mit seinem Diener Unga die Welt durchstreifte, um einen Ort zu suchen, wo sie für das Gute wirken konnten. Wo sie überall waren, soll nicht ausgesagt werden. Auf ihrer Wanderschaft kommen sie auch nach Indien. Hier wurden sie auf irgendeine Weise getrennt. Das im dunkeln lassen. Aber Unga kämpfte auf eigene Faust gegen Dämonen.
Unga hat damals Ravana überlistet, aber sein Karma muß immer noch in dem Diamanten des Dolches weiterleben. Unga erinnert sich, daß sie auf ihrer Wanderschaft dem Tiger und dem "Schattenvogel" begegneten, und auch von der Schlange war die Rede...
Soweit die Vergangenheit.
(Bisher war noch nicht von den fünf Asketen die Rede, die sich meditierend im Grabmal aufhalten. Aber das kommt noch)
Nach diesem Traumerlebnis will Unga endlich zu Bixby, doch Reena sagt, daß dieser nicht in Ajanta sei. Warum sie dann hierher-gekommen sind, will Unga wissen. Reena antwortet: Weil die Chakras versuchen, den Dämon Ravana auf ihre Seite zu bekommen. Die Chakras glauben, wenn sie Ravanas Karma befreien, verhilft ihnen das zu weiterer Macht.
Dies sollte verhindert werden.
Das alles bitte in Eigenregie schildern und in action verpacken.
Nun soll der Leser durch Reenas Aussage erfahren, was es mit den fünf Asketen auf sich hat.
Es handelt sich um Sadhu der Padma-Sekte. Schon seit Jahrhun­derten halten immer fünf von ihnen im Grabmal Wache, wenn einer stirbt, wird er sofort abgelöst. Diese Asketen sollen verhindern, daß jemand den Diamant mit Ravanas Karma aus dem Dolch herausbricht.
Wer es versucht hat, der wird zu einem lebenden Toten (mit Totenkopf wie auf Titelbild) und verstärkt so die Wachmannschaft.
Wir haben also zwei gegeneinander wirkende Kräfte. Zum einen versuchen Ravanas "Schattenvogel", Tiger und Schlange Opfer heran­zulocken, die Ravanas Karma befreien sollen. Zum anderen gibt es die fünf Asketen, die das bis jetzt erfolgreich verhindert haben.
Nun aber, so lautet Reenas Aussage, haben sich die Chakras eingeschaltet (die Sekte der Janusköpfe) und versuchen alles, um Ravanas Karma zu befreien.
Es kommt zwischendurch immer wieder zu Zusammenstößen mit Chakras.
Unga aber macht die Bekanntschaft eines Abenteurers, der immer in Begleitung eines Tigers anzutreffen ist. Sein Name:
Uri Lüthi, Schweizer, 1,65 m klein, aber jeder Zoll ein Muskel, 35 Jahre, Kinnbart, wettergegerbtes Haut, schwarzes Haar, Großwildjäger schon von klein auf, hat Tiere auf allen Erdteilen gefangen und gezähmt, ringt Spaßes halber mit Riesenschlangen und Krokodilen - und hat auch den indischen Tiger im Handumdrehen zu seinem Haustierchen gemacht, das auf ein Zeichen Lüthis hin gehorcht.
Lüthi ist vermögend und geachtet, d. h. es bringt ihm Bewunderung ein, was er mit dem Tiger gemacht hat. Aber eben deshalb fürchtet man ihn auch. Lüthi hat, seiner eigenen Aussage zufolge, den Tiger erst vor wenigen Tagen gezähmt, nun frißt er ihm aus der Hand.
Lüthi hat keinerlei dämonische Ausstrahlung, aber der Tiger ist Unga sofort suspekt. Und als dem Tiger ein Padma-Anhänger in die Nähe kommt, zerreißt er diesen sofort.
Das führt zum offenen Konflikt - dies beliebig ausschlachten - und es stellt sich heraus, daß Uri Lüthi eine Diener der Chakras ist - also demnach ein Diener der Janusköpfe. Und der Tiger ist zweifellos eine der drei Tierinkarnationen des Dämons Ravana.
Nun beginnt ein Wettlauf.
Unga unternimmt alles, um in das Grabmal des Dämons vorzu­dringen und Lüthi zuvorzukommen. Er hat die Unterstützung der Padmas.
Die Gegenseite ist aber nicht müßig. Die Chakras schützen ihren auserwählten Lüthi mit allen Mitteln - und dessen Helfer sind auch noch der Schattenvogel und die Schlange, ganz zu schweigen von dem Tiger.
Unga kann den Tiger im Zweikampf überwältigen - durchbohrt ihn mit dem Kommandostab -, aber das verschafft Lüthi einen Vorsprung.
Unga kann den Schattenvogel verbrennen - indem er den Kommandostab als Brennglas und Reflektor der Sonnenstrahlen ver­wendet. Jetzt erst kann er ins Grabmal vordringen.
Entsetzt muß er feststellen, daß Lüthi und die Chakras ihm zuvorgekommen sind - die fünf Asketen wurden längst getötet.
Jetzt ist der Weg frei zum Grabmal - nur noch die Totenkopfmänner, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben, bewachen den Karma-Stein des Dämons. Doch mit ihnen werden die Chakras fast spielend fertig.
Und die grüne Schlange führt Lüthi, zeigt ihm den Weg und Geheimgänge, um den untoten Wächtern auszuweichen.
Lüthi hat schon einen zu großen Vorsprung. Unga hat keine Chance, ihn einzuholen. Da gesteht Reena, daß sie schwache übersinnliche Fähigkeiten besitzt (was sowieso anzunehmen war, da sie bei den Padmas eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hat).
Aber ihre telekinetischen Kräfte reichen nicht aus, um einen so schweren Brocken wie Unga zu befördern. Don Chapman, das fußgroße Fliegengewicht, dagegen wäre für sie die richtige Portion. Unga stimmt zu, nachdem sich Don sofort für das Experiment bereiterklärt hat, daß Reena den Puppenmann in die Grabkammer befördert.
Don soll Lüthi aufhalten, er besitzt immerhin seine Miniatur­pistole und könnte den Schweizer immerhin soweit verletzen, daß dieser nicht mehr die Kraft hat, den Stein des Bösen an sich zu nehmen.
Es geschieht wie besprochen.
Don fühlt sich schwerelos, durcheinandergewirbelt - und im nächsten Augenblick im Grabmal. Da taucht auch schon Lüthi auf...
Inzwischen dringt Unga weiter vor. Ravanas Karma wirft das letzte Aufgebot in die Schlacht - die grünhäutige Schlange. Wohl oder übel muß Unga den Kampf mit ihr aufnehmen. Er hat ja Riesenkräfte, reiht ihr das Maul auseinander oder sonst was und nagelt ihr den häßlichen Schädel mit dem Kommandostab auf den Boden. Während der Schlangenleib in den letzten Zuckungen daliegt, hastet Unga weiter. Reena schreit qualvoll auf, ohne daß Unga weiß, was das zu bedeuten hat, denkt er, sie hat in einer Vision gesehen, daß Don in Gefahr ist - und das beflügelt seinen Schritt.

... In der Grabkammer, aus Dons Warte erzählen.
Lüthi taucht auf. Der Puppenmann will auf ihn anlegen. Doch da wird der Schweizer meuchlings niedergestreckt. Eine zweite Gestalt taucht auf. Don ist fassungslos, als er Bixby erkennt.
Don will triumphieren - das Gute scheint gesiegt zu haben. Er will sich Bixby zu erkennen geben, da muß er erkennen, daß Bixby längst schon der feindlichen Macht verfallen sein muß.
Lüthi war demnach nur da, um die Gegner (also unsere Helden) von dem wirklich Auserwählten - Bixby - abzulenken.
Für Don scheint diese Erkenntnis jedoch fast zu spät zu kommen. Er hat sich nämlich bereits zu Bixby begeben, der ihn jedoch nicht sieht. Als Don merkt, daß Bixby hoffnungslos verfallen ist, kann er sich gerade noch in dessen Gewand ver­stecken.
Nun bringt Bixby den Dolch an sich, zieht ihn kraftvoll aus dem Skelett und bricht den Diamant aus dem Griff.
Das ist der Moment, wo das Karma des Dämons Ravana in Bixby übergeht - es schlägt wie ein Blitz in ihn ein. Bixby-­Ravana entfleucht, ohne zu bemerken, daß er den Puppenmann Donald Chapman mit sich schleppt.
Als Unga eintrifft, ist schon alles vorüber. Der Dolch mitsamt dem Diamanten ist verschwunden, Ravanas Skelett zu Staub zerfallen. Der Cro-Magnon ist erschüttert. Er weiß nicht, wer das Karma des Dämons in sich aufgenommen hat. Da sieht er eine Schrift - von einem Zwergenfinger in den Staub gemalt. Es handelt sich um einen Namen: Bixby. Da weiß Unga, daß Bixby den Dämonin sich trägt. Er ist erschüttert. Und er sucht vergeblich nach dem Puppenmann und kann sich zusammenreichen, daß er mit dem Dämon verschwunden ist. Unga muß aber annehmen, daß Don der Gefangene von Bixby-Ravana ist.
Reena sagt, es sei doppelt schlimm, daß gerade Bixby von dem furchtbaren indischen Dämon besessen ist. Denn Bixby besaß einiges geheimes Wissen über die Padma-Sekte und auch über den Lotosgeborenen selbst.
Nun besitzt der Dämon Ravana auch Bixbys Wissen und kann es an die Chakras weiterleiten, was den Padmas sehr schaden könnte. Und der Lotosgeborene ist noch mehr gefährdet als zuvor.
Zweifellos wird Bixby-Ravana sein Wissen so teuer wie möglich an die Chakras verkaufen - das Karma des indischen Dämons ist ja nicht in der Gewalt der Janusköpfe. Vielleicht, so überlegt Unga, könnte man es verhindern, daß sich Bixby-Ravana mit den Chakras fusioniert. Das macht er sich jedenfalls zum Ziel.
Und er hofft, daß der Puppenmann Don noch zu retten ist.
Damit den Roman beenden.
Bitte keine bindenden Angaben machen, die der Nachfolgeautor nicht wissen kann. Jede Nebenhandlung auch zum Abschluß bringen.
!!Bitte eine Szene titelbildgetreu gestalten!!

Zur Einleitung - Zum ersten Teil - Zur Übersicht

Kommentare  

#1 Schnabel 2014-10-22 09:02
Am 22.Oktober 1974, also vor vierzig Jahren, erschien das erste Heft der eigenständigen Serie Dämonenkiller, die Nummer 18 "Das Fest auf dem Teufelshügel" von Kurt Luif alias Neal Davenport.
Zitieren
#2 Walter Appe 2014-10-22 15:45
Hi,

ich dachte schon, da käme gar keiner mehr von mir. Schon interessant so im Rückblick.

Herzliche Grüße
Walter Appel/Earl Warren
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